Brigitte: "Doppelbelastung: Frauen kümmern sich um ALLES - aber keiner um sie"

Zunächst denkt frau, dass es ein echter Fortschritt sei, wenn man den Frauen endlich qualifizierte Arbeitsplätze einräumt und sogar für eine bessere Kita-Betreuung sorgt. Den Pferdefuß merkt frau erst später: Die Frauen sollen, ja müssen arbeiten, man braucht sie als Arbeitskräfte. Frau Professor Winkler zeigt in der "Brigitte mom" auf, dass ein ganzes Netz von Problemen dahinter steckt, in die Altenpflegerinnen, Erzieherinnen, Haushaltskräfte und andere mehr verwickelt sind. Sie zeigt die gesamtgesellschaftliche Schieflage auf, die hinter der scheinbaren Frauenfreundlichkeit steckt. Deutlich wird zum einen: Es ist unsere Wirtschaft, die von der Schieflage profitiert. Und zum anderen: Es sind die Begüterten, die sich diese Schieflage finanziell abfedern können. Siehe: "Doppelbelastung: Frauen kümmern sich um ALLES - aber keiner um sie

Was die vorgeschlagenen Gegenmaßnahmen betrifft: Sicherlich ist das bedingungslose Grundeinkommmen hilfreich, aber nur, wenn es in einer Höhe bezahlt wird, die entschieden über dem Hartz IV-Niveau liegt. Außerdem besteht die Gefahr, dass es bald im Zeichen der Digitalisierung zur Stillhalteprämie für Arbeitslose verkommt. Insofern ist die Arbeitszeitverkürzung (bei vollem Lohnausgleich) vorzuziehen. Sie wird aber aller Voraussicht nach erst kommen, wenn auch in den Care-Branche die Männer zu gleichem Anteil mitwirken.

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