Braunschweig in 2030 – Der VW-Skandal und die Folgen für die Stadtentwicklung

Eine kurze Analyse von Lord Schadt

Zurzeit wird unter dem Titel „Denk deine Stadt“ ein Stadtentwicklungskonzept für 2030 konzipiert. Auf der gleichnamigen Homepage finden sich hunderte tolle Vorschläge von Bürgerinnen und Bürgern, wie unsere Stadt liebens- und lebenswerter gestaltet werden kann. Kurz gesagt: Die meisten wünschen sich eine nachhaltig ökologische Stadt mit viel Natur und guter sozialer und kultureller Infrastruktur. Ebenso wird von vielen eine Verbesserung des ÖPNV und der verkehrlichen Situation von Fahrradfahrern gewünscht. Doch was wird aus diesen Vorschlägen?

Braunschweig 2030 – wie wollen wir in Zukunft leben?

Presseinformation:
Die SPD im Norden lädt ein: Braunschweig 2030 – wie wollen wir in Zukunft leben?

Gestaltungsmöglichkeiten und Bürgerbeteiligung im Rahmen der Entwicklung des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts (ISEK).

Die Veranstaltung findet statt am
Dienstag, den 14.04.2015, um 18.30 Uhr im Haus der Kulturen, Am Nordbahnhof 1,
Großer Saal


Referent: Matthias Bode, Fachbereich Stadtplanung und Umweltschutz,       Abteilungsleiter Vorbereitende Bauleitplanung und Standortuntersuchung

Leserbrief zum Artikel: „Braunschweig will Zukunftsstadt werden“ (nb vom 28.03.2015)

Ich fasse es nicht. Es gibt in Braunschweig seit Ende 2010 ein gültiges Klimaschutzkonzept, mit hohen Kosten und großem Aufwand erstellt. Passiert ist seitdem: fast Nichts. Es gibt seit etwa 2 Jahren ein – übrigens sehr gutes - „Regionales Energie- und Klimaschutzkonzept“ des Zweckverbandes Region Braunschweig. Passiert ist in Braunschweig seitdem: fast  Nichts. Und nun wollen unsere Politiker an einem  Wettbewerb um die „Zukunftsstadt Braunschweig“ teilnehmen?! Na priml: kostet wieder viel Zeit und Geld, am Ende gibt es ein paar Ausstellungen, Vorträge und Hochglanzprospekte, und passieren wird: wieder NICHTS (und selbst dieses NICHTS dann auch erst ab 2018!)

Ein Leserinnenbrief zum Ausbau des Messewegs

Der Messeweg: auf diese Fahrbahn sollen dann auch noch schwere LKWs und Fahrräder.
 

"Ich halte die Pläne für den Umbau des Messewegs aus folgenden Gründen für schlecht: Wenn sich nach der Freigabe dort die 7,5-Tonner auf beiden Spuren begegnen, sind Radfahrer auf dieser kurvigen, leicht ansteigenden Fahrbahn akut gefährdet!

Neues Baugebiet in Riddagshausen? - Ein „Papier“ sorgt in Riddagshausen für Unruhe!

Links des Grundstück des Unternehmers A, rechts die Kleingartenanlage Am Triangel

Braunschweig wächst! Das ist die gute Nachricht. Die Auswirkungen auf den Wohnungsmarkt sind allerdings vielfältig. Die politischen Entscheidungsträger der Stadt sind gefordert, einen Wildwuchs auf dem Immobilienmarkt zu verhindern und ausgewogen im Interesse aller Bevölkerungsschichten lenkend einzugreifen.

Bei dem für die Stadt Braunschweig prognostizierten Bevölkerungswachstum ist es nicht verwunderlich, dass innerstädtische Flächen, Flächen im Grünen oder Flächen am Wasser besondere Begehrlichkeiten bei finanzkräftigen Anlage- bzw. Immobiliengesellschaften wecken – schließlich sind ja hohe Renditen zu erwarten. Dabei machen sie auch nicht Halt vor seit vielen Jahren bestehenden Schrebergartenkolonien, die für viele Braunschweiger einen hohen Freizeitwert haben und wichtig für das Mikroklima in unserer Stadt sind. Für viele überraschend ist unsere Braunschweiger Traditionsinsel Riddagshausen in den Fokus städtebaulicher Überlegungen geraten.

Ehemaliges Krankenhaus Langer Kamp - Bürgerinitiative gegen Baumkahlschlag und Zerstörung des historischen Gebäudekomplexes

Die derzeitige Planung sieht den Verlust des Großteils des Gebäude- und Baumbestandes vor (Bild: Stadt Braunschweig, Wolfgang Wiechers)

Das Grundstück des ehemaligen Krankenhauses Langer Kamp im östlichen Ringgebiet zeichnet sich durch mehrere Besonderheiten aus. Im Randbereich und in der Mitte gibt es einen großen alten Baumbestand. Alte Backsteinmauern an der Gliesmaroder Straße und am Langer Kamp fassen das Grundstück im Süden und Westen ein. Ein biotopartiger Froschteich mit zahlreichen Fröschen und Fischen befindet bzw. befand sich im Norden des Grundstücks. Der südliche Teil wird  durch das historische Gebäudeensemble des alten Lazaretts im Zusammenhang mit großen alten Bäumen geprägt. Diese Grundsituation gilt es nach Auffassung der Bürgerinitiative weitgehend zu erhalten, da sie heute noch eindrucksvoll die städtebauliche und geschichtliche Bedeutung für die umliegenden Quartiere zeigt.

Primark kommt! Und alle so: Yeah!

Es gibt Geschäftsmodelle, die sich schon überlebt haben, bevor ein Geschäft eröffnet. In Braunschweig wird Ende März eine Primark-Filiale eröffnen. Was eigentlich ein unspektakuläres Event ist, jede Woche eröffnen und schließen Geschäfte in Braunschweiger Innenstadt, wird jedoch von der Braunschweiger Zeitung lobgehudelt, so als würde ein irischer Investor die Braunschweiger Innenstadt retten. Persönlich halte ich es eher für eine Schande, dass ein in jeder Hinsicht ausbeuterisches Unternehmen jetzt in Braunschweig landet. Hinter Primark steckt die Idee, dass schneller Konsum und "Geiz ist Geil"-Mentalität wichtiger sind als nachhaltiges Wirtschaften und faire Preise für Mitarbeiter und Produzenten. Oder auf den Punkt gebracht: Hinter Primark steckt eine Philosophie, die unsere Innenstädte und unseren Planeten ruiniert. Primark ist somit eine Schande für unsere Innenstadt.

Eine kurze Einführung über Primark von Wissen2Go findet man hier:

BS NEU DENKEN: Ein Marathon-Bordstein in blau-gelb

In der Reihe "BS NEU DENKEN" präsentiert der Braunschweig Spiegel Vorschläge aus dem Bürgerhaushalt, welche die Stadt lebendiger und lebenswerter gestalten. Eine Stadt bietet sehr viel mehr Möglichkeiten für Regionalpolitiker, als Wohnungen zu bauen, Einkaufszentren zu errichten und Industrie anzusiedeln. Diese Reihe soll zum Denken anregen und liefert Impulse für eine ganzheitliche Stadtentwicklung. Wir hoffen, dass langfristig einige der Vorschläge umgesetzt werden!


Teil 11: Ein Marathon-Bordstein in blau-gelb

Die neue Umweltzeitung ist da! Mobile Vielfalt

Wir Heutigen sind fast immer mobil, ob zur Arbeit oder Ausbildung, zum Einkaufen, für die Freizeit oder in den Urlaub: Wir legen dafür meist größere Entfernungen zurück. Und allzu oft nehmen wir das Auto oder das Flugzeug dazu. Nicht nur der Ausstoß klimaaktiver Spurengase steigt wegen unserer Mobilität wieder an. Doch Hand aufs Herz, wer nicht in einem Zentrum oder einer Großstadt lebt, hat es schwer, ohne Auto mobil zu sein. Das Angebot an öffentlichen Verkehrsmitteln ist oft unzureichend, und falls auch einmal pro Stunde ein Bus fährt, macht der oft lange und weite Umwege, so dass man zum Beispiel von Braunschweig nach Salzgitter-Lebenstedt mit dem Pkw rund 20 Minuten, mit dem Zug etwa genauso lang (von Hbf. zum „Bahnhof“ Lebenstedt) aber mit dem Bus eine gute Stunde unterwegs ist. Das empfinden viele zu Recht als Zumutung.

Aber im Zeitalter der Energiewende beginnt auch allmählich eine „Mobilitätswende“. Die viel beschworene E-Mobilität ist auf dem Vormarsch, weniger im automobilen Bereich, aber mit Pedelecs und E-Bikes, mit neuen, schnelleren und komfortableren Zügen und mit mehr Felxibilität könnte es gelingen, die Wege, die wir heute noch mit dem Pkw zurücklegen, zu einem nicht unerheblichen Teil künftig anders, energiesparender, platzsparender und auch emissionsarm durchzuführen. Das Titelthema der aktuellen Umweltzeitung widmet sich dieser neuen mobilen Vielfalt.

Rund 1 Million Euro für Braunschweig aus dem Städtebauförderungsprogramm 2014 - Geld kommt zur richtigen Zeit?

Pressemitteilung 05.09.2014

„Rund 1 Million Euro für Braunschweig aus dem Städtebauförderungsprogramm 2014 - Geld kommt zur richtigen Zeit"
Rund 1 Million Euro erhält Braunschweig aus dem Landesprogramm 2014 für den Städtebau (Programm „Soziale Stadt"). Das hat Dr. Christos Pantazis, Mitglied im Sozial- und Gesundheitsausschuss des Niedersächsischen Landtages, im Gespräch mit Niedersachsens Sozial- und Bauministerin Cornelia Rundt erfahren. „Das Geld kommt genau zur richtigen Zeit. Das unterstützt uns dabei, in Braunschweig jetzt die Weichen zu stellen, um die gesellschaftlichen Herausforderungen gestärkt anzugehen", so Pantazis.

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