Neuer BWE-Regionalverband Braunschweig gegründet

"Pressemitteilung"
Der Bundesverband WindEnergie e.V. (BWE) gründete am Montagabend, 20. Februar, im Bürger Beratungszentrum in Braunschweig einen neuen Regionalverband und bestimmte seinen ersten Vorstand. Alexander Heidebroek von der Firma Landwind wurde als Vorsitzender gewählt. Er wird in Zukunft durch Alexander Gerdes, Firma Quantec Networks, als Stellvertreter und Martin Schneider, Firma Windenergie Hofschwicheldt, als Schriftführer unterstützt. Unter den 40 Teilnehmern der Gründungsversammlung fanden sich auch der Bundestagsabgeordnete Achim Barchmann (SPD) und IHK-Präsident Helmut Streiff. Während Barchmann die Zusammenhänge zur internationalen Entwicklung der Energiefrage betonte, freute sich Streif auf die künftige Zusammenarbeit mit dem BWE als neuen regionalen Ansprechpartner für die IHK.
„Wir können es nur gemeinsam schaffen!“, appellierte der frisch gewählte Vorsitzende Heidebroek anschließend an Mitglieder und geladene Gäste.

Vorstand des RV-Braunschweig mit Gästen (v.l.): Stefanie Mertz (Beisitzerin/Landwind), Martin Schneider (Schriftführer/Windenergie Hofschwicheldt), Frank Diederich (Beisitzer), Achim Barchmann (MdB-SPD), Vanessa Rothe (BWE-Landesreferentin Raumordnung) Helmut Streiff (IHK-Präsident), Alexander Heidebroek (RV-Vorsitzender/Landwind), Axel Röpke (BWE-Vize-Präsident), Alexander Gerdes (Stellv. RV-Vorsitzender/Quantec Networks), Christopher Kottke (Beisitzer/BayWaRE) und Roman Denter (BWE-Landesvorstand Niedersachsen)

Die Gründung des Regionalverbands Braunschweig erfolgte auf Wunsch der BWE-Mitglieder der Region, um in Zukunft regionale Interessen der Windenergie im Zweckverband Großraum Braunschweig (ZGB) besser zu vertreten. Im Fokus der Arbeit des neuen Vorstandes wird insbesondere die Begleitung der Änderung des regionalen Raumordnungsprogramms (RROP) im ZGB stehen. Diese begann bereits im Sommer 2013 und verläuft seitdem schleppend. Vorsitzender Heidebroek betonte, dass durch die Verzögerung der Novelle des RROP Investitionen in Höhe von 1,5 Mrd. Euro nicht ausgelöst werden konnten. Rund 240 Windanlagen konnten nicht gebaut werden.
„Wir hoffen, dass die Änderung des Raumordnungsprogramms bald vollzogen sein wird, damit auch wir im Bereich des ZGB unseren Teil zum Klimaschutz beitragen können. Der Windenergieausbau muss auch bei uns in der Region voranschreiten, wenn wir die Energiewende ernst meinen“, fordert Heidebroek. „Wir planen deshalb verschiedene Veranstaltungen zu aktuellen Themen wie bedarfsgerechter Nachtkennzeichnung oder Natur- und Artenschutz, zu der Bürger und Politiker herzlich eingeladen sind“, so Heidebroek weiter.
Der BWE-Landesverband Niedersachsen/Bremen und der Bundesverband in Berlin befürworten die Gründung des neuen Regionalverbandes Braunschweig. Neben der neu geschaffenen regionalen Anlaufstelle für Politik und Behörden, bietet der Regionalverband seinen über 300 BWE-Mitgliedern die Möglichkeit in einen intensiveren Austausch zu treten.
Der Bundesverband WindEnergie e.V. in Niedersachsen/Bremen
Mit rund 5.500 Mitgliedern stellt Niedersachsen/Bremen den mitgliederstärksten Landesverband im BWE dar. Neben großen Firmen wie den Windanlagenherstellern Enercon und GE sind vor allem viele regionale Unternehmen, Bürgerenergiegesellschaften und Privatleute Mitglieder im Landesverband.
Das Land Niedersachsen führte in 2016 den Bundesländervergleich mit einem Zubau von 900 Megawatt (MW) installierter Windkraftleistung und insgesamt 1.638 MW genehmigter Leistung an und überholte in diesem Jahr Schleswig-Holstein. Niedersachsen verteidigte damit seine Position als Windland Nummer 1 mit einer installierten Leistung von 9.234 MW.

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