Plastik-Flut eindämmen! - Mikroplastik im Blut -

 Unsere Meere werden zur Müllkippe – Fische und Seevögel sterben mit Plastik im Magen. Endlich will die EU-Kommission gegen die Plastik-Flut vorgehen. Doch bisher sind die Pläne dürftig, und die Kunststoff-Industrie versucht, sie noch weiter abzuspecken. Mit einem europaweiten Appell fordern wir die EU auf, konsequent gegen Plastik vorzugehen.

"Ein Wal strandet in Norwegen, er ist vollkommen abgemagert. In seinem Bauch: 30 Plastiktüten. An Plastik verhungert – so ergeht es auch jeden Tag unzähligen Seevögeln, Schildkröten und Fischen. Sogar in winzig kleinen Partikeln ist Plastik eine Gefahr für das gesamte Ökosystem: Mikroplastik bleibt für Jahrhunderte in der Natur, Tiere nehmen es auf – so landet es auch auf unserem Teller. Selbst im menschlichen Blut ist Plastik nachweisbar"

Die EU ist weltweit der zweitgrößte Plastik-Produzent – bis jetzt. In den kommenden Wochen entwirft die Kommission ihre Plastik-Strategie. Das könnte ein großer Wurf werden oder eine herbe Enttäuschung. Die EU will das Müllproblem bekämpfen. Doch hinter den Kulissen kämpft die Hersteller-Lobby für ihre Interessen – zum Beispiel gegen ein Verbot von Einweg-Plastik. Es liegt an uns, ob sie damit durchkommt.

Selbst die verstecktesten Winkel der Erde, wie die Arktis, die Tiefsee oder unbewohnte Inseln, sind mit Plastikmüll übersät. Plastik verrottet nicht – es zerfällt allenfalls zu Mikroplastik. Doch auch dann bleibt es gefährlich. Die winzigen Stückchen werden von Plankton aufgenommen, von Fischen gefressen und landen somit in unserer Nahrungskette. Eine Bedrohung für unsere Gesundheit: Denn viele Plastiksorten tragen giftige Zusatzstoffe mit sich

Jetzt liegt es bei der EU, effektive Lösungen gegen Plastikmüll zu beschließen. Dabei sind drei Punkte zentral.

Die EU muss gegen den Verpackungswahnsinn vorgehen, damit der Verbrauch insgesamt zurückgeht. Es müssen Gesetze zur Reduktion von Einweg-Plastik und Mikroplastik her.

Plastikprodukte müssen frei von giftigen Zusatzstoffen, langlebig und recycelbar sein.

Es muss deutlich mehr Plastik gesammelt und recycelt werden, damit es nicht in der Umwelt freigesetzt wird. 

Unterzeichnen Sie hier gegen Plastikmüll

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