Lügen haben kurze Beine - die Verschiebung von Wahrheit und städtischem Vermö

Er würde sie nicht verkaufen, die rund 8000 städtischen Wohnungen der Nibellungen Wohnbaugesellschaft, versicherte Oberbürgermeister Dr. Gert Hoffmann vor wenig mehr als einem Jahr.

 

Und standfest bleibt er auch in diesem Jahr dabei, Oberbürgermeister Dr. Gert Hoffmann, und versichert (gestern) erneut: die rund 7000 städtischen Wohnungen der NiWoBau würden nicht verkauft.

 



Aber Nanu - da fehlt doch etwas! Wo sind sie nur geblieben, rund tausend Wohnungen?

Natürlich verkauft! Der Jahresbericht der NiWoBau spricht von einem "Desinvestitionsprogramm", das die Stadt über die NiWoBau verhängt habe. Laut Wikipedia ist eine Desinvestition:
... das Gegenteil der Investition. Desinvestition bedeutet in der Betriebswirtschaftslehre die Freisetzung von Kapital im Unternehmen durch Verkauf von Vermögensgegenständen.
Die Desinvestition stellt aufgrund der Kapitalfreisetzung eine Form der Innenfinanzierung dar. Die Freisetzung von in Sachwerten oder Finanzwerten investierten Geldbeträgen in liquide Form bezeichnete man als Desinvestition.
Die Desinvestition ist somit zugleich eine Wiederbeschaffung von früher investierten Mitteln, die erneut für Investitionen zur Verfügung stehen.

In Braunschweig läuft aber alles anders, in Braunschweig werden die Gelder nicht in den Wohnungsbau reinvestiert, sie werden der Gesellschaft entzogen und dienen dazu - ad gloriam Hoffmannensis - der Stadt den (schein-)Heiligenschein eines schwarzen Haushalts zu verleihen. Und in Braunschweig wird nicht nur verkauft, es sollten der Gesellschaft sogar noch Gelder entzogen werden, die ausdrücklich als Rücklage für Renovierung und Erneuerung ausgewiesen waren. (Wir berichteten).

Die Folge: Nun wird über einen Mangel an Investitionen, über einen Investitionsstau geklagt und die Stadt will in der Folge gleich einmal mehrere Hunderttausend Euro ausgeben, um ein Gutachten in Auftrag zu geben, das herausfinden soll, wie man am besten damit umgeht.

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