Kritiker nach Braunschweig einladen?

über die Äußerungen von Bundesbauminister Wolfgang Tiefensee zum Wiederaufbau des Braunschweiger "Schlosses" hatte sich Oberbürgermeister Dr. Hoffmann empört. Tiefensee ist Jurymitglied des Architektenwettbewerbs zum Wiederaufbau des Berliner Stadtschlosses und wollte eine Lösung, "die anders als beim Römer in Frankfurt oder dem Schloss in Braunschweig einen Weg weist, wie man in unserem Jahrhundert mit einer solchen Aufgabe umgehen kann".

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BZ:"Stadt verzockte bei umstrittenen Geldgeschäften 3,2 Millionen Euro"

Durch den Einsatz eines umstrittenen Zinsaustauschgeschäftes entstanden der Stadt Braunschweig im Zeitraum 2000 - 2005 Zahlungsverpflichtungen in Höhe von insgesamt 3,22 Mio. Euro. Die Braunschweiger Zeitung vom 30.10.2008 titelte dementsprechend "Stadt verzockte bei umstrittenen Geldgeschäften 3,2 Millionen Euro".

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Lesertäuschung nur wegen Kohle ...?

In der BZ vom 28.11.08 finden Leser eine Beilage „Schloss-Arkaden Aktuell“. Darin wird behauptet „Jeden Tag macht das Shoppingcenter noch etwas mehr Lust auf das Fest der Liebe“. Die Schloss-Arkaden ein Shoppingcenter? Welch eine frevelhafte Falschbehauptung in den Augen des OB Hoffmann und seines Hofberichterstatters Ernst-Johann Zauner, der ebenfalls in dieser BZ schreibt „ Da auch in überregionalen Zeitungen immer wieder geschrieben wird, im Schloss sei ein Kaufhaus untergebracht, will die Stadt zur Aufklärung der wirklichen Situation Journalistenreisen fü Vertreter der wichtigen Medien organisieren.“ (S. 17) Da reibt sich der Leser verwundert die Augen. War die BZ etwa fü ein paar Euro Anzeigengelder willig, solch unverschämte Behauptungen, im Schloss sei ein Kaufhaus, zu veröffentlichen? Da sollte Chefredakteur Raue aber schnellstens fü Ordnung sorgen ...

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P.S. Administrator:
Unser Wirtschaftskorrespondent Carlo Engel kommt hier mit dem politisch korrekten Sprachgebrauch etwas durcheinander, wie er von BZ-Chefredakteur Raue und Oberbügermeister Hoffmann verordnet wurde. Also Carlo: Folgst Du den städtischen Hinweisschildern "Schloss", dann kommst Du in das Parkhaus eines Shopping-Centers, die "Schloss-Arkaden", klar? Gehst - nein: schreitest Du durch das edle quadrigagekrönte "Schloss"-Portal, dann kommst Du in ein Kaufhaus, die "Schloss-Arkaden", klar? Die Schloss-Arkaden sind aber nicht das Schloss. Um ins Schloss zu kommen, musst Du den richtigen Hinweisen folgen, nicht den falschen! Claro, Carlo?

alt

Stellungnahme zu Gert Hoffmanns Rede zum Volkstrauertag

Heute 63 Jahre nach dem 2. Weltkrieg sind wieder deutsche Soldaten weltweit im militärischen Einsatz, unter anderem auch in Afghanistan.
Gert Hoffmann erklärt in seiner Funktion als Oberbürgermeister: Einige von ihnen kämen in Särgen zurück. Das sei gewöhnungsbedürftig. (Braunschweiger Zeitung, 17.11.08) Aber die Bevölkerung müsse sich an diese Opfer gewöhnen, denn die deutschen Soldaten seien vom Parlament dorthin entsandt worden.

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Schritt der Oberbürgermeister von Braunschweig schon einmal durch das Schloss-Portal?

Und was hat er sich dann in den Schloss-Arkaden gekauft?

Aus der Braunschweiger Zeitung, 28.11.2008:

über die Äußerungen von Bundesbauminister Wolfgang Tiefensee über den Wiederaufbau des Braunschweiger Schlosses ist Oberbürgermeister Gert Hoffmann empört. [...]
Tiefensee hatte in einem Zeitungsinterview erklärt, er wolle für das Berliner Stadtschloss eine Lösung, "die anders als beim Römer in Frankfurt oder dem Schloss in Braunschweig einen Weg weist, wie man in unserem Jahrhundert mit einer solchen Aufgabe umgehen kann".

Für Hoffmann ist "dies leider ein typisches Statement von jemand, der wahrscheinlich unser Schloss von außen noch gar nicht vor Ort gesehen hat, mit Sicherheit nicht von innen."


Im Vergleich zum Braunschweiger Residenzschloss (oben) unterscheidet sich das Berliner Humboldt-Forum (unten) vor allem durch ein anders ausgelegtes Nutzungskonzept. (Siehe dazu auch die Diskussion auf dem BIBS-Forum und den Beitrag von Matthias Witte auf U-BS)

Offener Brief an OB Hoffmann: Krieg als erlaubtes Mittel der Politik?

Ihre Rede zum Volkstrauertag in der Dornse

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister!

Mit Befremden haben wir Ihrer Rede zum Volkstrauertag am 18.11.2008 in der Dornse entnommen, dass wir uns daran gewöhnen sollen, dass deutsche Soldaten in Särgen aus Kriegseinsätzen zurück kommen.

Damit propagieren Sie den Krieg als erlaubtes Mittel der Politik. Verkehrt diese Aussage ausgerechnet in einer Rede zum Volkstrauertag den Sinn dieses Tages nicht in sein Gegenteil? Sind wir nicht gerade am Volkstrauertag dazu aufgerufen, die Unerträglichkeit des täglichen Wahnsinns von Krieg und Kriegsopfern zu thematisieren?

Schon einmal wurde der Volkstrauertag in seinem Sinn missbraucht. Ein zweites Mal sollte das schon mit Blick auf die deutsche Geschichte nicht einmal ansatzweise erfolgen.

Mit freundlichen Grüßen

gez. Dr. Ute Lampe

i.A: Friedensbündnis Braunschweig
Tel. : 0531 – 330460
Goslarsche Strasse 93, 38 118 Braunschweig

Ungeliebte Schlossparkfreunde

Der Einkaufstourismus ebbt langsam ab, das Einkaufen im „Schloss“ haben viele hinter sich. Der Alltag ist eingekehrt. Die Event Kultur lockt auch mehr Zuschauer an als Käufer. Herr Olaf Jeschke stellt fest, dass die Besucher in der Innenstadt keine Einkauftüten mit sich herumtragen. Herr Sehrt, einer der wichtigsten Promoter dieser zusätzlichen 35.000 qm Verkaufsfläche hinter Schlossverkleidung, möchte erst einmal in den Ausschüssen über die Leerstände in der gewachsenen Innenstadt diskutieren.

Durch die Schloss-Arkaden und auch das Schloss-Carree hat sich die Verkaufsfläche in der Kernstadt fast verdoppelt. Wo sind die Entscheidungen hinter rosaroter Brille getroffen worden? Das waren die so genannten Realpolitiker, die Industrie und Handelskammer, Handwerkskammer und andere Meinungsmacher, an vorderster Stelle die Braunschweiger Zeitung und vor allem der Rat der Stadt mit der Einstimmenmehrheit.

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Neunzig Jahre Novemberrevolution (statt eines Rückblickes)

Die Revolution von 1918 sei die tiefgreifendste der deutschen Geschichte gewesen, konstatiert Professor Frank Deppe in seinem Vortrag am 7.11. 2008, mit dem die Veranstaltungsreihe des DGB zur deutschen Novemberrevolution 1918 abschloss. Trotzdem sei sie diejenige, deren Andenken am wenigsten gepflegt werde; sie stehe meist im Schatten der November-Ereignisse von 1938 und 1989. Dies sei kein Zufall, sondern bewusste Vergangenheitspolitik. Die Revolution von 1918, in der die deutschen Fürsten entmachtet, die Republik durchgesetzt und zahlreiche soziale Reformen - vom 8-Stundentag , dem Tarifvertrag bis zur Lohnfortzahlung im Krankheitsfalle (und vieles andere mehr) - durchgesetzt wurde, war Teil einer ganz Europa erfassenden revolutionären Bewegung der gegen den Krieg protestierenden Arbeitermassen. Sie blieb in Deutschland eine demokratische Revolution. Mit dem Scheitern der von Liebknecht und Luxemburg gewollten sozialistischen Revolution blieb auch der Sozialismus in der UdSSR ein Sozialismus in einem Lande - mit den bekannten Konsequenzen. Aber auch die Errungenschaften des revolutionären Novembers wurde z.T. wieder rückgängig gemacht. Für die Gegenwart forderten der Referent, die Zuhörer und auch Hansi Volkmann vom DGB, der die Veranstaltungsreihe begleitet hatte, eine Fortführung der sozialen Reformen (Mindestlohn!).

P.S. Am Samstag, den 8.11. gab es eine Reihe von Aktivitäten des DGB zum Thema „Fortführung der Revolution“ vor der Schlossfassade. Nichts darüber war in unserem Lokalblatt zu lesen.

Ausstellung: Ziviler Friedensdienst

Zehn Jahre ziviler Friedensdienst - eine Ausstellung des Friedenszentrums (flyer)
17. November - 6. Dezember 08, Mo - Sa 8 - 22 h, Institut für Sozialwissenschaften
Campus Nord der TU, Bienroder Weg 97


Seit zehn Jahren gibt es den Zivilen Friedensdienst (ZFD), nicht zu verwechseln mit den Zivis im Krankenhaus und Altenheim. Der Zivile Friedensdienst ist gedacht als echte Alternative zum Kriegsdienst: Mediation, Konflikttraining und Kommunikation statt Schießen. Dafür erforderlich ist eine Spezialausbildung (nach Berufsausbildung oder Studium), und für die soll in der Ausstellung geworben werden, die vom Friedenszentrum veranstaltet wird.

Leider ist der Zivile Friedensdienst noch ziemlich unbekannt (siehe obige Verwechslungsmöglichkeit!), weil für ihn nur wenig Geld zur Verfügung steht, gemessen an den immensen Summe für Rüstungsausgaben. Dennoch sind ausgebildete „Friedensfachleute“ in Konfliktgebieten in Nahost, auf dem Balkan und last not least in Deutschland (Oranienburg) tätig. Ihr Erfolg zeigt: Gewalt lässt sich reduzieren, die Menschen lernen, mehr Verständnis für einander aufzubringen.

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