Die neue Umweltzeitung ist da! Mobile Vielfalt

Wir Heutigen sind fast immer mobil, ob zur Arbeit oder Ausbildung, zum Einkaufen, für die Freizeit oder in den Urlaub: Wir legen dafür meist größere Entfernungen zurück. Und allzu oft nehmen wir das Auto oder das Flugzeug dazu. Nicht nur der Ausstoß klimaaktiver Spurengase steigt wegen unserer Mobilität wieder an. Doch Hand aufs Herz, wer nicht in einem Zentrum oder einer Großstadt lebt, hat es schwer, ohne Auto mobil zu sein. Das Angebot an öffentlichen Verkehrsmitteln ist oft unzureichend, und falls auch einmal pro Stunde ein Bus fährt, macht der oft lange und weite Umwege, so dass man zum Beispiel von Braunschweig nach Salzgitter-Lebenstedt mit dem Pkw rund 20 Minuten, mit dem Zug etwa genauso lang (von Hbf. zum „Bahnhof“ Lebenstedt) aber mit dem Bus eine gute Stunde unterwegs ist. Das empfinden viele zu Recht als Zumutung.

Aber im Zeitalter der Energiewende beginnt auch allmählich eine „Mobilitätswende“. Die viel beschworene E-Mobilität ist auf dem Vormarsch, weniger im automobilen Bereich, aber mit Pedelecs und E-Bikes, mit neuen, schnelleren und komfortableren Zügen und mit mehr Felxibilität könnte es gelingen, die Wege, die wir heute noch mit dem Pkw zurücklegen, zu einem nicht unerheblichen Teil künftig anders, energiesparender, platzsparender und auch emissionsarm durchzuführen. Das Titelthema der aktuellen Umweltzeitung widmet sich dieser neuen mobilen Vielfalt.

Sigmar Gabriel ist nicht nur Vorsitzender der SPD und Bundesminister für Wirtschaft, sondern auch direkt gewählter Bundestagsabgeordneter des Wahlkreises Salzgitter-Wolfenbüttel-Vorharz. Also vertritt er die Region, in der das geplante Atommülllager Schacht KONRAD und die marode Salzgrube ASSE II liegen, in Berlin. Ginge es nach ihm, der aus dem Schacht ASSE II zu bergende Müll käme flugs hinüber nach Salzgitter. Aus den Augen, aus dem Sinn – scheint seine (Atommüll-)Devise zu sein. Doch ginge das überhaupt? Was muss geschehen, wenn der Atommüll aus ASSE II geborgen und an die Erdoberfläche geholt wird? Ist Scahcht KONRAD überhaupt in der Lage, diesen Müll aufzunehmen? Ist die Grube dafür über geeignet? Diesen Fragen geht die Umweltzeitung im Hintergrundthema nach.

Diese Ausgabe ist die vorletzte Umweltzeitung, die im alten Domizil an der Ferdinandstraße produziert wird, ab Anfang kommenden Jahres wird das Umweltzentrum in neuen Räumen an der Hagenbrücke zu Hause sein. Auch von dort aus werden wir uns wieder kräftig in das (umwelt-)politische Geschehen der Stadt und Region einmischen.

 


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