Auftakt zum Bundesprojekt „Städte wagen Wildnis“

Das ist nicht gemeint (Querumer Forst vor der Asphaltierung)

Um es vorweg zu sagen: Braunschweig hätte viel zu bieten, aber unsere Stadt ist nicht dabei. Eigentlich schade, zumal andere Städte in Sachen Stadtökologie meistens die Nase vor haben. Noch nicht mal ein schlichter umweltorientierter Balkonkastenwettbewerb, der beispielsweise helfen könnte, die wertvollen Moore und das Klima zu schützen sowie die Biodiversität in der Stadt zu erhöhen, scheint in Braunschweig möglich zu sein. Es soll sogar im Rat Dummköpfe geben, denen vernetztes Denken fremd zu sein scheint, die sich aber über den Vorschlag lustig machen. Aber das glaube ich nicht, denn so viel Dummheit durch Unwissenheit gibt es im Rat nicht.

In Frankfurt am Main, Hannover und Dessau-Roßlau soll jedenfalls auf ausgewählten Flächen die Natur mit entscheiden – „Wildnis“ wird für die Bevölkerung erlebbar gemacht. Was wie ein Gegensatz klingt, muss keiner sein. Das im Bundesprogramm Biologische Vielfalt geförderte Projekt „Städte wagen Wildnis – Vielfalt erleben“ ist gestartet.

Am 29. und 30. August trafen sich in Frankfurt alle Verbundpartner des Vorhabens zu einem Auftakttreffen. In dem zweitägigen Workshop werden konkrete nächste Schritte vereinbart. Über einen Zeitraum von fünf Jahren stellen die Städte Dessau-Roßlau, Frankfurt und Hannover Flächen bereit, auf denen der Mensch so wenig wie möglich und so viel wie nötig eingreifen soll. Pflanzen, Tiere und Lebensräume, die in Folge des hohen Nutzungsdrucks und der Grünflächenpflege in Städten oft einen schweren Stand haben, dürfen sich hier künftig frei entwickeln. In anderen Projektgebieten wird sich ein Mosaik unterschiedlicher Nutzungs-und Pflegeintensitäten bilden.

Lesen Sie hier die schon etwas ältere Pressemitteilung.


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