Umweltverbände fordern eine neue Agrarpolitik

"Deutschlands größte Umweltverbände, der Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) und der Naturschutzbund (NABU), forderten gemeinsam einen grundlegenden Kurswechsel in der Agrarpolitik. Angesichts der gravierenden Auswirkungen der Landwirtschaft auf Wasser, Böden, Tierwohl und Artenvielfalt und der damit verbundenen Folgekosten für den Steuerzahler erklärten die Verbände die jetzigen Regelungen und Subventionen aus Umweltsicht für gescheitert. Sie forderten, die milliardenschweren Fördergelder künftig so zu verteilen, dass Landwirte Lebensmittel deutlich umweltfreundlicher und tierschutzgerechter erzeugen können. Dies entspreche auch dem ausdrücklichen Wunsch der Verbraucher.

Die Große Koalition habe es in den vergangenen vier Jahren versäumt, entscheidende Schritte in Richtung einer naturfreundlicheren Landwirtschaft zu gehen, kritisierten BUND-Vorsitzender Hubert Weiger und NABU-Präsident Olaf Tschimpke. Allen voran Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt habe das derzeitige, naturschädigende Fördersystem massiv verteidigt. Dabei sei der Druck zu handeln groß: Das Insektensterben sei in vollem Gange, über 80 Prozent der Feldvögel stünden inzwischen auf der Roten Liste und vielerorts sei das Grundwasser massiv mit Nitrat belastet." Vollständige Pressemitteilung

 


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