Jahrestage und ein Themennachmittag im JKI …

Jahrestag 1


Zum 4. Male findet 2017 der Internationale Tag der faszinierenden Pflanzen statt (Fascination Of Plants Day). Die Europäische Organisation für Pflanzenwissenschaften (EPSO) koordiniert wieder den Aktionstag zur Bedeutung von Pflanzen für unsere Welt.
 
"Ziel des Aktionstags ist es, rund um den Globus die Menschen für Pflanzen zu faszinieren und die Notwendigkeit der Pflanzenwissenschaften für zentrale Lebensbereiche des Menschen aufzuzeigen: für Landwirtschaft, nachhaltige Produktion von Nahrungsmitteln, Gartenbau, Forstwirtschaft, als Rohstoff für Produkte wie Papier, Bauholz, Chemikalien, Arzneimittel und für die Bereitstellung von Energie. Gleichzeitig sind Pflanzen zentral für den Klima- und Naturschutz." (www.plantday12.eu/germany.htm)

Jahrestag 2

Zum 12. Male jährt sich der Tag an dem der Schlosspark Braunschweig fiel - einst als "Grüne Seele" der Innenstadt sehr geschätzt …


Dokumentiert ist die Vernichtung dieses innerstädtischen Parks in dem Buch "Der Park gehört uns"

Auszug aus der dortigen Chronik
"18.05.2005 - Die Bäume im Schlosspark werden gefällt. Nach Aussage der Stadt beantragte ECE am 17.5. nachmittags die Befreiung von den artenschutzrechtlichen Verboten gemäß § 62 Bundesnaturschutzgesetz. Der Antrag wurde am selben Tag genehmigt. Um 6 Uhr begannen am 18. Mai die Baumfällungen. Die politischen Gremien wurden zwischen 8 und 9 Uhr darüber informiert."  mehr auf www.schlosspark-braunschweig.de

Heute hat Braunschweig im Bereich des Bohlweges in unmittelbarer Nachbarschaft des ehemaligen Parks, massive Probleme mit Luftschadstoffen. Derzeit gibt es Ideen, riesige Mooswände, sogenannte CityTrees, zur Luftreinigung zu installieren.

Gegenüberstellung: Schlosspark 2017 und 2001:

Bildquellen: links - googlemaps rechts: Luftbild auf der damaligen Homepage der Stadt Braunschweig (2003)



Jahrestag 3
Während des Tags der offenen Tür - "Kulturpflanzen heute" - Themennachmittag im JKI


Im Rahmen des "Tages der faszinierenden Pflanzen" findet am darauf folgenden Tag, Freitag den 19.5. von 14.00 - 18.00 Uhr eine Aktion im JKI (Julius Kühn-Institut, Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen), Messeweg 11-12, Braunschweig statt.

Asse II mit neuem Betreiber BGE

"Pressemitteilung"

Betreiber der Schachtanlage Asse II muss Atommüll trocken halten!


Der Asse II-Koordinationskreis grüßt den neuen Betreiber der Schachtanlage Asse II, die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) und in deren Geschäftsführung Frau Ursula Heinen-Esser, Herrn Dr. Ewold Seeba und Herrn Dr. Hans-Albert Lennartz. Christiane Jagau, Mitglied des BUND: „Wir verbinden diesen Gruß mit der
Aufforderung, Begleitstrecken zu den Atommüll-Kammern auf der 750 m- Sohle aufzufahren, so dass unten im Berg kontrolliert werden kann, welche Laugenzuflüsse dort vor den Kammern auftreten. In die Atommüllkammern auf der 750 m-Sohle läuft nämlich ein Teil des Laugenzutritts in Asse II. Der Zufluss hat gegenwärtig ein Gesamtvolumen von etwa 12 Kubikmetern täglich.“ Ein Teil der Lauge fließt durch Atommüllkammern hindurch und konnte bis vor kurzem in Laugenteichen auf der „2. südlichen Richtstrecke nach Westen“ auf der 750 m-Sohle aufgefangen werden.

Bahnhof Beddingen wird zentraler Übergabebahnhof für Schacht Konrad

"Pressemitteilung"

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/thumb/0/0c/BIBS-Logo.svg/200px-BIBS-Logo.svg.pngLange bekannt – aber im Bewusstsein der Braunschweiger Öffentlichkeit noch zu wenig wahrgenommen: Die zentrale Bedeutung des Bahnhofs Beddingen, der inmitten des geplanten Gewerbegebiets Timmerlah-Geitelde-Stiddien liegen soll. Die BIBS-Fraktion nimmt die von der SPD im Stadtrat beantragte Resolution zum Gewerbegebiet zum Anlass, die Unklarheiten im Antrag präziser darzustellen.
In der „Transportstudie Schacht Konrad“, zuerst vorgelegt 2010 von der Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit (GRS) und vom Gutachterbüro „intac“ 2012 in Auftrag der Stadt Salzgitter kritisch überprüft, spielen die Anlieferungswege ins Atommüll-Endlager Schacht Konrad die zentrale Rolle: So soll der Bahnhof als „Übergabebahnhof" für den auf dem Schienenweg ankommenden Atommüll fungieren.
Die „intac“-Studie (S. 31) gibt auch Größenordnungen für die geplanten Atommüllbewegungen an: „Von Seelze über Lehrte und Peine nach Beddingen verkehren täglich 5 Züge mit 30 bis 40 Wagons.“

Die Frisur hält – dank Plastik in Drei-Wetter-Taft

"Pressemeldung"

In Braunschweig werden Greenpeace-Ehrenamtliche gegen Mikrokunststoffe in Kosmetik aktiv

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/6/69/Greenpeace_logo.svg/220px-Greenpeace_logo.svg.pngÜber umweltschädliche Mikrokunststoffe informieren Greenpeace-Ehrenamtliche heute am Beispiel von Drei Wetter Taft, einer Schwarzkopf-Marke der deutschen Firma Henkel. Die Aktion findet von 11 bis 14 Uhr in der Poststraße 11-12 statt. Die Ehrenamtlichen beteiligen sich damit an einem bundesweiten Greenpeace-Aktionstag gegen Plastik in Kosmetik in rund 60 Städten. Neben einer knapp zwei Meter großen Persiflage einer Drei-Wetter-Taft-Werbung und einem Infostand werden die Ehrenamtlichen eine Straßenumfrage zum Thema durchführen und die Ergebnisse an die Firma Henkel weitergeben.

Fiese Keime auf dem Teller

Der aktuelle AbL Newsletter zitiert einen Beitrag von Jost-Maurin aus der TAZ

Eine Bundesbehörde warnt: Menschen können sich übers Essen mit antibiotikaresistenten Tier-Krankheitserregern anstecken.
Antibiotikaresistente Keime von Tieren können über Lebensmittel auf Menschen übertragen werden. Der Keim-Typ LA-MRSA CC9/CC398 könne insbesondere durch Putenfleisch in den Körper gelangen, teilte die Behörde Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) vergangene Woche mit. Das ist neu, denn bislang war nicht beobachtet worden, dass ein LA-MRSA über diesen Weg übertragen wurde. LA-MRSA sind Krankheitserreger, die Genanalysen zufolge aus Ställen stammen.

Umweltschützer kritisieren seit Langem, dass der Antibiotika-Einsatz in Ställen zur Entstehung und Verbreitung von Keimen beitrage, die sich nicht mehr mit diesen Medikamenten bekämpfen lassen. So gefährde die „Massentierhaltung“ die menschliche Gesundheit. Nun hat das BfR bestätigt, dass dieser Weg grundsätzlich möglich ist.

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Wieder … nur eine Sonderregelung rettet Eckert & Ziegler

"Pressemitteilung"

Das Landesumweltministerium teilte am Mittwoch im Planungs- und Umweltausschuss der Stadt Braunschweig mit, dass EZ nur aufgrund von freiwillig auferlegten Einschränkungen seine Strahlengenehmigung behalten darf.

Dies bedeutet, die gesetzlichen Vorgaben für die Evakuierung der Anwohner*innen können nicht eingehalten werden. Demnach wäre also die Rücknahme der enorm hohen Strahlengenehmigung von EZ zwingend.

Dennoch soll EZ 100% seiner Strahlengenehmigung behalten. Um das zu erreichen, bedient sich das NMU erneut einer Sonderregelung für den Atomstandort neben Wohnhäusern und Schulen. Wie schon bei dem künstlichen Herunterrechnen der Strahlengrenzwerte am Zaun der Atombetriebe (2000-Stunden-Regelung) will das Umweltministerium a) sich auf das Wort von EZ verlassen, b) gegen die Vorgaben der StrlSchV agieren und c) die Wünsche der Atomfirmen wieder einmal über den Schutz der Anwohner und Anwohnerinnen stellen, und damit das Gefährdungspotential am oberen Limit erhalten.

Grüne fordern herbizidfreie Grünflächenpflege

Die öffentlichen Grünflächen in Braunschweig sollen künftig wieder ohne Herbizide gepflegt werden. Das beantragen die Grünen zur nächsten Ratssitzung am 16. Mai 2017. Die Beweggründe dafür erläutert der Vorsitzende des Grünflächenausschusses Dr. Rainer Mühlnickel:

„Mit unserem Antrag gehen wir den logischen nächsten Schritt hin zu einem möglichst baldigen und vollständigen Herbizidverzicht bei der Stadtverwaltung. Nachdem diese mittlerweile die örtlichen Tennensportplätze nicht mehr mit glyphosathaltigen Pflanzengiften behandeln darf, ist es nun an der Zeit, auch die anderen öffentlichen Flächen – befestigte und unbefestigte - in den Blick zu nehmen.

Die neue Umweltzeitung ist da! Stadtlust, Landfrust?

 

 Braunschweig zählt zu den derzeit wachsenden Städten. Für 2030 rechnen die hiesigen Stadtplaner mit 255.000 bis zu 270.000 Einwohnern, etwa wieder so viele, wie hier in den 1970ern wohnten. Das finden die lokalen Behörden durchaus gut. Denn mehr Menschen bedeuten auch mehr Steuereinnahmen, machen die Stadt attraktiv für Investoren und so hofft man, einige größere Projekte, wie den Stadtbahnausbau finanzieren zu können. Vor allem jüngere Menschen zieht es in die Stadt, teils zum Studieren, teils weil sie sich hier wohler fühlen als auf dem Land. Das bessere kulturelle Angebot, die größere Auswahl für den Konsum und eine bessere Schullandschaft für Kinder sind nur einige Argumente, die heute für die Stadt sprechen. Dagegen sprechen die Preise für Mieten und Wohnungen, denn mehr Menschen in der Stadt brauchen prinzipiell auch mehr Wohnungen. Und wo sollen die entstehen? Wie früher, in Vororten am Stadtrand, dort wo sich städtisches und dörfliches Ambiente mischen? Das bedeutete wiederum mehr Verkehr in der Stadt – möchte man eher nicht – und eine höhere Umweltbelastung durch Stickoxide und Feinstaub – möchte man ganz bestimmt nicht. Aber auch bauliche Verdichtung bringt Probleme – geht sie doch oft zu Lasten von Grünflächen, die eine Stadt dringend braucht.

Der Asse II-Koordinationskreises ruft auf zu Protestkundgebungen am Di., 2. Mai in Berlin

"Pressemitteilung"

Protestkundgebungen am Di., 2. Mai in Berlin:
  „Asse II: Durch Verfüllmaßnahme auf 750 m  droht schleichende Flutung des Atommülls“

11.00 Uhr vor dem Kanzleramt (Nähe Hauptbahnhof)  Wegstrecke über Pariser Platz mit Zwischenkundgebung dort, dann bis zur Abschlusskundgebung

12.30 Uhr vor dem Umweltministerium (Stresemannstr.)

Ausführliches Programm

Workshop "Klimafreundlich Leben im Großraum Braunschweig - Suffizienz als Schlüsselfaktor für Klimaschutz"

am 3. Mai 2017 von 18:00 bis 20:30 Uhr im Haus der Kulturen, Am Nordbahnhof 1A, 38106 Braunschweig

Die Anmeldung erfolgt bis zum 24.04.2017 über den Link klima.regionalverband-braunschweig.de/anmeldung


Masterplan 100% Klimaschutz
Seit Juli 2016 ist der Großraum Braunschweig eine von deutschlandweit 22 Kommunen, die bis zum Sommer 2017 einen Masterplan 100% Klimaschutz erarbeiten. Ziel des Masterplans ist es, bis 2050 die Treibhausgasemissionen um 95% und den Endenergieverbrauch um 50% gegenüber 1990 zu senken. Der Regionalverband Großraum Braunschweig (ehemals ZGB) will mit Förderung des Bundesumweltministeriums exemplarisch aufzeigen, wie für unterschiedliche Siedlungsstrukturen der Weg zu 100% Klimaschutz aussehen kann und hat dazu ein Masterplanmanagement eingerichtet. In einem breit angelegten Beteiligungsprozess sind vielfältige Akteursgruppen eingebunden, die ihre Vorstellungen in den Masterplan einbringen.

Workshop „Suffizienz“
Das ambitionierte Ziel des Projektes Masterplan 100% Klimaschutz kann nur gemeinsam erreicht werden. Es erfordert ein Umdenken in allen Bereichen des täglichen Lebens, z.B. Arbeit und Freizeit, Mobilität und Wohnen, Ernährung und Konsum. Für konsequenten Klimaschutz ist ein gesellschaftlicher Wandel im Sinne der Sufzienz notwendig. Es gilt also, das richtige Maß zu finden: Was brauche ich wirklich? Wie kann gutes Leben klimaverträglich gestaltet werden? Viele Initiativen in der Region zeigen bereits beispielhaft auf, wie dieser Wandel aussehen kann. Sie haben innovative Ideen und realisieren Projekte, die neuartige Lösungen erproben und bekannt machen.

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