Tierheime schlagen Alarm

Gecko in einem Lampenschirm. Geckos kommen im tropischen Amerika oft vor. Sie kommen nur nachts raus und gehen ans Licht, weil sich dort viele Insekten aufhalten. (Foto: U.Meier)

Sie sind überfüllt. Die Tierheime kommen gegen die Flut von Reptilien nicht mehr an. Schildkröten, Schlangen, Leguane und diverse andere exotische Echsen landen in den Tierauffangstationen. Besonders in den Ferien. Dem will nun Niedersachsen ein Riegel vorschieben. HalterInnen von Exoten brauchen einen Sachkundesnachweis. Das ist gut so!

Die Eyelash-Viper (Greifschwanz-Lanzenotter) ist hoch giftig. Fundort: Baum am Strand im Südosten Costa Ricas  (Foto: U. Meier)

In der Regel ist das Wissen um Echsen recht gering. Das soll sich nun ändern. Echsen sind schwierig zu haltende Tiere - und zwar alle, auch Schildkröten. Sie sind keine Tiere für Kinder, und spielen kann man mit ihnen auch nicht. Für Kinder sind sie oft viel zu langweilig, wenn sie stundenlang in der Sonne sitzen oder unter einer Wärmelampe, die sie in unserer Region brauchen. Hinzu kommt eine mehrmonatige Winterruhe, in der diese Tiere nicht sichtbar sind. Letztendlich leben sie unter guten Bedingungen sehr lange. Man sollte sich also immer Gedanken machen, wer die Schildkröte in 2. oder 3. Generation bekommen sollte.

Die Griechische Landschildkröte (Westtyp) Diese Art von Schildkröten werden gerne zu Hause gehalten. Sie ist hoch ungeeignet für Kinder. Sie braucht eine reich struktuierte Freilandfläche, Höhlen, Kleingewächshaus, Wärmelampe und einen gut funktionierenden Kühlschrank für den Winter.

Wasserschildkröten sind sehr beliebt. Die haben zwar keine winterliche Ruhephase, doch muss das Wasser ständig gereinigt werden. (Foto: U.Meier)

KURZ. ECHSEN HABEN IN HAUSHALTEN NICHTS ZU SUCHEN UND FALLS ES UNBEDINGT SEIN MUSS, DANN NUR MIT SACHKUNDEAUSWEIS

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