7 + 1 Fragen an: Deerwood
In der Region Braunschweig gibt es Kulturschaffende, die nicht im Rampenlicht der Volkswagenhalle oder der Stadthalle stehen und nicht in den gängigen Medien beworben werden. Die Stadt setzt im Rahmen des Stadtmarketings seit Jahren verstärkt auf Kulturschaffende mit hohem Bekanntheitsgrad und umfassendes Sponsoring, das wir alle über die Produktpreise bezahlen, ob wir wollen oder nicht. Sollte es bei der städtischen Entscheidungsfindung zur Förderung etwa so sein, dass nur das, was viel Geld kostet von hohem künstlerischen Wert ist? Dem ist natürlich nicht so, denn Kunst ist heute ein Markt, und das was marktkonform ist wird gefördert, alles andere fällt unter den Tisch. Dazu gehören auch Kulturschaffende aus dem Braunschweiger Raum.
Gemeinsam mit dem Braunschweig-Spiegel, werden wir in loser Folge Kulturschaffende aus der Region Braunschweig unter dem Titel "7 + 1 Fragen an: Name des/der KünstlerIn" vorstellen.
7 + 1 Fragen an: Deerwood
1. Wer seid Ihr?
Wir sind Deerwood aus Braunschweig, Folkband extraordinaire, bereit die Welt zu erobern.
Wir sind zwei Musiker:
Sascha Dettbarn, Jahrgang 82, Freiberufler in Kunst, Design und Musik.
Malte Kettler, Jahrgang 86, studiert Biologie.
2. Warum lohnt es sich, ein Konzert von Euch zu besuchen?
Weil uns ein Vertrag mit dem Teufel daran hindert schlechte Gigs zu spielen.
Im Ernst: Wir haben riesigen Spaß am Musik machen, und das hört man.
Museum für Photographie zeigt Fred Herzog und Bruce Wrighton
Fred Herzog Vancouver, 1957 - 1978
Bruce Wrighton Binghamton, 1980s
Ausstellung 13.01. – 18.03.2012 Öffnungszeiten Di. – Fr., 13 – 18 Uhr, Sa. + So., 11 – 18 Uhr
»Farbe ist vulgär« lautet ein entschiedenes Urteil von Walker Evans, das treffend die Ablehnung vieler Autorenfotografen gegenüber der Farbfotografie bis weit in die 1970er Jahre hinein bezeichnet. Für die künstlerisch ambitionierten Fotografen galt das farbige Bild lange als zu bunt, zu wenig wirklichkeitstreu, zu amateurhaft oder zu nahe an der kommerziellen Werbefotografie. Blickt man auf die Geschichte der Colorfotografie, so glaubt man in der Tat, dass die Farbe in der Fotografie eine Konstruktion ist. Jedes Jahrzehnt hatte seinen eigenen Kolorit. Doch was lange als ein Nachteil in der realistischen Darstellung von Wirklichkeit galt, wurde spätestens in den 1970er Jahren als ein Mehrwert erkannt – oder eben, wie im Fall Fred Herzogs, schon früher.
In der Reihe von Wieder- oder Neuentdeckungen dokumentarischer Fotografie der 1960er – 1980er Jahre präsentiert das Museum für Photographie Braunschweig nun zwei Positionen aus Nordamerika, Fred Herzogs Aufnahmen aus Vancouver aus den 1960er Jahren und Bruce Wrightons fotografische Studien der Kleinstadt Binghamton aus den 1980er Jahren. Beide setzen ganz auf Farbe, sei es aufgrund des bildnerischen Eigenwerts oder sei es aus einem Mehr an Realismus. Doch neben der unterschiedlichen Behandlung der Farbe treffen auch zwei unterschiedliche Konzepte des Dokumentarischen aufeinander: Die existentialistische, großstädtische Straßenfotografie der Nachkriegszeit begegnet einem konzeptuellen, stärker soziologisch geprägten Interesse an der Erkundung des kleinbürgerlichen Milieus einer amerikanischen Kleinstadt
Fred Herzog, Vancouver 1960er Jahre
Man with Bandage

„Gewaltfrei gegen die Mauer in Bil’in“
In der Vortragsreihe „Wege zu einer Kultur des Friedens“ des Friedenszentrums und des Friedensbündnisses wird das Thema diesmal „Gewaltfrei gegen die Mauer in Bil’in“ sein.
Donnerstag, 19. Januar, 19:00 Uhr Dachgeschoss der Volkshochschule Haus Alte Waage Eintritt frei
23. Braunschweiger Poetry Slam
Poetry Slam und Punchliner Show im Februar
Alle Fotos in diesem Beitrag: Andreas Reiffer
Am 17. Februar ist es endlich wieder soweit. Slammerinnen und Slammer aus Braunschweig, der Region und ganz Deutschland stellen sich mit ihren Fünf-Minuten-Texten dem Urteil des Publikums. Der Poetry Slam ist eine der beliebtesten und stets ausverkauften Veranstaltungen im LOT-Theater. Durch das Programm führt der erfolgreiche Poetry Slamer und Slam-Moderator Dominik Bartels.
BBK: Sasssigurt trifft Jürgen Schneider
20. Januar bis 26. Februar 2012 - Eröffnung am 19.01.2012, um 20:00 Uhr
Bilder und Objekte im Gespräch
Georg Schramm
Programm Allgemeiner Konsumverein – Instant Record Collection
Verehrtes Publikum, Freunde der Kunst, Freundinnen des Experiments,
genießen Sie noch die wunderbare Zeit zwischen den Jahren, die Raunächte bis in den Januar.
Wir vom Konsumverein wünschen Ihnen allen ein gutes Neues Jahr und werden versuchen, das Unsriges zu tun, um es erkenntnisreich, nachdenklich, überraschend, sinnlich und kunstvoll werden zu lassen: Der Allgemeine Konsumverein startet in dieses Jahr mit Neuerungen in ein Programm, das um die Begriffe „*Fremd*“ und „*Vertraut*“ oszilliert. Und wir starten fulminant. Wir starten eine neue Reihe:* Instant Record Collection* – lassen Sie sich überraschen.
Wir ändern unseren Eröffnungs- und Veranstaltungstag und beginnen jetzt immer *Mittwoch um 19.00 Uhr*.
Herzlich willkommen im Allgemeinen Konsumverein!
Der Braunschweig-Spiegel wünscht trotzdem ein schönes Jahr 2012
Ein Fritz Bauer-Jahr in Braunschweig
Nun wenige Spuren erinnern bisher in Braunschweig an den großen Juristen Fritz Bauer. Das soll sich 2012 ändern. Dieses Jahr soll zu einem Fritz Bauer-Jahr werden.
Sucht man nach Fritz Bauer im Internet eröffnen sich unzählige Zitate und Veröffentlichungen. So findet man das Fritz Bauer-Institut oder den Fritz Bauer Preis, dessen letzter Preisträger Dr. Helmut Kramer aus Wolfenbüttel war. Filme wurden gedreht und Wissenschaftler haben sich mit ihm befasst. Straßen und Gebäude wurden nach ihm benannt, Symposien veranstaltet und Arbeitskreise gegründet.
Auch in Braunschweig wird immer wieder von ihm berichtet. So von Ann Claire Richter und Henning Noske in der Braunschweiger Zeitung (zuletzt am 23.12.2011). Der Braunschweig-Spiegel setzte sich in acht Folgen intensiv mit Fritz Bauer auseinander und Udo Dittmann ist aktiv in einem nach Fritz Bauer benannten Freundeskreis.
In Stein gemeißelt an der Braunschweiger Staatsanwaltschaft am Domplatz
„Nordkorea – ich war da“
Skyline von Pjöngjang, der Hauptstadt Nordkoreas
Mein Aufenthalt in Nordkorea war sowohl spektakulär – als auch völlig normal. Ich war in einem kommunistischen Land, das der vormalige US-amerikanische Präsident Bush der Achse des Bösen zugeordnet hatte. Die trauernde Bevölkerung wird mir seit wenigen Tagen als skurrile um ihren Führer ekstatisch trauernde Masse durch Kommentare vieler unserer Medien vermittelt. Viele der Kommentatoren vermitteln den Eindruck, dass sie ein Recht hätten der Trauer mit der westlichen Arroganz zu begegnen. Was davon Propaganda ist und was nicht, kann leider bei unseren freien Medien kaum beurteilt werden.
Ich war 2003 in Nordkorea und möchte berichten, wie es mir dort ergangen ist.




































