Offener Brief an Dr. Helmut Käss

Lieber Helmut Käss,

die Weltklimakonferenz in Kopenhagen ist beendet. Während der Konferenz haben Sie ausgeharrt. Bei Wind, Regen und tiefem Frost standen Sie auf dem Platz vor dem ECE-Warenhaus, um die Menschen zu mahnen. Zu mahnen, dass alle Menschen Verantwortung für ihr Handeln tragen, für den Klimawandel, der sich zunehmend beschleunigt.

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Manch ein Bürger blieb am Stand der Mahnwache stehen oder las im Vorbeieilen hin zum wärmenden Kaufhaus Ihre Botschaften, dargestellt an großen Plakaten. Einige Bürger sorgten sich um Sie und brachten heiße Getränke. Wenige lösten Sie auch kurzfristig ab, damit Sie sich mal aufwärmen konnten.  Sie haben meinen Respekt. Sie standen „nur“ da - friedlich, freundlich und mahnend. Es war schon eindrucksvoll.

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Justiz im Dienst des Angriffskriegs. Militärjustiz durch die Hintertür?

Auszug aus einer Veröffentlichung in: OSSIETZKY. Zweiwochenzeitschrift für Politik, Kultur, alt Wirtschaft. Nr. 25 vom 12.12.2009, 936 - 941:
Dass die alte Forderung nach einer Sondergerichtsbarkeit fürs Militär heute wieder aufkommt, ist kein Zufall in einer Zeit, da in den besetzten Ländern zunehmend die Zivilbevölkerung Opfer von Bombenangriffen wird. Denn in einem bewaffneten Konflikt hat die Bundeswehr die Strafgesetze und das humanitäre Völkerrecht (die Genfer Konventionen) zu beachten.

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Braunschweig und die Mayors for Peace

Die Initiative „Mayors for Peace“ | In Erinnerung an die am 6. August 1945 auf Hiroshima abgeworfene Atombombe gründete der Bürgermeister von Hiroshima 1982 die Organisation „Mayors for Peace“. Das vorrangige Ziel dieser Initiative ist es, die weltweite Verbreitung von Atomwaffen zu verhindern. Mehr als 3047 Mitgliedsstädte in 134 Ländern, davon allein 357 in Deutschland, gehören mittlerweile dieser Organisation an. Die „Bürgermeister für den Frieden“ sind Teilnehmer der nächsten Überprüfungskonferenz für den Nicht-Verbreitungs-Vertrag von Atomwaffen, welche im kommenden Frühjahr stattfindet.

Braunschweig und die Mayors for Peace | Am 27.11.2009 fand ein Treffen der „Mayors for Peace“ in Hannover statt. Unser Oberbürgermeister Dr. Hoffmann, der bisher kein nennenswertes Engagement für diese Initiative zeigte, erhielt eine Einladung zu diesem Treffen.
Auf die Frage des Friedenszentrums und einiger Ratsmitglieder,  ob er an dem Treffen teilnehme, antwortete er wie folgt: "Es hängt davon ab, ob andere terminliche Verpflichtungen dies zulassen und ob aus der Einladung hervorgeht, ob insbesondere die friedensbedrohenden Aktivitäten der Regierungen in Nordkorea, Iran und Venezuela eine maßgebliche Rolle auf dem Treffen spielen werden."

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Mahnwache vor dem ECE

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Die Fragen stellte Uwe Meier

Seit dem 7. Dezember.  führt Dr. Helmut Käss, von Beruf Allgemeinmediziner, auf dem Platz vor dem ECE-Einkaufscenter eine Mahnwache zum Klimawandel durch. Die Mahnwache hängt offensichtlich eng mit der internationalen Klimakonferenz in Kopenhagen zusammen; darauf weisen jedenfalls die zahlreichen Informationsbroschüren auf dem Büchertisch hin. Ich führte vor Ort mit Herrn Dr. Käss für u-b ein Gespräch:

u-b: An welchen Tagen und zu welchen Uhrzeiten führen Sie Ihre Mahnwache durch?
Käss: Vom 7.- 23. 12. täglich von 11:00-15:00, Montags bis Samstags am Ritterbrunnen vor dem Kaufhausschloss und Sonntags am Kreuzteich in Riddagshausen.


Dr. Helmut Käss hält Mahnwache während der Klimakonferenz

u-b: Sie opfern viel Zeit für die Mahnwache und das Wetter ist Ihrer Gesundheit auch nicht gerade zuträglich. Was sind Ihre konkreten Ziele für dieses große Engagement? Vor was mahnen Sie?
Käss: Ich mahne vor dem Klimawandel, der inzwischen unbestritten ist und in dem wir uns schon befinden. Der Klimawandel führt  zum Meeresanstieg und zu extremeren Wetterverhältnissen wie Unwettern, zu verstärkter Wüstenbildung, aber auch zu Überflutungen bei uns. Nach einer hochrangigen Schätzung wird der weltweite Schaden  mehr als das fünffache der Kosten verursachen, die eine Verhinderung kosten würde. Es gibt zur Zeit über 300.000 Menschen, die jetzt schon durch die Klimaerwärmung sterben. Dies ist natürlich noch wenig im Vergleich zu den fünfzig Millionen Menschen, die verhungern. Aber auch der Hunger wird durch die Klimaerwärmung auch stark zunehmen.

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Hoffmanns Rede zum Besuch des Bundespräsidenten

"Sehr geehrter Herr Bundespräsident,

[...] obwohl wir für solch größere Empfänge mit dem Altstadtrathaus zugegebenermaßen besser geeignete Räumlichkeiten haben", habe ich Sie heute mal in ein Gebäude eingeladen, "von dem Sie wahrscheinlich schon einmal gelesen haben, es handele sich um ein Kaufhaus mit einer vorgeblendeten Schloßfassade." [Immer noch die altdeutsche Rechtschreibung!]

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"Unverwelfter Strahlenfranz"

Die rätselhaften Sprachschöpfungen des Braunschweiger Schloss-Dichters U.B. und eine verblüffende Interpretation derselben.

Auf der Internetseite der Stadtverwaltung gibt es zum unerschöpflichen Thema ‚Schloss’ und ‚Quadriga’ labyrinthische Pfade, die auch von Eingeweihten nur selten begangen werden. Das ist schade, denn manchmal finden sich am Ende solcher Wege wahre Kleinode. Ein herausragendes Beispiel dafür ist das Gedicht „Herzögliches Schloss zu Braunschweig. Zerstörung durch Brand“, das sich ganz unten im Pressematerial zur Quadrigaaufbringung findet. Dieses vergessene Gedicht, von einem gewissen U.B., offenbar unter dem unmittelbaren Eindruck des katastrophalen Brandes von 1865 geschrieben, wurde - so ist dort zu lesen - von Richard Borek der Stadt überlassen.

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"Mayors for Peace"

Von Frieder Schöbel (Friedenszentrum)


Der ehemalige Oberbürgermeister von Hannover, Dr. h.c. Herbert Schmalstieg, hielt am 1.9., dem alljährlichen Antikriegstag bzw. Internationalen Friedenstag, im DGB-Haus einen Vortrag zum Thema „Kommunale Friedenspolitik am Beispiel der Bürgermeister für den Frieden“. Er folgte damit einer Einladung von Friedenszentrum, Friedensbündnis und DGB.

Herbert Schmalstieg war länger als drei Jahrzehnte Oberbürgermeister von Hannover. Mehr als 34 Jahre lang hat er als Oberbürgermeister die Geschicke "seiner" Stadt, der Landeshauptstadt Hannover, gelenkt. Am 26. Januar 1972 wurde er vom Rat der Stadt zum jüngsten Oberbürgermeister einer bundesdeutschen Großstadt gewählt, zum 31. Oktober 2006 schied er als dienstältester deutscher Oberbürgermeister aus dem Amt.

 

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Matthias Breuer hilft in Indien

Matthias Breuer, Attac-Aktivist, Schlossparkfreund, Redaktionsmitglied von Unser-Braunschweig und im Hauptberuf Arzt, verlässt in diesen Tagen Braunschweig und wird für neun Monate als "Arzt ohne Grenzen" in Indien helfen. Gute Wünsche von vielen Freunden begleiten ihn.

DENK-MAL an den unbekannten Deserteur - 16.08.09; 15:00 Uhr

 

Im Rahmen der von der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Braunschweig veranstalteten Reihe Denk-Mal "Braunschweiger Andachten" findet am
Sonntag, 16. August 2009, 15.00 Uhr, eine Veranstaltung auf dem
Platz vor der Magnikirche in Braunschweig statt.

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Erinnert wirdl an das dort in den Neunziger Jahren von einer Bürgerinitiative errichtete Deserteursdenkmal, das nach zwei Zerstörungsversuchen durch eine an der Stelle gelegten Bodenplatte ersetzt wurde. Erinnert wird auch an den Widerstandskämpfer ("Kriegsverräter") Hermann Bode.
 
 

Die Predigt hält Landesbischof Prof. Friedrich Weber.
Das Wort zum Ort sagt Helmut Kramer.
Musik: Anna-Maria Glöckner, Querflöte und Annika Rahaus, Bratsche.

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Braunschweiger Flash-Mob am 8.8.09: Was nun?

(Vorschläge für die Stadtverwaltung)
08.08.09, 16.00- 18.00: Der Platz zwischen den Reiterstandbildern ist voll mit Picknickern. Während in den früheren Jahren zum Flash-Mob auf dem Schlossplatz 70 Leute kamen, waren es diesmal -nachlässig geschätzt- 300 Personen, vielleicht auch deutlich mehr.

Dieser Erfolg des Mobs geht in erster Linie auf die Stadtverwaltung zurück, die durch ihr repressives Verhalten im Vorfeld der Veranstaltung aus dem an sich unpolitischen Flash-Mob ein Politikum gemacht hat. Man darf entsprechend vermuten, dass viele der gestrigen Flash-Mobber ihre Teilnahme auch als Protest gegen eben diese reaktionäre Stadtpolitik verstanden.

Der Flashmob also als ein Zeichen von beginnender Aufsässigkeit in der Bevölkerung? Eine Niederlage also für die Stadtverwaltung? Nicht unbedingt: Am Ende ist alles nur eine Frage der Interpretation.

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