CRISPR/CAS9: Ist die Gentechnikwunderwaffe doch fehleranfällig?

SPEKTRUM / DIE ZEIT -  Jan Osterkamp

Die Genwunderwaffe CRISPR/Cas9 gilt nicht nur als sehr präzise und simpel in der Anwendung - sie schien vor allem kaum unerwünschte Nebenwirkungen zu haben. Oder hat man nicht genau hingesehen?

Das CRISPR/Cas9-System machte sich als Gentechnikwunderwaffe bekannt, die ihren Entdeckern wohl einen Nobelpreis und den Patentinhabern satte Gewinne einbringen wird: Das molekulare Reparaturwerkzeug erlaubt enorm präzise Veränderungen an jeder gewünschten Stelle der DNA. Zudem gelingt dies offenbar ganz ohne störende Nebenwirkungen in anderen Orten des Erbguts – dachte man zumindest bisher. Womöglich hat man bisher aber einfach nicht genau genug hingesehen, mahnen nun Forscher im Fachblatt "Nature Methods". Denn die von Stephen Tsang vom Columbia University Medical Center und seinen Kollegen durchgeführten Genvergleiche von mit CRISPR/Cas9 behandelten Mäuse legen nahe, dass die Methode mindestens in Einzelfällen viele bisher unbeachtete minimale, potenziell allerdings fatale Veränderung im Erbgut verursachen.

LBU wirft A-39-Planern eine bürger- und regionsschädliche „Trickserei“ vor

"Pressemitteilung"

Ein „jahrelanges Taktieren zu Lasten von Bürgern und Region“ wirft der Landesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (LBU) Planern und Lobbyisten der geplanten A 39 vor: Entgegen dem rotgrünen Koalitionsvertrag habe die Landesregierung zum neuen Bundesverkehrswegeplan keine sachgerechte B-4-Ausbauplanung als Alternative zu einer A 39 eingereicht. So sei auch der lang geforderte Ausbau der Bundesstraße B 4 (nach dem 2+1-Überholstreifen-System) jahrelang unter anderem wegen Behauptungen der Lüneburger Straßenbaubehörde unterblieben, wonach diese Lösung bautechnisch nur schwer realisierbar sei. Erst jetzt werde dieser Ausbau – in Verlängerung der Ortsumfahrung Kirchweyhe – zumindest bis Tätendorf angekündigt, leider immer noch nicht bis Melbeck. Immerhin, so der LBU, sei der nun geplante B4-Teilausbau ein Indiz dafür, dass die A-39-Lobby hinsichtlich der Bau-Aussichten der A 39 noch unsicherer geworden sei.

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Open-Source-Tomate gegen Saatgutkonzerne

Normalerweise unterliegt Saatgut geistigen Eigentumsrechten. So gehören in Europa 95 % der Gemüsesamen den fünf grössten Produzenten von Saatgut (Grüne Studien EU-Parlament, 2014). Unter Beteiligung von vielen Menschen und Organisationen wurde im Rahmen des Projekts die Sorte "Sunviva" als Gemeinschaftswerk gezüchtet. Es gibt keine geistigen Eigentumsansprüche. Culinaris ist zurzeit der einzige Saatgutproduzent, der die Sorte "Sunviva" vertreibt. Bericht

Ryanair in Waggum?

"Pressemitteilung"

 

Pantazis macht sich für den Forschungsstandort am Flughafen stark und kritisiert die CDU

In der Diskussion um ein mögliches Engagement des Billigfliegers „Ryanair“ am Flughafen Braunschweig-Wolfsburg mahnt Dr. Christos Pantazis, zuständiger Landtagsabgeordneter im Wahlkreis 1, vor übereilten Entscheidungen: „Der Flughafen hat sich in den vergangenen Jahren zu einem extrem wichtigen Faktor für den Wissenschaftsstandort Braunschweig entwickelt. Ob diese Entwicklung auch bei einer zeitgleich ausweitenden kommerziellen Nutzung durch Billigflieger wie Ryanair bewahrt werden könnte, ist zumindest fraglich“, sagt Pantazis.

Der Gipfel der falschen Fragen

 

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Eine andere Politik ist nötig!

Die G20 treffen sich Anfang Juli in Hamburg. Doch statt um Kritik an ihrer neoliberalen Politik geht es in den Medien nur um Polizei-Absperrungen und Sicherheitszonen. Das wollen wir ändern – mit einer großen Protestwelle und zehntausenden Bürger/innen auf den Straßen!

schon jetzt ist der G20-Gipfel Anfang Juli in Hamburg überall in den Medien: In welchem Hotel schläft Präsident Trump? Wie viele Polizisten sichern den Gipfelort? Wo liegt die Sicherheitszone? Doch was dort politisch passiert, interessiert nicht. Und das ist brandgefährlich. Denn so unterschiedlich Donald Trump und Angela Merkel, Xi Jinping und Emmanuel Macron, Wladimir Putin und Justin Trudeau an vielen Stellen auch sind – in einem sind sie sich einig: Sie wollen Politik für Konzerne machen und Wachstum um fast jeden Preis.

Fairer Handel hat sich noch nicht durchgesetzt

Das Handelshaus Gepa kauft bei Kleinbauern der Dritten Welt ein und bringt so Fairtrade-Produkte nach Deutschland – doch die führen immer noch ein Nischendasein in den Supermärkten. Neue Strategien sollen helfen. Siehe Handelsblatt

Der Faire Handel liegt im Aufwind. Die ständig steigenden Umsätze belegen das. Auch der Süßwarenhersteller Ferrero verdoppelt Fairtrade-Kakaoeinkäufe und weitet sein Engagement auf Fairtrade-Rohrzucker aus.

Flucht aus und Perspektiven in Afrika


Der Entwicklungspolitik-Experte und Regierungsberater Dirk Messner sieht in einem WELT-Artikel (18.5.17) eine langfristige Möglichkeit zur Beendigung der Flucht von Menschen aus Afrika nur bei Umsetzung von nachhaltigen Projekten zu dauerhaften Verbesserung der Lebensbedingungen in den Krisenregionen.  Dazu müssten – außer Milliardeninvestitionen – die Institutionen und Rechtssysteme in den Ländern gestärkt und vor allem die Korruption bekämpft werden. Dies beinhalte eine Organisation der internationalen Finanzmärkte zur Verhinderung illegaler Finanzströme von korrupten Eliten.

Profitieren die Ärmsten vom fairen Handel?

Äthiopischer Kleinbauer pflügt mit einem Holzpflug und zwei Zug-Ochsen

Immer wieder wird Kritik am Fairen Handel geäußert. In der Regel kommt die Kritik aufgrund unzureichender Zertifizierungen, dass also nicht gehalten was versprochen wird. Kritik kommt auch, weil die fair gehandelte Ware in Geschäften verkauft wird, die auch Waren verkaufen, die unter ausbeuterischen Bedingungen produziert wird oder die Geschäfte gar selber ausbeuten.

Kleinbauer mit Kakaofrucht in dem Department Caqueta (Kolumbien)

Nun kommt Kritik am Fairen Handel von dem senegalesischen Wirtschaftsexperten Ndongo Syllas, der behauptet, dass den ärmsten Landwirten der faire Handel nicht zugute kommt. Lesen Sie dazu: "Die Ärmsten haben nichts davon."

Mehr Demokratie hat schon wieder Recht

Mehr Demokratie e.V. - Bürgeraktion für direkte Demokratie durch Volksentscheid und BürgerentscheidMehr Demokratie e.V. - Bürgeraktion für direkte Demokratie durch Volksentscheid und Bürgerentscheid

Man könnte auch sagen: Unsere Rechtsauffassungen setzen sich durch. Letzte Woche entschied das Gericht der Europäischen Union (EuG), dass die auch von uns gestartete Europäische Bürgerinitiative (EBI) zulässig war. Eine wichtige Entscheidung für künftige EBIs.

Heute um 9:30 Uhr hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) entschieden, dass das Handelsabkommen mit Singapur ein gemischtes Abkommen ist. Das heißt: Die nationalen Parlamente müssen zustimmen, damit Abkommen wie CETA und TTIP in Kraft treten können. Für Deutschland bedeutet das: Bundestag und Bundesrat müssen zustimmen. Die EU-Kommission wollte das alleine entscheiden, ohne die Mitgliedstaaten zu beteiligen. 

Die EU-Kommission irrte also zweimal, als sie uns Bürgerinnen und Bürger bei wichtigen Entscheidungen draußen vor der Tür lassen wollte. Für uns heißt das: Wir können CETA noch stoppen.

TTIP-Urteil: Schallende Ohrfeige für EU-Kommission

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3,3 Millionen Menschen haben vor zwei Jahren für unsere selbstorganisierte Europäische Bürgerinitiative (EBI) gegen TTIP und CETA unterschrieben. Selbstorganisiert war sie, weil die EU-Kommission eine offizielle EBI zu dem Thema verboten hatte. Sie begründete die Ablehnung damit, dass EBIs nicht gegen einen Rechtsakt gerichtet sein und nicht in laufende Verhandlungen eingreifen dürfen. Na super, dann könnten wir die EBI als Instrument ja gleich begraben, dachten wir uns. Das wollten wir nicht hinnehmen und haben deshalb gegen die Entscheidung der Kommission geklagt. 

Und nun haben wir vor dem EuGH Recht bekommen – in allen Punkten! Dieser Sieg ist von großer Tragweite! Denn das Urteil des EuGH war eine Entscheidung über Grundsätze. Damit hat der EuGH die Strategie der EU-Kommission durchkreuzt, die Bürger/innen bei der Entwicklung internationaler Verträge außen vor zu halten! Selbstverständlich kann eine EBI dann auch darauf ausgerichtet sein, Pläne der EU-Kommission zu verhindern. Und sie muss kritische Debatten rechtzeitig anstoßen können, also auch bevor ein Abkommen wie TTIP fertig verhandelt oder gar schon ratifiziert ist.

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