Chorkonzert zum 450. Jubiläum der Klosterkirche

Anlässlich des 450jährigen Reformationsjubiläums der Klosterkirche Riddagshausen lässt die Klosterkirche am 21.10. um 17 Uhr alte musikalische Traditionen lebendig werden.

Als 1568 unter Abt Johannes Lorbeer das Kloster Riddagshausen aufgelöst wurde, begann die „Evangelische Zeit“ in Riddagshausen. Vorher waren die katholische Liturgie und die Marienverehrung der Mönche Alltag im Kloster. Der Riddagshäuser Kammerchor nimmt diese Zeit musikalisch auf. Lateinische Messe und innerliche Frömmigkeit stehen dabei im Mittelpunkt des Konzertes. Mit der selten gesungenen Missa Canonica von Johannes Brahms und der berühmten Deutschen Messe in As-Dur von Franz Schubert erklingen zwei Werke, die von der katholischen Tradition geprägt sind.

Mitwirkende sind der Riddagshäuser Kammerchor sowie ein Bläserensemble aus Mitgliedern des Staatsorchesters Braunschweig unter der Leitung von Kantorin i. R. Christiane Prinzing und Georg Renz.

Der Eintritt am 21.10. um 17 Uhr ist kostenlos.

Staatstheater: Musik und Leckereien zur Mittagszeit

Die „Barocksolisten“ gestalten am Montag eine kulinarische Mittagspause im Staatstheater Braunschweig (Großes Haus). Foto: © Staatstheater Braunschweig

Wem zwischen harter Arbeit oder schwerem Studieren der Sinn nach ein bisschen Kultur steht, wird auch in der Mittagspause vom Staatstheater versorgt: Es offeriert seine „Lunchkonzerte“ sogar zum Nullpreis und jetzt im Großen Haus. Allegros, Sonatas, Konzerte in D-Dur und d-Moll stehen auf dem Programm. An der Trompete Orchesterdirektor Martin Weller persönlich.

Das Ganze ist zu erleben am Montag, 8. Oktober, um 13 Uhr im Staatstheater. Die „Barocksolisten“ spielen Kompositionen von Jenkins, Bodinus, J.S. Bach und G.P. Telemann. Die Besucher werden von Theatergastronom Gianni verwöhnt (daher der Name „Lunchkonzerte“), allerdings auf eigene Kosten. Weitere Veranstaltungen dieser Art sind geplant.

Wohl nichts für Angestellte mit 30-Minuten-Pause aus dem nahegelegenen Supermarkt oder dem Shopping-Center nebenan; dennoch eine schöne Idee. Einlass zu „Kunst und Kulinarisches zur Mittagszeit“ ab 12 Uhr, der Eintritt ist frei.

Die Nathanisierung der Selbstverständlichkeit

Der „Nathan“ des Diwan-Theaters aus Osnabrück. Seine Weisheit sieht man dem Chef – natürlich – am Barte an. Foto: Stadt Braunschweig / © Diwan Theater

War da mal was auf der Kölner Domplatte, mit der Flüchtlingskrise 2015, mit der Migration Anders- (oder überhaupt?-) Religiöser? Gab’s da mal eine ernsthafte Auseinandersetzung mit dem Islam, dem Judentum, der Betrachtung des eigenen christlichen Glaubens? Weist der/die gemeine Deutsche fremde Kulturen, Ethnien, Menschen, Anschauungen und Glaubenszugehörigkeiten von sich? Ja?

Dann gibt’s da ein Allheilmittel: Gotthold Ephraim Lessing’s „Nathan der Weise“. Einmal gucken wirkt schneller als Pusten und tut nicht mal weh. Nathan – und schon sind die Schmerzen über Fremdenfeindlichkeit, Ausgrenzung und religiöse Intoleranz gelindert. Warum gibt es Nathan noch immer nicht auf Rezept gegen Rassismus?

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Was ist Heimat? Politikersprech in Leichte Sprache übersetzt

 

Verbund Leichte Sprache Braunschweig

Heute, am 30. September 2018, ist Internationaler Übersetzertag. Aus diesem Anlass gibt es eine Sonderausgabe der Neuen Leichtpost. Darin zeigen wir ein Beispiel für die Übersetzung von Politikersprech in Leichte Sprache. Die Bundesregierung hat nämlich am 25.7.2018 auf eine Kleine Anfrage von Bündnis 90/Die Grünen geantwortet und definiert, was sie unter Heimat und Heimatpolitik versteht. So richtig schlau wird man aus der in feinstem Politikersprech geschriebenen Antwort nicht. Aber wir haben ja die Leichte Sprache. Leichte Sprache bringt Inhalte auf den Punkt. Leichte Sprache ist für Menschen, die nicht gut lesen können und/oder schwere Texte nicht verstehen – also manchmal für alle. Wir haben die Antwort deshalb in Leichte Sprache übertragen und die wichtigsten Aussagen zusammengefasst. Lesen Sie selbst – und bilden Sie sich eine Meinung: Erzeugt Leichte Sprache einen Aha-Effekt, oder entlarvt sie nichts sagende Aussagen im Ausgangstext? Oder sogar beides auf einmal?

"Leichte Sprache" wird immer wichtiger

Sprechen und schreiben ist schwierig. Vor allem, wenn wir auch noch verstanden werden wollen. Dieser selbstverständliche Anspruch ist alles andere als selbstverständlich. Das kann man täglich erleben.

Wir sprechen, damit wir anderen Menschen etwas mitteilen können. Oft versteht uns unser Gegenüber nicht. Noch schlimmer wird es, wenn wir nicht merken, dass wir nicht verstanden werden. Missverständnissen sind dann Tür und Tor geöffnet. Endlos Streit gibt es oft wegen Missverständnissen. Meistens ist es besser nichts zu sagen als missverstanden zu werden.

Noch schwieriger wird es, wenn wir missverständlich oder zu schwierig schreiben. Das Geschriebene bleibt oft lange erhalten; sei es im Internet oder in Bücher und Magazinen. Die geschriebene Botschaft hat ihre Tücken, wenn zu viele Informationen in einen Satz gelegt werden. Oder wenn viele Fremdworte und Satzverschachtelungen benutzt werden. Auch der Braunschweig-Spiegel ist nicht frei davon. Im Gegenteil,  aber wir wollen uns bemühen, auch wenn manche Zusammenhänge recht komplex (was ist denn das?) sind.

Bei Wikipedia bekommen Sie zur "Leichte Sprache" einen raschen Überblick. In Braunschweig gibt es einen Verbund Leichte Sprache. Dort finden Sie alle wichtigen Information. Besonders wichtig eine einfache Sprache zu schreiben, scheinen mir zunächst Gedenktafeln und öffentliche Erklärungen zu sein. Ein Beispiel finden Sie hier.

Medien nutzen inzwischen auch die Leichte Sprache, um besser von allen verstanden zu werden. Das gilt besonders für Nachrichten. Die TAZ gab ein Jahr lang die "TAZ leicht" heraus. Aus Kostengründen wurde sie nun nach einem Jahr eingestellt und erscheint nur noch zu besonderen Anlässen. "taz leicht sagt erst mal Tschüss!"

 

Öffentliche Führung: Kunst trotz(t) Ausgrenzung

Exponate der Ausstellung im Landesmuseum. Foto: © Anja Pröhle, BLM

Am Sonntag, den 30. September um 11.30 Uhr, findet eine Führung in der aktuellen Sonderausstellung „Kunst trotz(t) Ausgrenzung“ im Braunschweigischen Landesmuseum (Burgplatz 1) statt. Unter dem Motto „Wir leben alle unter einem Himmel“ soll die Ausstellung zur Gestaltung einer offenen, vielfältigen und inklusiven Gesellschaft anregen. Die künstlerische Absage an Fremdenfeind-lichkeit und Rechtspopulismus, an Ideologien von angeblicher Ungleichheit und Ungleichwertigkeit von Menschen werden in der Ausstellung thematisiert.

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Wie begrüßen sich Deutsche, Franzosen und Japaner? Und wie in Afrika?

Den Text hat mein Kollege Axel Klingenberg (rechts) geschrieben.   
Auf dem Foto sind die Dozenteninnen Katja Steffens (links), Vanessa Gose (2. von rechts) mit den Mitarbeitern der Freiwilligenagentur Oliver Ding (3. von links) und Axel Klingenberg (rechts) und zwei Teilnehmerinnen.

Unterschiedlich und gleichberechtigt

Wie begrüßen sich Deutsche, Franzosen und Japaner? Und wie in Afrika? Schon das Spekulieren über verschiedene Begrüßungsrituale und das Praktizieren derselben zeigte, dass kulturelle Missverständnisse quasi vorprogrammiert sind.

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Mädchentage bei den „Falken“

Die Mädchengruppe "Riot-Girls" der Falken Braunschweig lädt zu den Action Days für Mädchen vom 1. bis 4. Oktober in das Falkenzentrum "Sub" (Bohlweg 55) ein. An vier Tagen können Mädchen im Alter von 11 – 17 Jahren in verschiedene Themenfelder hineinschnuppern. Es gibt eine Einführung in die Feminismustheorie, einen Theater Workshop, einem Rap-Workshop und einen Self-Empowermentkurs zur Stärkung des Selbstvertrauens.

Die Riot-Girls (ab 11 Jahre) treffen sich donnerstags von 16:30 – 18:30 Uhr. Gemeinsam mit erfahrenen Teamerinnen gestalten sie ihre Freizeit, planen Aktionen und beschäftigen sich mit politischen Themen. Mehr Informationen zur Gruppe. Der Teilnahmebeitrag für die Action Days beträgt 5 € pro Tag inkl. einem Mittagessen. Anmeldung unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Studio Hoppe: Show Up 5

24 Künstler sind es insgesamt, die sich 2014 im Kurs eines der bekanntesten deutschen Maler - Norbert Bisky - in der Internationalen Sommerakademie Salzburg zusammengefunden haben, verteilt auf ganz Deutschland, Europa, Afrika und Asien, alle Altersgruppen und dem Schwerpunkt Malerei.

Diese Gruppe trifft sich mit ihm seitdem jährlich zu einer gemeinsamen Ausstellung - in diesem Jahr erstmals in Braunschweig, ermöglicht im Studio Hoppe, Hamburger Straße 273 B, Schimmelhof, 38114 Braunschweig. - 19.10. - 02.11.2018

PPP-Projekt! Samstag beginnt der Hype um Karten für die Jazzkantine

Die „Jazzkantine“ im Louis-Spohr-Saal des Staatstheaters. Im Großen Haus will die Truppe erneut für Furore sorgen. Foto: Jazzkantine

Die Jazzkantine ist ein Leuchtturm braunschweigischer Kultur. Verehrt, geliebt, nostalgisch verklärt und zudem eine Lebensbegleiterin, die vier Oberbürgermeister, vier Eintracht Auf- und Abstiege sowie die erste Scheidung so mancher Fans überlebt hat. Nun kehrt sie wieder dorthin zurück, wo sie vor 20 Jahren erstmals aus der Nischen- zur Hochkultur emporwuchs: ins Braunschweiger Staatstheater.

Erstmals ins Große Haus, mit einer Art „musikalischer Revue und dialogischen Spielszenen“, die „kaleidoskopisch durch das Trash-Pop-Jahrzehnt der 90-er Jahre“ navigieren sollen (Regisseur Peter Schanz). „Hyper! Hyper!“ nennt sich die Show, die den „Auftrag Unterhaltungskunst rockig, poppig und tecnoid“ ernst nimmt, den BesucherInnen dabei allerdings Verirrungen und Peinlichkeiten nicht ersparen kann: „Wir werden uns auch mit der Kelly-Family befassen müssen sowie dem ‚Wind of Change’ und Wolfgang Petry“, bedauert augenzwinkernd der Musikalische Leiter Christian Eitner.

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