Samstag, 26. März - Großdemonstrationen in Berlin, Hamburg, Köln und München

- AUFRUF -

Die schrecklichen Ereignisse in Japan machen uns fassungslos und betroffen. Die Reaktorkatastrophe in Fukushima führt uns auf erschütternde Weise vor Augen: Es gibt keinen Schutz vor dem nuklearen Restrisiko – die Natur hält sich nicht an vorherige Berechnungen, Technik oder Menschen können auch in hochentwickelten Ländern versagen.

Unter dem Eindruck der Reaktorkatastrophe von Fukushima sagen wir deutlich: Wir können uns das Risiko einer nuklearen Katastrophe nicht länger leisten!

Vor wenigen Monaten hat die Bundesregierung eine Laufzeitverlängerung aller AKW beschlossen – nun rudert sie ein Stückchen zurück: Der Betrieb der sieben ältesten deutschen Atomkraftwerke soll für drei Monate ausgesetzt werden.

Das ist nicht genug – alle AKW müssen sofort stillgelegt werden und zwar endgültig.

Weg mit der Risikotechnologie Atomkraft – hin zu Erneuerbaren Energien, Energiesparen und Energieeffizienz!


Es rufen auf:   Arbeitsgemeinschaft Schacht Konrad, attac, .ausgestrahlt, BUND, Campact, contrAtom, NaturFreunde Deutschlands, Robin Wood; auch DGB und Einzelgewerkschaften fordern auf, sich an den Demonstrationen zu beteiligen

Spendenkonto für alle vier Demonstrationen: Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) - Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 370 205 00 -Konto 8280202, Spendenzweck: Großdemo 26.3.

mehr Info

Termine zum Antiatom-Protest

AntiAtom BS hat die nächsten Termine zusammengefasst und lädt zur Mithilfe an den Vorbereitungen ein:

Die schlimmen Ereignisse in Japan bedeuten für uns vor allem eines: Aufwachen aus der Schockstarre!
Bitte kommt nach Möglichkeit zu den nächsten Demonstrationen und Mahnwachen und zeigt Euren Protest, Euer Mitgefühl und Eure Solidarität mit den betroffenen Menschen in Japan!

Montags um 18 Uhr: bis auf Weiteres finden bundesweit Mahnwachen in vielen Städten statt.

Die Einträge hierzu findet Ihr auch unter www.ausgestrahlt.de
In BS treffen wir uns auf dem Kohlmarkt. Bitte bringt nach Möglichkeit Fahnen etc., vielleicht eine Kerze mit!

Auch samstags zwischen 11 und 13 Uhr sind einige von uns in der Stadt auf dem Kohlmarkt gegen Atomkraft aktiv.

Sie sind in der Nähe des BIBS-Standes zu finden, sie sind voraussichtlich auch mit Anti-AKW-Fahnen zu erkennen für alle. Mitstreiter/Innen hierbei sind ausdrücklich erwünscht!!

Großdemos am Sa., 26.3. in Hamburg, Berlin und weiteren Städten ... Unsere Region fährt nach HH:
Wir haben 3 Busse nach Hamburg mit insgesamt 158 Plätzen reserviert.
Vorverkaufsstellen: Guten Morgen Buchladen, Bültenweg; Leseratte, Kastanienallee; AStA, Katharinenstr. und Grüne Geschäftsstelle, Kohlmarkt.
Der Preis liegt bei 18,- bzw. 12,-€ (ermäßigt). Da die Demo um 12.00 Uhr startet, muss die Abfahrt um 8.30 Uhr erfolgen. Abfahrt wie immer ZOB neben dem HBF. Evt. Rückfragen per mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Wer nicht nach HH fahren kann, sollte sich am selben Tag nach Möglichkeit in BS bei der Bewerbung der

Tschernobyl-Ausstellung beteiligen: am Sa., 26.3. von 11 - 13 Uhr werden wir auf dem Altstadtmarkt Flyer verteilen zur Ausstellung zum 25. Jahrestag der Tschernobyl-Katastrophe; diese Ausstellung wird am 27.3. um 18.30 Uhr in der Martinikirche eröffnet (am Altstadtmarkt).
Helfende Hände sind auch zum Aufbau der Ausstellung am Samstag, 26.3. von 16 - 18 Uhr in der Martinikirche erwünscht!

Weitere Termine für Aktivist/Innen: Sa., 19.3. ab 11 Uhr Kreativtermin in Sz-Bleckenstedt, Fässer und andere Symbole des Widerstandes basteln, Hof von Ludwig Wasmus, Bleckenstedter Straße 37, Rückfragen: 05341-63123 (AB)


Mi., 6.4. 19 Uhr, Brunsviga
: Arbeitstreffen zur Vorbereitung der T25-Haltestellen-Aktion (
http://tschernobyl25.de/)

Sa., 9.4. DIE Inn als "Vorübung" für den 25. Jahrestag von Tschernobyl (25.4. bundesweit), Uhrzeit und Ort wird noch bekannt gegeben.


Sabine Knoblauch, Antiatom BS

Noch 'ne Tonne ist nicht das Gelbe vom Ei!

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Nach der Konfusion zur Einführung einer haushaltsnahen Wertstofftonne (siehe braunschweig-spiegel.de vom 13. und 15. März) hat sich der Rat gestern in seiner Sondersitzung ein abfallwirtschaftliches Moratorium verordnet.

Der Beschluss lautet: „Das Sammelsystem für Leichtverpackungen wird für die Jahre 2012 und 2013 weiterhin als Bringsystem ausgeschrieben. Im Zuge der Ausschreibung des Sammelsystems für Leichtverpackungen ist eine bedarfsgerechte Reinigung der Containerstandorte und eine bis zur werktäglichen Leerung der stark beanspruchten Container sicher zu stellen.“ Mit anderen Worten: Die Gelbe Tonne wird vorerst nicht eingeführt. Ob sie jemals kommen wird, wurde offen gelassen. Wie es bereits gute Tradition ist, liegt auch zum Verlauf dieser Ratsdebatte ein aussagefähiges Protokoll der BIBS-Geschäftsstelle vor.

Einwohnerversammlung zur Gelben Tonne: Mehrheit ist dagegen, der OB dafür

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Haben diese Sammelcontainer für Leichtverpackungen bald ausgedient?

Die Einwohnerversammlung zur Einführung der Gelben Tonne (s. auch braunschweig-spiegel.de vom 13.03.2011) am 14. März in der Braunschweiger Stadthalle war gut besucht: Die Veranstaltung, zu der Oberbürgermeister Dr. Hoffmann eingeladen hatte, war raffiniert konzipiert. Bürger hatten den Eindruck, dass das Ergebnis der Zusammenkunft von vornherein fest stand.

Von den sechs seitens der Stadt eingeladenen Referenten sprach sich die eine Hälfte bedingungslos für eine Umstellung auf die gelbe Tonne aus, während die andere Hälfte aus Kostengründen erhebliche Vorbehalte zum Ausdruck brachte. 

Prof. Klaus Fricke, Abfallwirtschaftler an der TU Braunschweig, skizzierte den Handlungsbedarf: In Braunschweig landen überdurchschnittlich hohe Mengen von Kunststoffabfällen in der grauen Tonne; damit können diese Wertstoffe nicht mehr genutzt werden. Bislang gelangen in der Löwenstadt nur 29% der anfallenden Leichtverpackungen zu den dafür vorgesehenen Sammelstellen. Nach EU-Recht, erklärt Andreas Gérard, Geschäftsführer von ALBA, müsse ab 2015 die Recyclingquote für Kunststoffe auf 60% erhöht werden. Lt. Stadtrat Stegemann verspricht sich die Verwaltung vom Umstieg auf die Gelbe Tonne ein Plus von € 250.000.

»Gesundheitsrisiko ASSE II - auch Niedersachsen will das Weltatomerbe nicht!« - Vorankündigung

Vortrag und Diskussion mit Dr. med Winfrid Eisenberg, Kinderarzt und Wolfgang Neumann, Physiker und unabhängiger Gutachter am Mittwoch 30.3. 2011, 19.00 Uhr in der Lindenhalle Wolfenbüttel, Raum Kenosha, Halberstädter Str. 1a, Wolfenbüttel.

Leukämie bei ehemaligen ASSE-Mitarbeitern und eine erhöhte Zahl von Leukämiefällen in der Samtgemeinde ASSE. In der Zeit, in der in ASSE II Atommüll eingelagert wurde, war im nächstgelegenen Ort Remlingen der Anteil der Mädchen an den Geburten deutlich geringer, als im übrigen Kreis Wolfenbüttel und im Bundesdurchschnitt. Alles nur ein Zufall? Dr. Winfrid Eisenberg hält es für unwahrscheinlich, dass das nur ein Zufall ist. Er erläutert, welche Mechanismen radioaktive Strahlung im Körper auslösen, bezieht sich dabei auf Tschernobyl und die Auseinandersetzung um erhöhte Kinder-Leukämie im Umkreis von Atomkraftwerken. »Es ist anzunehmen,« sagt Eisenberg, »dass sowohl die Leukämie bei Kleinkindern als auch die Verschiebung der Geburtenrelation zu Ungunsten der Mädchen empfindliche biologische Indikatoren für ionisierende Strahlung sind.«

"Die richtige Strategie für eine sichere Zukunft!"

Das INUTEC SOLARZENTRUM lädt zu einer Vortragsveranstaltung ein mit den Themen

  • Atommülllagerung vs. regenerative Energien
  • Aktuelle Entwicklung am Getreidemarkt – Vermarktungsstrategien bei stark schwankenden Preisen

Referenten:  
Dipl. Ing. Udo Dettmann, Asse II-Koordinationskreis
Dr. Reimer Mohr, Landwirtschaftsberater der Hanse Agro

Zeitpunkt: Mittwoch, 23. März von 19:00 bis 21:00 Uhr

Ort: inutec solarzentrum, Im Gewerbegebiet 17, 38315 Schladen

Anmeldung (bis 18. März) und weitere Infos unter  www.inutec-solarzentrum.de

Spontane Mahnwache in Braunschweig - Fukushima ist überall

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Dem Aufruf von Peter Dickel (AG Schacht Konrad) und .ausgestrahlt zu Mahnwachen unter dem Motto "Fukushima ist überall - Atomausstieg jetzt!" folgten in Braunschweig - organisiert von der Schacht-Konrad-AG - geschätzt 1.000 Menschen, die auf dem Kohlmarkt "Aussteigen! Aussteigen!" skandierten. Über den Köpfen der Deomonstranten, die sich aus allen Altersschichten rekrutierten, wehten neben den obligatorischen Flaggen mit der Atomkraft-Nein-Danke-Sonne und der Grünen, Banner von Attac, BIBS, der Linken, des DGB und der Braunschweiger Montagsdemo.

Redner aus verschiedenen Anti-Atomkraft-Organisationen und auch nicht-organisierte reihten die aktuellen Katastrophen in Japan in die Kette vergangener Störfälle ein und mahnten zum sofortigen Atomausstieg. Merkels Moratorium wurde einhellig als "Schlaftablette" abgetan, um die Wähler über die anstehenden Wahlen ruhig zu halten.

Zeitgleich fanden Mahnwachen an Asse und Schacht Konrad, in Peine, Wolfenbüttel und Wolfsburg statt, deutschlandweit an ca. 450 Orten mit insgesamt über 100.000 Teilnehmern.


Auch am 21. März wird es von 18.00 bis ca 19.30 Uhr eine Mahnwache auf dem Kohlmarkt geben. Am 26.3. gibt es Großdemos in Hamburg, Berlin, Köln

 


Kommentare   
 
0 #2 Paul Deutsch 2011-03-16 12:43
Am nächsten Montag den 21.3.2011 um 18Uhr wird es erneut eine Kundgebung auf dem Kohlmarkr in Braunschweig geben. Bitte macht das hier bekannt.

Gruß
Paul Deutsch
 
 
 
0 #1 Corinna Senftleben 2011-03-15 14:32
Die AG Schacht Konrad hat einen gut gepflegten Terminkalender für die Region Braunschweiger Land:
http://cms.ag-schacht-konrad.de/index.php?option=com_content&task=view&id=437&Itemid=160
 
 
 
 
 

22 Stunden vor Ratsentscheid „Einwohnerversammlung“ zur Wertstofftonne

Wo bleiben definitve Aussagen zu den Kosten und zur Öko-Bilanz?

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Der Abfallwirtschaftsbetrieb München schafft es, die Sammelstellen sauber zu halten; ALBA nicht!
Quelle © www.mux.de

Der Rat der Stadt Braunschweig hat vor zweieinhalb Wochen die  Entscheidung über eine Verwaltungsvorlage zur Einführung der Wertstofftonne, auch gelbe Tonne genannt, vertagt. Die finanziellen Auswirkungen für die Bürger sind ungeklärt. Trotzdem scheint es im Rathaus Kräfte zu geben, die eine Hals-über-Kopf-Entscheidung wollen.

Oberbürgermeister Dr. Hoffmann durchbricht sein Prinzip der jährlichen Beschränkung auf sechs Ratssitzungen und hat eine Sondersitzung am 15. März, 16.00Uhr, anberaumt. Nun wird dieser Sondersitzung noch eine „Einwohnerversammlung“  vorgeschaltet. Vor 4 Tagen ließ der OB per Pressemitteilung zum 14. März, 18.00Uhr, in den Kleinen Saal der Stadthalle  einladen.

Warum plötzlich diese Hektik bei einer Angelegenheit, die sämtliche Bürger der Stadt Braunschweig betrifft und eine unausweichliche Kostensteigerungen in der tagtäglichen Daseinsvorsorge nach sich zieht?

Braunschweig mal wieder Spitzenreiter

Nun ist es amtlich: Der seit 2010 geltende Grenzwert für NO2 (Stickstoffdioxid) wurde in Braunschweig um 25% überschritten. Am Altewiekring* wurden 51µg/m3 gemessen, zulässig wären höchstens 40µg/m3 gewesen. Überraschend ist das nicht, denn der Wert war auch in den vergangenen Jahren immer ähnlich hoch. Damit ist Braunschweig nun zusammen mit Hannover Spitzenreiter in Niedersachsen – und das, obwohl hier der Messcontainer nicht in der Innenstadt steht und Braunschweig als kleinere Stadt natürlich auch nicht dasselbe Verkehrsaufkommen hat. Es wird damit deutlich, dass der Braunschweiger „Luftreinhalte- und Aktionsplan“ von 2007 keine nennenswerte Wirkung hatte.


Für die NO2-Belastung lässt sich noch weniger als bei den Feinstaubwerten belastete Luft aus Ost-Europa verantwortlich machen, denn „die Stickstoffdioxidbelastung ist fast ausschließlich verkehrsbedingt und konzentriert sich auf innerstädtische Hauptverkehrsstraßen“ heißt es auch auf der Internetseite des Niedersächsischen Umweltministeriums. Und weiter: „Die von den einzelnen Emittentengruppen zu leistenden Emissionsminderungsbeiträge richten sich nach ihrem Emissionsanteil. Maßnahmen, die in das Verkehrsgeschehen eingreifen, verringern in erster Linie die Stickoxidbelastung in den Städten“. In Braunschweig hat dabei auch das „Umweltorientierte Verkehrsmanagement“** in Zusammenarbeit mit der Firma  Bellis ganz offensichtlich versagt, das von der Ratsmehrheit und dem ADAC als „Intelligente Lösung“ propagiert worden war.

Da gravierende Gesundheitsschäden durch hohe NO2- Belastungen unbestritten sind, müssen endlich wirksame Maßnahmen ergriffen werden. Bei dem Thema darf auch nicht vergessen werden, dass es sich hier nicht zuletzt um eine soziale Aufgabe handelt: Denn wer wohnt an den Hauptverkehrsstraßen?


Gentechnik + Ethik I: Grüne Gentechnik und christliche Schöpfungslehre widersprechen sich nicht

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Am 18. und 19. Februar führte die Evangelische Akademie Abt Jerusalem in Zusammenarbeit mit der Umweltkammer im Theologischen Zentrum der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Braunschweig die Tagung „Natur ohne Lobby? - Verantwortung für die Schöpfung“ durch. Die Landeskirche ist herausgefordert, zu aktuellen agrarethischen Problemfeldern Stellung zu beziehen. Auch steht sie vor der Frage, ob die Verpachtung kirchlicher Ländereien zum probeweisen Anbau von gentechnisch optimiertem Saatgut ethisch-theologisch verantwortbar ist.

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