WAAG-Treffen im "ZUM" in Wolfenbüttel

"Pressemitteilung"

Die Wolfenbütteler AtomAusstiegsGruppe (WAAG) trifft sich am Freitag, dem 20. Oktober, wieder ab 18 Uhr im ZUM, Stadtmarkt 11 in Wolfenbüttel.

Aktuelle Themen sind:
- Wo bleibt die Bürgerbeteiligung bei der Suche nach dem Standort für das Zwischenlager für den Müll aus Asse II?
- Wieso wird die Arbeit der Bürgerinitiativen von den Kommunalpolitikern als Konkurrenz und nicht als Politikerberatung gesehen?
- Wieso interessiert die Kommunalpolitiker die Zahlen der Krebsneuerkrankungen für in den Gemeinden der ehemaligen Samtgemeinde Schöppenstedt nicht?
- Wieso wurde das vom Betreiber 2010 geplante Gesundheitsmonitoring dann doch nicht durchgeführt?
- Wieso hat der Kreistag den Antrag, die Rolle der Kommunalpolitiker im Zusammenhang mit Asse II aufarbeiten zu lassen, abgelehnt? Steht das im Zusammenhang mit dem Verhalten der jetzigen Kommunalpolitikerinnen oder wird befürchtet, dass es negative Folgen für die Parteien der damaligen Akteure gibt?

Interessierte sind wie immer herzlich willkommen.

Zahlen bitte

Anfang des Jahres waren in Deutschland (genau genommen auf dem Festland) Windräder mit einer Gesamtleistung von 45.911 Megawatt installiert. Zum Vergleich: Das Atomkraftwerk Gundremmingen B, dass gemäß Atomausstieg Ende des Jahres abgeschaltet werden soll, hat eine Nettoleistung von 1.300 Megawatt.

Vor den Küsten Deutschlands (genau genommen in den deutschen Hoheitsgewässern) waren Anfang des Jahres Windräder mit einer Gesamtleistung von 4.108 Megawatt installiert. Windräder produzieren anders als ein Atomkraftwerk nicht immer Strom, denn dazu ist Wind notwendig und es kann davon ausgegangen werden, dass niemals die komplette Gesamtleistung am Netz ist. Vergangenes Jahr produzierten die Windräder hierzulande (diesmal sind die vor den Küsten mit eingerechnet) 77 Milliarden Kilowattstunden. Das sind 13 Prozent des bundesdeutschen Stromverbrauches.

Atommüll-Problematik: Auch ohne Sitz im Landtag

"Pressemitteilung"

Landtagsdirektwahlkandidat Peter Meyer wünscht Herrn Christoph Bratmann von der SPD viel Erfolg beim Umsetzen der Wünsche seiner Wählerinnen und Wähler aus dem Wahlkreis 3 im neu gewählten Niedersächsischen Landtag.

Als Mitglied der Bürgerinitiative Strahlenschutz BISS hätte ich mich gern im Landtag für die Belange der Anti-Atom-Bewegung und gegen den Standort Braunschweig als Atomdrehscheibe eingesetzt. Da die Erweiterung bei Eckert & Ziegler mittlerweile unmittelbar droht, hoffe ich sehr, dass das Thema in der kommenden Legislaturperiode angemessen und aktiv behandelt wird. Das Land Niedersachsen darf sich nicht zum „Atom-Klo“ machen lassen.

Aufgrund der verkürzten Frist zur Neuwahl und der noch kurzfristigeren Entscheidung für die Einzelbewerbung bestand für mich keine reelle Chance auf das Direktmandat.

Trotzdem bin ich froh darüber, das in meinen Augen drängendste Thema wieder in die Öffentlichkeit gebracht zu haben: Die Atommüll-Problematik um die Nuklearfirma Eckert & Ziegler und den kommenden Bebauungsplan zur Ermöglichung der Atomdrehscheibe in Braunschweig.

Ich möchte mich auf diesem Weg bei allen bedanken, die mich bei dieser Direktwahlkandidatur unterstützt haben. Ohne viele Menschen im Hintergrund ist selbst eine Kandidatur ohne große Wahlkampfarbeit nicht möglich.

Danke

Peter Meyer




 

 

Es geht um viel mehr als Glyphosat

 

Die Zeit drängt: In weniger als drei Monaten läuft die Zulassung für den umstrittenen Pflanzenmittel-Wirkstoff Glyphosat aus. Ob er weiterhin auf unseren Äckern eingesetzt werden darf oder nicht, darüber muss schon in den kommenden Wochen entschieden werden.

EU-Behörden halten Glyphosat nicht für krebserregend. Die Europäische Kommission will den Wirkstoff, den vor allem Monsanto in seinem Unkrautvernichter „Round-Up“ einsetzt, deshalb für weitere zehn Jahre zulassen. Doch der Protest der Zivilgesellschaft hat bereits einiges bewirkt, denn es gibt weiterhin Streit, zuletzt im Europaparlament - und das ist kein Wunder! Denn es bestehen weiter Zweifel an der Unabhängigkeit der Behörden. Maßgeblich für die Risikobewertung war das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) - und gerade erst wurde bekannt, dass das BfR ganze Textpassagen fast wörtlich aus Studien von Monsanto übernommen hat. Ausgerechnet von dem Konzern also, der mit Glyphosat Profit macht! Das "überraschende" Fazit: Entwarnung. Dagegen sagen die Krebsforscher der Weltgesundheitsorganisation weiterhin, dass Glyphosat "wahrscheinlich krebserregend" beim Menschen ist!

Bäume auf dem Hagenmarkt

Offener Brief

 Bürgerinitiative Baumschutz Braunschweig
c/o Umweltzentrum Braunschweig e. V.
Hagenbrücke 1/2, 38100 Braunschweig
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

An
Herrn Loose
Fachbereich Stadtgrün und Sport
Auguststr. 9-11
38100 Braunschweig
                                                                                                                                      13. Oktober 2017


Sehr geehrter Herr Loose,

durch den Sturm Xavier sind auf dem Hagenmarkt mehrere Robinien umgefallen. Der Presse und Aussagen von städtischen Grünarbeitern vor Ort konnten wir entnehmen, dass es möglicherweise Pläne gibt, die fehlenden Bäume nicht zu ersetzen und darüber hinaus auch alle verbleibenden Robinien auf dem
Hagenmarkt zu fällen.

Im Baumkataster sind ca. 50 Robinien verzeichnet, alle lediglich mit „schwacher Schädigung“, also in einem für Stadtbäume relativ guten Gesundheitszustand.
Bitte sorgen Sie dafür, dass die fehlenden Bäume nachgepflanzt werden und die verbleibenden Robinien geschützt und gepflegt werden.

Große Straßenbäume liefern einen wichtigen Beitrag bei der Filterung von Feinstaub, Produktion von Sauerstoff und der Verbesserung des Stadtklimas. Sie strukturieren den Raum, sind Lebensraum für viele Tiere und tragen zum Wohlbefinden bei. Gerade große, ältere Bäume haben einen sehr hohen Wert.

Wir wissen, dass viele Braunschweigerinnen und Braunschweiger Wert auf eine grüne, lebenswerte Stadt legen.


Mit freundlichen Grüßen

Sabine Sambou
für die
Bürgerinitiative Baumschutz Braunschweig

Standort für das „Zwischen“lager für den Müll aus Asse II

"Pressemitteilung"


Die Wolfenbütteler AtomAusstiegsGruppe (WAAG) weist darauf hin, dass der Kreistag im Oktober 2015 beschlossen hat, dass unverzüglichen nach einem Standort für ein Zwischenlager für den Müll aus Asse II gesucht werden soll und zwar "insbesondere Asse nah". Der neue Betreiber der Schachtanlage, die  Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE), kündigte im nun August an, dass Anfang nächsten Jahres eine Entscheidung vorgelegt wird. Auf die Frage der Bürgermeisterin der Samtgemeinde Elm/Asse, Frau Bollmeier, ob es drei Bauwerke (Konditionierunganlage, Pufferlager und Zwischenlager) geben wird, sagte ein Vertreter des Betreibers, dass das Pufferlager möglicherweise kein separates Bauwerk mehr sein wird, sondern das Pufferlager im Zwischenlager integriert wird. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass das Pufferlager und die Konditionierungsanlage vor Ort sein müssten. Das konnte jede/r deuten, meint die WAAG.

Junckers Vize - unser Plastik-Verbündeter

Dr. Gerald Neubauer war in Brüssel, um zur EU-Plastik-Konferenz 600000 Unterschriften von Campact zu übergeben im Kampf gegen den Plastik-Müll.

Es ist kalt und ungemütlich in Brüssel. Seit mehr als einer Stunde warte ich bereits mit 20 Aktivist/innen auf Frans Timmermans. Der erste Vizepräsident der EU-Kommission soll an diesem Dienstagmorgen eine EU-Plastik-Konferenz eröffnen. Ich halte 600.000 Unterschriften für ihn in den Händen, drei Kilogramm Papier. Ob unsere Unterschriften auch für ihn Gewicht haben? Mit schnellen Schritten kommt Timmermans mit seinen Mitarbeitern um die Ecke – und seine Reaktion verschlägt mir fast die Sprache.

Er warnt nämlich vor der Vermüllung unserer Meere: „Ich bin euer Verbündeter, und ich werde mein Bestes geben, damit die EU eine ehrgeizige Plastik-Strategie vorlegen wird.“ Der zweithöchste Politiker der EU-Kommission unterstützt unseren Appell gegen die Plastik-Flut – das ist ein echter Durchbruch! 

Oder sind es doch nur leere Worte? Nicht bei Timmermans: Bei seiner Eröffnungsrede auf der Plastik-Konferenz spricht er unsere Petition gleich zu Beginn an – zum Erstaunen der Plastik-Lobby. Wenig später postet Timmermans ein Video von der Übergabe der Unterschriften auf Facebook und Twitter. Der EU-Vize-Präsident will imKampf gegen den Plastikmüll Ernst machen – unsere europaweite Kampagne ist für ihn eine große Hilfe.

Aufgeflogen - Das Kohle Spiel

 

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Das Kohle-Spiel

Jamaika heißt auch: Kampf um den Kohleausstieg. Die Grünen könnten am schwarz-gelben Block scheitern. Doch wir haben die Chance, das Spiel zu drehen: Während sich die Koalition aufstellt, ist Weltklimagipfel in Bonn. Dort wollen wir eine spektakuläre Aktion starten – und so den Ausstieg aus dem Klimakiller Kohle in den Jamaika-Vertrag bringen!

aktueller Spielstand in Sachen Klima-Killer Kohle: 3 zu 1. Die Grünen haben einen schnellen Ausstieg versprochen – doch CDU, CSU und FDP wollen ihn nicht. Eine schwierige Lage für die Grünen auf dem Weg nach Jamaika. Zudem drängen Energiekonzerne und Kohle-Gewerkschaften darauf, dass alles bleibt, wie es ist – sie wollen ihre Kraftwerke retten. Es droht ein lahmer Kompromiss, der nichts bewegt. Obwohl die Hälfte der Kraftwerkskapazität locker abschaltbar wäre, könnten nur ein paar alte Kleinkraftwerke vom Netz gehen. Doch das reicht nicht.

Wir haben eine einmalige Chance, die Kräfteverhältnisse zu ändern: Während Jamaika verhandelt, läuft in Bonn der Weltklimagipfel. Dort droht Gastgeberin Angela Merkel eine Blamage: Deutschland wird seine Klimaziele für 2020 krachend verfehlen. Die Kanzlerin hofft, dass das keiner merkt: Im Wahlkampf konnte sie sich beim Klimaschutz durchmogeln. Doch wenn in Bonn Tausende auf die Straße gehen und unter den Augen der Weltöffentlichkeit das Ende der dreckigen Kohle fordern, fliegt Merkel auf. Wenn sie ihren Ruf als „Klimakanzlerin“ retten will, muss sie sich in den Koalitionsverhandlungen stark bewegen – und Kohlekraftwerke stilllegen. Nur so ist das Klimaziel noch zu schaffen.

AbL: Erstes rot-grünes Einlenken bei Wolfsproblematik: gut aber unzureichend

"Pressemitteilung"

Landesnetzwerk Niedersachsen

Der Landesverband Niedersachsen/Bremen der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) sieht in der jüngsten Ankündigung von Bundesumweltministerin Hendricks (SPD), Ministerpräsident Weil (SPD) und Landesumweltminister Wenzel (Grüne) einen ersten aber unzureichenden Schritt, endlich auf die Realität der gravierenden Wolfsproblematik für Weidetierhalter und Landbewohner einzugehen. Dieses auf „Einzelfälle“ beschränkte Einlenken in der Frage eines Abschusses ganzer Wolfsrudel , deren Tiere die Schutzzäune überspringen, sei für die AbL zwar richtig, löse aber die massiven und zunehmend flächendeckenden Bedrohungen der Weidetierhaltung und auch der ländlichen Bevölkerung nicht. Auch hielten diese Rot-Grün-Vertreter immer noch an der falschen Behauptung fest, dass es angeblich keinen Handlungsbedarf in besonders betroffenen Regionen gebe.  Ideologisch fehlgeleitet sei auch die (Noch-)Verweigerung der Anerkennung, dass die Wolfspopulation – unter Einbeziehung der großen Vorkommen in ganz Osteuropa -  längst ausreichend sei. 

Die niedersächsische AbL hält an ihrer Positionierung fest,  wonach das Verhalten die hier sozialisierten Wölfe zu völlig neuen Verhaltensweisen der Rudel führten und dass deshalb die fehlende Vergrämung und Regulation der Wolfspopulationen  aktuell, unbürokratisch und flächendeckend  umzusetzen seien. Neue bedrohliche Fakten zum Wolfsverhalten gegenüber Menschen, Rinder- und Schaf-Rissen, zur Unwirksamkeit von Zäunen und zur Unsinnigkeit der Verzaunung ganzer Landschaften dürften nicht länger schöngeredet und verdrängt werden. AbL-Vertreter Eckehard Niemann rief dazu auf, die aktuellen Berichte über den Tod einer Touristin in Griechenland durch Wölfe eingehend auszuwerten und ernst zu nehmen.     


                   

Gedenkdemonstration: „60 Jahre Atomunfall Majak – Atomausstieg weltweit jetzt“

Samstag, 30. September 2017, 12.00 Uhr, Opernplatz Hannover

Mit einer Gedenkdemonstration/Kundgebung wollen Atomkritiker des BUND Region Hannover und anderer Organisationen, wie z. B. auch "ausgestrahlt" den Nuklearunfall von Majak bei Jekaterinburg (Russland) am 29. September 1957 in Erinnerung rufen – es ist der erste große Atomunfall der Geschichte und gilt als zweit- bzw. drittschwerster Atomunfall nach Tschernobyl und Fukushima. Unter dessen Folgen leiden bis heute weite Teile Russlands. Prominenter Gastredner ist Vladimir Slivyak von der russischen Umweltorganisation Ecodefense aus Moskau, der aus erster Hand über die Zustände in Majak und Russland berichtet.

Das Friedensbüro Hannover und die DFG-VK Hannover nehmen am kommenden Samstag, dem 30. September ab 12 Uhr auf dem Opernplatz Hannover an einer Kundgebung zum Gedenken an den Unfall in der Atomanlage Majak teil

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