Die 2. Stromwechselparty in Braunschweig


Nach dem riesigen Erfolg der letzten Stromwechselparty im vergangenen Winter findet nun am
28. Januar 2010 um 19 Uhr in der Kaufbar, Helmstedter Str. 135 die 2. Stromwechselparty Braunschweigs statt.
Eintritt frei!

plakat flyer
(zum Vergrößern auf Flyer klicken)

Schon mal daran gedacht zu Ökostrom zu wechseln? Atomenergie und Kohle­kraftwerken die rote Karte zeigen, nur wie?
Die Antwort gibt es auf der zweiten Braunschweiger Stromwechselparty!
Greenpeace Braunschweig und attac Braunschweig laden ein zu einem informativen und unterhaltsamen Abend rund um das Thema Ökostrom. Einleitend spricht Jutta Sundermann (attac) zum Thema »Wie funktioniert die Versorgung mit grünem Strom?«. Nachfolgend geben unabhängige ReferentInnen in kurzen Beiträgen einen Überblick über vier Ökostrom-An­bieter. Abgerundet wird das Programm mit Kleinkunst und Live-Musik.

Es spielt: »Gaggeldub« (Reggae/Dub)
Es jongliert: »Keulerei«
Es spricht: Jutta Sundermann

Von Asse nach Thune – ein Weg der Unglaubwürdigkeit


„Die Bude brennt“, so sagt der Volksmund, der die Wahrheit kundtun soll. Sie brennt schon so sehr, dass die Braunschweiger Zeitung alles auffährt, um den Brand zu löschen. Herr Sehrt, Fraktionsvorsitzender der CDU im Stadtrat will keinesfalls radioaktiven Müll in Braunschweig-Thune und Frau Mundlos (CDU) will die Atommüllfässer auch nicht durch Braunschweig transportiert sehen. „Braunschweig ist nicht die Mülltonne der Region“ so Juliane Lehmann (FDP). Es gäbe einen breiten Schulterschluss gegen die Erweiterung des Kompetenzzentrums zur Aufbereitung des schwach radioaktiven Mülls in Thune, so der Tenor.

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- Mit Verlaub Frau Lehmann, es mag Ihnen entgangen sein, Asse ist die Region Braunschweig. Fahren Sie   doch mal mit dem Rad dort hin.

- Mit Verlaub Frau Mundlos, Atommüll – hoch radioaktiver, wird im Castor durch ganz Europa gekarrt, um   ihn unter den schlechtesten geologischen Bedingungen in Gorleben (fast vor unserer Haustür) im Salz zu verscharren, wie Ihre Partei es anstrebt. Und marode Fässer? Ich bitte Sie, die werden natürlich sicher verpackt für den Transport. Es kann nichts passieren, technisch und juristisch alles abgesichert. Das ist doch der Sprachgebrauch Ihrer CDU seit 40 Jahren. Zumindest so sicher wie die Lagerung in der Asse. Haben Sie etwa kein Vertrauen, oder sind Sie gar fortschrittsfeindlich? Oder haben Sie Angst um Ihren Landtagssitz.

-
Mit Verlaub Herr Sehrt, schwach radioaktiver Müll ist doch so harmlos, wie es die Einlagerung von Atommüll immer war. Fragen Sie doch mal den famosen Umweltminister Sander (FDP) in Hannover, der ist zwar erschreckend inkompetent, dafür aber zuständig in einer CDU-Regierung. Außerdem: wir bekommen doch hochqualifizierte Arbeitsplätze und in Thune hat die Firma Erfahrung, die muss doch genutzt werden. Das stärkt doch garantiert zukunftssicher den Standort Braunschweig.

Atommüll in Thune

Große Aufregung in Braunschweig ! Atommüll aus der Asse will ein Unternehmen auf seinem Firmengelände in Thune behandeln. Natürlich sind alle dagegen – nicht nur die Bürger in Thune http://www.newsclick.de/index.jsp/menuid/2048/artid/11607369, anscheinend sogar der Oberbürgermeister Dr. Hoffmann. Dabei gäbe das doch hochwertige und zukunftssichere Arbeitsplätze, Forschung, zukunftsweisende Infrastruktur, Sicherung des Industriestandortes, nachziehendes Gewerbe, Gewerbesteuern usw, usw. Wir kennen das.

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Radioaktivität in Luft und Wasser? Gesundheitsrisiken? Krebsgefahr? Gefährdete Zukunft unserer Kinder? Plötzlich ist das Leben voller Risiken. Atommüll bitte nicht innnerhalb unserer Stadtgrenze! Da ist man sich einig. Dabei ist der Atommüll schon da – in der Asse, ganz in unserer Nähe, sogar mit Grundwasserleiter in Richtung Braunschweig.

Gelungener Wiederaufforstungs-Auftakt mit spektakulärer Robin-Wood Aktion


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Robin Wood - Aktion in luftiger Höhe im Querumer Forst      (Quelle: www.waggum-online.de)

Sonntag, 24.1.2010: Dem Aufruf zur Wiederaufforstung folgten rund 160 Waggumer und Aktive.
Spektakulärer Höhepunkt war eine Transparent-Aktion von Robin Wood, wobei ein großes Banner mit der Aufschrift "Umweltzerstörer mit zwei Buchstaben" in luftiger Höhe zwischen zwei Bäumen auf der  bereits großen Wald-Lichtung angebracht wurde.

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Emsiges Handanlegen für die Wiederaufforstung im Querumer Forst

Zaungäste der Aktion waren auch einige Offizielle der Flughafengesellschaft, die ihre Aktivitäten entfalteten, die Polizei zu Eingriffsmaßnahmen und Personalienfeststellungen aufzustacheln.
Allerdings erfolglos: im Gegenteil wurden die Offiziellen als der Geschäftsführer der Flughafengesellschaft, Gelfert, sowie der neue Pressesprecher der Flughafengesellschaft Ernst-Johann Zauner enttarnt.

Als sie bemerkt wurden, versuchten sie vor der anwesenden Öffentlichkeit zu entweichen.
Auf die Frage, wer sie zu diesem Denunziantentum beauftragt habe, mochten sie auch nicht antworten.

Ja, OB Hoffmann hat der altehrwürdigen Stiftung die Rolle für die Drecksarbeit zugewiesen


Die perfide Rollenteilung zwischen Abholzung der Bäume einerseits und Rodung des Geländes andererseits wurde nun einen Tag später durch die Flughafengesellschaft bestätigt.

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So schreibt die Flughafengesellschaft mit Brief vom 19.1.2010, dass sie nur für die spätere Rodung des Geländes zuständig sei, während der Stiftung die Aufgabe des forstlichen Einschlags zugeordnet wurde. Denn man bemerke die Feinheiten: erst werden die Bäume gefällt ("geerntet" mit den Harvestern), dann wird die von Bäumen entleerte Fläche gerodet (Stümpfe mit Wurzelwerk und Waldboden raus) (siehe: "Stiftung tatsächlich Organisator der Baumfällerei").

Es dürfte keine Unterstellung sein, dass diese teuflische Rollenteilung,  die Sägerei und Abholzung der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz aufzubürden, dem Hirn des OB´eren und damit auch  Vorsitzenden dieser Stiftung zuzuschreiben ist.

Was für ein mieses, niederträchtiges Spiel, genau die Institution, die von Alters her der Bewahrung von Kulturgut und Natur verpflichtet ist, sich selbst verstümmeln zu lassen.
Wahrlich eine Meisterleistung in Respektlosigkeit vor Schöpfung, Mensch und Natur.

Die Waggumer quittierten diese neue Runde schlimmer Enthüllungen und unredlicher Rathauspolitik  mit der Stillegung der Harvester am Mittwoch unter den Augen überregionaler Öffentlichkeit bei Fernsehaufnahmen von RTL.

Zu sehen ist der Beitrag heute um 18.00h bei RTL (Nord).

Asse-Müll in Schacht Konrad?

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Das ist eine gute Nachricht! Der Asse-Atommüll soll rausgeholt werden. Zunächst ist das eine wichtige politische Entscheidung. Sie wäre trotz der anderen Optionen wie Umlagerung in größere Tiefen oder Betonverfüllung anders auch kaum durchsetzbar gewesen. Der politische Druck war und ist enorm – ein Verdienst der Bürgerinitiativen, deren Sachkenntnis, Besonnenheit und Ausdauer- ohne Zweifel.

Aber warten wir es ab. Zu oft wurden politische Entscheidungen aus technischen oder sonstigen Gründen wieder einkassiert. Die Macht des Faktischen schlug schon zu oft zu. Türchen hat man sich auch jetzt schon geöffnet. Erst mal muss man sehen, wie es in den Kammern aussieht, wie die Rückholbedingungen sind. Und da ohnehin nicht alles in den vorgesehenen Schacht Konrad passt, wird vielleicht nur ein Teil des Mülls aus der Asse rausgeholt und der Rest drin belassen – aus „technischen Gründen“.

Demonstranten in Waggum folgsam: Aufruf von Merkel und Röttgen befolgt

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Die Gegner des Landebahnausbaus in Waggum kennen da nichts; sie kämpfen entsprechend des Appells von Bundeskanzlerin Merkel und Umweltminister Röttgen für den Erhalt des von der EU anerkannten ökologisch hochwertigen Waldes, der zahlreiche seltene Arten beherbergt. Bei der Auftaktveranstaltung des UN-Jahres der biologischen Vielfalt hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) dazu aufgerufen, den Artenschutz weltweit zu verstärken.

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„Der Schutz der biologischen Vielfalt hat dieselbe Dimension wie die Frage des Klimaschutzes“, sagte Merkel auf der Auftaktveranstaltung zum UN-Jahr der biologischen Vielfalt letzten Montag in Berlin. „Wir brauchen eine Trendwende, jetzt unmittelbar, nicht irgendwann“, verlangte die Kanzlerin.

Querumer Wald: Waggumer zeigen Flagge gegen betonharte vollendete Tatsachen


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Wie bereits seit Sonntag, so rufen Waggumer Bürgerinnen und Bürger auch für heute wieder zur gemeinsamen Waldbegehung auf.

In dem Aufruf heißt es:
"Von außen kaum sichtbar hat mitten im Querumer Forst die Abholzung von 60.000 Bäumen eines Naturschutzbiotops höchster Schutzstufe begonnen.

Ein großes Polizeiaufgebot "schützt" die Arbeiten vor dem öffentlichen Interesse, damit möglichst schnell endgültige betonharte Tatsachen geschaffen werden.

Dagegen können wir Flagge zeigen:
Täglich 15 Uhr: Treffen am Sportheim Waggum zur Begehung des Desasters...

Info-Abend: Mittwoch, 13. Januar, 19 Uhr im Waggumer Kirchenzentrum, Kirchblick 3"

Auf dem gemeinsamen Treffen von Initiativen und Nabu Braunschweig wurde gestern abend das Vermittlungsangebot von Landesbischof Weber zur Vermittlung im "Konflikt" um den Querumer Forst, grundsätzlich begrüßt.

Die Verantwortlichen in der Flughafengesellschaft, Winterkorn (VW), OB Hoffmann (Stadt Braunschweig), OB Schnellecke (Stadt Wolfsburg), sowie die Landräte von Gifhorn und Helmstedt, Frau Lau und Herr Kilian wurden zu diesem Zweck zu einem zeitnahen Gespräch aufgefordert bzw. eingeladen.

Hier geht es zur Diskussion im neuen "BIBS-Forum"

Schwarzer Tag für Braunschweig - Schwerer Schlag für den Natur- und Klimaschutz

Die Abholzungsaktion für die Startbahnverlängerung ist ein massiver Eingriff in den Querumer Forst. Wir sind sehr traurig, auch wenn die Baumfällungen seit langem absehbar und angekündigt waren. Was nun geschieht, ist eine Waldzerstörung, deren Ausmaß die Verantwortlichen von Anfang an in
skandalöser Art und Weise zu verschleiern suchten. Sprach der CDU-Ratsherr und Aufsichtsratsvorsitzende der Flughafen-GmbH Reinhard Manlik 2002 noch von lediglich 500 Bäumen (Ratssitzung am 10.12.2002), so redet er heute immerhin schon von 20.000 Bäumen (Braunschweiger Zeitung vom 05.01.2010). Bedauerlicherweise haben sich die Ausbau-Befürworter/innen stets geweigert, die tatsächlichen Zahlen zu nennen. [...] Die Schätzung der Gegner/innen des Flughafenausbaus, die von 60.000 Bäumen sprechen, halten wir für wesentlich realistischer.

Angesichts der aktuellen Diskussion möchten wir im Übrigen noch einmal darauf hinweisen, wer die politische Verantwortung für den Kahlschlag im Querumer Forst und den Flughafenausbau trägt: CDU, SPD und FDP im Braunschweiger Rat und im Niedersächsischen Landtag! Natürlich auch Oberbürgermeister Dr. Gert Hoffmann (CDU), der zwar viel von Klimaschutz und Luftreinhaltung redet, sich aber im Zweifelsfall meistens dagegen entscheidet. Und der trotz seiner flammenden Sparappelle und kritischen Äußerungen zu den Steuersenkungs- und Verschuldungsplänen der schwarz-gelben Bundesregierung kein Problem damit hat, dass hier insgesamt 38 Millionen Euro (städtischer Anteil = 10 Millionen Euro) für ein reines Prestigeprojekt verschleudert werden, das vor allem den Interessen des VW-Konzerns dient.

Presseerklärung der GRÜNEN Ratsfraktion

Keine Appelle mehr an Kirche und VW, sofortiger Stopp der Abholzerei!


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Keine Appelle mehr, sondern klare Ansage

VW und Grundstückseigentümer sind jetzt am Zuge. Keiner soll sich mehr rausreden, er habe erst jetzt und viel zu spät erfahren, dass Stiftung und direkt sogar Kirchengrund betroffen ist.
Was der Einzeleigentümer Jenzen kann, das können doch wohl auch die Kirchengemeinden?
Zumindest erwarten das die Menschen, die sich  über die jetzt zutage tretenden Verantwortlichkeiten die Augen reiben.

Da ist der Landesbischof Weber
, der zwar jahrelang in  hoher Position die Stiftungsbelange zu beaufsichtigen hatte, aber nichts von den Entscheidungen zur Hergabe des Waldes bemerkt haben will; warum sitzt er dann überhaupt in dem Stiftungsgremium?
Er versichert nun, seine Kirchengemeinden im Norden der Stadt nicht im Regen stehen lassen zu wollen.
Aber wann denn, bitteschön soll das Machtwort gesprochen werden?

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