*Öffentliche Grünflächen in BS – schon Mangelware?*

Pressemitteilung von DIE FRAKTION P² (PIRATEN, DIE PARTEI)

Genau das wollte DIE FRAKTION P² mit ihrer Anfrage in der letzten Ratssitzung herausfinden. Um es kurz zu machen: Die Verwaltung weiss es nicht.

„Einerseits wird in Braunschweig der Tag  des Baumes gefeiert und andererseits werden Bäume aus teils hinterfragungswürdigen Gründen gefällt. Um  Klarheit zu bekommen, ob öffentliche Grünflächen überhaupt noch in ausreichender Zahl vorhanden sind, haben wir nach Fehlbedarfen in den Braunschweiger Stadtteilen gefragt.
Die Antwort war ebenso einfach wie ernüchternd: Die Verwaltung weiß es nicht,weil die vorhandenen Daten zu alt sind und daher keine fundierten Aussagen zulassen“, erklärt Christian Bley, Ratsherr von DIE FRAKTION P², die Antwort.

Veranstaltung: Teersandabbau in Kanada – eine ökologische Zeitbombe

Kanada gehört zu den großen Ölproduzenten der Welt, dies auch, seitdem am Fuße der Rocky Mountains Öl aus den dort lagernden Teersandvorkommen (Tar Sands) gewonnen wird. Inzwischen gelangt Teersand-Öl in großen Mengen nach Europa, sodass man es immer weniger als ein fernes Thema, das uns nur indirekt betrifft, betrachten kann. Die Dimensionen der Umweltzerstörung dabei sind gewaltig.

Die Tar Sands sind eine „unkonventionelle” Ölquelle, mit der nahezu alle Ölkonzerne der Welt zukünftig Geld verdienen wollen, da die konventionellen Ölquellen langsam versiegen. Im Norden der kanadischen Provinz Alberta befindet sich die weltweit zweitgrößte Ölquelle nach den Nahost-Ölfeldern. Schon jetzt wird auf einer Fläche, die so groß wie die Schweiz ist, dieses „unkonventionelle” Öl abgebaut. Der Abbau soll in den nächsten Jahren vervielfacht werden. Auch Europa wird zum Teil bereits durch die Ölindustrie aus den kanadischen Tar Sands versorgt.
Daher ist es äußerst wichtig massiven Druck auf die Ölkonzerne aufzubauen und Informationen über das bislang wenig bekannte Thema „Tar Sands” zu verbreiten.
Seit einigen Jahren betreibt Falk Beyer mit Freunden eine Informationskampagne
(„Tar Sands-Kampagne”): https://tar-sands.info

Das Umweltzentrum lädt daher für

Montag, den 29. Mai 2017, 19 Uhr zu einer Informationsveranstaltung mit Falk Beyer ins

Haus der Kulturen, Am Nordbahnhof 1, Braunschweig ein.

Viel Mist in der Gülle

Grafik: Resistente Keime durch 800 Tonnen Antibiotika pro Jahr

Greenpeace - Artikel von Anja Franzenburg 18.05.2017

Resistente Keime bereiten Medizinern zunehmend Sorgen. Greenpeace hat nun jede Menge davon in Gülle gefunden – sie könnten großflächig auf Äckern landen.

Eine Binsenweisheit: Antibiotika müssen streng nach Packungsanweisung eingenommen werden; Ärzte dürfen sie nicht leichtfertig verschreiben. Denn sonst können Bakterien, die das Medikament abtöten soll, Resistenzen bilden. Die lebensrettenden Mittel werden dann unwirksam. Erstaunlich deshalb, wie fahrlässig die Handhabung in der Nutztierhaltung ist.

Ist ein Tier krank, muss meist der ganze Stall Antibiotika schlucken. Das kommt eher häufig als selten in der Massentierhaltung  vor – insbesondere bei Schweinen und Geflügel. Der massive Einsatz hat Konsequenzen: Die Landwirtschaft wird zunehmend zur Brutstätte resistenter Keime. Die Erreger bleiben nicht im Stall, sondern können beim Ausbringen von Gülle im großen Stil in der Umwelt verteilt werden. Das belegen von Greenpeace beauftragte Laboranalysen.

Atombetriebe sollen ausgeschlossen werden

„Resolution auf SPD-Initiative: Rat bekennt sich mit großer Mehrheit zum Gewerbegebiet Stiddien-Beddingen – Atombetriebe sollen ausgeschlossen werden“

Mit einer im Rat der Stadt Braunschweig am Dienstag, 16. Mai angenommenen Resolution bekennt sich die SPD-Fraktion zum Interkommunalen Gewerbegebiet Stiddien-Beddingen: „Verschiedene Einflüsse vor Ort und in den beteiligten Bezirksräten haben die Diskussion um dieses dringend benötigte Gewerbegebiet teilweise vergiftet. Es wurde der falsche Eindruck vermittelt, in dem Gewerbegebiet könnte eine vermeintliche Atommülldrehscheibe für Schacht Konrad entstehen“, erklärt der SPD-Ratsherr und umweltpolitische Sprecher Manfred Dobberphul. „Auf SPD-Anfrage hat die Verwaltung klargestellt, dass sich in dem Gewerbegebiet ebenso wenig atommüllverarbeitende, -erzeugende oder -behandelnde Betriebe ansiedeln sollen, wie Betriebe, die eine entsprechende Logistik anbieten (vgl. Vorlage 17-04118-01).“ Mit Interesse hat Dobberphul außerdem zur Kenntnis genommen, dass sich auch die CDU-Ratsfraktion für das Gewerbegebiet im Rat ausgesprochen hat: „Damit handelt sie im krassen Widerspruch zu ihrer eigenen Bezirksratsfraktion vor Ort.“

Jahrestage und ein Themennachmittag im JKI …

Jahrestag 1


Zum 4. Male findet 2017 der Internationale Tag der faszinierenden Pflanzen statt (Fascination Of Plants Day). Die Europäische Organisation für Pflanzenwissenschaften (EPSO) koordiniert wieder den Aktionstag zur Bedeutung von Pflanzen für unsere Welt.
 
"Ziel des Aktionstags ist es, rund um den Globus die Menschen für Pflanzen zu faszinieren und die Notwendigkeit der Pflanzenwissenschaften für zentrale Lebensbereiche des Menschen aufzuzeigen: für Landwirtschaft, nachhaltige Produktion von Nahrungsmitteln, Gartenbau, Forstwirtschaft, als Rohstoff für Produkte wie Papier, Bauholz, Chemikalien, Arzneimittel und für die Bereitstellung von Energie. Gleichzeitig sind Pflanzen zentral für den Klima- und Naturschutz." (www.plantday12.eu/germany.htm)

Jahrestag 2

Zum 12. Male jährt sich der Tag an dem der Schlosspark Braunschweig fiel - einst als "Grüne Seele" der Innenstadt sehr geschätzt …


Dokumentiert ist die Vernichtung dieses innerstädtischen Parks in dem Buch "Der Park gehört uns"

Auszug aus der dortigen Chronik
"18.05.2005 - Die Bäume im Schlosspark werden gefällt. Nach Aussage der Stadt beantragte ECE am 17.5. nachmittags die Befreiung von den artenschutzrechtlichen Verboten gemäß § 62 Bundesnaturschutzgesetz. Der Antrag wurde am selben Tag genehmigt. Um 6 Uhr begannen am 18. Mai die Baumfällungen. Die politischen Gremien wurden zwischen 8 und 9 Uhr darüber informiert."  mehr auf www.schlosspark-braunschweig.de

Heute hat Braunschweig im Bereich des Bohlweges in unmittelbarer Nachbarschaft des ehemaligen Parks, massive Probleme mit Luftschadstoffen. Derzeit gibt es Ideen, riesige Mooswände, sogenannte CityTrees, zur Luftreinigung zu installieren.

Gegenüberstellung: Schlosspark 2017 und 2001:

Bildquellen: links - googlemaps rechts: Luftbild auf der damaligen Homepage der Stadt Braunschweig (2003)



Jahrestag 3
Während des Tags der offenen Tür - "Kulturpflanzen heute" - Themennachmittag im JKI


Im Rahmen des "Tages der faszinierenden Pflanzen" findet am darauf folgenden Tag, Freitag den 19.5. von 14.00 - 18.00 Uhr eine Aktion im JKI (Julius Kühn-Institut, Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen), Messeweg 11-12, Braunschweig statt.

Asse II mit neuem Betreiber BGE

"Pressemitteilung"

Betreiber der Schachtanlage Asse II muss Atommüll trocken halten!


Der Asse II-Koordinationskreis grüßt den neuen Betreiber der Schachtanlage Asse II, die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) und in deren Geschäftsführung Frau Ursula Heinen-Esser, Herrn Dr. Ewold Seeba und Herrn Dr. Hans-Albert Lennartz. Christiane Jagau, Mitglied des BUND: „Wir verbinden diesen Gruß mit der
Aufforderung, Begleitstrecken zu den Atommüll-Kammern auf der 750 m- Sohle aufzufahren, so dass unten im Berg kontrolliert werden kann, welche Laugenzuflüsse dort vor den Kammern auftreten. In die Atommüllkammern auf der 750 m-Sohle läuft nämlich ein Teil des Laugenzutritts in Asse II. Der Zufluss hat gegenwärtig ein Gesamtvolumen von etwa 12 Kubikmetern täglich.“ Ein Teil der Lauge fließt durch Atommüllkammern hindurch und konnte bis vor kurzem in Laugenteichen auf der „2. südlichen Richtstrecke nach Westen“ auf der 750 m-Sohle aufgefangen werden.

Bahnhof Beddingen wird zentraler Übergabebahnhof für Schacht Konrad

"Pressemitteilung"

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/thumb/0/0c/BIBS-Logo.svg/200px-BIBS-Logo.svg.pngLange bekannt – aber im Bewusstsein der Braunschweiger Öffentlichkeit noch zu wenig wahrgenommen: Die zentrale Bedeutung des Bahnhofs Beddingen, der inmitten des geplanten Gewerbegebiets Timmerlah-Geitelde-Stiddien liegen soll. Die BIBS-Fraktion nimmt die von der SPD im Stadtrat beantragte Resolution zum Gewerbegebiet zum Anlass, die Unklarheiten im Antrag präziser darzustellen.
In der „Transportstudie Schacht Konrad“, zuerst vorgelegt 2010 von der Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit (GRS) und vom Gutachterbüro „intac“ 2012 in Auftrag der Stadt Salzgitter kritisch überprüft, spielen die Anlieferungswege ins Atommüll-Endlager Schacht Konrad die zentrale Rolle: So soll der Bahnhof als „Übergabebahnhof" für den auf dem Schienenweg ankommenden Atommüll fungieren.
Die „intac“-Studie (S. 31) gibt auch Größenordnungen für die geplanten Atommüllbewegungen an: „Von Seelze über Lehrte und Peine nach Beddingen verkehren täglich 5 Züge mit 30 bis 40 Wagons.“

Die Frisur hält – dank Plastik in Drei-Wetter-Taft

"Pressemeldung"

In Braunschweig werden Greenpeace-Ehrenamtliche gegen Mikrokunststoffe in Kosmetik aktiv

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/6/69/Greenpeace_logo.svg/220px-Greenpeace_logo.svg.pngÜber umweltschädliche Mikrokunststoffe informieren Greenpeace-Ehrenamtliche heute am Beispiel von Drei Wetter Taft, einer Schwarzkopf-Marke der deutschen Firma Henkel. Die Aktion findet von 11 bis 14 Uhr in der Poststraße 11-12 statt. Die Ehrenamtlichen beteiligen sich damit an einem bundesweiten Greenpeace-Aktionstag gegen Plastik in Kosmetik in rund 60 Städten. Neben einer knapp zwei Meter großen Persiflage einer Drei-Wetter-Taft-Werbung und einem Infostand werden die Ehrenamtlichen eine Straßenumfrage zum Thema durchführen und die Ergebnisse an die Firma Henkel weitergeben.

Fiese Keime auf dem Teller

Der aktuelle AbL Newsletter zitiert einen Beitrag von Jost-Maurin aus der TAZ

Eine Bundesbehörde warnt: Menschen können sich übers Essen mit antibiotikaresistenten Tier-Krankheitserregern anstecken.
Antibiotikaresistente Keime von Tieren können über Lebensmittel auf Menschen übertragen werden. Der Keim-Typ LA-MRSA CC9/CC398 könne insbesondere durch Putenfleisch in den Körper gelangen, teilte die Behörde Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) vergangene Woche mit. Das ist neu, denn bislang war nicht beobachtet worden, dass ein LA-MRSA über diesen Weg übertragen wurde. LA-MRSA sind Krankheitserreger, die Genanalysen zufolge aus Ställen stammen.

Umweltschützer kritisieren seit Langem, dass der Antibiotika-Einsatz in Ställen zur Entstehung und Verbreitung von Keimen beitrage, die sich nicht mehr mit diesen Medikamenten bekämpfen lassen. So gefährde die „Massentierhaltung“ die menschliche Gesundheit. Nun hat das BfR bestätigt, dass dieser Weg grundsätzlich möglich ist.

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