‚Runder Tisch gegen Meeresmüll‘

"Pressemitteilung"


Manfred Dobberphul, umweltpolitischer Sprecher der SPD-Ratsfraktion, ist in den ersten „Runden Tisch gegen Meeresmüll“ berufen worden. Das Gremium, in dem etwa 50 Experten aus dem gesamten Bundesgebiet vertreten sind, tagte auf Einladung von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks, des niedersächsischen Umweltministers Stefan Wenzel und der Präsidentin des Umweltbundesamtes, Maria Krautzberger, in Berlin.
„Der runde Tisch soll bewirken, dass das Meer, hier insbesondere die Nord- und Ostsee als vorgelagerte Ozeanbereiche, an denen die Bundesrepublik Anrainer ist, sauberer wird“, beschreibt Dobberphul die Hintergründe des Gremiums. „Die Müllverschmutzung in den Meeren hat sich derart stark erhöht, dass davon eine enorme Bedrohung der gesamten Menschheit ausgeht. Inzwischen treiben in den Ozeanen diverse Müllteppiche, hauptsächlich aus Plastikmüll bestehend, die zigmal so große Flächen einnehmen, wie die Bundesrepublik Deutschland groß ist.“

Letzte Chance zur Abwendung gefährlicher Asse II-Verfüllung?

"Pressemitteilung"

Asse II: Durch geplante Verfüllmaßnahme im Mai 2017 droht schleichende Flutung des Atommülls
Wir sorgen uns sehr um die weitere Entwicklung im Atommüll-Lager Asse II südöstlich von Braunschweig. Hier wird nicht nach dem Stand von Wissenschaft und Technik gearbeitet, obwohl im ehemaligen Salzbergwerk bekanntlich ca. 50.000 Kubikmeter Atommüll und außerdem hochgiftige Stoffe lagern. Darunter ca. 28 kg Plutonium, ca.102 t Uran, ca. 87 t Thorium, Kernbrennstoffe und ca. 500 kg Arsen.
In den nächsten Monaten, vermutlich im Mai, will das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) einen Stollen auf der 750 m-Sohle mit Sorelbeton verfüllen lassen, die sogenannte „2. südliche Richtstrecke nach Westen“. Dieser Stollen führt vor verschlossenen Einlagerungskammern mit Atommüll entlang.
Die Asse 2-Begleitgruppe hat vielfach versucht, den Betreiber oder die Aufsichtsbehörden dazu zu bewegen, auf die formulierte wissenschaftliche Kritik an diesem Vorhaben im Genehmigungsverfahren einzugehen und sie zu diskutieren.
Bislang ohne Erfolg, siehe: http://www.asse-watch.de/pdf/Krupp_Auswertung_BfS_Antragstellung.pdf
Daher hat der Asse II-Koordinationskreis einen Protestbrief an die verantwortlichen Umweltminister in Hannover und Berlin sowie an den Betreiber formuliert:
https://www.openpetition.de/petition/online/asse-ii-durch-geplante-verfuellmassnahme-droht-flutung-des-atommuells

Wir rufen dazu auf, die folgenden drei Forderungen zu unterstützen:

„1. Alle Arbeiten im Bergwerk sind in ihren Auswirkungen auf die Rückholung abzuwägen und zu dokumentieren. Der Betreiber muss endlich eine detaillierte Planung für die Rückholung des Atommülls vorlegen!
2. Der fragliche Stollen, die '2. südliche Richtstrecke nach Westen auf der 750 m- Sohle', ist offen zu halten und zu pflegen, solange ausreichende Bergsicherheit
gegeben ist!
3. Das Notfallkonzept ist zu revidieren: Atommüll muss möglichst trocken gehalten werden, Durchnässung und Auflösung dürfen nicht billigend in Kauf genommen werden!“

Der Protestbrief hat bereits ca. tausend Unterstützer/innen gefunden. Ein Kurzlink wurde eingerichtet unter https://kurzlink.de/keine-asseflutung
Hintergrund, Dokumente und Quellen: http://www.asse-watch.de/petition.html Kontakt: Andreas Riekeberg, mobil: 0170-1125764

Foto: Laugensumpf vor Kammer 9 auf der 750 m-Sohle: hier will das BfS verfüllen lassen. Radioaktive Laugen werden hier aufgefangen, vermutlich stammen sie aus der Atommüllkammer 10 auf der 750 m-Sohle und laufen durch die Kammer 9. Rostfarbene Partikel deuten auf eine Korrosion von Atommüll-Fässern. Nach der Verfüllung dieser Stelle und der gesamten „2. südlichen Richtstrecke nach Westen“ wäre unklar, wo die Laugen bleiben. Sie könnten sich in der Einlagerungs-kammer aufstauen und den Atommüll vernässen oder ihn gar auflösen. (Foto: Ralf Krupp)

„Pocket-Parks“ statt „City Trees“ – Grüne wollen Innenstadt aufwerten

"Pressemitteilung"

Die Grünen wagen einen neuen Anlauf in Sachen „Pocket-Parks“ in der Innenstadt. Als konkrete Standorte schlagen sie die Neue Straße (Gördelingerstraße / Schützenstraße) sowie den Schlossplatz (Georg-Eckert-Straße / Ritterbrunnen) vor. Mit einem Antrag zur nächsten Bezirksratssitzung am 2. Mai 2017 wollen sie erreichen, dass diese Standorte nun ernsthaft geprüft werden

Dazu erklärt der Grüne Ratsherr Helge Böttcher (Mitglied im Bezirksrat Innenstadt):

„Mit unserem Antrag greifen wir eine sehr sinnvolle Initiative aus der letzten Ratsperiode auf. Wir sind nach wie vor der Auffassung, dass kleine Parks unser Stadtzentrum deutlich aufwerten könnten. Die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt ist ja derzeit wieder ein großes Thema. Verwiesen sei hier insbesondere auf die Kampagne „Ist schön. Wird schön.“ (http://www.braunschweig.de/politik_verwaltung/nachrichten/bsm/2017-03-28_citymarketingkampagne.html) sowie auf die Diskussion zum 10-jährigen Bestehen der „Schloss-Arkaden“.

Leider spielt das Thema Grünflächen bei der aktuellen Debatte bislang kaum eine Rolle. Das möchten wir gerne ändern! Zahlreiche Vorschläge zum Bürgerhaushalt 2016 belegen, dass wir dabei viele Braunschweigerinnen und Braunschweiger an unserer Seite haben.

Im Vergleich zu sogenannten „City Trees“ - künstlich angelegten Mooswänden - haben echte Naturräume und Bäume den Vorteil, dass sie nicht nur die feinstaubbelastete Luft filtern, sondern auch den Wasserhaushalt regulieren und Lebensraum für Pflanzen und Tiere bieten.“

 

 

Förderung von Umweltbildungsprojket zum Thema Atommüll

"Pressemitteilung"


Atommülldebatte:


Junge Menschen fachlich fit machen und zum Mitreden bewegen

Deutsche Bundesstiftung Umwelt fördert Projekt mit 110.000.- Euro

 „Die Atommülldebatte ist noch nie einfach gewesen“, sagt Dr. Matthias Miersch, MdB und Kuratoriumsmitglied der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU). „Viele Generationen werden von diesem komplexen Thema noch betroffen sein. Daher ist es wichtig, das umfangreiche und über Jahrzehnte aufgebaute Wissen in der Zivilgesellschaft an die junge Generation weiterzugeben. Ein solcher Wissenstransfer trägt zu einer sachlichen und kompetenten Diskussion bei.“ Mit diesen Worten hob Miersch die Bedeutung eines heute gestarteten und von der DBU fachlich und finanziell geförderten Umweltbildungsprojektes hervor. In einer Kooperation der bundesweit aktiven Organisationen „Trägerkreis Atommüllreport“ und der Jugendorganisation des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUNDjugend) sollen sich Jugendliche fundiertes Wissen erarbeiten. Außerdem sollen sie für eine qualifizierte sachliche zivilgesellschaftliche Diskussion über den Umgang mit radioaktiven Abfällen fit gemacht werden und helfen, den Diskurs in die neuen Medien zu transportieren.

Schacht-Konrad Umweltbildungsprojekt 2017

 Bundesweiter Trägerkreis verfügt über Wissen und Erfahrung

50 Jahre ASSE: Rückholung des Atommülls nicht in Sichtweite

Nicht nur die technischen Probleme, auch das Misstrauen ist hoch. Zu recht, denn was wurde nicht gelogen. Sollte die politische Zusicherung zügig und sicher die  Fässer aus dem Bergwerk zu holen, nicht vielleicht auch nicht der Wahrheit entsprechen? Oder fehlt es nur an Transparenz? Höchstes Misstrauen ist angebracht, zumal sich ein Beginn der Arbeiten zur Bergung der Atommüllfässer nicht abzeichnet. In diesem Lichte fand nun das 50-jährige  Ersteinlagerungsjubiläum statt. TAZ

Asse-Jahrestag Braunschweig Regional

Ein Reaktor voller Risse - Super-GAU mit deutscher Hilfe?

 

„Ich habe richtig Angst“, erklärt Alfred Pohl aus Dahlem, einem kleinen Dorf in Nordrhein-Westfalen nahe der belgischen Grenze. „Ich wohne nur 75 Kilometer von Tihange entfernt. Für mich ist dieses AKW eine echte Bedrohung.“ Als er vergangene Woche in der Presse liest, dass Tihange aus Deutschland mit Brennelementen versorgt wird2, kann er nicht länger untätig bleiben. Mit einer Petition auf WeAct, der Petitionsplattform von Campact, fordert er Umweltministerin Barbara Hendricks auf: Stoppen Sie die Versorgung von Tihange mit deutschen Brennelementen!

30 Jahre Arbeitsgemeinschaft Schacht KONRAD – Widerstand auch in Zukunft

Auf dem Bild der frisch im Amt bestätigte Vorstand Marianne Neugebauer, Ludwig Wasmus, Carsten Kawka, Thomas Erbe und Silke Westphal (von links nach rechts, der sich auf viele spannende Veranstaltungen und Diskussionen mit den Menschen in der Region freut.

Arbeitsgemeinschaft Schacht KONRAD startet ins Jubiläumsjahr:

30 Jahre Arbeitsgemeinschaft Schacht KONRAD – Widerstand auch in Zukunft

Mit ihrer Mitgliederversammlung startete die AG Schacht KONRAD am Samstag, dem 25.3. in das 31. Jahr ihrer erfolgreichen Geschichte. Im gut gefüllten Gemeinderaum in SZ-Bleckenstedt präsentierte der Vorstand gemeinsam mit den Aktiven aus den jeweiligen Projekten die geplanten Aktivitäten für die nächsten Monate im Jubiläumsjahr, das unter dem Motto steht: Widerstand auch in Zukunft.

Wenn die Untoten reden, werden wir auf dem Friedhof die Wahrheit ausgraben. Teil 2

Zerstörter Braunschweiger Schlosspark

Die Jubelhymnen der letzten Tage in der Braunschweiger Zeitung und die einseitige Berichterstattung über die Auswirkungen der Schloss-Arkaden auf die Innenstadt, werden für viele Bürger inzwischen unerträglich. Der Braunschweig-Spiegel entschließt sich deshalb, die Kitiker zu Wort kommen zu lassen, denn Vieles darf nicht unwidersprochen bleiben. Um der Legendenbildung im Streit um den Schlosspark und dem Bau der riesigen Kaufhalle  etwas entgegen zu setzen, gräbt der Braunschweig-Spiegel in seinen Dokumenten, um die Wahrheit auszugraben und lässt widerständige Bürgerinnen und Bürger zu Wort kommen. Heute geht es um die Zerstörung des Schlossparks, der wichtigsten Kälteinsel der Stadt bevor die zugebaut und zur bedeutenden Wärmequelle umfunktioniert wurde.

Teil 2

Der Braunschweiger Schlosspark ist lange Geschichte. Es lohnt sich, an den Kampf um den Park zu erinnern. Es war eine der größten Protestaktionen in unserer Stadt, die sich über drei Jahre hinzog. Natürlich wurde die Zerstörung des Parks mit Versprechungen vom damaligen OB Dr. Hoffmann gerechtfertig, eng im Verbund mit der Braunschweiger Zeitung, um die Bevölkerung gefügig zu kneten. Es wurde viel gelogen! Man denke nur an das Versprechen, dass den Bürgern das Braunschweiger Schloss "1 zu 1" zurückgegeben wird. Aber dazu in einer anderen Folge mehr.

Eine Menschenkette rund um den Park sollte symbolisch die Parkbäume schützen

Aber die Lügen und das rücksichtslose Durchsetzen, hatten auch was Positives: Weite Teile der Bevölkerung wurde politisiert. Noch heute gibt es die sog. "Schlossparkfreunde", die die Kommunalpolitik kritisch begleiten und diesen "Braunschweig-Spiegel" unterstützen. Es hat sich auch mit den Schlossparkfreunden und mit der Bürgerinitiative für Öffentliches Eigentum (BOeE) eine Gruppierung im Rat etabliert, die BIBS. Sie ist heute im Rat nicht mehr wegzudenken. Die BIBS gehört heute als verlängerter politischer Arm der Initiativenlandschaft ins Rathaus. Kurz: Dieser Widerstand gegen die Machenschaften des EX-OB Hoffmann, ist heute ein wichtiger Teil unserer demokratischen Kultur. Und auch bei der Braunschweiger Zeitung hat sich seinerzeit in der Redaktion einiges geändert. Trotzdem gilt es wachsam zu bleiben.

Asse II-Kundgebung am 4. April um 11 Uhr

50 Jahre Einlagerung von Atommüll –

50 Jahre „Remlinger Erklärung“ gegen die Flutung

Dienstag, 4. April 2017, 11 Uhr

Asse-Schacht, Remlingen


Programm:
11.15 Uhr Eröffnung
11.20 Uhr Redebeiträge zu "50 Jahre Atommüll in Asse II"
11.55 Uhr Aufrichtung eines 5 m großen Asse-"A"
12.05 Uhr Beiträge zur aktuellen Situation
12.30 Uhr Aktion "'Atommüllfässer' suchen einen neuen Standort" startet  E n t f ä l l t
Inhaltliche Schwerpunkte der Kundgebung am 4. April 2017:
1.) 50 Jahre unterirdische Atommüll-Deponierung in Asse II:
– 1964 – 1967: Asse II: Ein altes Salzbergwerk wird Atommüll-Deponie
– 1967 Einlagerung ohne Einlagerungsbedingungen
– 1976 – 1978: Alles muss rein, bevor Schluss ist mit Einlagerung
– Asse II und der Unfall im Kugelhaufen-Atomreaktor Jülich im Mai 1978
– 1978 – 1988 Der Kampf um das Ende der Einlagerung in Asse II
– 1988 – 1998: Das Absaufen von Asse II beginnt – und wird verheimlicht
– 2002 – 2017: Der Kampf gegen die Flutung von Asse II
2.) Der Umgang mit wissenschaftlicher Kritik früher (am Beispiel Dr. Hans-Helge Jürgens )
und heute (Arbeitsgruppe Option Rückholung)
3.) Die vom Betreiber geplanten Verfüllmaßnahmen auf der 750m-Sohle
Information

50 Jahr nass und nässer

"Pressemitteilung"

Am 4.4.17 jährt sich der Tag der ersten Einlagerung in Asse II zum 50. Mal. Am Montag, dem 3.4.17, findet die monatliche Mahnwache - wie gewohnt - ab 18 Uhr vor Seeliger, Lange Herzogstr. 63 statt. Die Wolfenbütteler AtomAusstiegsGruppe (WAAG) lädt alle Engagierten und Interessierten herzlich zum gemeinsamen Rück-, Ein- und Zukunftsblick ein.

Am 9.7.1964 – knapp drei Jahre vor der ersten Einlagerung - erschien ein Leserbrief von Walter Randig, Lehrer in Gr. Vahlberg zur geplante Einlagerung und zur Aussage von Fachleuten „seit hunderttausend Jahren sei kein Wasser hineingekommen, also würde man auch in Zukunft nicht damit rechnen brauchen“.

Er schrieb „Die beiden Nachbarschächte der Asse (Schacht 1 und 3) sind bereits „abgesoffen“. Viele Quellen sind stark salzhaltig. Auch der in Frage kommende Asseschacht hat bereits einen kleinen Wassereinbruch, der bisher laufend unter Kontrolle gehalten werden mußte. Hoffentlich werden die Gemeinderäte der Assedörfer und die Aufsichtsorgane des Landkreises Wolfenbüttel sehr gewissenhaft dieses Projekt verfolgen. Wenn das Grundwasser durch den Atommüll verseucht ist, dürfte es für Überlegungen zu spät sein.“

Additional information