Horizonte in Raum und Zeit

Zu allen Zeiten waren die Vorstellungen, die sich Menschen über die Welt gemacht haben, nicht nur von ihrer Alltagserfahrung abhängig, sondern auch von dem Mut, sich weiterführender rationaler Forschungsmethoden zu bedienen. Schon in der Antike wurden mit Hilfe der Mathematik erstaunliche Erkenntnisse erzielt, die freilich im Mittelalter wieder verloren gingen. Seit Kopernikus haben wir es mit einer fortgesetzten Entgrenzung und Entzentralisierung zu tun: Die Erde ist keineswegs das Zentrum der Welt, sondern nur ein Planet der Sonne, und auch diese ist überhaupt nichts Besonderes, sondern nur ein ganz gewöhnlicher Stern unter einigen hundert Milliarden anderer Sterne allein in unserer Milchstraße, die ihrerseits nur eine unter Hunderten von Milliarden Galaxien ist. Die allmähliche Erkenntnis der Bedeutungslosigkeit unseres Platzes im Weltall hat sich historisch in Sprüngen entwickelt, ist aber eine Grundtatsache unseres modernen Weltbildes.

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