Von Bananen, LIDL und dem Leben

Bananen sind die Lieblingsfrucht der Deutschen. Sie kommen hautsächlich aus Ecuador, Kolumbien und Costa Rica; ihre Heimat ist jedoch Sri Lanka. Die ecuadorianischen Bananen geraten zunehmen in Verruf. Aber nicht nur die, auch die Supermarktkette Lidl hat ein Problem. Sie kauft nämlich vorwiegend ecuadorianische Bananen, und auf den Plantagen in Ecuador werden Arbeitsrechte noch immer systematisch unterlaufen. Das ist insofern interessant, weil sich Lidl über die Hausmarke "FairGlobe", die sie auch für Schokolade, Kaffee und andere Produkte nutzt, einen fairen Anschein gibt. Die fair gehandelten Waren bei Lidl, so hofft Lidl, sollen der Firma bei ihren Kunden ein positives soziales Image verleihen. Das scheint nun schief zu gehen.

Und da schon mal das Thema Bananen und Nachhaltigkeit angesprochen wird:

Die neue Umweltzeitung ist da! "Fahr Rad – geh zu Fuß!"

Der ADFC führt seit geraumer Zeit in regelmäßigen Abständen einen „Fahrrad-Klima-Test“ durch. Braunschweig hat seine Bewertung in den letzten Jahren kontinuierlich verbessert, allerdings in eher bescheidenen Schritten und auf bescheidenem Niveau. Einen „Fuß-Klima-Test“ gibt es nicht. Wie würde Braunschweig dort abschneiden? Gut? Wohl kaum. Noch immer gilt das Bonmot, hier gäbe es die fittesten Rentner Deutschlands. Warum? Weil die Fußgängerampelgrünphasen – schönes Kettenwort, nicht wahr? – hier so kurz sind, dass nur gute Sprinter die Straße queren können. Wenn sie reaktionsschnell sind, natürlich nur. Denn Grünphasen von drei Sekunden fordern wirklich heraus.

Region Braunschweig aktiv in der Menschenkette gegen Atomkraftwerk Tihange

 

Natürlich war auch das Plakat vom "Weltatomerbe Braunschweiger Land" (Asse II, Morsleben, Schacht Konrad und Eckert &Ziegler) dabei. Noch steht die Kette nicht, aber sie stabilisiert sich.

Auch die "Wolfenbüttler AtomAusstiegsGruppe" (WAAG) war selbstverständlich dabei und reihte sich ein. Die Kette im zugewiesenen Abschnitt 44 war geschlossen.

Die "Arbeitsgemeinschaft Schacht Konrad" hatte gerufen und viele kamen. Mit vollem Bus, des auch für diese Zwecke bewähren Busunternehmens "Unterwegs", ging`s über Holland nach Belgien, und dort nach Vise. Ziel war die Teilnahme an einer Menschenkette von Aachen nach Tihange, zum rissigen Pannenreaktor. Auch das belgische Parlament hat schon lange beschlossen die Atomkraftwerke Tihange 2 bei Lüttich und Doel 3 bei Antwerpen stillzulegen. Doch mit der Umsetzung hapert es. Da musste nachgeholfen werden. Zwölf Stunden Busfahrt waren kein Pappenstiel, aber die Stimmung war prächtig. Was sind 12 Stunden gegen einen Supergau, mit all seinen dramatischen Folgen.

Region Braunschweig ist dabei - selbstverständlich

Noch zwei Tage, dann fährt der Bus aus Braunschweig los nach Belgien. Dort wird mit einer 90 km langen Menschenkette gegen das marode Atomkraftwerk Tihange demonstriert.

In dem Bus sind noch einige Plätze frei, die besetzt werden sollten. Sicher, die Reise ist anstrengend. 4,5 Stunden hin, und wieder zurück. Eine Stunde Aufenhalt zum Reihenschluss. Aber diese Demo ist wichtig. Diese Zeit sollte man aufbringen, wenn man Solidarität für unsere gebeutelte Atomregion Braunschweig erwartet. Auch wir sind bei unseren Aktionen immer angewiesen auf Menschen aus diversen Gegenden Deutschlands und Europas. Gerade das gemeinsame Demonstrieren verbindet und macht deutlich, dass die Atomfrage eine internationale ist. Aufruf

Siehe auch Vorbericht: "Menschenkette gegen belgische AKWs"

Make Klimaschutz Great Again - Trump legt Hamburg lahm

 

 Wenn hier kein Bild angezeigt wird, müssen Sie die Anzeige von Bildern freischalten!
Das wird nicht einfach: G20-Gipfel in Hamburg und Klimaschutz! Die Kanzlerin redet viel darüber, doch sie handelt nicht. Und Trump will sogar aus dem Pariser Abkommen aussteigen. Nicht mit uns! Am 2. Juli bringen Zehntausende das Thema Klima zurück auf den Konferenztisch. Seien Sie ab 12 Uhr auf dem Rathausmarkt in Hamburg Teil der Protestwelle!
Wie dramatisch wirkt sich Donald Trumps Ausstieg aus dem Pariser Klimaabkommen aus? Dient er Staaten als Vorwand, jetzt auch die Biege zu machen? Das entscheidet sich Anfang Juli, wenn die größten CO2-Erzeuger der Welt in Hamburg zusammenkommen. Beim G20-Gipfel will Angela Merkel den US-Präsidenten isolieren. Ihr Ziel: 19 zu 1 im Kampf gegen globale Erwärmung. Doch der Plan der Kanzlerin bröckelt. Großbritannien, Japan und Kanada weigern sich, eine G20-Erklärung zum Klimaschutz zu unterzeichnen.
Merkel hat noch ein ganz anderes Problem: Sie ist wenig glaubwürdig. Zuhause steht sie beim Klimaschutz auf der Bremse – beim Ausbau der Erneuerbaren, bei der Elektromobilität, beim Kohleausstieg. Damit untergräbt sie ihre Autorität im Kreis der G20. Umso wichtiger ist es, dass wir von den Staatschefs ein klares „Ja“ zu konsequentem Klimaschutz einfordern.

Startet Bundesgesellschaft für Endlagerung mit Trickserei bei Morsleben?

Presseerklärung 22.06.2017
Zum heutigen Antrittsbesuch von Frau Heinen-Esser in Morsleben erklärt die Arbeitsgemeinschaft Schacht KONRAD:

Kaum dass die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) ihre Arbeit aufgenommen hat, droht schon der erste Skandal. Am 15. Februar 2017 hat das damals noch zuständige Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) angekündigt, den Stilllegungsantrag für das ERA Morsleben zurück zu ziehen und neu einzubringen. (Landtag Sachsen-Anhalt Drucksache 7/1252). Der Clou an diesem Manöver: Zuständig für die Genehmigung des Stilllegungsantrages wäre dann nicht mehr das Umweltministerium Sachsen-Anhalt sondern das neu gegründete Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit. Das sicherheitsorientierte Vorgehen der Landesbehörde ist dem Betreiber schon lange ein Dorn im Auge. Immerhin fordert das Umweltministerium in Magdeburg den praktischen Nachweis, dass die Streckenverschlüsse unter Tage tatsächlich funktionieren. Den konnte das BfS bisher nicht erbringen, der erste Großversuch ist 2011 kläglich gescheitert.

Landwirtschaft und Schacht KONRAD

Termininformation 23.06.2017, 17.00 Uhr 

Was hat die Landwirtschaft mit Schacht KONRAD zu tun?

17. Mobile Atomaufsicht

Welche Bedeutung hat die Landwirtschaft für Salzgitter - und welche Bedeutung hat Schacht KONRAD für die Landwirtschaft? Informationen dazu und zur Energiewende ganz praktisch vor Ort gibt es bei der 17. Mobilen Atomaufsicht. Sie wird gemeinsam von der Arbeitsgemeinschaft Schacht KONRAD und dem Niedersächsischen Landvolk, Stadtverband Salzgitter durchgeführt.

Redner:

Hans Kasinger, Vorsitzender Stadtverband Salzgitter, Niedersächsisches Landvolk
Andreas Schrader, Kreislandwirt
Volker Thörmann, Landwirt und Beiratsvorsitzender der Biogasanlage Fuhsetal, Broistedt
Ludwig Wasmus, Landwirt und Vorstand der Arbeitsgemeinschaft Schacht KONRAD

Treffpunkt 17.00 Uhr SZ-Bleckenstedt, unter der Brücke Industriestraße Nord
Für Rückfragen: Ludwig Wasmus 05341 / 63123

 

"Nur geringe Gefahr durch den Wolf"

Rudolpho Duba / pixelio.de

Es ist zu hoffen, dass langsam Ruhe in die Wolfsdiskussion einkehrt. Das ist zwar schwierig, weil jeder Wolfriss (sofern er einer ist) und jede Wolfssichtung (sofern es ein Wolf war) die Emotionen hochkochen lässt. Aber es ist möglich, sofern auf die Gefahr mit dem Kopf reagiert wird und nicht mit den Nerven. Einen Beitrag zur Versachlichung der Diskussion leistet der Staatssekretär im Bundesumweltministerium Jochen Flasbarth in seinem Interview mit Jost Maurin.

Gemeinsamen „Runden Tisch“ der Asse 2-Begleitgruppe erhalten!

"Pressemitteilung"

Asse II-Koordinationskreis stellt sein Modell zur Diskussion:

„Am vergangenen Freitag sind die Hauptverwaltungsbeamten der Sitzung der Asse 2-Begleitgruppe kurzfristig fern geblieben. Sie haben sich dem internen Gespräch über die vorliegenden Modelle für eine Weiterentwicklung der Struktur der Begleitgruppe verweigert und die anderen Mitglieder brüskiert. Daher stellen wir heute unser Modell der Öffentlichkeit vor und bitten um Rückmeldungen dazu,“ so Andreas Riekeberg.
Viele Jahre lang hat die Zusammenarbeit der regionalen Vertreter in der Begleitgruppe zu Themen um Asse II gut funktioniert. Auch bei kontroversen Meinungen ergab sich durch die Diskussion immer wieder eine gemeinsame Position der regionalen Begleitgruppe.
Genau dieses Element des gemeinsamen Runden Tisches will der Vorschlag der vier Hauptverwaltungsbeamten (Landrätin Steinbrügge, Bürgermeister Pink,
Bürgermeisterin Bollmeier und Bürgermeisterin Eickmann-Riedel) abschaffen. Eine Vielzahl von neuen Gremien mit einem Wirrwarr von Verbindungen
zwischen ihnen würde die Diskussion und eine Positionsfindung erheblich verkomplizieren, wenn nicht gar lahmlegen. Dieses würde eine kritische Begleitung der Rückholung des Atommülls und der Schließung der Schachtanlage Asse II enorm schwächen. Der Asse II-Koordinationskreis wendet sich gegen die Aufspaltung der regionalen Begleitgruppe in viele Untergruppen. Deswegen stellen wir unser Modell zur Diskussion und fordern eine öffentliche Diskussion über die verschiedenen Vorschläge und Stellungnahmen, nicht allein über den Vorschlag der vier Beamten!

Landrätin versetzt Asse 2 - Begleitgruppe

"Pressemitteilung"

Erstaunliche Geschehnisse rund um die Sitzung der stimmberechtigten Mitglieder der Asse 2-Begleitgruppe

Am Freitag, dem 16. Juni, hatten sich um 14 Uhr die Vertreter von Bürgerinitiativen, Umweltverbänden und des Kreistages in Hotel Rilano 24/7 getroffen, weil zur Begleitgruppensitzung eingeladen worden war, um über die Verschläge für eine Strukturreform zu diskutieren. Angereist – aus Hannover und Berlin – waren auch Wissenschaftler der „Arbeitsgruppe Option Rückholung“, die die Begleitgruppe beraten.
Um 14 Uhr trat die für die Begleitgruppe tätige Angestellte des Landkreises vor die versammelte Runde, um eine Nachricht aus dem Büro der Landrätin mitzuteilen: die Begleitgruppensitzung würde nicht stattfinden.Eine weitere Begründung wurde nicht gegeben.
Gegen 16 Uhr nahm dann ein Vertreter der örtlichen Presse Kontakt mit einem Bürgerinitiativ-Mitglied in der Begleitgruppe auf und teilte mit, dass genau um 14 Uhr eine Pressekonferenz mit der Landrätin stattgefunden habe, in der es um die Umstrukturierung der Begleitgruppe gegangen sei. Der Pressevertreter bat um eine Stellungnahme zu Vorwürfen, die auf dieser Pressekonferenz erhoben worden seien.