Die Platanen vom Schlosspark am Ritterbrunnen

Die Familie der Platanaceae hat nur eine Gattung, Platanus, mit 10 Arten. Davon stammt je eine aus Kleinasien und Indochina, 8 Arten aus Nord-Amerika.


Platanen kamen erst um 1700 nach Europa und erst 1743 nach Deutschland. Die Platanen am Rondell in Dessau wurden 1781 gepflanzt und zählen zu den ältesten ihrer Art in Deutschland und gelten als dendrologische Seltenheit.

60.000 Bäume sind in Gefahr: Ein Spendenaufruf

wir, die Bürgerinitiativen Flughafen Braunschweig-Wolfsburg, die sich für den Erhalt des Querumer Forstes, eines EU-Vogelschutzgebietes, und gegen eine unbegründete Verlängerung der Start- und Landebahn des Braunschweiger Flughafens in dieses Gebiet hinein einsetzen, bitten um Unterstützung zur Finanzierung der Klage gegen den Planfeststellungsbeschluss vom 15.01.2007. Sollte er so wie genehmigt umgesetzt werden, geht das größte zusammenhängende Waldgebiet Braunschweigs mit einem teilweise über 200 Jahre alten Baumbestand verloren, das durch Ausgleichsmaßnahmen nicht zu ersetzen ist. Und das alles nur für ein Prestigeobjekt unserer Politiker. Die Verlängerung der Start- und Landebahn konnte bis heute mit Sachargumenten nicht begründet werden.

Platanenhügel hätte erhalten werden können!

Mit großer Bestürzung haben wir am heutigen Montag feststellen müssen, dass die seit längerem drohende Abholzung des historischen Platanenhügels am Ritterbrunnen in die Tat umgesetzt wurde. Damit wurden in unserer Stadt erneut schöne, alte Solitärbäume Opfer der Kettensäge. Mit der Fällung der 200 Jahre alten Platanen verschwindet das letzte Originalzeugnis des Braunschweiger Schlossparks und auch des Ottmer-Schlosses. Dabei hätten die wertvollen Bäume durchaus in die Planungen zur Errichtung des sog. "Schloss-Carrées" integriert werden können, wenn man denn gewollt hätte. Aber eine große Koalition aus CDU, SPD, FDP und Investor sah das bedauerlicherweise anders. Wir GRÜNEN haben uns in der vergangenen Ratsperiode bekanntlich stark dafür engagiert, den Platanenhügel als öffentliche Grünfläche in der Innenstadt zu erhalten. Denn die alten Bäume waren noch lange nicht abgängig, sie hatten eine Lebensdauer von immerhin noch 15-20 Jahren. Nun sind sie vor ihrer Zeit einfach "platt gemacht" worden. Baumschutz in Braunschweig - weiterhin Fehlanzeige!

Leserbriefe zu: "Jagd im Nationalpark Harz" (Klaus Herrmann) - BZ vom 20.01.07

Um es klar und deutlich zu sagen: Jäger haben im Nationalpark Harz nichts zu suchen, denn laut Bundesnaturschutzgesetz soll sich die Natur völlig ungestört in "natürlicher Dynamik" entwickeln können. Wird dennoch das Wild abgeschossen, so handelt es sich um einen eindeutigen Gesetzesbruch.

"ASSE II - ein Atomklo säuft ab!?" Vortrag am Montag, den 27.11., 18.30 Uhr

Vortrag und Diskussion zur sogenannten "sicheren Endlagerung" von Atommüll im ehemaligen Bergwerk "ASSE II" bei Wolfenbüttel

Referent: Prof. Dr. Rolf Bertram,
Physiker, Göttingen
Wissenschaftlicher Beirat von Attac-Deutschland
(ehem.Leiter des Instituts für Physikalische Chemie und Elektrochemie an der TU Braunschweig)
Moderation: Prof.Dr.Gottfried Orth, TU-Braunschweig
Montag, 27.11.2006, 18.30 Uhr, Altgebäude der TU-Braunschweig, Hörsaal 19.2, Eingang Pockelsstr.4
Atommüll in der ASSE II droht abzusaufen.
Das sogenante Versuchsendlager für schwach- und mittelaktiven Atommüll im Landkreis Wolfenbüttel droht abzusaufen. Bereits seit 1988 dringen täglich bis zu 12 qm Lauge in das ehemalige Salzbergwerk ASSE II ein. Die genaue Herkunft der Laugenzuflüsse ist bis heute nicht bekannt.

NABU und BUND: Flughafenbau unhaltbar

Der Flughafen Braunschweig hat am 23.09.2006 geänderte Planunterlagen für die Verlängerung der Start- und Landebahn vorgelegt. Die Änderungen erfolgten aufgrund der Ausweisung des Plangebiets als Vogelschutzgebiet über die Verordnung des Landschaftsschutzgebietes "Querumer Holz und angrenzende Landschaftsteile". Die Naturschutzverbände BUND und NABU lehnen das beantragte Vorhaben ab.

Mit der Meldung als EU-Vogelschutzgebiet im Sommer 2006 hat sich die Bundesrepublik verpflichtet, alles zu verhindern was die ökologische Wertigkeit des Gebietes beeinträchtigen könnte (siehe Urteil des Europäischen Gerichtshofes AZ.RSC - 244/05). Durch die vorgesehene Abholzung werden erwiesenermaßen mindestens 50 besonders geschützte Arten und 76 streng geschützte Arten mit z. T. sehr großer Populationsdichte und Individuenzahl betroffen sein. Weiterhin werden 18 Tagfalterarten, 103 Nachtfalterarten und 34 Totholzkäferarten durch die Zerstürung ihres Lebensraumes beeinträchtigt. Man kann daher bei dieser Waldzerstörung nicht von zwingenden Gründen des überwiegenden öffentlichen Interesses ausgehen, wenn der Start nur eines einzigen Forschungsflugzeuges ermöglicht werden soll.

Deutschland muss sich auf den Klimawandel einstellen

Bundesumweltminister Gabriel startet Kompetenzzentrum für Klimafolgen und Anpassung im Umweltbundesamt

Die Modellrechungen und Szenarien der Klimaforscher fügen sich immer schneller zu einem Bild zusammen: Das Klima in Deutschland wird sich bis zum Jahr 2100 spürbar ändern. Auf Einladung des Umweltbundesamtes (UBA) diskutieren heute in Berlin rund 200 Fachleute aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung über Klimafolgen und die Anpassung an Klimaänderungen. „Es ist höchste Zeit, dass wir uns intensiver mit den Folgen des Klimawandels in Deutschland befassen. Wir müssen uns heute anpassen, um morgen nicht von seinen wirtschaftlichen und sozialen Folgen überrollt zu werden. Hierfür benötigen wir eine gemeinsame nationale Strategie. Alle wichtigen Akteure müssen hierfür mit ins Boot“, sagte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel. Er gab auf der Veranstaltung zusammen mit UBA-Präsident Prof. Dr. Andreas Troge den Startschuss für das neue „Kompetenzzentrum Klimafolgen und Anpassung (KomPass)“ im UBA. KomPass soll Fachwissen vernetzen und Entscheidungsträger in Unternehmen und Verwaltung sowie die Öffentlichkeit informieren. „Wir müssen wissen, was uns erwartet. Nur dann können wir uns optimal und zu vertretbaren Kosten an den Klimawandel anpassen“, so UBA-Präsident Troge.

Umweltbundesamt: Städter besonders gefährdet

Städter besonders gefährdet – Kommunen und Bund gemeinsam gegen Lärm und Feinstaub

Tagung „Stadt der Zukunft: kommunal mobil“ im Umweltbundesamt

Um zwei Jahre verkürzt sich die Lebenserwartung von Städtern allein wegen der Belastung mit Feinstäuben – so schätzt die Weltgesundheitsorganisation WHO. Rund 80 Prozent der Deutschen leben in Städten. Als Hauptverursacher des Feinstaubs, anderer Luftschadstoffe – wie Stickstoffoxide – sowie des Lärms gilt der motorisierte Verkehr. Es gibt einige gute Beispiele, wie Kommunen Mobilität gestalten können, um die Gesundheit der Menschen und die Umwelt weniger zu belasten. Doch wie lassen sich in Zeiten knapper Kassen und des demographischen Wandels solche Beispiele flächendeckend verwirklichen? Nur gemeinsam – so die Antwort der mehr als 100 Vertreterinnen und Vertreter von Städten, Gemeinden und Bund, die vom 9. bis 10. Oktober 2006 im Umweltbundesamt in Dessau Netzwerke knüpften und gemeinsame Aktivitäten vereinbarten. So soll es weitere Veranstaltungen zum Thema geben.

Wider gesundes Rechtsempfinden: Das Urteil zur Umwelt-Klage gegen das Land Niedersachen

Wider gesundes Rechtsempfinden: Das Urteil zur Umwelt-Klage gegen das Land Niedersachen

Das Niedersächsische Umweltministerium reagierte nach langem Hinhalten kurz vor der Verhandlung der Umwelt-Klage zweier Bürgerinnen mit der Vorlage des Entwurfes eines "Luftreinhalte- und Aktionsplanes". Mit dieser Taktik wurde erreicht, dass der der "Glanz" der Verwaltung in Person des OB Hoffmann nicht vor der Wahl durch eine Niederlage noch einen Kratzer bekäme.

Dieser blieb der Verhandlung wieder einmal fern, übrigens ohne sich abzumelden, was aber ausser dem betonten Ausdruck der Verwunderung des Verwaltungsrichters keinen weiteren Einfluss hatte. Nur etwa 20 Minuten nach der mündlichen Verhandlung wurde das Urteil verkündet.

Das Urteil beruht auf der Auffassung des Gerichts, dass der Entwurf des Luftreinhalte- und Aktionsplan den Vorgaben gerecht werde. Ein Anspruch auf die Wiederaufstellung des Messcontainers bestehe zudem nicht.

Es ist allerdings fraglich, ob das Gericht überhaupt diesen Entwurf einbeziehen darf. Bis zum 31.Oktober liegt der Plan im Rahmen der Bürgerbeteilung aus. Danach sind also rein theoretisch noch Änderungen möglich. Zwar wissen wir, dass solche Bürgerbeteiligungen eine Farce sind, dennoch sind gewisse Regeln einzuhalten. Dem entzieht sich nun das Gericht: es tut so, als sei der Plan beschlossene Sache. Ein Verfahrensfehler?

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