Leserbrief: Berichterstattung zum Nationalpark Harz in der GZ

Admin.: Die mit der Braunschweiger Zeitung teilweise im redaktionellen Konkubinat lebende Goslarsche Zeitung berichtet oft über den Nationalpark Harz und die Bürgerinitiative, die sich gegen die Jagd und die wirtschaftliche Nutzung des Nationalparks wendet. Die Zeitung sieht den Nationalpark im Intrigensumpf. Reinhard Hoffer schrieb den folgenden Leserbrief zu einem Artikel vom 6.11.07: "Nationalpark Querschüsse ... Dauerfehde mit einem Jagdgegner", von Oliver Stade. In dem Artikel wird Hoffer - in der Tat ein Gegner der Jagd im Nationalpark - namentlich erwähnt. (Leider ist der Zeitungstext über das Internet nicht oder nicht mehr verfügbar - zumindest können wir ihn dort nicht finden):

So sehr zu begrüßen ist, dass Sie auch den Nationalpark Harz zum Thema machen, so sehr ist eine Berichterstattung zu wünschen, die sich an Tatsachen hält, die den Nationalpark betreffen. Da mein Name immer wieder genannt wird – auch im Zusammenhang mit der Bürgerinitiative Nationalpark Harz - bitte ich Sie, die nachfolgende Informationen abzudrucken. Ich bedaure, dass ich den Artikel erst jetzt vollständig einsehen konnte.

1. Die Bürgerinitiative Nationalpark Harz liegt nicht mit dem Nationalpark Harz im Dauerstreit.

 

Was ist Feinstaub und warum ist er so tückisch?

Am 27. September entschied das Bundesverwaltungsgericht, dass betroffene Bürgerinnen und Bürger von den Behörden verlangen können, dass diese gegen überhöhte Feinstaubwerte vorgehen und - im Rahmen der Verhältnismäßigkeit - wirksame Maßnahmen dagegen veranlassen, auch wenn noch kein Aktionsplan zur Luftreinhaltung aufgestellt wurde, der für die Behörden bindend wäre.

Die Stadt Braunschweig und viele andere Kommunen stehen damit nochmals erhöht in der Verantwortung, deutlich mehr für die Luftreinhaltung zu tun. Die Stadtverwaltung bittet Bürger und Verbände Vorschläge einzureichen. Das "Bündnis für Saubere Luft" hat entsprechende Vorschläge eingereicht und will mit weiteren Beiträgen, so wie mit diesem über Feinstaub, zu einer sachlichen Diskussion und Aufklärung der Bürger beitragen.
Was ist Feinstaub und warum ist er so tückisch?

Feinstaub in unserer Stadt Braunschweig (Teil 1)

„Gesundheit ist das höchste Gut“, sagt der Volksmund. Anscheinend jedoch nicht in Braunschweig! Es gilt als gesicherte Erkenntnis, dass Feinstaub schwere gesundheitliche Schäden am Menschen hervorruft. Kinder sind hier besonders gefährdet. Eine sich als familienfreundlich und innovativ definierende Stadtverwaltung hat dafür Sorge zu tragen, dass ihre Bürger, soweit organisatorisch und technisch möglich, weitgehend gering mit Feinstäuben belastet werden. Und eine stolze „Stadt der Wissenschaft“ müsste zumindest wissen wollen, ob ihre Maßnahmen zur Feinstaubreduzierung greifen. Doch was macht die Stadtverwaltung: Sie baut die Messgeräte einfach ab. „Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß“, könnte das Motto lauten.

Nach der bis heute umstrittenen Zerstörung des Schlossparks und der zusätzlichen bioklimatischen Umweltbelastung durch den Neubau eines gigantischen Kaufhauses auf derselben Fläche, ist es verständlich, dass die Stadtverwaltung kein Interesse daran hat, den Feinstaub regelmäßig zu messen und die Bürger über die Gefährdung zu informieren - schon gar nicht in der Nähe des Kaufhauses. Das Bündnis für saubere Luft, eine Initiative Braunschweiger Bürger, möchte für unsere Stadt einen Beitrag leisten und hat mit Hilfe von „Greenpeace“ auf eigene Kosten gemessen, wie die Feinstaubsituation ist. Wie sie ist, lesen Sie im folgenden Ergebnisbericht, und was getan werden sollte, lesen sie in den Forderungen an die Stadt.

- Datenerhebungen - Auswirkungen - Forderungen
- Ergebnistabelle der Feinstaubmessungen

Das Bündnis für saubere Luft wird im Laufe der nächsten Monate an dieser Stelle weitere Artikel zum Feinstaub und seiner Problematik veröffentlichen.

Dr. Uwe Meier, Kristine Schmieding Bündnis für saubere Luft

Saubere Region Braunschweig? Atommüll vor der Haustür - Veranstaltungen

Kurz vor Ostern hatte das Bundesverwaltungsgericht Leipzig die Zulassung der Revisionen im KONRAD-Verfahren abgelehnt. Es machte dabei keine Aussagen zur Sicherheit und Geeignetheit von KONRAD, sondern lediglich zu den Rechten Betroffener. Seitdem nimmt der Protest in Salzgitter zusehends zu. Trotzdem erklärte BMU Sigmar Gabriel am 21. Mai "Wir ziehen das jetzt durch", erklärte den KONRAD-Müll für gänzlich ungefährlich und versprach der Region aber zum Ausgleich Zahlungen im unteren dreistelligen Millionenbereich. Viel Geld für keine Gefahr.

Vor allem angesichts der Erfahrungen mit dem absaufenden Atommüll in der nur 20 KM entfernten Lager ASSE II (Kreis Wolfenbüttel), das zeigt, wie begrenzt Sicherheitsprognosen sind, sind viele Menschen empört über das nassforsche Vorgehen der Politik. Unter dem Motto: Kein Geld für KONRAD soll am Samstag, dem 13. Oktober eine große, gemeinsame Demonstration in Salzgitter stattfinden.

Nach dem Willen des Bundes sollen in KONRAD 303.000 qm Atommüll eingelagert werden. Die gefährlichste Partie sind plutoniumhaltige Abfälle aus der Wiederaufarbeitung (865 kg Plutonium !), Abfälle aus der Medizin machen lediglich 2 - 3 % aus. Eine spätere Öffnung für Atommüll aus anderen EU-Ländern ist nach Auffassung von Kritikern rechtlich nicht zu verhindern.
Für Rückfragen:
Tel.: 0531 / 89 56 01 (Dickel)
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Montag, 25. Juni 16.00 Uhr, Chemnitzer Straße,
Salzgitter-Lebenstedt
Proteste gegen Endlager KONRAD gehen weiter. Mit einer Aktion "Unfälle sind nicht planbar" wird die IG Metall Salzgitter ...

Woche der Sonne

Im Rahmen der "Woche der Sonne" gibt es diesen Samstag, 05.05.2007 von 11-15h am Kohlmarkt in Braunschweig einen Infostand zum Thema Klima und Regenerative Energien.
Veranstalter ist die Umweltwerkstatt e.V. und das neu gegründete Energieforum.

Hintergrundinformation zur Woche der Sonne:

Sigmar Gabriel eröffnete am Sonntag in Berlin die „Woche der Sonne“ / mehr als 1500 Solaraktionen vor Ort vom 28. April bis 6. Mai

Bis zum 6. Mai informieren mehr als 1.500 Veranstaltungen in ganz Deutschland über die sichere und klimaschonende Energieversorgung aus Sonnenenergie. Die Informationskampagne steht unter der Schirmherrschaft von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel und ist die größte je da gewesene Solarkampagne. Unzählige Informationsveranstaltungen in allen Bundesländern zeigen, wie Verbraucher sich mit dem Einsatz von Solarenergie unabhängiger von steigenden Öl- und Gaspreisen machen und zugleich einen Beitrag zum Klimaschutz leisten können. Die Veranstalter rechnen mit einer regen Teilnahme. Unter der Internetadresse www.woche-der-sonne.de sind Adressen und Termine aller 1.500 Informationsveranstaltungen gelistet.

Seit einigen Tagen messen wir den Braunschweiger Feinstaub selber!

Wir konnten uns ein mobiles Messgerät von Greenpeace/Österreich ausleihen und messen damit am Bohlweg und der näheren Umgebung. Es handelt sich dabei um ein besonders hochwertiges Gerät, das sogar die feinsten Staubpartikel separat messen kann. Gerade diese Partikel (PM2,5 und PM1) gelten als besonders gesundheitsschädlich, da sie bis tief in die Lungenbläschen eindringen können. Sie werden für Atemwegserkrankungen bis hin zu Lungenkrebs und für Herz-Kreislauf-Erkrankungen verantwortlich gemacht.

Die Platanen vom Schlosspark am Ritterbrunnen

Die Familie der Platanaceae hat nur eine Gattung, Platanus, mit 10 Arten. Davon stammt je eine aus Kleinasien und Indochina, 8 Arten aus Nord-Amerika.


Platanen kamen erst um 1700 nach Europa und erst 1743 nach Deutschland. Die Platanen am Rondell in Dessau wurden 1781 gepflanzt und zählen zu den ältesten ihrer Art in Deutschland und gelten als dendrologische Seltenheit.

60.000 Bäume sind in Gefahr: Ein Spendenaufruf

wir, die Bürgerinitiativen Flughafen Braunschweig-Wolfsburg, die sich für den Erhalt des Querumer Forstes, eines EU-Vogelschutzgebietes, und gegen eine unbegründete Verlängerung der Start- und Landebahn des Braunschweiger Flughafens in dieses Gebiet hinein einsetzen, bitten um Unterstützung zur Finanzierung der Klage gegen den Planfeststellungsbeschluss vom 15.01.2007. Sollte er so wie genehmigt umgesetzt werden, geht das größte zusammenhängende Waldgebiet Braunschweigs mit einem teilweise über 200 Jahre alten Baumbestand verloren, das durch Ausgleichsmaßnahmen nicht zu ersetzen ist. Und das alles nur für ein Prestigeobjekt unserer Politiker. Die Verlängerung der Start- und Landebahn konnte bis heute mit Sachargumenten nicht begründet werden.

Platanenhügel hätte erhalten werden können!

Mit großer Bestürzung haben wir am heutigen Montag feststellen müssen, dass die seit längerem drohende Abholzung des historischen Platanenhügels am Ritterbrunnen in die Tat umgesetzt wurde. Damit wurden in unserer Stadt erneut schöne, alte Solitärbäume Opfer der Kettensäge. Mit der Fällung der 200 Jahre alten Platanen verschwindet das letzte Originalzeugnis des Braunschweiger Schlossparks und auch des Ottmer-Schlosses. Dabei hätten die wertvollen Bäume durchaus in die Planungen zur Errichtung des sog. "Schloss-Carrées" integriert werden können, wenn man denn gewollt hätte. Aber eine große Koalition aus CDU, SPD, FDP und Investor sah das bedauerlicherweise anders. Wir GRÜNEN haben uns in der vergangenen Ratsperiode bekanntlich stark dafür engagiert, den Platanenhügel als öffentliche Grünfläche in der Innenstadt zu erhalten. Denn die alten Bäume waren noch lange nicht abgängig, sie hatten eine Lebensdauer von immerhin noch 15-20 Jahren. Nun sind sie vor ihrer Zeit einfach "platt gemacht" worden. Baumschutz in Braunschweig - weiterhin Fehlanzeige!

Additional information