AbL fordert Parteien auf zu klarem Kurs gegen die AfD-Unterstützung agrarindustrieller LPG-Nachfolger

"Pressemitteilung"

Dringliche Aufforderung an CDU, SPD, FDP und auch Grüne zu einer Anti-AfD-Politik für „Bauernhöfe statt Agrarfabriken“  
Die Wahlergebnisse der AfD  und deren Einzug in den Bundestag müssen  nach Einschätzung  des Landesverbands Niedersachsen/Bremen der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) von allen Parteien als Warnzeichen dafür gewertet werden, die Anliegen und Probleme von Bürgerinnen und Bürgern und damit auch von Bäuerinnen und Bauern deutlich ernster zu nehmen als bisher. Gleichzeitig, so die AbL, biete diese AfD-Präsenz im Bundestag auch die Chance, die menschenfeindlichen,  rassistischen und bauernschädlichen Positionen der AfD-Funktionäre deutlich zu machen und öffentlich zu widerlegen.

Gerade angesichts der hohen AfD-Wahlergebnisse in den ostdeutschen Bundesländern ruft die AbL alle Parteien  und insbesondere  SPD, Linke und CDU auf, ihre bisherige bauern- und regionsschädliche Rolle bei der Unterstützung von agrarindustriellen LPG-Nachfolgestrukturen zu überprüfen und nun endlich zu revidieren. Auch die AfD  unterstütze –unter dem Einfluss ostdeutscher Agrarindustrieller -in ihrem Wahlprogramm solche neofeudal-agrarindustriellen Agrar-Strukturen,  die nur der Rechtsform nach noch als  „genossenschaftlich“ firmierten.

Die durch die unrechtmäßige DDR-Enteignung von Bauernhöfen geschaffenen, agrarindustriellen  LPG-Strukturen sind laut AbL nach der deutschen Einheit durch die Bundes- und  Landesregierungen und deren Treuhand/BVVG systematisch stabilisiert und subventioniert worden.  Und zwar nachweislich zu Lasten von LPG-Angehörigen, Alteigentümern, Wiedereinrichtern, Existenzgründern, Dörfern und ländlichen Regionen.

Das alles habe mit zum Ausbluten ländlicher Regionen und Dörfern geführt, zum Verlust von vielfältigen bäuerlichen Betriebs-Strukturen und zur Verhinderung von arbeitsplatzschaffenden Wertschöpfungs-Initiativen bäuerlicher Strukturen. Die mit DDR-Zwang geschaffenen LPG-Strukturen und deren Nachwende-Übernahme durch wenige frühere SED-Kader führten dazu, dass diese agrarindustriellen LPG-Nachfolger nunmehr Millionen-Summen beim Verkauf ihrer LPG-Nachfolgestrukturen an Agrar- und Finanzkonzerne  einstreichen könnten.

Die AbL verweist in diesem Zusammenhang auf die vielen ostdeutschen Bürgerinitiativen des Netzwerks „Bauernhöfe statt Agrarfabriken“, die sich – zum erheblichen Teil erfolgreich – gegen den Bau weiterer agrarindustrieller Mega-Tierhaltungsanlagen zur Wehr setzten. Diese gemeinsam von ostdeutschen Bürgerinnen und Bürgern und westdeutschen  Neubürgern getragenen Bürgerinitiativen seien  ein hoffnungsvoller Teil einer ostdeutschen Zivilgesellschaft für lebensfähige, lebens- und tourismusfreundliche ländliche Strukturen mit nachhaltiger Wertschöpfung, vielen guten Arbeitsplätzen  und gesellschaftlicher Akzeptanz.   

Wer der AfD und den dahinter stehenden Agrarindustriellen das Wasser abgraben wolle, der müsse endlich auch eine  klare Positionierung für „Bauernhöfe statt Agrarfabriken“ einnehmen und für lebendige ländliche ostdeutsche ländliche Regionen mit bäuerlichen Strukturen und guten Arbeitsplätzen.  CDU, SPD, Grüne und Linke sollten hierzu endlich eine klare Position auch gegenüber dem LPG-Nachfolge-Agrarindustrialismus der AfD  einnehmen.       


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