Gedanken im August 2017 - Flohwalzer -

Der Verkäufer im Handyladen ist offenbar ein erfahrener Mann. Unaufgefordert erklärt er seinem verdutzten Kunden, dass dieser für allenfalls ein Zehntel der Funktionen seines soeben erworbenen Smartphones Verwendung haben dürfte. Um alles, was darüber hinausgehe, solle er sich nicht kümmern. Das frustriere nur. Denn schließlich solle das Gerät ja für ihn und nicht er für das Gerät da sein.

Was zunächst wie eine dieser trivialen Episoden im anhaltenden Ringen des Menschen mit der Technik anmutet, erweist sich bei näherem Hinsehen als etwas sehr Grundsätzliches. Worüber wird in Büros und Fabrikhallen, in Universitätsmensen und Betriebskantinen seit vielen Jahren tagein, tagaus geredet und nicht selten geflucht? Diese unberechenbare und mitunter geradezu heimtückische IT-Technik, die urplötzlich große Datenmengen verschwinden lässt, sich beharrlich weigert, Unerwünschtes zu löschen, die aberwitzigsten Verknüpfungen herstellt und die einfachsten Operationen nicht auszuführen vermag.

Zwar liegen alledem zumeist Bedienungsfehler zugrunde. Diese zu vermeiden und gewandt mit moderner Technik umzugehen, erfordert viel Zeit und Übung. Für anderes bleibt da wenig Raum. Wer andere Prioritäten hat, muss sich damit abfinden, dass er es auf seinem Computer oder Smartphone nicht weiterbringt als das klavierspielende Kind, dessen Künste im Flohwalzer gipfeln.

Falsche Mahnungen wegen youporn.com

"Pressemitteilung"

Zahlreiche Verbraucher melden sich derzeit bei der Verbraucherzentrale Niedersachsen, weil sie per Mail eine Mahnung der Wondo GmbH & Co KG erhalten haben. Darin werden sie aufgefordert, einen Betrag von 207 Euro für die angebliche Nutzung des Internetportals youporn.com zu zahlen. Die Mails werden im Namen der Münchner Rechtsanwaltskanzlei, Auer Witte Thiel, verschickt, die sich deutlich von der gefälschten Rechnung distanziert.

Die täuschend echt wirkenden E-Mails sind gefälscht. „Betroffene sollten sich von der Mahnung keinesfalls einschüchtern lassen und den verlangten Betrag nicht zahlen“, sagt Irina Prosenok, Rechtsexpertin der Verbraucherzentrale. Sie empfiehlt, die Mail zu löschen und Anzeige bei der Polizei zu erstatten.

Was Fußgänger von einer neuen Regierung erwarten können

Viele Politiker/innen und die derzeitige Bundesregierung glauben, dass auf Bundesebene kaum etwas für die Sicherheit und den Komfort des Fußverkehrs getan werden kann. Zum Glück irren sie sich.
Fuss e.V. schrieb vor den Bundestagswahlen Abgeordnete und Fraktionen an und fragte sie nach ihrer Meinung zu sieben pragmatischen Vorschlägen. Drei davon möchte Fuss hier kurz vorstellen, ihre Umsetzung würde das Gehen in den Kommunen erleichtern und sicherer machen:

Die Fahrbahn queren
Die generelle Anweisung in der StVO, dass Fußgängerinnen und Fußgänger Fahrbahnen „zügig auf dem kürzesten Weg quer zur Fahrtrichtung" zu überschreiten haben „und zwar, wenn die Verkehrslage es erfordert, nur an Kreuzungen oder Einmündungen“ ist nicht mehr zeitgemäß. Sie wird in der Praxis mittlerweile zu einer nicht erforderlichen Einschränkung, zum Beispiel in verkehrsberuhigten Geschäftsbereichen sowie in Tempo-30-Zonen. Insbesondere angesichts des demografischen Wandels sendet der Begriff „zügig“ an Autofahrer eine falsche Botschaft, ältere Menschen brauchen nun mal oft mehr Zeit zum Queren der Fahrbahn. Um das Satzungetüm in der derzeitigen StVO auf das Wesentliche und damit Verständliche zu reduzieren, schlägt Fuss e.V. folgende Formulierung vor: „Wer zu Fuß geht, hat Fahrbahnen unter Beachtung des Fahrzeugverkehrs zu queren“.

Durch Medizinertest Chancen auf Studienplatz verbessern!

"Pressemitteilung"

Die Agentur für Arbeit bereitet am 5. Oktober und 11. Oktober in Braunschweig auf den zentralen Zulassungstest für medizinische Studiengänge vor. Schon jetzt anmelden!
Im Jahr 2018 werden voraussichtlich mindestens 20 deutsche Hochschulen die Ergebnisse des Tests für medizinische Studiengänge (TMS) bei der Vergabe ihrer Studienplätze berücksichtigen. Jede/r Studienbewerber/in kann jedoch nur einmal am TMS teilnehmen.Um die Erfolgsaussichten für ein gutes Testergebnis und damit die Chancen auf einen Studienplatz zu verbessern, bietet die Agentur für Arbeit in Braunschweigeinen Vorbereitungstag für den Medizinertest an. Hier haben Studieninteressierte die Möglichkeit, an einem Probelauf unter „Echtbedingungen“ teilzunehmen.

Die Studien- und Berufsberatung der Agentur für Arbeit in Braunschweig, wird einen Originaltest aus den letzten Jahren komplett in einer ganztägigen Simulation
– unter Einhaltung aller Rahmenbedingungen und Zeitvorgaben – durchführen. Anschließend erhalten die Teilnehmer/innen noch Hinweise zur effektiven Testbearbeitung und Tipps für eine gründliche Vorbereitung. Ziel ist es, dadurch sicherer in den echten Medizinertest zu gehen und Fehler zu vermeiden.

Diese Testsimulation findet wahlweise am Donnerstag, 5. Oktober oder Mittwoch, 11. Oktober von 9 bis ca. 17 Uhr im Berufsinformationszentrum (BiZ) der Agentur für Arbeit in Braunschweig am Cyriaksring statt. Telefon: 0531 207 1540 www.arbeitsagentur.de

Jüdischer Straßennamen-Stadteil für Wolfenbüttel?

Nach vielen öffentlichen Diskussionen um die Gründung eines neuen Stadtviertels am östlichen Stadtrand neben dem Södeweg ist davon auszugehen, dass durch diese neue Siedlung viele neue Straßen führen werden. Diese Straßen brauchen Namen. Der Jahrzehnte alten Wolfenbütteler Tradition folgend, neue Viertel mit thematisch zus ammenhängendenStraßennamen zu gestalten (Dichterviertel, Komponistenviertel, Blumenviertel, usw.), schlagen Jürgen Kumlehn und Dr. Kristlieb Adloff von der Stolperstein-Initiative dem Rat der Stadt Wolfenbüttel nun vor, die Straßen des neuen Viertels nördlich der Ahlumerstraße mit den Namen von bekannten und zum Teil berühmten jüdischen Einwohnern der Stadt seit dem 18. Jahrhundert zu benennen. Das wäre eine bedeutende

Form der Erinnerung für die Lessingstadt, die sicher große Beachtung finden wird. Kumlehn und Adloff bitten die Fraktionen des Stadtrates und die Stadtverwaltung darum, diesen Vorschlag zu unterstützen und zu realisieren.

Weitere Informationen dazu in der pdf-Datei.

 Stadtplan mit Namensvorschlägen

 

 

Medienpreis und Ehrenamtspreis - Inklusion -

"Pressemitteilung"

Der SoVD-Landesverband Niedersachsen e.V. lobt nach dem großen Erfolg in den beiden vergangenen Jahren 2017 wieder zwei Preise aus, die besonders beachtenswerte Leistungen auf dem Gebiet der Inklusion auszeichnen.

 Sie haben sich ehrenamtlich engagiert und vor Ort für die Inklusion stark gemacht?

Sie haben als Journalistin/Journalist über inklusive Projekte berichtet?

Dann bewerben Sie sich für den mit 10.000€ dotierten Ehrenamtspreis/Medienpreis Inklusion.

Details in der angehängten PDF-Datei.

 

IT-Sommerfestival für Frauen

"Pressemitteilung"

Es ist wieder soweit. Eine Woche lang erobern Braunschweiger Frauen die VHS Heydenstraße und beschäftigen sich mit Computer, Smartphone, Tablet und Co. Das ist inzwischen mehr als EDV. Darum heißt es ab Ausgabe 16 des Sommerfestivals: „Willkommen beim IT-Sommerfestival für Frauen“. Termin ist wieder die letzte Woche der Sommerferien vom 24. bis 28. Juli 2017 und es wartet ein vielfältiges Angebot auf interessierte Frauen.

Im Programm stehen 40 Kurse rund um Computer und neue Medien für Frauen jeden Alters mit und ohne Vorkenntnisse. Eine bunte Mischung von bewährten und neuen Schnupperkursen mit unterschiedlichen Niveaus. Es gibt Themen für den beruflichen, aber auch für den privaten Einsatz.

Zecken in braunschweiger Parks?

Zeckenwarnschild

Sommerzeit ist Zeckenzeit, und das zunehmend, insbesondere bei feuchtwarmen Wetter. Also jetzt und in den nächsten Wochen! Die Stadt Hannover stellt Warnschilder auf, denn mit Zecken ist nicht zu spaßen. Hannover hat allen Grund vorsichtig zu sein, kommt es in deren Parks doch zu Zeckenbefall. Parks sind beliebt für den stundenlangen Aufenthalt. Es wird gegrillt und gespielt. Ständig kommt man mit Gebüsch und höhren Gräsern in Berührung - und dort warten die Zecken auf ihren Wirt, um dessen Blut zu saugen. Denn das brauchen sie, um sich zu vermehren.

Das Problem

ATP - Sparkassen Open: Der nur am Sport Interessierte - unerwünscht?

Samstag, 9.7.17 – 10.46 - Ticketschalter beim BTHC.

Guten Tag, ich möchte gern eine Eintrittskarte für die Qualifikationsspiele.

Ein Lächeln antwortet: „Einunddreißig Euro“. Nein, höre ich mich sagen, ich möchte nur bei den Spielen zuschauen.

Tut mir leid, es gibt nur Karten für das komplette Tagesprogramm, inclusive Abend-Event.“ „Nein“, sage ich, der Abend interessiert mich nicht. Ich möchte nur zu den Spielen.“

Gibt es nicht.“ „Kann ich die Karte für den Abend weitergeben?“ „Nein, die ist personengebunden.“

Gibt es eine Ermäßigung für Rentner?“ „Nein, gibt es nicht. Nur wenn sie ein Konto bei der ausführenden Bank haben.

 Habe ich nicht. Also zahle ich den Eintritt, weil ich schon mal da bin und Tennis sehen will.

Für die Abendveranstaltung bekommt man problemlos ein separates Ticket. Für den eigentlichen Sinn der Veranstaltung, das sportliche Ereignis, bekommt man es nicht. Die Spiele enden gegen 16.oo Uhr. Die schon bezahlte Abendveranstaltung beginnt um 19.30. Also nochmal nach Hause fahren und dann wieder kommen. Bezahlt ist bezahlt.

Gut zu wissen – Verbrauchertipp - Widerrufsrecht

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Widerrufsrecht: Jeder Vertrag kann innerhalb von 14 Tagen rückgängig gemacht werden – oder?

Wer kennt es nicht: Im Internet zu schnell geklickt oder im Geschäft etwas gekauft, das bei näherem Betrachten doch nicht gefällt. Kein Problem, denn zum Glück kann jeder Vertrag innerhalb von 14 Tagen rückgängig gemacht werden… oder etwa nicht? Die Verbraucherzentrale Niedersachsen erklärt Wissenswertes zum Widerrufsrecht.
„Ein generelles Recht auf Umtausch gibt es nicht“, erklärt Irina Prosenok, Rechtsexpertin der Verbraucherzentrale in Braunschweig. Zunächst einmal muss jeder geschlossene Vertrag eingehalten werden. So besteht in Läden und auf Märkten kein gesetzliches Widerrufsrecht, da die Ware vor Kauf angesehen und geprüft werden kann. „Ein Umtausch, die Erstattung des Kaufpreises oder Ausstellung eines Gutscheins findet hier nur aus Kulanz statt“, so Prosenok. Allerdings verpflichten sich viele Geschäfte vertraglich zu einem weitergehenden Widerrufs- und Rückgaberecht, indem sie etwa einen entsprechenden Hinweis auf den Kassenzettel drucken.

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