Bundesweite Premiere: Verbraucherzentrale bietet Beratung per Video-Chat

"Pressemitteilung"

Stärkung des Verbraucherschutzes im ländlichen Raum

    Verbraucherzentrale Niedersachsen bietet ab sofort Beratungen per Video an
    Umsetzung durch Beratungsstellen Aurich, Celle, Göttingen und Lüneburg
    "Verlässliche Verbraucherberatung ohne lange Anfahrtswege ermöglichen“

Die Verbraucherzentrale Niedersachsen sorgt für eine bundesweite Premiere: Denn ab sofort kommt die Verbraucherberatung ins Haus. Ratsuchende können nun auch per Video-Chat mit den Experten der Verbraucherzentrale Niedersachsen sprechen – ohne Anfahrtsweg, bequem von zu Hause. Möglich wird das neue Angebot durch das Projekt „Stärkung des Verbraucherschutzes im ländlichen Raum“, gefördert vom Niedersächsischen Agrar- und Verbraucherschutzministerium. „Gerade im Flächenland Niedersachsen ist das ein vorbildliches Vorhaben. Beratung per Video-Chat ist zukunftsweisend und bedeutet eine Stärkung des Verbraucherschutzes im ländlichen Raum“, sagte Niedersachsens neue Verbraucherschutzministerin Barbara Otte-Kinast.

Beim Auftakt heute (Freitag) in Göttingen informierte die Verbraucherzentrale Niedersachsen mit Ministeriumsvertretern über das Projekt. In Niedersachsen sinken die Einwohnerzahlen im ländlichen Raum kontinuierlich. Die Folge: Das Versorgungsnetz mit Ärzten, Sparkassen, Geschäften oder auch Verbraucherberatung wird immer dünner, den Bewohnern wird mehr Mobilität abverlangt. „Die unabhängige Verbraucherberatung ist dem Ministerium sehr wichtig. Sie soll insbesondere in den ländlichen Regionen gestärkt werden“, so Dr. Jörg Baumgarte, Referatsleiter im Agrarministerium. „Dem Verbraucher soll möglichst niedrigschwellig Zugang zur Beratung verschafft werden“, sagte Baumgarte. „Wir bringen Verbraucherschutz mit moderner Technik aufs Land, das spart lange Anfahrtswege in die Stadt.“

Die Verbraucherzentrale Niedersachsen setzt damit bundesweit Maßstäbe und bietet als erste Verbraucherzentrale in Deutschland Standard-Beratungen per Video an. Fast wie in einem direkten persönlichen Gespräch können Ratsuchende per Video mit den Experten sprechen. Dokumente können während des Videochats übermittelt werden. „Wir freuen uns, dass wir unsere Beratungsleistungen ausbauen und Ratsuchenden einen leichteren Zugang zu unseren Angeboten bieten können“, sagte Petra Kristandt, Geschäftsführerin der Verbraucherzentrale Niedersachsen. Dazu gehört auch die Bereitstellung eines Online-Terminkalenders, über den Verbraucher rund um die Uhr Termine selbst eintragen können – zukünftig auch für Vor-Ort-Beratungen.

Für die Videoberatung hat die Verbraucherzentrale Niedersachsen spezielle Arbeitsplätze an den Standorten Aurich, Celle, Göttingen und Lüneburg eingerichtet. Der neue Beratungsweg steht allen Verbrauchern offen. Vorerst können zu folgenden Themen Termine vereinbart werden: Verbraucherrecht (etwa Kaufverträge, Widerruf, Handwerkerleistungen), Internet, Telefon und Mobilfunk. In der dreimonatigen Einführungsphase sind die bis zu 20-minütigen Beratungen kostenlos, danach werden – analog zur Vor-Ort-Beratung – zehn Euro berechnet.


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