Wer macht „Durchblick“?

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Da halte ich plötzlich ein bedrucktes Blatt in der Hand. Der Titelbalken ist viel versprechend: „Durchblick“. Geht es um das Beibringen der rechten Sehweise für Menschen, denen ein Durchblick fehlt? Doch dann lese ich: „An alle Haushalte August 2011 Ausgabe 7“. Es wird wohl so ein periodisches Werbeblättchen sein. Da steht es ja auch: „Shoppen  News  Culture“, und zwar „für  die Bewohner von Harxbüttel, Thune, Wenden, Bienrode, Waggum, Bevenrode, Kralenriede, Querum und ihre Freunde“.

Dann fällt mein Blick auf so etwas wie einen Leitartikel: „Tiefbauarbeiten am Flughafen abgeschlossen“, verfasst vom Pressesprecher der Flughafengesellschaft in Braunschweig, dessen Einstellung stadtbekannt ist.

Großer Hof für Turandot - Mickrige Aushänge zum nationalen Bürgerdialog

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Über Monate präsentiert sich BS Energy als Sponsor der Open-Air-Aufführung von Puccinis Oper „Turandot“ auf dem Burgplatz. Eine ausgefeilte, groß angelegte und perfekt gestaltete Werbekampagne lässt in Braunschweig eiskalte Herzen allgegenwärtig strahlen. Sie enthält die indirekte Botschaft: Die Energiewende ist in unserer Region Nebensache. Diese Sprache sprechen auch die mickrigen Aushänge, mit denen im Kundenzentrum am Bohlweg seit kurzem der in Braunschweig unmittelbar bevorstehende nationale Energiedialog angekündigt wird. Gemessen an seinen üblichen Werbestandards lädt der Konzern kaum wahrnehmbar und in billigster Aufmachung zum 26. August in die Taubenstraße ein.

Klimaschutz mit Kraftzwerg?

Braunschweig hat ein umweltfreundliches Kraftwerk bekommen! Anders als die Werbung von BS Energy glauben machen will - einen Meilenstein in der deutschen Kraftwerksgeschichte hat das Unternehmen damit nicht gesetzt.

Auch andere Betreiber von Energieerzeugungsanlagen modernisieren ihren Kraftwerkpark. Die vom Umweltbundesamt zum Jahresende 2006 erstellte „Datenbank der in Betrieb befindlichen Kraftwerke“ zeigt: Schon vor mehr als vier Jahren waren in Deutschland 24 erdgasbefeuerte GUD-Anlagen mit Kraftwärmekoppelung in Betrieb; davon haben 9 ein deutlich höheres Leistungsvolumen als das neue Braunschweiger Kraftwerk. Seit 2007 sind weitere große GUDs dazugekommen. U. a. powert in Lingen eine 875-Megawatt-Anlage.

Die BS Energy-GUD befördert Braunschweig auch nicht in den Stand der deutschen Klimaschutzvorreiter. Die 86-Millionen-Euro-Investition reicht nicht einmal, um in die dritte Liga aufzusteigen. Mit einem elektrischen Leistungsvolumen von 77 Megawatt und der Möglichkeit, jährlich 480 GWh Strom zu erzeugen, lassen sich die hohen Klimabelastungen des Braunschweiger Energieversorgers nur minimal abbauen.

BS Energy verheißt der Stadt satte Beteiligungsgewinne

hans-christian hein PIXELIO.de

Am 19. Mai will BS Energy (BS E) die Inbetriebnahme des Gas- und Dampfkraftwerkes feiern. Absehbar war, das seit einem halben Jahr angekündigte Fest wird eine große Selbstinszenierung des Unternehmens. Die heute mit der BZ überbrachte Botschaft lässt aufhorchen: Braunschweig hat sich mit dem Verkauf der Stadtwerke an den international aufgestellten Veolia-Konzern einen Goldesel angelacht.

Wo gibt es den echten und wirklich günstigsten Ökostrom?

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Unter dem Schock der atomaren Katastrophe von Fukushima sind bei den Energieverbrauchern die Vorbehalte gegenüber dem Strom aus Kernkraftwerken und das Interesse an erneuerbaren Energien (EE) sprunghaft angestiegen.

Am ersten April-Wochenende ließ BS Energy Braunschweiger Haushalten ein Info-Blatt zustellen, in dem sich das Unternehmen als „Testsieger Günstigster Ökostromanbieter“ präsentiert. Das grandiose Ergebnis, „40 x günstigster Tarif bis 2000 kWh, 39 x günstigster Tarif bis 5000 kWh“ lässt aufhorchen.

Die vergleichende Studie wurde im Februar 2011 im Wirtschaftsmagazin €uro vorgestellt. Für Braunschweiger Bürger, die nach einem seriösen Anbieter von Strom aus EE ausschauen, lohnt es, sich damit näher zu befassen. BS Energy hat für Braunschweig ein Rechenbeispiel vorgelegt, das nicht stimmt.

"Braunschweig frühstückt fair"

Unter diesem Motto plant eine engagierte Gruppe unterschiedlicher Kooperationspartner (aus Kirche, Entwicklungswerken, Schulen, Eine-Welt-Organisationen und vielen anderen lokalen Akteuren unserer Stadt) die Anliegen des fairen Handels stärker ins Bewusstsein zu bringen.

Wer weiß schon, wie viel Aufwand in der morgendlichen Tasse Kaffee steckt? Wie weit der Weg war von der Kaffeeplantage über die Zwischenhändler, den Exporteuren und Importeuren, den Kaffeeröstereien und dem Vertrieb in Deutschland, bis er bei mir daheim durch den Filter läuft? Wer macht sich schon Gedanken dazu, wie viel wer auf diesem Weg des Kaffees an meiner Tasse verdient? - Hierzu wollen wir das ganze Jahr über Aufklärungsarbeit leisten!

 

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Kaffeearbeiterinnen in Indien – Reinigung der getrockneten Bohnen


Zusammen mit der Schnupperwerkstatt Ökumenisches Lernen der Jugendkirche in Braunschweig veranstaltet die Initiative "Braunschweig frühstückt fair" bis zum Ende diesen Jahres Unterrichtseinheiten und Projektstunden für Schulklassen, Konfirmandengruppen und andere Interessierte.

 

Beseitigung optischen Grauens aus dem Stadtbild

Zum BZ-Artikel "Straßenbahn oben ohne - Strom aus der Erde" vom 04.11.2008

In dem Artikel "Straßenbahn oben ohne - Strom aus der Erde" vom 04.11.2008 beschreiben Sie eine neue Technik, die Straßenbahnen ohne bisher notwendige Oberleitung mit Strom versorgt. Sie schreiben:

Ein Stadtbild ohne störende Strommasten und Oberleitungen - das steht hinter der Idee. Und als Beispiel nennen Sie dann: Die Intention ist vielmehr, die neue Technik dort anzuwenden, wo es optisch interessant ist. In Braunschweig zum Beispiel vor dem Schloss oder an anderen sehenswerten Stellen in der Innenstadt.

Es besteht kein Zweifel, dass diese Technik sehr interessant und innovativ für schöne Städte ist. Aber bevor Gedanken über den Einsatz vor der nachgebildeten Schlossfassade gemacht werden, sollte ein anderes optisches Grauen beseitigt werden. Das Geschwür aus grauem Beton, Stahl und grünem Glas, welches links und hinter der historisierenden Anmutung herausquilt, lässt jedem Betrachter die Augen schmerzen. Im Vergleich dazu sind die Oberleitungen der Straßenbahn dort unsichtbar.

Marcus Else Braunschweig

Schöne Bankleitzahl für Sparkasse gewünscht

Leserbrief zum Artikel der BZ am 6.Juni 2008

Angesichts des einzigartig mitfürhlenden Leserbriefes zu diesem Artikel in der BZ am 9.Juni ist natürlich der Anspruch auf Veröffentlichung eines Leserbriefes in der BZ noch geringer als sonst. Wegen der etwas anderen Reflektionen sei die Veröffentlichung an dieser Stelle erlaubt.

 

Carsten Müller sei dank, dass uns er uns mal wieder an seiner Bundestagserfahrung teilhaben lässt. Diesmal dadurch, dass er das nachrichtenarme Sommerloch eröffnet.

Die bei der Rückbeschilderung von Nord/LB zur Sparkasse unverändert gebliebene Bankleitzahl ist ein ehrliches Zeichen für den wirklichen Umfang der so hoch gelobten Änderungen: für die Benutzer – außer für einige Politiker – gibt es nämlich keine Veränderungen!

Wenn die Kunden jetzt den Aufwand für eine Umstellung der Bankleitzahl auf sich nehmen sollen, dann ist das nur gerecht, denn das politische Schönheitsempfinden der Stadtoberen ist auch schon anderen in dieser Stadt lieb(?) und teuer geworden.

Frank Gundel                 Hondelage

Gaspreise - Angebote von BS Energy nicht unterschreiben!


BS Energy fordert ihre Kunden mit einem Jahresverbrauch über 2500 kWh auf, Sonderverträge zu unterschreiben.


Sie haben keine Sonderverträge! BS Energy stufte sie automatisch in Tarifzonen ein. Andere Energieversorger definieren diese Tarifzonen nicht als Sonderverträge. Warum macht das BS Energy?

 

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