Postfaktisch - ??? Wort des Jahres 2016 – Was heißt das?

Postfaktisch ist ein Kunstwort, das sich an dem englischen Begriff Post Truth orientiert. Auf Deutsch übersetzt heißt das ungefähr “Jenseits der Wahrheit”. Gemeint ist damit, dass die Fakten und Tatsachen in der öffentlichen Diskussion zunehmend unwichtiger würden. An die Stelle der objektiven Wahrheit träten Emotionen und das Aussprechen “gefühlter Wahrheiten”. Laut Pressemitteilung der Gesellschaft für deutsche Sprache seien “immer größere Bevölkerungsschichten in ihrem Widerwillen gegen »die da oben« bereit, Tatsachen zu ignorieren und sogar offensichtliche Lügen bereitwillig zu akzeptieren.”

Weihnachtsmarkt und Volksfeste am NS-"Euthanasie"-Denkmal - ein Denkmal als Idylle

Pastor und Leiter der Anstalt Rüdiger Becker bei der Einweihung des Denkmals

Zum eigenartigen Erinnern in Neuerkerode an die Opfer der NS-"Euthanasie"

Am 8. Dezember 2016 wurde in der Evangelischen Stiftung Neuerkerode ein Denkmal zur NS-"Euthanasie" eingeweiht. Leider berichtete die Braunschweiger Zeitung nicht darüber, obwohl die Einrichtung in Neuerkerode eng mit Braunschweig verbunden ist. Nur in der Wolfenbütteler Ausgabe erschien dazu ein Bericht. Vollständiger Beitrag auf PDf mit Fotos

Selektives Gedächtnis: Prozessbeginn gegen Pierre B. in Braunschweig

In Braunschweig hat gestern der Prozesss begonnen gegen den stadtbekannten Rechten Pierre B., dem Gewaltdelikte in der Stadt vorgeworfen werden. Die Delikte hat er gestanden, er bestreitet aber als Motivation politische Hintergründe. Lesen sie den TAZ-Bericht vom Prozessauftakt: "Gegen Linke schlägt er zu".

Attac ist wieder gemeinnützig

Das globalisierungskritische Netzwerk Attac ist laut einem Urteil des Hessischen Finanzgerichts in Kassel wieder als gemeinnützig anerkannt. Zwei Jahre vorher hatte ihm das Finanzamt Frankfurt am Main die Gemeinnützigkeit aberkannt mit der Begründung, Attac sei zu politisch. Damit waren Spenden an Attac nicht mehr steuerlich absetzbar. Attac widersprach: Auch politischer Einmischung, etwa zugunsten einer Börsenumsatzsteuer, sei politische Bildung, desgleichen die sonstigen politischen, ökonomischen, ökologischen und kulturellen Aktivitäten des Netzwerks. Dieser Argumentation schloss sich nun das Finanzgericht an.

Das Urteil ist nicht nur für Attac selbst wichtig, sondern betrifft andere kulturelle Organisationen im Grenzraum zur Politik. Für sie alle gilt, dass eine moderne Demokratie starke Nichtregierungsorganisationen braucht, die den politischen Prozess kritisch begleiten. Zuletzt hatte Attac mit zahlreichen anderen Organisationen Hunderttausende gegen TTIP und Ceta auf die Straßen gebracht.

Online-Adventskalender für faire Geschenkideen

Weihnachten steht vor der Tür. Das bedeutet für die meisten Menschen, an die Liebsten zu denken und ihnen eine besondere Freude zu machen. Wer dabei nicht nur an die Beschenkten denkt, sondern auch an die Menschen, die hinter dem Geschenk stehen, der greift auf Produkte aus fairem Handel zurück. Die Produktion von vielen potentiellen Geschenken, wie Lebensmittel, Kleidung und Spielzeug, findet oft leider immer noch unter schlechten Bedingungen statt.

IGS Volkmarode erhält das Lions Quest Qualitätssiegel

Am 22.11.2016 erhielt die IGS Volkmarode im Rahmen einer Schulfeier das Qualitätssiegel des Hilfswerks der Deutschen Lions e. V. für die besonders erfolgreiche Umsetzung des Lebenskompetenzprogramms Lions Quest „Erwachsen werden“.

Bereits das Gründungskollegium hat sich für das Programm fortbilden lassen, es wird an der Schule seit dem Gründungsjahr 2009 umgesetzt. Jedes Jahr besuchen neu an der IGS Volkmarode eingestellte Lehrkräfte die Fortbildungen, damit das Programm in jedem Jahrgang durchgeführt werden kann. Vollständige Pressemitteilung

Der Schoko-Braunschweig-Löwe ist los

 

Der Schoko-Braunschweig-Löwe ist da – sowohl als zarteste Versuchung als auch als Symbol für Frieden und Gerechtigkeit.

Der Braunschweig-Löwe ist gekommen in 38er Schokolade. Rechtzeitig zum Weihnachtsfest, nach zweijähriger ehrenamtlicher Arbeit durch den Verein „Fair in Braunschweig“. Das Timing passte genau, was auch etwas dem Zufall geschuldet war, denn wer konnte ahnen, dass just zu diesem Zeitpunkt auch noch der Frieden in Kolumbien an die Tür klopft.

Veganes Essen ist friedlich

Foto: Albert Schweitzer Stiftung

Was hat veganes Essen mit Frieden zu tun? Und warum ist es friedlich, nichts vom toten oder lebendigen Tier zu essen? Eine paniertes Schnitzel, ein Joghurt oder ein Käse sind doch kein Krieg, oder?

Nun ja, ein Krieg ist es nicht. Aber die Produktion und Herstellung dieser Lebensmittel ist heutzutage alles andere als friedlich. Wer die Bilder einer Tierfabrik von innen einmal gesehen hat, weiß was ich meine. Ich denke, es gibt niemanden, der nicht schon einmal gesehen hat, unter welch grausamen Bedingungen Hühner, Schweine und Rinder vor sich hin vegetieren müssen. Sie sind verletzt, krank, liegen eingezwängt neben ihren Babys in Kastenständen, sind gestresst, haben keine Beschäftigung, sind verängstigt und rufen nach ihren weggenommenen Babys. Milchkühe werden künstlich besamt, damit sie in kleinsten Abständen Kälber bekommen. Denn nur mit einem Kalb hat eine Kuh Milch. Das Kalb wird ihr sofort weggenommen, denn die Milch brauchen wir ja für unseren Joghurt und unseren Käse.

Erklärung des Kirchenvorstandes St. Katharinen zum Thema Kriegstotengedenken.

- Pressemitteilung -

Hintergrund dieser Erklärung ist eine geschichtliche Aufarbeitung von Teilen der Gemeindegeschichte in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, um die wir uns beginnend im Jahr 2015 („70 Jahre Kriegsende“) bemüht haben

Das Bild im Text zeigt eine monumental gestaltete Gedenktafel an der Ostwand des nördlichen Seitenschiffs in der Katharinenkirche, wie sie seit Anfang der 20er Jahres des 20. Jahrhunderts knapp 40 Jahre in der Kirche zu sehen gewesen ist. Die Pieta, die heute an einem anderen Ort und ohne Einbindung in ein Gefallenendenkmal in der Kirche zu besichtigen ist, war von einer großen Namenstafel umgeben. Zwei Schriftzüge wurde ergänzt und gaben dem Denkmal ihren nationalprotestantische, den Soldatentod auch religiös glorifizierende Aussage-Gehalt.

Erklärung

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