Abgas-Anarchie

"Das mickrige Ergebnis des Dieselgipfels wird von den meisten Medien als Erfolg der Automobilbranche interpretiert. Doch das ist falsch. Was die Hersteller errungen haben, ist bestenfalls ein Pyrrhussieg, der sich schnell zu einem Desaster entwickeln könnte. Zwei Risikofaktoren saßen nämlich gestern nicht mit am Tisch – die Gerichte und die EU-Kommission. Bereits in der Vergangenheit hat die EU-Kommission sich äußerst zerknirscht gezeigt, weil Deutschland die Abgasnormen einfach nicht ernst nimmt. Die nicht eben uninteressante Frage, welche Strafe denn nun den Herstellern droht, da sie sich nicht an die Abgasnormen halten, kann beispielsweise niemand beantworten. Warum? Weil Deutschland immer noch keine Strafen bei Verstößen gegen die Abgasnormen festgelegt hat, obgleich man dies laut EU-Regeln bereits 2009 hätte umsetzen müssen. Nun läuft ein Vertragsverletzungsverfahren. Sicher nicht das letzte. Sollte die EU es ernst meinen, würde am Ende des Weges eine Klage gegen Deutschland vor dem Europäischen Gerichtshof stehen, die dann für die Bundesregierung bindend wäre.

Diesel-Forum grandios gescheitert - was sagen Müller/CDU und Reimann/SPD

Foto: Robert Lehmann /DUH

 - Softwarelösung bringt nur 2 bis 3 Prozent NOx-Reduktion der deutschen Diesel-Pkw - Fahrverbote kommen ab 2018

Deutsche Umwelthilfe sieht die rechtliche Bewertung des Stuttgarter Verwaltungsgerichts zur Ungeeignetheit der Software-Updates als bestätigt - Die im Autokartell zusammengeschlossenen Hersteller sowie Opel und die Bundesregierung einigen sich auf Software-Updates für weniger als 20 Prozent der deutschen Diesel-Pkws - Regierung erlaubt Industrie, bei Temperaturen unter plus 10 Grad Celsius die Städte unverändert mit dem Dieselabgasgift zu fluten - DUH bewertet das Mitzählen der bereits seit 2015 beschlossenen amtlichen Rückrufe bei VW, Audi und Co als plumpen Täuschungsversuch von Verkehrsminister Dobrindt.

Zur Bundestagswahl fragt die Redaktion des B-S

Wir sind im Wahlkampf. Man sollte meinen, dass unsere chancenreichen KandidatInnen Stellung nehmen zum Abgasskandal und Kartellbildung in der Autobranche. Zumal sie nicht nur um das Direktmandat kämpfen sondern auch FachpolitikerInnen sind und unsere Stadt und Region direkt betroffen sind. Sehen sie selbst:

Carsten Müller CDU

Seit 2014 Vorsitzender des Parlamentskreises „Automobiles Kulturgut“ und Vorsitzender des Parlamentskreises „Energieeffizienz“ und Berichterstatter im Umweltausschuss

http://www.carsten-mueller.com/aktuelles/news/detailseite/artikel/diesel-gipfel-vereinbarungen-muessen-schnell-umgesetzt-werden.html

Frau Reimann SPD

Die politischen Schwerpunkte bei Frau Dr. Reimann liegen in den Themen Arbeit und Soziales, Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Weil es angeblich durch die nicht eingehaltenen normativen Vorgaben zu jährlich 13000 Tote (statistisch) kommen soll, stellt sich die Frage, warum Frau Dr. Reimann zu dem Thema "Dieselskadal" bisher nichts gesagt hat. Das ist doch ein hoch brisantes soziales Thema, wenn so viele Menschen an nicht eingehaltenen Normen sterben. Und es betrifft unsere Stadt und Region direkt.

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"Obergrüne Winfried Kretschmann ein Inbegriff der politischen Erbärmlichkeit"

Unter der Überschrift "Kranker Kapitalismus" schreibt Jakob Augstein in Spiegel online: "Die deutsche Autoindustrie kann machen, was sie will. Es ist wie bei den Banken: Ist man erst mal "too big to fail", dann sind die Gesetze egal, und die Politik hat ganz viel Verständnis - sogar die Grünen.

Augstein nutzt in seinem Beitrag eine Definition der Justiz- und Innenminister der Länder, wie man den Begriff der organisierten Kriminalität zu verstehen hat: "Organisierte Kriminalität ist die von Gewinn- oder Machtstreben bestimmte planmäßige Begehung von Straftaten, die einzeln oder in ihrer Gesamtheit von erheblicher Bedeutung sind, wenn mehr als zwei Beteiligte auf längere oder unbestimmte Dauer arbeitsteilig ... unter Einflussnahme auf Politik, Medien, öffentliche Verwaltung, Justiz oder Wirtschaft zusammenwirken."

Augstein schreibt weiter: "Wo die Politik versagt, ist die Justiz die letzte Verteidigungslinie. Am vergangenen Freitag urteilte das Verwaltungsgericht in Stuttgart, dass der örtliche Plan zur Luftreinhaltung unzureichend sei und dass die Landesregierung Fahrverbote erlassen müsse. Und dabei sind Stadt und Land fest in der Hand der Grünen."

Was ist nur aus den Grünen geworden, dass ein Gericht die Grünen zwingen muss, die Gesetze zum Schutz des Menschen und der Umwelt einzuhalten.

Wahlplakate auf`s Korn genommen

Der Wahlkampf über die Plakate zeigt erste Höhepunkte.

Es scheint so zu sein, dass die BIBS aufpassen will, was grün auf dem oberen Plakat verspricht. Beide Plakate hängen an einem Mast übereinander.

Aber warum ist denn "Schluss mit Klima" bei den Grünen, wenn weiter Kohle genutzt wird? Ein Klima gibt es doch immer. Ob mit oder ohne Kohle.

Glyphosat - Für weitere zehn Jahre?

Glyphosat - EU-Kommission schlägt Zulassung für weitere zehn Jahre vor

"In dem am Mittwoch veröffentlichten Vorschlag der EU-Kommission heißt es, die Begrenzung auf zehn Jahre sei angesichts der Risikoabwägung "angemessen". Die zweitägige Sitzung des Expertenausschusses endet am Donnerstag. Es wird erwartet, dass der Ausschuss sein Votum im September oder Oktober abgibt." weiter auf www.Spiegel.de

Macht, Geld (Asse-Fond) und vorgetäuschte Sicherheit

Einladung

Asse II und Fukushima

AufpASSEn lädt am Dienstag, dem 25.07.2017, um 19:00 Uhr, zu einer öffentlichen Veranstaltung „Macht, Geld (Asse-Fond) und vorgetäuschte Sicherheit“ im großen Sitzungsraum im Freizeit- und Bildungszentrum Freundschaft in der Asse, Am Festberg 1, 38231 Denkte ein.

Im ersten Teil der Veranstaltung wird Vorstandsmitglied Heike Wiegel zu den folgenden Asse II Themen referieren. 

a)   Zwischenlager und Schacht 5 - Wird die Asse Bevölkerung wieder betrogen?

b)   Nachvollziehbarkeit von Genehmigungsverfahren

c)   Regionale Asse 2 Begleitgruppe vor dem AUS?

Im zweiten Teil referiert der Journalist Toshiya Morita zu Fukushima zu seinem Schwerpunktthema „Strahlenrisiko“. Herr Morita lebt in Kyoto ca. 500 km südlich von Fukushima. Er beschäftigt sich im Forschungsbereich an der Universität Doshisha, Kyoto und als freier Journalist im Bereich Forschung der Atomenergiepolitik, sowohl mit den Auswirkungen von Hiroshima und Fukushima, als auch mit dem Strahlenrisiko von Atomkraftwerken.        

Zurzeit nimmt Herr Morita am „Internationalen Anti-AKW-Camp“ in der Nähe von Leipzig teil. Er wird vom 25.-27.Juli in unserer Region sein und auch die Schächte Asse II und Schacht Konrad besuchen.     

 

 

 

 

 

Das Protohaus wagt „Blick in eine grüne Zukunft“

Dr. Falko Feldmann von der Deutschen Phytomedizinischen Gesellschaft e.V. (DPG) und dem Julius Kühn-Institut (JKI). Foto: Protohaus

 

Braunschweig. Der Biologe Dr. Falko Feldmann entwirft am

Samstag, dem 22. Juli 2017, um 18:00 Uhr im Protohaus, Rebenring 31, 38106 Braunschweig

ein grünes Bild von der Zukunft unserer Städte, welches das Kernelement "Kulturpflanze" in seiner mannigfaltigen Bedeutung für Mensch und Umwelt in der Stadt der Zukunft interpretiert.

In wenigen Jahren lebt die Mehrheit der Menschheit in stetig wachsenden, immer naturferneren Städten. Die Gestaltung der Future Cities steht dabei vor der Herausforderung den Kriterien der UN-Agenda 21 zu folgen und gleichzeitig soziale, ökologische und ökonomische Belange miteinander auszubalancieren. Dr. Falko Feldmann von der Deutschen Phytomedizinischen Gesellschaft e.V. (DPG) und dem Julius Kühn-Institut (JKI) widmet sich in seinem einstündigen Vortrag verschiedenen Zukunftsvisionen in denen Kulturpflanzen zentraler Bestandteil dieser künftigen Megacities sind.

Der Vortrag ist kostenfrei und findet im Seminarraum der offenen Hightech Werkstatt Protohaus im Rebenpark statt. Einlass ist ab 18 Uhr.

 

30 Jahre Schacht KONRAD – Widerstand auch in Zukunft

"Schacht Konrad" ist inzwischen Kult. Nicht der allseits bekannte Förderturm, der die Symbolik gibt, sondern der Widerstand gegen die Einlagerung von Atommüll in das ehemalige Erzbergwerk. Die Schacht-Aktiven haben zu ihrem Geburtstag natürlich Wünsche mitgebracht. Sie wünschen sich »Action statt Geschenke«: Unter dem Motto »30 Jahre - 30 Paten« rufen sie auf, dem Arommüll-Schachtwiderstand, im Laufe des Jubiläumsjahres eine ganz persönliche Idee/ Aktion zu widmen. Es gibt als Dankeschön die Möglichkeiten Pate zu werden. Dafür braucht es kulturelle, sportliche, naturkundliche, spielerische, kulinarische ... Aktivitäten. Die Schachtaktiven freuen sich auf die Beiträge. Alle Geschenkaktionen sollen den folgenden Sinn/ Hintergrund haben: Tragen Sie den Widerstand gegen die Atommüllpläne in eine erfolgreiche Zukunft.

Rückblick

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Gerne erinnern wir an das 25 jährige Jubiläum

Die Aktionsbündnisse Asse und Schacht Konrad stehen zusammen, auch wenn es zeitweilig Bündnisprobleme gibt.

Zum Weltatomerbe Braunschweiger Land gehören inzwischen Schacht Konrad, Asse II, Morsleben und die Firma Eckert & Ziegler in BS-Thune

Hier gemeinsam solidarisch gegen den "Risse-Atomreaktor" Tihange im Juni 2017.

Tierheime schlagen Alarm

Gecko in einem Lampenschirm. Geckos kommen im tropischen Amerika oft vor. Sie kommen nur nachts raus und gehen ans Licht, weil sich dort viele Insekten aufhalten. (Foto: U.Meier)

Sie sind überfüllt. Die Tierheime kommen gegen die Flut von Reptilien nicht mehr an. Schildkröten, Schlangen, Leguane und diverse andere exotische Echsen landen in den Tierauffangstationen. Besonders in den Ferien. Dem will nun Niedersachsen ein Riegel vorschieben. HalterInnen von Exoten brauchen einen Sachkundesnachweis. Das ist gut so!

Die Eyelash-Viper (Greifschwanz-Lanzenotter) ist hoch giftig. Fundort: Baum am Strand im Südosten Costa Ricas  (Foto: U. Meier)

In der Regel ist das Wissen um Echsen recht gering. Das soll sich nun ändern. Echsen sind schwierig zu haltende Tiere - und zwar alle, auch Schildkröten. Sie sind keine Tiere für Kinder, und spielen kann man mit ihnen auch nicht. Für Kinder sind sie oft viel zu langweilig, wenn sie stundenlang in der Sonne sitzen oder unter einer Wärmelampe, die sie in unserer Region brauchen. Hinzu kommt eine mehrmonatige Winterruhe, in der diese Tiere nicht sichtbar sind. Letztendlich leben sie unter guten Bedingungen sehr lange. Man sollte sich also immer Gedanken machen, wer die Schildkröte in 2. oder 3. Generation bekommen sollte.

Die Griechische Landschildkröte (Westtyp) Diese Art von Schildkröten werden gerne zu Hause gehalten. Sie ist hoch ungeeignet für Kinder. Sie braucht eine reich struktuierte Freilandfläche, Höhlen, Kleingewächshaus, Wärmelampe und einen gut funktionierenden Kühlschrank für den Winter.

Wasserschildkröten sind sehr beliebt. Die haben zwar keine winterliche Ruhephase, doch muss das Wasser ständig gereinigt werden. (Foto: U.Meier)

KURZ. ECHSEN HABEN IN HAUSHALTEN NICHTS ZU SUCHEN UND FALLS ES UNBEDINGT SEIN MUSS, DANN NUR MIT SACHKUNDEAUSWEIS

Lesen Sie dazu: Exoten brauchen einen Führerschein

 

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