Gleiwitz fast vergessen - doch am 31. August kommt die Erinnerung

Woran denkt der/die Deutsche, wenn  das Wort Polen fällt? An Politik, Solidarność, Papst? Sicher! Aber auch Landschaften und Städte machen uns neugierig. Besonders wenn viele Erinnerungen an die “alte Heimat” bestehen, an Westpreussen, Schlesien und Ostpreussen. Aber denken wir auch an Gleiwitz und 1939, an den 31.08.1939? An den Überfall auf Polen. Eher weniger!
Warschau, die Hauptstadt, kennen inzwischen viele Deutsche, und wundern sich, wie beeindruckend es wieder aufgebaut wurde nach dem Krieg. Warschau war kurz nach dem Krieg völlig zerstört worden von den Deutschen Soldaten, die Stadt war ein einziger Trümmerhaufen.

Inzwischen ist alles wieder aufgebaut und hat sich zu einer lebhaften Metropole entwickelt mit sehr guten Hotels, Einkaufszentren, Hochhäusern und Straßencafes.

Oder sieht man Breslau, die Schöne, vor sich? Der Marktplatz von Breslau ist einmalig.

Das Rathaus, ein Kunstwerk. Angeblich soll es vom Krieg verschont worden sein.

Die Universität ist innen mehr ein Schloß als eine Lehranstalt. Breslau gilt als reichste und bestgeführteste Stadt in Polen, so wird berichtet.

Bericht: Stefan Hebel zum sozialen Frieden in der Gesellschaft

Vortrag von Stefan Hebel 18.08.2016

In der VHS in der Reihe „ Wege zu einer Kultur des Friedens“

Veranstalter: Friedenszentrum Braunschweig e.V. , Goslarsche Straße 93, 38118 Braunschweig

 Es geht darum, den Unfrieden in der Gesellschaft, die inneren Brüche zur Kenntnis zu nehmen.

In drei Jahrzehnten mit rigider Marktideologie, Egoismus und Konkurrenzdenken ist dem sozialen Frieden geschadet worden. Dies hat Auswirkungen auf das Denken und Fühlen der Menschen. Alternativen sind notwendig.

Vorgedacht wurde das von der Chicagoer Schule, Thatcher mit TINA( „There is no alternative") und ihrem Verleugnen der gesellschaftlichen Verantwortung ( Zitat “ There is no such thing like society.“ ) Merkel setzt diese Ideologie fort. In Deutschland waren die Anfänge bei Otto Graf Lambsdorff 1982 und der Ruckrede von Roman Herzog.

Montagsgespräch mit Joachim Hempel in Riddagshausen: Es bleibt alles anders

Das Torhaus vor der Stiftskirche in Riddagshausen. Die Frauenkapelle befindet sich im linken Haus im mittleren Eingang

Am Montag, dem 29 . 8 . um 19 Uhr, findet in der Frauenkapelle der Klosterkirche Riddagshausen das nächste Montagsgespräch statt. Zu Gast ist Joachim Hempel , Domprediger und ehemaliger Pfarrer an der Klosterkirche in Riddagshausen.

Vor dem Hintergrund des 800. Jubiläums der Grundsteinlegung der Klosterkirche geht es im Montagsgespräch um Fragen nach Kontinuität und Wandel kirchlicher Arbeit an diesem besonderen Ort, um Fragen nach gesellschaftlichen Bedürfnissen und Verkündigungschancen, um Fragen nach den konkreten Konsequenzen des Evangeliums von Jesus Christus in unserer Stadt.
Der Eintritt ist kostenlos aber nicht umsonst – und Mitreden ist ausdrücklich erwünscht.

Zu guter Letzt: Kurioses Olympia

 
Der bisher erfolgreichste Olympiakämpfer aller Zeiten ist der US-Amerikaner Michael Phelps mit insgesamt 22 Olympiamedaillen.

Die meisten Olympiamedaillen vor ihm gewann die sowjetische Turnerin Larissa Latynina (1956/1960) mit insgesamt 18 Medaillen. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion betreute Latynina sozial gestrandete russische Medaillengewinner, die alles verloren hatten und teilweise auf Parkbänken schliefen. Olympiasieger zu sein heißt nicht unbedingt, ein glückliches Leben zu führen.

Der Amerikaner Eddie Eagan ist der einzige Sportler, der bei Sommer- und Winterspielen je eine Goldmedaille holte. 1920 gewann er in Antwerpen im Boxen, zwölf Jahre später startete er zur Überraschung selbst seiner Frau als Bobfahrer in Lake Placid und gewann wieder.

Die deutsche Christa Rothenberger gewann immerhin bei olympischen Winterspielen (1980/84) zweimal Gold im Eisschnelllauf und 1988 bei den Sommerspielen im Radfahren Silber, so dass Eagans Rekord knapp erhalten blieb.

Weiter im Ossietzky

Ministerin informierte sich am IGS-Stand

Ministerin Gabriele Heinen-Kljajić (Bündnis 90/Die GRÜNEN) besuchte in Destedt den Stand der IGS-Initiative. V.l. Stefanie Weitkamp, Anke Renken, Gabriele Heinen-Kljajić und Carolina Voß. Foto: Diethelm Krause-Hotopp

Destedt. Bei ihrem Besuch in Destedt informierte sich die niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur Gabriele Heinen-Kljajić (Bündnis 90/Die GRÜNEN) auch am Stand der IGS Initiative Sickte-Cremlingen. Stefanie Weitkamp, die Sprecherin der Initiative, informierte die Ministerin über die bevorstehende Elternbefragung in der Samtgemeinde Sickte und der Gemeinde Cremlingen. So finden in jedem Grundschulstandort Eltern-Informationsabende statt, auf denen von erfahrenen IGS-Schulleitern die Arbeitsweise der Integrierten Gesamtschule vorgestellt wird. Eltern haben so die Möglichkeit, sich genau zu informieren, bevor sie eine Entscheidung für oder gegen eine IGS treffen. Die Ministerin wünschte der Initiative viel Erfolg!

Die IGS Initiative Sickte-Cremlingen lädt alle Eltern zu folgenden Terminen herzlich ein. Beginn ist jeweils 19 Uhr:

Montag,                22. August 2016      Grundschule Destedt

Dienstag,              23. August 2016      Sandbachgrundschule Schandelah

Donnerstag,          25. August 2016        Erich-Kästner Grundschule Weddel

Dienstag,              30. August 2016:      Grundschule Dettum

Mittwoch,              31. August 2016:     DGH Burschenhof, Kantorweg 1 für Grundschule Sickte

Die BIBS zum Gedenken in Roselies

Bürgermeisterin Annegret Ihbe (SPD) und BIBS-Ratsherr Peter Rosenbaum vor dem "Monument aux Morts" in Roselies (Ortsteil der Gemeinde Aiseau-Presles)

An diesem Wochenende,  dem 20. und 21. August 2016, sind Vertreter der Bürgerinitiative Braunschweig (BIBS) der Einladung aus Belgien gefolgt und zum 102-jährigen Gedenken nach Roselies an die Sambre gereist, um der dort von Braunschweiger Truppen zu Beginn des Ersten Weltkrieges im August 1914 getöteten Zivilisten mitzugedenken.

Neben Vertreterinnen der Stadt Braunschweig und Abgesandten der französischen und deutschen Botschaften aus Brüssel nahmen auch Vertreter aus den französischen Städten Rouen und Cherbourg, deren Regimenter in der Schlacht von Roselies auch gegen das Braunschweigische 92er Regiment kämpften, an den vom „Comité du Souvenir“ organisierten Gedenkfeierlichkeiten teil.

Friedensforschung am Georg-Eckert-Institut

 

Frau Dr. Hartling bei ihrem Vortrag

Schulbücher sind immer auch Ausdruck ihrer Zeit. Inwieweit sich in ihnen gesellschaftliche Vorstellungen widerspiegeln, erläuterte Dr. Anke Hertling am 17. August 2016 im Rahmen von Mittwochnachmittag an St. Katharinen. Frau Dr. Hertling ist  Leiterin der Forschungsbibliothek des Georg-Eckert-Instituts (Braunschweig).

Viele Braunschweiger wissen nicht, welch wichtiges Institut sich mit dem "Georg-Eckert-Institut für internationale Schulbuchforschung" (GEI) innerhalb ihrer Mauern befindet. Wenn man dem Vortrag von Frau Herling aufmerksam gelauscht hätte, wüsste man es. Aber es besteht auf dieser Seite die Gelegenheit den Vortrag nachzuhören.

Schulbücher erfüllen eine zentrale Funktion: "Über sie definieren Staaten und gesellschaftliche Interessengruppen... wo kulturelle Grenzen der Gemeinschaften verlaufen." (GEI, 2015) Im Grunde ist es Friedensarbeit, die am GEI geleistet wird. Über Jahrzehnte setzten sich Kommissionen zusammen, um gemeinsame Schulbücher, insbesondere der Geschichte, herauszubringen. Es bedarf keiner allzu großen Phantasie, die große Leistung zu betonen, die mit der Herausgabe eines gemeinsamen Geschichtsbuches mit Frankreich und Polen einher ging. Wenn man sich die gemeinsame leidvolle Geschichte unserer Nationen mit ihren kriegstreibenden Nationalismen vor Augen führt, wird deutlich, dass dieses Institut Friedensarbeit leistet.

Dieses Institut ist hoch aktuell. Begleitet es doch auch aktuelle Politik und ihren Einfluss auf Schulbücher. Man denke hier nur an das versuchte Umschreiben der Geschichte durch die nationalkonservative PIS, die derzeit in Polen an der Macht ist.

Hören Sie hier den Vortag von Frau Dr. Hertling

(nach dem Anklicken des Vortrags bitte etwa 2 Minuten warten)

Neugestaltung der Gedenkstätte JVA Wolfenbüttel

Pressemitteilung

Fertigstellung des ersten Bauabschnitts der Neugestaltung der Gedenkstätte

Im Beisein von Überlebenden und Zeitzeugen sowie Familienangehörigen von in der NS-Zeit in Wolfenbüttel Hingerichteten und Inhaftierten, eröffnet die niedersächsische Kultusministerin Frauke Heiligenstadt am Donnerstag, den 25. August 2016 um 17.00 Uhr den ersten Bauabschnitt der Neugestaltung der Gedenkstätte in der JVA Wolfenbüttel. Hierzu laden der Geschäftsführer der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten, Dr. Jens-Christian Wagner, und die Leiterin der Gedenkstätte in der JVA Wolfenbüttel, Martina Staats, herzlich ein.

Von der Fibel bis zum Tablet

Vortrag von Dr. Anke Hertling, 17.08.16, 15 Uhr, Gemeindesaal St. Katharinen

Schulbücher sind immer auch Ausdruck ihrer Zeit. Inwieweit sich in ihnen gesellschaftliche Vorstellungen widerspiegeln, erläutert Dr. Anke Hertling am 17. August 2016 im Rahmen von Mittwochnachmittag an St. Katharinen.

In Ihrem Vortrag wird die Leiterin der Forschungsbibliothek des Georg-Eckert-Instituts (Braunschweig) deutlich machen, dass Schulbücher explizit Normen und Werte vermitteln. Als „Unterrichtsmaterial haben Sie deshalb eine hohe gesellschaftliche Bedeutung. So sollten Schulbücher etwa im Deutschen Kaiserreich zur Erziehung von Fleiß, Arbeitsamkeit und Frömmigkeit beitragen.
Mit der Frage nach den Möglichkeiten, die sich mit digitalen Lehrmaterialien verbinden, zeigt Hertling auch ganz aktuelle Tendenzen im Bereich Schulbuch auf.

Ort: Gemeindesaal (barrierefrei)
Zeit: Beginn 15 Uhr. Kaffee und Kuchen wird gereicht. Schluss: 17 Uhr.
Anmeldung nicht erforderlich. Eintritt frei.

Mit Slow Food und Beates bunten Tomaten ins Gärtnermuseum Wolfenbüttel

Der Verein Gärtnermuseum Wolfenbüttel und die Gärtnerin Beate Pieper  mit ihren bunten alten Tomatensorten sind die Gastgeber eines informativen und kulinarischen Abends, zu dem Slow Food Braunschweiger Land einlädt:

                          Donnerstag, 8. September, von 16.30 Uhr bis 20 Uhr

 Veranstaltungsort  ist der über 200 Jahre alte "Streckhof" im Neuen Weg 33 in Wolfenbüttel. Er wurde erst vor wenigen Jahren mühevoll restauriert und ist heute das Domizil des gemeinnützigen Vereins Gärtnermuseum Wolfenbüttel. Streckhöfe waren die typischen Wirtschafts- und Wohngebäude der Gemüsebauern in Wolfenbüttel. Doch von der über 300 Jahre alten Tradition des Gemüseanbaus dieser Region sind heute nur noch eine Hand voll Betriebe geblieben. Wie der Erwerbsgartenbau die Wirtschaft, Kultur und das Stadtbild Wolfenbüttels geprägt hat und wie sich das gärtnerisch genutzte Land immer mehr zum Bauland wandelt, erfahren die Besucher bei einer Führung durch das Museum.

Additional information