Ohne Sanierung des Atommüll-Bergwerkes Asse II keine Glaubwürdigkeit in der Atommüll-Endlagerfrage

"Presseerklärung"

Die Atommüll-Kommission versucht heute, in Berlin mit der Präsentation ihres Abschlussberichtes darzustellen, dass man ernsthaft an die Atommüll-Problematik herangehen will. Derweil droht im unterirdischen Atommüll-Lager des ehemaligen Salzbergwerks Asse II bei Braunschweig (im Landkreis Wolfenbüttel) der Atommüll, der dort von 1967 bis 1978 eingelagert wurde, zu vernässen und am Ende abzusaufen, siehe http://www.asse-watch.de/daneben.html.

Vor drei Jahren wurde mit der Novelle des Atomgesetzes gesetzlich festgeschrieben, dass der Müll aus der Asse zurückgeholt werden soll. Doch das Bundesumweltministerium lässt seither das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) als Betreiber von Asse II an der langen Leine arbeiten.

Atommüll-Rückholung aus Asse II: Zielt der Betreiber BfS absichtlich daneben?

Hinweise mehren sich, dass viele Arbeiten nicht der Rückholung dienen, sondern eine Vernässung und Flutung des Atommülls in der Asse vorbereiten

Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS), als Betreiber der Schachtanlage Asse II, erweckt nach wie vor den Eindruck, dass es nicht zielgerichtet handelt, um den Atommüll aus der Asse unverzüglich zurückzuholen. Das BfS verfehlt damit seinen gesetzlichen Auftrag.

Die Bürgerinitiativen, Gruppen und Einzelpersonen, die im Asse II-Koordinationskreis (A2K) zusammenarbeiten, warnen die Verantwortlichen und die Öffentlichkeit: bei dem gegenwärtigen Vorgehen des BfS besteht die große Gefahr, dass der eingelagerte atomare und chemotoxische Müll in Asse II vor der Rückholung absäuft. Das BfS betoniert Zugänge zu den Einlagerungskammern, es zerstört damit die vorhandene Drainage und provoziert, dass die Kammern noch stärker durchnässen.

Wir fordern:
· das BfS muss eine vernünftige Drainage der Atommüll-Kammern planen und umsetzen,
· das BfS muss den erforderlichen Bergungsschacht Asse 5 zügig bauen,
· das BfS muss die überfällige konkrete Rückholungsplanung beschleunigen.

Vollständiger Pressetext auf pdf

Gefälligkeitsgutachten der BGR? Neuer Sargnagel für Schacht KONRAD

Wie Recherchen von NDR, WDR und "Süddeutscher Zeitung" (SZ) ergeben haben, ließ sich die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) über Jahrzehnte von einer Industriestiftung finanzieren. Auch bei Schacht KONRAD war es die BGR, die die grundlegenden geologischen Gutachten für die Eignung der Schachtanlage als Atommülllager vorgelegt hat. Nun bekommt der Verdacht, dass die BGR die geologischen Verhältnisse beschönigt hat, neue Nahrung.

Ludwig Wasmus, Vorstand der Arbeitsgemeinschaft Schacht KONRAD: "Sind die Langzeitsicherheitsberechnungen nicht nur hoffnungslos veraltet, sondern auch gefälscht? Es gibt ja schon während des ganzen Verfahrens fachliche Kritik an der Erhebung der Naturdaten und den Berechnungen zur Langzeitsicherheit. Wenn jetzt auch noch die Integrität der BGR in Frage steht, ist es höchste Zeit, das Projekt KONRAD endlich zu stoppen!" Die BGR hat bei Schacht KONRAD unter anderem die untertägige Erkundung, die Untersuchung der Grundwasserbewegungen und die Auswertung der alten Bohrungen durchgeführt.

Antibiotikafunde im Grundwasser – Studie unterstützt Forderung nach Einführung eines Grenzwertes für Arzneimittel

Pestizid Aktions-Netzwerk e.V.

Rückstände von Human- oder Tierarzneimitteln im Grundwasser werden derzeit nicht systematisch und regelmäßig untersucht. Belastungen mit Antibiotika werden daher entweder gar nicht entdeckt, zufällig entdeckt oder im Rahmen regional und zeitlich begrenzter Untersuchungen nachgewiesen. Ein Projekt im Auftrag des Umweltbundesamtes (UBA) untersuchte vor zwei Jahren die Belastung von Grundwässern unter viehreichen Standorten. Nun liegen die Ergebnisse eines Folgeprojektes vor, das sich mit der Frage beschäftigte, ob die dort detektierten Belastungen tatsächlich aus der Landwirtschaft stammen. (1). weiterlesen

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Wie Nutzer die Energiebilanz beeinflussen

Studie untersucht Nutzerverhalten in sanierten Wohngebäuden

Häufig liegen bei Gebäudesanierungen die tatsächlichen Energieverbrauchswerte höher als erwartet. Wissenschaftler an der RWTH Aachen University analysierten die Ursachen für diesen so genannten "Rebound-Effekt". Dazu identifizierten sie Faktoren, die das Energieverbrauchsverhalten der Bewohner bestimmen. Ein Buch zum Thema ist jetzt in der "EnEff:Stadt"-Schriftenreihe erschienen.

Neue Umweltzeitung: Nachhaltige Wirtschaft aus Wald und Feld?

Der Begriff Nawaro steht keineswegs für einen Indianerstamm, sondern für „nachwachsende Rohstoffe“. Dazu gehören auch Industriepflanzen, die vor einigen Jahren ein großes Thema waren und noch immer sind, denn das bevorstehende Ende des „fossilen Zeitalters“ bedeutet nicht nur einen grundlegenden Wandel in der Energieversorgung, sondern erfordert auch wieder Alternativen, um die vielen Stoffe und Materialien, die heute aus fossilen Quellen gewonnen werden, zu substituieren. Tatsächlich ist der Begriff Nawaro auch besser geeignet, die Vielfalt zu erfassen, schließt er doch auch alle tierischen Produkte ein, die wir selbstverständlich in vielfältiger Form nutzen – Leder ist wohl nur das prägnanteste Beispiel.

70. Mahnwache zu Asse II & Co. - und kein bisschen leise

Am kommenden Montag, dem 4.7.16, findet ab 18 Uhr, die 70. Mahnwache zu Asse II & Co. vor Seeliger, Lange Herzogstr. 63, in Wolfenbüttel statt. Die Wolfenbütteler AtomAusstiegsGruppe (WAAG) lädt alle Interessierten herzlich ein, sich zu informieren, Meinungen zu äußern und über weitere Aktivitäten zu diskutieren.
Am Montag wird über die Kreistagssitzung vom 13. Juni berichtet, in der es u. a. um  das  von  der WAAG geforderte  Gesundheitsmonitoring und die Gefahrenanalyse  für die Region um Asse II ging.  
Außerdem ist Frank Hoffmann, einer der Fachberater der Begleitgruppe, zu Gast. Die WAAG hat ihn gebeten, über das Thema Betonierung vor den Einlagerungskammern in Hinblick auf eine ausreichende Drainage zu informieren.
Auch die vom Bundestag beschlossene neue Behördenstruktur für Lagerung von Atommüll wird erörtert und eine erste Einschätzung abgegeben.
Zum Abschluss kann noch in lockerer Runde über die Idee, evtl. Wahlprüfsteine für die Kommunalwahl am 11. September aufzustellen, diskutiert werden.





Atommüll-Rückholung aus Asse II

"Presseeinladung"

 

Der Asse 2-Koordinationskreis (A2K) von Bürgerinitiativen und anderen Organisationen, die sich gegen die Flutung von Asse 2 engagieren, lädt ein zur


Pressekonferenz

am Mittwoch, dem 29. Juni 2016,
im Anschluss an die Landespressekonferenz von 10.30 Uhr
im Niedersächsischen Landtag,
Raum der Landespressekonferenz.

„Atommüll-Rückholung aus Asse II:

Zielt der Betreiber BfS absichtlich daneben?“


Mit Heike Wiegel, Vorstandsmitglied der Bürgerinitiative aufpASSEn e.V.
Andreas Riekeberg, Sprecher des Asse 2-Koordinationskreises

Wenzel (B90/DieGrünen) fällt der Umweltbewegung beim Fracking in den Rücken

Als skandalöse Unterstützung der Aktivitäten seines SPD-Kabinettskollegen, Olaf Lies, zur bundesweiten Durchsetzung von Fracking hat der Bundesverband, Bürgerinitiativen Umweltschutz, (BBU e.V.) die jüngste Stellungnahme des grünen Umweltministers, Stefan Wenzel, in Niedersachsen bezeichnet. Als hätte die Debatte der letzten Jahre über das gefährliche Gasbohren nicht stattgefunden, versucht Wenzel der Öffentlichkeit mit untauglichen Rahmenbedingungen, die Hochrisikotechnik schmackhaft zu machen. Damit fällt er nicht nur der Umweltbewegung in den Rücken, sondern brüskiert auch die Bundestagsfraktion der GRÜNEN. Diese hatte sich nach Jahren der Forderung der Anti-Fracking-Bewegung nach einem Fracking-Verbot angeschlossen. Der BBU fordert Umweltminister Wenzel auf, seine frackingfreundliche Position zu verlassen und sich stattdessen konsequent für ein Fracking-Verbot ohne Wenn und Aber einzusetzen.

Atommüll in Asse II: Keine Aufarbeitung kommunalpolitischer Verantwortung

Im nichtöffentlichen Ausschuss des Wolfenbütteler Kreistages ist eine skandalöse Entscheidung gefallen.

Die von der Wolfenbütteler Bürgerinitiative WAA geforderte Aufarbeitung der kommunalpolitischen Verantwortung an der Einlagerung des Atommülls in Asse II soll nun doch nicht erfolgen. Besonders in den 1970er und 80er Jahren haben die im Kreistag und in der Samtgemeinde Asse vertretenen Parteien FDP, SPD, und CDU den Aktivitäten des damaligen Betreibers "Gesellschaft für Umwelt- und Strahlenforschung" kritiklos zugestimmt. Warnungen von Politikern und Wissenschaftlern mit einer kritischen Haltung blieben unbeachtet.

Jürgen Kumlehn, seit 1975 gegen Asse II engagiert und Kreistagsabgeordneter der "Grünen Bürgerliste" von 1981 bis 1986, hat dazu eine Stellungnahme verfasst. Sie ist hier nachzulesen.

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