AbL: Erstes rot-grünes Einlenken bei Wolfsproblematik: gut aber unzureichend

"Pressemitteilung"

Landesnetzwerk Niedersachsen

Der Landesverband Niedersachsen/Bremen der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) sieht in der jüngsten Ankündigung von Bundesumweltministerin Hendricks (SPD), Ministerpräsident Weil (SPD) und Landesumweltminister Wenzel (Grüne) einen ersten aber unzureichenden Schritt, endlich auf die Realität der gravierenden Wolfsproblematik für Weidetierhalter und Landbewohner einzugehen. Dieses auf „Einzelfälle“ beschränkte Einlenken in der Frage eines Abschusses ganzer Wolfsrudel , deren Tiere die Schutzzäune überspringen, sei für die AbL zwar richtig, löse aber die massiven und zunehmend flächendeckenden Bedrohungen der Weidetierhaltung und auch der ländlichen Bevölkerung nicht. Auch hielten diese Rot-Grün-Vertreter immer noch an der falschen Behauptung fest, dass es angeblich keinen Handlungsbedarf in besonders betroffenen Regionen gebe.  Ideologisch fehlgeleitet sei auch die (Noch-)Verweigerung der Anerkennung, dass die Wolfspopulation – unter Einbeziehung der großen Vorkommen in ganz Osteuropa -  längst ausreichend sei. 

Die niedersächsische AbL hält an ihrer Positionierung fest,  wonach das Verhalten die hier sozialisierten Wölfe zu völlig neuen Verhaltensweisen der Rudel führten und dass deshalb die fehlende Vergrämung und Regulation der Wolfspopulationen  aktuell, unbürokratisch und flächendeckend  umzusetzen seien. Neue bedrohliche Fakten zum Wolfsverhalten gegenüber Menschen, Rinder- und Schaf-Rissen, zur Unwirksamkeit von Zäunen und zur Unsinnigkeit der Verzaunung ganzer Landschaften dürften nicht länger schöngeredet und verdrängt werden. AbL-Vertreter Eckehard Niemann rief dazu auf, die aktuellen Berichte über den Tod einer Touristin in Griechenland durch Wölfe eingehend auszuwerten und ernst zu nehmen.     


                   

Gedenkdemonstration: „60 Jahre Atomunfall Majak – Atomausstieg weltweit jetzt“

Samstag, 30. September 2017, 12.00 Uhr, Opernplatz Hannover

Mit einer Gedenkdemonstration/Kundgebung wollen Atomkritiker des BUND Region Hannover und anderer Organisationen, wie z. B. auch "ausgestrahlt" den Nuklearunfall von Majak bei Jekaterinburg (Russland) am 29. September 1957 in Erinnerung rufen – es ist der erste große Atomunfall der Geschichte und gilt als zweit- bzw. drittschwerster Atomunfall nach Tschernobyl und Fukushima. Unter dessen Folgen leiden bis heute weite Teile Russlands. Prominenter Gastredner ist Vladimir Slivyak von der russischen Umweltorganisation Ecodefense aus Moskau, der aus erster Hand über die Zustände in Majak und Russland berichtet.

Das Friedensbüro Hannover und die DFG-VK Hannover nehmen am kommenden Samstag, dem 30. September ab 12 Uhr auf dem Opernplatz Hannover an einer Kundgebung zum Gedenken an den Unfall in der Atomanlage Majak teil

Informationen

Es werden sprechen

 

Radioaktiver Abfall – was nun?

TU BRAUNSCHWEIG

 

Radioaktiver Abfall – was nun? Befragen Sie ENTRIA!

Ansätze und Ergebnisse aus fünf Jahren Forschung

 Start ist am 30. September um 10:00h im Haus der Wissenschaft in Braunschweig, Pockelsstr. 11.

Wie der Name schon verrät, liegt der Fokus dieser Veranstaltung weniger auf der einseitigen Wissensvermittlung als vielmehr in einem interaktiven Austausch zwischen den Mitarbeitern von ENTRIA und den interessierten Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Dazu wird den Diskussionen im Anschluss an die verschiedenen Vorträge ausreichend Zeit eingeräumt. Darüber hinaus erwarten Sie Formate wie ein Posterrundgang sowie ein Speeddating mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus Natur-, Ingenieur-, Geistes-, Rechts-, und Sozialwissenschaften.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der Webseite: www.radioaktive-abfaelle-was-nun.de

 

Auftakt zum Bundesprojekt „Städte wagen Wildnis“

Das ist nicht gemeint (Querumer Forst vor der Asphaltierung)

Um es vorweg zu sagen: Braunschweig hätte viel zu bieten, aber unsere Stadt ist nicht dabei. Eigentlich schade, zumal andere Städte in Sachen Stadtökologie meistens die Nase vor haben. Noch nicht mal ein schlichter umweltorientierter Balkonkastenwettbewerb, der beispielsweise helfen könnte, die wertvollen Moore und das Klima zu schützen sowie die Biodiversität in der Stadt zu erhöhen, scheint in Braunschweig möglich zu sein. Es soll sogar im Rat Dummköpfe geben, denen vernetztes Denken fremd zu sein scheint, die sich aber über den Vorschlag lustig machen. Aber das glaube ich nicht, denn so viel Dummheit durch Unwissenheit gibt es im Rat nicht.

In Frankfurt am Main, Hannover und Dessau-Roßlau soll jedenfalls auf ausgewählten Flächen die Natur mit entscheiden – „Wildnis“ wird für die Bevölkerung erlebbar gemacht. Was wie ein Gegensatz klingt, muss keiner sein. Das im Bundesprogramm Biologische Vielfalt geförderte Projekt „Städte wagen Wildnis – Vielfalt erleben“ ist gestartet.

Am 29. und 30. August trafen sich in Frankfurt alle Verbundpartner des Vorhabens zu einem Auftakttreffen. In dem zweitägigen Workshop werden konkrete nächste Schritte vereinbart. Über einen Zeitraum von fünf Jahren stellen die Städte Dessau-Roßlau, Frankfurt und Hannover Flächen bereit, auf denen der Mensch so wenig wie möglich und so viel wie nötig eingreifen soll. Pflanzen, Tiere und Lebensräume, die in Folge des hohen Nutzungsdrucks und der Grünflächenpflege in Städten oft einen schweren Stand haben, dürfen sich hier künftig frei entwickeln. In anderen Projektgebieten wird sich ein Mosaik unterschiedlicher Nutzungs-und Pflegeintensitäten bilden.

Lesen Sie hier die schon etwas ältere Pressemitteilung.

Geschützter Fahrradstreifen auf dem Bohlweg ein voller Erfolg

 Katrin Kaminski, Vorsitzende des ADFC Braunschweig und Heinz-Georg Leuer eröffnen gemeinsam die POP UP BIKE LANE am Bohlweg

Zahlreiche Radfahrerinnen und Radfahrer nahmen an der Aktion POP UP BIKE LANE des ADFC Braunschweig teil. Am Samstag, den 16. September 2017 richtete der ADFC Braunschweig von 10 bis 14 Uhr auf dem Bohlweg einen geschützten Fahrradstreifen ein. Hierfür wurde die rechte Fahrspur des Bohlwegs in südliche Richtung von der Kreuzung Steinweg/Dankwardstraße bis zur Bushaltestelle „Schloss“ in einen Fahrradstreifen umgewandelt, der mit Kegeln und Blumentöpfen vom Kraftverkehr auf der linken Fahrspur abgetrennt war.

Geschützter Fahrradstreifen kommt gut an und läßt Radfahrende gut ankommen.

Grüne korrigieren Zeitplan: Umstieg ins E-Mobil erst ab 2050

 

Autos an der Steckdose werden auch nach Vorstellung der Grünen erst in Jahrzehnten zum Normalzustand. Foto: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 Die Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen korrigiert falsch wahr genommene Aussagen zur Elektromobilität. Man wolle kein Fahrverbot von Verbrennern ab 2030, sondern gehe davon aus, dass „der vollständige Umstieg auf die E-Mobilität bis ca. 2050 dauern“ werde, erklärte der Sprecher der Grünen-Bundesgeschäftsstelle, Hans-Christian Mrowietz, auf Anfrage des braunschweig-spiegel. Brief der Grünen.

Die von Spitzen-Grünen wie Cem Özdemir geforderte „E-Mobilität“ ab 2030 bedeute lediglich, dass es dann keine „Neuzulassungen von Pkws mit fossilem Verbrennungsmotor mehr gibt“, so die Bundesgeschäftsstelle. „Die heutige Fahrleistung von 45 Millionen PKW mit Verbrennungsmotoren in Deutschland durch E-Autos zu ersetzen, würde sehr kostspielig und würde einen viel größeren Ausbau der Kapazitäten Erneuerbarer Energien erfordern“, so der Sprecher der Grünen.

Inhaber von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor dürften nach Grünen-Plänen auch nach 2030 weiterhin auf deutschen Straßen fahren. Es handele sich bei der Forderung nach dem „Aus für den Verbrennungsmotor“ um ein Zulassungs- und kein Fahrverbot, so Mrowietz. Wer sich noch 2029 einen Verbrenner kaufe, dürfe diesen natürlich bis zum Ende seiner Lebensdauer nutzen. Damit liege die Grünen-Forderung im selben Zeitfenster wie Regelungen anderer westeuropäischer Länder (u.a. Österreich, Niederlande, Norwegen oder Frankreich).

Wie der künftige Strombedarf für E-Fahrzeuge gedeckt werden soll, werde von der Entwicklung der Verkehrsnachfrage abhängen. Deswegen werde die Energiewende im Verkehr nur gelingen, wenn gleichzeitig eine Verkehrswende eingeleitet und die Nutzung von Bahnen, Bussen, Carsharing und Radverkehr gestärkt werde.

 

Verwunderung über Mitteilung zur Lärmreduzierung am Flughafen

Mit Verwunderung nimmt die Bürgerinitiative Braunschweig die Mitteilung der Stadt zur Kenntnis, in der auf den von der BIBS-Fraktion eingebrachten Antrag zur Lärmreduzierung am Flughafen Braunschweig-Wolfsburg reagiert wird. Die BIBS-Fraktion hatte beantragt, dass Flugzeuge, sobald sie ihre Parkposition eingenommen haben, ihre so genannten „APUs“ (Auxiliary Power Units) sofort aus-schalten müssen. Bei APUs handelt es sich um Hilfstriebwerke, die zur Stromversorgung der Flugzeuge am Boden dienen, ohne dass die Haupttriebwerke eingeschaltet sind.

In „Abstimmung mit der Flughafengesellschaft Braunschweig-Wolfsburg“ teilt die Verwaltung nun mit, dass „das Abstellen der Motoren durch die Flughafenbenutzungsordnung der Flughafen Braunschweig-Wolfsburg GmbH geregelt“ werde.

Nutzungskonflikte zwischen Bolzplatz und Hundewiese vermeiden

Prinzenpark: Nutzungskonflikte zwischen Bolzplatz und Hundewiese vermeiden – Bolzplatz an anderer Stelle errichten

Die BIBS-Fraktion beantragt zur Sitzung des Grünflächenausschusses am 06.09.2017, dass der geplante Bolzplatz nicht auf der Hundewiese des Franz-schen Feldes, sondern an anderer Stelle, vorzugsweise neben dem Volleyballfeld in der Nähe errichtet wird.

„Wir wollen nicht, dass es zwischen den Hundebesitzern und Benutzern des Bolz-platzes zu Konflikten kommt“, erklärt BIBS-Fraktionsvorsitzender Wolfgang Büchs. „Es gibt genug freie Flächen im Prinzenpark, die für Bolzplätze besser ge-eignet sind. Zudem fordern wir, dass auf das Kunstrasenfeld verzichtet wird. Kunstrasen emittiert Schadstoffe und schafft ein Abfallproblem - das Ganze muss schließlich irgendwann entsorgt werden. Zudem ist ein Naturrasenplatz wesent-lich kostengünstiger. Dafür fordern wir auch gleich, dass auf der anderen Seite des Prinzenparks zwischen Ebertallee und Georg-Westermann-Allee ein zweiter Bolzplatz errichtet wird!“, so Büchs abschließend.

Zum Schutz von Menschen und Weidetieren: Wolfspopulationen wirksam vergrämen und regulieren


Neue bedrohliche Fakten zum Wolfsverhalten nicht weiter schönreden

Der Wolf sei lernfähig, so der frühere Bremerhavener Zoo-Direktor Rüdiger Wandrey jüngst im Weserkurier. Bald werde er die meisten Hürden überwinden, die der Mensch gegen ihn errichte. „Ich habe immer gesagt, der Wolf greift keinen Menschen an, aber ich habe ja auch geglaubt, das würde für Rinder gelten“, sagt er und räumt ein, dass er manche seiner Ansichten revidiert hat.

Wölfe sind lernfähig

Dies ist eine der bisher ehrlichsten Einschätzungen zur sogenannten „Rückkehr“ der Wölfe nach Deutschland. Während „Wolfsexperten“ aus Naturschutzbehörden und Naturschutzverbänden vor allem Angelesenes aus früheren Zeiten rezitieren, zeigen die Fakten, dass vieles davon so nicht unbedingt stimmt und dass man sich neuen Erkenntnissen öffnen muss.

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