Tochterfirma der Westermann Gruppe vernichtet 50 Arbeitsplätze

"Pressemitteilung"

Die ISB (Industrie Service Braunschweig GmbH), ein 100 prozentiges Tochterunternehmen des Westermann-Verlages Braunschweig soll zur Jahresmitte 2017 geschlossen werden.
Die Geschäftsführung begründet die Schließung und die Vernichtung von rund 50 Arbeitsplätzen mit der angeblich schwierigen wirtschaftlichen Lage des Unternehmens. Konkrete Zahlen, Daten und Fakten blieb das Unternehmen den Beschäftigten allerdings bisher schuldig.

PETA klagt gegen "Qualzucht"

Zuchttiere, vor allem Schweine und Geflügel, werden so gezüchtet, dass die "besten Stücke" möglichst groß sind. Dann werden in kurzer Zeit die Tiere so gemästet, dass ihr junges Skelett das Gewicht kaum tragen kann. Immer mehr Schweine lahmen. Puten- und Entenbrüste werden so groß und schwer, dass sich die Tiere nicht mehr im Gleichgewicht halten können. Die Tiere sind im Grunde nur noch Träger von Fleischmassen. Von der Würde des Tieres kann schon lange nicht mehr die Rede sein. PETA hat dagegen Strafanzeige gestellt.

Neue "Bauernregeln" für eine Landwirtschaft mit Zukunft

"Pressemitteilung"


Start der Kampagne "Gut zur Umwelt. Gesund für alle"

Ab heute ist die Website zur Kampagne "Neue Bauernregeln" online.

Anlässlich der öffentlichen Konsultation der EU zur Zukunft der europäischen Agrarpolitik startet das Bundesumweltministerium heute die Kampagne "Gut zur Umwelt. Gesund für alle." Im Stile alter Bauernregeln wirbt Bundesumweltministerin Barbara Hendricks dabei für eine naturverträgliche Landwirtschaft und eine Reform der europäischen Agrarförderung.
"Gibt`s nur Mais auf weiter Flur, fehlt vom Hamster jede Spur". Und: "Steht das Schwein auf einem Bein, ist der Schweinestall zu klein." So lauten zwei der neuen Bauernregeln, die das Bundesumweltministerium unter dem Motto "Gut zur Umwelt. Gesund für alle" ab heute veröffentlicht. Auf Plakaten in über 70 Städten in Deutschland, mit Ansichtskarten, über Social Media und über eine Kampagnen-Website werden die Bauernregeln zu verschiedenen Themen verbreitet.

Weniger tote Küken

Handelsunternehmen setzen auf spezielle Hühnerrasse. Penny und Rewe verkaufen bald deutschlandweit "Sandy"-Eier

Eine gute Nachricht, endlich besinnen sich Handelsunternehmen auf das, was auch unter Ethik zu verstehen ist, Achtung vor dem Leben. Wer schon mal gesehen hat (im Fernsehen) wie die kleinen flauschigen Tierchen fachmännisch? von  Asiaten untersucht werden, (die können das besonders schnell, denn Zeit ist Geld) und dann in einer Tonne verschwinden, als ob es Müll wäre, dem wird schon manches Mal der Appetit auf ein Frühstücksei vergangen sein. Und das soll jetzt anders werden. Eine wirklich gute Nachricht. (mz)

Penny und Rewe wollen künftig deutlich weniger Eier von Legehennenrassen verkaufen, bei denen männliche Küken getötet werden. Wie die "Neue Osnabrücker Zeitung" (Freitag) berichtet, sollen ab dem 1. Februar in allen 2150 Märkten des Rewe-Discounters Penny Eier der Rasse "Sandy" verkauft werden, bei der männliche Tiere bis zur Schlachtreife gemästet werden. Bis Jahresende sollen die Eier dann auch bundesweit in sämtlichen Rewe-Filialen erhältlich sein. Bislang werden in Deutschland jedes Jahr etwa 50 Millionen Küken direkt nach dem Schlüpfen getötet, weil sie weder Eier legen noch schnell genug Fleisch ansetzen.

Landwirtschaft: Zwei Demos und ein Missverständnis

Quelle: „www.wir-haben-es-satt.de/Die Auslöser Berlin“

Demo auf Youtube

Presse mit vielen Fotos

Nein, es geht nicht gegen die Bauern bei der Demonstration in Berlin "Wir haben es satt". Die Initiatoren sind selber Bauern.

Bauern aus dem braunschweiger Raum waren es auch, die am Samstag in der Innenstadt Braunschweigs und bei der zentralen Kundgebung in Berlin unter dem Motto "Wir machen euch satt" Flagge zeigten. Die Bauern selbst informierten, indem sie Puderzucker und Infoblätter verteilten. Das war gut so, denn zu wenig aufgeklärt über das was sie konsumieren sind viele Verbraucher.

Hinter dem "Wir machen euch satt steht der Bauernverband, oder wie er in Niedersachsen heißt: Das Landvolk. Spricht man mit den Bauern wird schnell klar, dass sie sich verunglimpft fühlen. Die vielen schlechten Nachrichten über die Auswirkungen der Landwirtschaft auf Boden und Grundwasser und die Tierquälereien nagen am Image.

Schade eigentlich, denn die Landwirtschaft ist die wichtigste aller Wirtschaften. Es passt also: "Wir machen euch satt".

Die Akteure von "Wir haben es satt" beziehen alle Bauern in ihre Aktionsfront ein. So könnte man es ausdrücken: Wir Bauern, die wir ökologisch orientiert wirtschaften haben mit euch, die ihr konventionell wirtschaftet, doch das gleiche Problem, und das ist die Agrarindustrie und ihre Lobbyisten. Seht euch doch die seit Jahrzehnten gestorbenen Höfe an. Das sind doch Resultate einer völlig verfehlten Agrarpolitik. Der Bauernverband ist nicht euer Partner, sondern die Partnerin der Agrarindustrie.

Was gemeinsam benötigt wird, ist eine Ethik landwirtschaftlichen Handelns. Eine Agrarethik, die die Zukunftsfähigkeit der Höfe, die Würde des Tieres und den Schutz der Ressourcen wie Boden, Luft, Wasser und Biodiversität einbezieht. Den Preis hat die Gesellschaft zu zahlen. Das sollte ihr gelingen, denn das Geld ist vorhanden.

 Doch nun betrachten wir die Demo "Wir haben es satt" mal etwas genauer in dem Wissen, dass kein Bauer gerne Tiere verkrüppelt

„Wir haben Agrarindustrie satt!“: 18.000 Bauern und Bürger fordern Wende in der Agrar- und Ernährungspolitik

Gemeinsame Pressemitteilung

130 Traktoren aus ganz Deutschland führen Demonstration an / Bündnis fordert in 9-Punkte-Plan tier-, umwelt- und klimagerechten Umbau der Landwirtschaft

Berlin, 21.1.17. Parallel zur Grünen Woche zogen heute bei der „Wir haben es satt!“-Demonstration 18.000 Menschen für Bauernhöfe und den tier- und umweltgerechten Umbau der Landwirtschaft durch das Berliner Regierungsviertel. Angeführt von 130 Traktoren drückten die Demonstranten unter dem Motto „Agrarkonzerne, Finger weg von unserem Essen!“ lautstark ihren Protest gegen die Industrialisierung der Landwirtschaft aus. Bereits am Morgen hatten konventionell und ökologisch wirtschaftende Bauern am Bundeslandwirtschaftsministerium neun Forderungen zur Bundestagswahl überreicht. Der Tenor des 9-Punkte-Plans: Die gravierenden Krisen in der Landwirtschaft erfordern nicht folgenloses Reden, sondern entschlossenes Handeln. Weiter in den Pressemitteilungen

Bioland-Bauer Reiner Bohnhorst war von Anfang an bei der großen Agrardemonstration in Berlin dabei, fast immer mit einem oder mehreren Treckern. Im Interview erklärt er, warum die Demo nicht nur ein Protest der Bio-Bauern ist, sondern ein Schulterschluss der gesamten Gesellschaft.

DEMO: Wir haben Agrarindustrie satt

Diese Ausgabe der AGRAR-HINWEISE befasst sich mit

- der Forderung von Prof. Spiller nach einer Kontroll-Taskforce,
- der Konferenz „Landwirtschaft mit Zukunft“ des Umweltministeriums,
- den Kommentaren im Vorfeld der „Grünen Woche“ und der Demonstration „Wir haben Agrarindustrie satt!“

Was ist wo los? „Wir haben es satt!“-Demonstration // 21.01.2017 // Berlin

Vorsicht, foodwatch ist eine Sekte!

"Er lebt von der Skandalisierung. Das ist sein Geschäftsmodell, um möglichst viele Mitglieder und Spendengelder zu gewinnen", schreibt Ilse Aigner, vormalige Verbraucherschutzministerin, über mich. Das Rezept ist einschlägig: Will man einen Widersacher fertig machen, zweifelt man vor allem seine charakterliche Integrität an. Oder man erklärt ihn gleich zu einem psychopathisch Verirrten, wie der oberste Lobbyist der Lebensmittelindustrie, Christoph Minhoff. Für ihn ist foodwatch eine Sekte ("Bode-Sekte“)! Ja, Sie haben richtig gehört, eine Sekte! Lesen Sie also nicht weiter, es könnte ja sein, dass der Sektenführer Sie auf Abwege bringt!

Der Bundestagsabgeordnete Joachim Pfeiffer, wirtschaftspolitischer Sprecher der CDU/CSU Bundestagsfraktion, verstieg sich dazu, foodwatch nicht nur als "Empörungsindustrie" zu beleidigen. Nein, er verhöhnte vor allem Sie, also engagierte Bürgerinnen und Bürger, als "Klick-Aktivisten" und sprach sogar von "Klick-Bataillonen". Und davon, dass wir von foodwatch Menschen "hinters Licht führen" und "Angstkampagnen" durchführen würden. Der Generalsekretär der CDU, Peter Tauber schäumte: "Ich finde es unverschämt, dass Herr Bode seine Markt- und Vertrauensstellung als Angstlobbyist missbraucht, um Sie zu instrumentalisieren." Angstlobbyist!

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