AbL-Appell an SPIEGEL: Agrarindustrie-Kritik bitte ohne Bauern-Diffamierung

"Pressemitteilung"

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AbL: Agrarwende funktioniert nur mit Bäuerinnen, Bauern und Bauernhöfen.  

In einem Offenen Brief hat der Landesverband Niedersachsen/Bremen der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) an die Redaktion des SPIEGEL appelliert, die berechtigte Kritik an Agrarminister Schmidt und dessen Kurs in Richtung einer „industriellen, umweltschädigenden Agrarindustrie“ nicht mit einer ungerechtfertigten Diffamierung von Bäuerinnen, Bauern und Bauernhöfen zu verknüpfen. In einem Artikel der aktuellen SPIEGEL-Ausgabe hatte es geheißen, die Bauern fühlten sich „wie Herren über das Land“ und gingen damit um, „als wäre es ihr privates Ausbeutungsgebiet“.

Die AbL reagiert darauf wie folgt: „Richtig daran ist, dass Bauern weiter Herren über Ihr Land bleiben wollen und müssen, wenn man nicht will, dass das Landeigentum in die Hände von Finanzinvestoren oder Agrarindustriellen übergeht. Und eigentlich ist dieses bäuerliche Eigentum auch ein Garant dafür, dass das Land nicht ausgebeutet wird – wegen des Denkens der Bauernfamilien in Generationsfolgen, trotz des massiven Drucks zur Anpassung an ungewollte agrarindustrielle Entwicklungen.“

Schluss mit der Beschönigung der Rolle der „Grünen Woche“ im Dritten Reich!


Bauernverband und Ernährungsindustrie-Vereinigung als ideelle Träger der Messe in der Pflicht 
 
Scharfe Kritik an der „schönfärberisch-banalisierenden Beschreibung“ der Rolle der "Grünen Woche" im Dritten Reich übt die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL). Der niedersächsische Landesverbands-Pressesprecher Eckehard Niemann forderte die ideellen Träger der Messe, den Deutschen Bauernverband und die Bundesvereinigung der deutschen Ernährungsindustrie, auf, endlich die schon im Vorjahr angekündigte Aufarbeitung der Geschichte der "Grünen Woche" anzugehen. 

Stattdessen, so die AbL, würden auch in diesem Jahr in den PR-Ankündigungen zur Historie der Messe erneut  die gleichen verniedlichenden Banalitäten  aus dieser Zeit präsentiert. Die NS-Zeit wie auch die "Grüne Woche" seien aber mitnichten gekennzeichnet gewesen durch neue grafische Ähren-Symbole, Maul- und Klauenseuche oder "Ernährungsuhren": „Kennzeichnend war vielmehr die Einbindung der "Grünen Woche" in eine "Erzeugungsschlacht", die auf eine weitgehende Nahrungs- und Rohstoff-Autarkie (Selbstversorgung) zur Vorbereitung und Ermöglichung eines raschen Eroberungskriegs zielte - mit Ausplünderung der agrarischen Ressourcen der eroberten Länder und der Organisation von Vertreibung, Vernichtung und Sklavenarbeit auch im Bereich der Landwirtschaft." 

"Wir haben es satt" - Busfahrt zur Demo in Berlin am Samstag, 21. Januar 2017

Wir haben es satt! Für die Agrarwende - gegen Tierfabriken und Gentechnik, für die bäuerlich-ökologische Landwirtschaft!

Agrarkonzerne und die Politik treiben die globale Industrialisierung der Landwirtschaft und der Lebensmittelproduktion immer mehr voran. Die Folgen: Weltweites Höfesterben, Billigfleisch überschwemmt die Märkte. Megakonzerne wie Bayer-Monsanto üben immer mehr Macht über unser Essen aus - vom Saatgut bis in den Supermarkt. Monokulturen verdrängen den Regenwald. Ackerland wird zum Spekulationsobjekt. Und: Am weltweiten Hunger und der Klimakrise ändert sich nichts!

Weihnachten, ...

Ganzjährige Weihnachtsglocke vor einer Hütte eines Cacaoteros (Kakaobauer)

...eine Zeit der Besinnung und des Bratens in der Röhre. Ich entscheide mich für Besinnung und lasse das diesjährige Wildschwein und den ungeschmückten Tannenbaum im Wohnzimmer erst mal in Ruhe. Dafür höre ich das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach. Weihnachten ohne Bach geht gar nicht - sei es im Dom oder auf CD.

"Urwaldgarten": Der Kakao wächst zusammen mir vielen anderen Pflanzen

Mein Jahr gleitet vorrüber. Es war ein spannendes Jahr voller Ereignisse und Abenteuer. Zunächst gelang es mir trotz vieler Mühen und hoher Kosten nicht, den bestmöglichen Kakao in Kolumbien zu finden, denn ich hatte mir vorgenommen, den Braunschweig-Löwen in Schokolade zu verkaufen. Mein Ziel schwand dahin. Doch nicht der Erwerbstrieb ließ mich weiter machen, sondern die Zustände in Kolumbien und die Situation bei der Agrarzertifizierung, einschließlich all der unverstandenen Label. Es mussten Zeichen gesetzt werden! Nichts ist besser geworden im internationalen Kakaoanbau und der Vermarktung - trotz aller Kampagnen und PR-Geklingel der großen Schokoladenanbieter. Seit 2001 versprechen die Besserung. Im Grunde passiert nichts. Und wenn tatsächlich etwas passiert, dann durch Spekulation an der Börse mit Kakaobohnen. Deutlich beschreibt es die Frankfurter Allgemeine Zeitung dieser Tage: "Die dunkle Seite der Schokolade".

Kleinbauernfamilie mit T-Shirt von "Fair in Braunschweig" im Gebiet San Jose del Fragua 

Die Geschäftsmodelle von GEPA und El Puente sind gut und glaubwürdig, spielen aber nach 40 Jahren auf dem Markt immer noch keine Rolle. Am meisten verdient die Zertifizierungsindustrie.

Die Maut für alle ist das Kind der Privatisierung

Es ist erstaunlich, wie relativ geräuschlos die Privatisierung der Autobahnen über die Bühne geht. Der Plan der Bundesregierung unter den federführenden Ministern Sigmar Gabriel (SPD) und Alexander Dobrindt (CSU) scheint aufzugehen: "Links blinken und rechts abbiegen." Oder anders: "Gabriel stoppt Autobahnprivatisierung" in der SZ, und nun kommt sie elegant verkleidet, "als Privatisierung unter der Oberfläche" (Mühlenkamp) doch. Aber wer hat was anderes erwartet? Wohl nur Traumtänzer. Lesen sie einen Interview mit Holger Mühlenkamp.

Es ist: eine Privatisierung

"Trickreich hat die Bundesregierung den Ausverkauf der Autobahnen vorbereitet. Stoppen können ihn nur noch "Parlamentarier sowie Grünen- und Linken-Vertreter der Länder."

"Allen Unkenrufen der Branchenverbände, allen Beteuerungen Sigmar Gabriels (SPD) und allen Pressemeldungen etablierter Medien zum Trotz, bahnt die Bundesregierung der Privatisierung der Autobahnen weiterhin den Weg, indem sie den privaten Aus- und Neubau von Autobahnen sowie deren Finanzierung durch Privatunternehmen weiter vorantreibt. Damit wird die von großkoalitionärer Ökonomisierungseuphorie getragene Entstaatlichung des Staates nun bald auch am fast 13.000 Kilometer messenden Autobahnnetz zu beobachten sein." Den ganzen Artikel im "DER FREITAG" lesen

Der Autobahnbau wird per Grundgesetzänderung privatisiert – und viele Schulen gleich mit

Haben Sie das gelesen:  „Gabriel stoppt Autobahn-Privatisierung“ (SZ). Oder das: „Autobahnen werden doch nicht privatisiert“ (Spiegel). Das scheint doch erstaunlich! Zwei Jahre lang kämpft die Bundesregierung darum, privaten Investoren den Zugang zu unseren Autobahnen zu verschaffen und nun das. Was ist eigentlich passiert?

Hat Gabriel die Grundgesetzänderung gestoppt? Ist die geplante Autobahngesellschaft vom Tisch? Ist die ganze Privatisierung verhindert? Wir müssen leider sagen: dreimal nein! Vielmehr passiert dies: (1) Das Grundgesetz wird geändert. (2) Die neue Gesellschaft wird gegründet. (3) Autobahnbau- und betrieb werden privatisiert. Weiter

 

Ihr Erfolg! Patente auf Leben vor dem Aus

Patente auf Tomaten, Lachs und Brokkoli könnten schon bald Geschichte sein.

Wir haben die mächtige EU-Kommission zum Handeln gebracht – sie hat das Europäische Patentamt in die Schranken gewiesen.

Das Patentamt vergibt zurzeit keine Patente auf Leben. Was für ein großartiger Etappen-Sieg! Sie und mehr als 560.000 Campact-Aktive haben das erreicht. In unserem Video erfahren Sie, wie Ihr Protest wirkt - und auf was es jetzt ankommt.

Der große Schwindel im Autoland

Niedersachsen hängt am Tropf der Autoindustrie. Wenn VW hustet oder gar eine ernsthafte Grippe hat, so wie derzeit, beherrscht das über Monate die Schlagzeilen. Jedes positive Anzeichen einer möglichen Genesung wird erregt begrüßt. Kein Wunder - Wohlstand ist in Gefahr.

Doch nun kommt der seit Jahrzehnten angesagt Durchbruch - endlich. Wir dürfen aufatmen, Niedersachen und unsere Region werden gerettet. Das Elektroauto soll nun mit Macht kommen. Ehrlich! Dazu ein Essay von Winfried Wolf in der Zeitschrift "Lunapark". (um)

Gerne würde ich glauben, dass nun die E-Mobilität mit Macht kommt und sich unsere Region auf der Gewinnerstraße befindet. Doch Zweifel sind angebracht. Durch die Lügentechnik hat sich VW selbst über Jahre zurückgeworfen. Andere, wie Toyota, sind längst enteilt und haben eine mehr als 10-Jährige Praxiserfahrung mit Millionen Autos auf den Straßen weltweit. Diesen Vorsprung wird VW so schnell nicht einholen. einkaufen ist auch nur bedingt möglich. Dafür muss VW zu viele Reserven zurücklegen - eben wegen der Betrugstechnik.

 

Bayer & Monsanto: So satt haben wir es!

 

Wir haben Gentechnik satt!

Auf unseren Feldern droht das Comeback der Gentechnik. Anfang 2017 entscheidet sich, ob Landwirtschaftsminister Schmidt mit seinem Gesetz durchkommt. Mit unserer „Wir haben es satt“-Demo am 21. Januar in Berlin sagen wir klipp und klar: Ebnet die Koalition Monsanto und Co. den Weg in die Gentechnik, bekommt sie es mit einer riesigen Bürgerbewegung zu tun.

gemeinsam kämpfen wir schon seit über zehn Jahren gegen die Gentechnik in der Landwirtschaft – mit einem fantastischen Ergebnis: Deutschland ist frei von diesem gefährlichen Experiment. Den Erfolg greift Agrarminister Christian Schmidt nun an: Mit seinem neuen Gesetz ließe sich Gentechnik bundesweit kaum noch verbieten. Monsantos und Bayers Gen-Pflanzen kämen zurück auf unsere Felder.

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