Marktwächter Energie startet

"Pressemitteilung"

Marktwächter EnergieVerbraucherzentralen und vzbv bauen Marktbeobachtung auf, um Fehlentwicklungen auf dem Energiemarkt frühzeitig zu erkennen

Das neue bundesweite Projekt zum Aufbau eines Marktwächters Energie nimmt seine Arbeit auf und erweitert die Marktbeobachtung des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) und der Verbraucherzentralen. Im August startet der sukzessive Aufbau für die Segmente Strom und Gas, Fernwärme sowie Heizkostenabrechnungen und Monopole von Ablesediensten. Erste Ergebnisse sind für Anfang 2018 geplant.

Mit dem Marktwächter Energie startet eine systematische bundesweite Auswertung von Verbraucherbeschwerden im Energiemarkt. Insolvenzen von Energieanbietern, wie zuletzt Care-Energy, haben gezeigt, dass die Marktaufsicht aus Verbrauchersicht unzureichend ist. Die Erkenntnisse des Marktwächters Energie sollen künftig strukturelle Fehlentwicklungen frühzeitig sichtbar machen. Dadurch können Verbraucher schnell gewarnt werden. Außerdem können Aufsichts- und Regulierungsbehörden wie auch Politik von diesen Erkenntnissen profitieren.

„Die Marktwächter Finanzen und Digitale Welt als Seismografen in komplizierten Märkten haben sich als sinnvolles Instrument des Verbraucherschutzes bewährt. Der Marktwächter Energie ist daher der nächste logische Schritt. Auch der Energiemarkt ist komplex und undurchsichtig und stellt für Verbraucher besondere Herausforderungen dar. Mit den Erkenntnissen des neuen Marktwächters werden wir frühzeitig Behörden und Politik auf Marktverfehlungen hinweisen“, erklärt Ingmar Streese, Leiter Geschäftsbereich Verbraucherpolitik beim vzbv.

„Ich bin sehr froh, dass es uns gelungen ist, den Marktwächter Energie auf den Weg zu bringen. Der Deutsche Bundestag gewährleistet mit einer Anschubfinanzierung in Höhe von bis zu 1,5 Mio. Euro, dass der Energiemarkt näher unter die Lupe genommen wird. Das bereits in den Bereichen Finanzen und Digitale Welt erfolgreich arbeitende Frühwarnsystem wird nun auch auf den Energiebereich ausgeweitet. So werden Fehlentwicklungen, zum Beispiel durch Hinweise aus der Bevölkerung, aufgezeigt. Diese Informationen fließen dann an alle Verbraucherinnen und Verbraucher weiter und auch die Politik wird darüber frühzeitig informiert", so Ulrich Kelber, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister der Justiz und für Verbraucherschutz.

Das Prinzip des Marktwächters Energie




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