Grünes Licht: Braunschweiger Institut für Schulbuchforschung erhält weitere Förderung

Senat bestätigt dem Georg-Eckert-Institut – Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung überzeugende Forschung und erfolgreiche Entwicklung.

 

Braunschweig, 12.07.2017

 

Der  Senat  der  Leibniz-Gemeinschaft  hat  auf  seiner  Sitzung  am  11. Juli 2017 in Berlin die Förderung des Leibniz-Instituts für internationale Schulbuchforschung (GEI) für weitere sieben Jahre empfohlen. Das 1975 gegründete  Braunschweiger Institut hat in seiner zweiten Evaluierung sehr gut abgeschlossen und mit der Verzahnung von Forschung, Forschungsinfrastrukturen und Wissenstransfer überzeugt.

 

Alle Leibniz-Einrichtungen werden regelmäßig von der Leibniz-Gemeinschaft evaluiert. Im Oktober 2016 besuchten daher unabhängige, international ausgewiesene Experten das Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung in Braunschweig. An zwei Tagen verschaffte sich die Bewertungsgruppe einen persönlichen Eindruck von den Leistungen und Strukturen des Instituts. Ausgehend von der Ortsbegehung und einem zuvor seitens des GEI eingereichten Berichts erstellte der Senat der Leibniz-Gemeinschaft eine wissenschaftspolitische Empfehlung, die für das Institut sehr positiv ausgefallen ist: Somit stehen die Zeichen auf grün, dass Bund und Länder auf ihrer gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) einer erneuten umfassenden Förderung für die nächsten sieben Jahre zustimmen können.

Pablo Picassos Gemälde »Guernica« wird heute 80 Jahre alt

Heute vor 80 Jahren wurde Pablo Picassos »Guernica« erstmals öffentlich gezeigt.

Foto U. Meier

Pablo Picasso sollte im Auftrag der spanischen Republik ein kolossales Wandgemälde für den Pavillon der Pariser Weltausstellung malen, um Front zu machen gegen Franco und den von ihm angezettelten Bürgerkrieg. Doch es gelang zunächst nicht. Er saß vor der leeren Leinwand, es fiel ihm nichts ein, so die Berichte. Doch dann wurde die Kleinstadt Guernica, die heilige Stadt der Basken, von der deutschen Legion Condor und der italienischen Corpo Truppe Volontarie vollkommen durch Fliegerangriffe zerstört. 300 Menschen verloren ihr Leben. Guernica wurde zum Fanal.

Picasso erfährt aus den Medien von der Bombardierung. Er hatte sein Thema gefunden und schuf das grandiose Riesengemälde. Picasso zu seinem Gemälde und dem Motiv:

Es ist mein Wunsch, Sie daran zu erinnern, dass ich stets davon überzeugt war und noch immer davon überzeugt bin, dass ein Künstler, der mit geistigen Werten lebt und umgeht, angesichts eines Konflikts, in dem die höchsten Werte der Humanität und Zivilisation auf dem Spiel stehen, sich nicht gleichgültig verhalten kann.

Ausführliche Informationen

Dokumentation zum spanischen Bürgerkrieg

G 20: Sorry, das geht zu weit. Nun auch noch Spott

Die neue „Ritter Sport“ Sonderaktion: Das Netz spottet über linksextremen „Schwarzen Block“.

Eine fiktive Ritter-Sport-Edition anlässlich des G20 in Hamburg macht sich über die Gewalttäter der linken Szene lustig. Bitter ist hier nur die Schokolade.

Die als „hart + bitter“ angepriesene Krawall-Schokolade mit dem Namen „Schwarzer Block“ soll ausschließlich bei den im Schanzenviertel geplünderten und zerstörten Einzelhändlern „Rewe“ und „Budnikowsky“ erhältlich sein.

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Heute wäre Käthe Kollwitz 150 Jahre alt geworden

Käthe Kollwitz; Porträtfoto von Robert Sennecke (Wikipedia)

Die Grafikerin und Bildhauerin Käthe Kollwitz (1867-1945) gilt bis heute als die berühmteste deutsche Künstlerin mit einem Werk von weltweiter Ausstrahlung. Kollwitz lebte von 1891 bis 1943 in Berlin-Prenzlauer Berg, in der Weißenburger Straße 25 (heute Kollwitzstraße 56). Das Haus wurde im November 1943 von Bomben zerstört, sie selbst war im August desselben Jahres vor den Bombenangriffen nach Nordhausen ausgewichen.

Es sind nicht nur ihre Zeichnungen oder Skulpturen, die bis heute faszinieren. Es ist der konsequente Lebensweg der Käthe Kollwitz, der immer wieder das Interesse an dieser Frau deutlich werden lässt. Denn ihre Biografie war absolut untypisch für eine Frau des 19. Jahrhunderts: Geboren 1867 im damaligen Königsberg, merkte sie zwar schon früh ihr malerisches Talent. Doch der Weg zur Künstlerin war für eine Frau damals alles andere als normal.

Mit einer Sonderausstellung wird Käthe Kollwitz derzeit in der "Galerie Parterre" Danziger Str, 101 geehrt. Die gezeigten Werke kommen fast alle aus der "Kölner Kollwirtz Sammlung", die neben dem "Kollwitz Museum" den wesentlichen Teil des künstlerischen Erbes den Menschen zugänglich macht.

Eine weitere Ausstellung im Willy-Brandt-Haus ehrt die Künstlerin Käthe Kollwitz zu ihrem 150. Geburtstag. Die überzeugte Pazifistin warb 1918 im »Vorwärts« für Frieden. „Nie wieder Krieg“ von 1924 ist eines ihrer bekanntesten Plakate.

84 Jahre Riesebergmorde – Gedenkveranstaltungen am 4. Juli 2017

"Pressemitteilung"

84 Jahre Riesebergmorde – DGB und Stadt Braunschweig laden zu Gedenkveranstaltungen am 4. Juli 2017 ein


Am 4. Juli 1933 wurden in Rieseberg zehn Gewerkschafter und ein Student von den Natio-nalsozialisten ermordet. Aus diesem Anlass lädt der Deutsche Gewerkschaftsbund Region SüdOstNiedersachsen gemeinsam mit der Stadt Braunschweig zu Gedenkveranstaltungen ein.
Die Ehrungen beginnen am Dienstag, 4. Juli 2017 um 16.30 Uhr am Heinrich-Jasper-Denk-mal am Ruhfäutchenplatz in Braunschweig. Gegen 17.00 Uhr erfolgt eine Kranzniederlegung vor den Gräbern der Riesebergopfer auf dem Braunschweiger Hauptfriedhof. Michael Kleber, DGB-Regionsgeschäftsführer, betonte: „Mit dem Gedenken an die Riesebergopfer zeigen wir Haltung und entzaubern rechtspopulistische Positionen. 1933 wurden durch die Nationalsozialisten Minderheiten diskriminiert, Andersdenkende verfolgt und der Nationalismus beschworen. Wir Gewerkschafter stehen gemeinsam mit der Stadt Braunschweig heute für ein weltoffenes Deutschland und ein soziales Europa.“

2017 - Von Paris nach Berlin

 2017 – Von Paris nach Berlin, fuer die “Vereinigten Staaten Europas”, fuer ein anderes Europas

Am Montag, 26. Juni, wird eine Gruppe von ungefähr 20 Friedens-Wanderern in
Braunschweig gegen 16:30 Uhr auf dem Naturfreundegelände eintreffen.
Schrotweg 112 am Nordende des Südsees

Die Teilnehmer an der Wanderung würden sich freuen, in Braunschweig engagierte Menschen kennenzulernen.
NaturFreunde Braunschweig e. V. 

 

Gedenkveranstaltung anlässlich des 76. Jahrestages des Überfalls auf die Sowjetunion


„Ewiges Gedenken den Opfern des Faschismus“ steht an dieser Gedenkstätte. In guter Tradition gedenken wir Braunschweiger KommunistInnen und AntifaschistInnen an jedem 22. Juni der Opfer des Faschismus, die aus ihren Heimatländern nach Braunschweig verschleppt wurden, Zwangsarbeit leisten mussten und durch Misshandlungen, Hunger, schlechte Arbeitsbedingungen oder Bombenangriffe ums Leben kamen.

Operation Barbarossa: Heute vor 76 Jahren...

......überfiel Deutschland die Sowjetunion. Kein offizielles Gedenken, kein Wort in den Nachrichten, eigentlich nimmt niemand von diesem Datum Notiz.

Als die Wehrmacht am 22. Juni 1941 in der Sowjetunion einfiel, begann ein beispielloser Zivilisationsbruch.  Dieser Zivilisationsbruch, begangen von der Kulturnation Deutschland, dem "Volk der Dichter und Denker", hinterliess über 20 Millionen tote Sowjetbürger - 20 Millionen tote Menschen. Es gilt zu erinnern an einen Krieg, wie es ihn nie zuvor gegeben hatte, und an seine Auswirkungen bis in die Gegenwart. Dieser Krieg war in mehrfacher Hinsicht einmalig. Vor allem war er aber als Vernichtungskrieg geplant. Es ging nicht nur darum, die Sowjetunion zu besiegen. Die Menschen, die Zivilbevölkerung,  sollte versklavt oder getötet werden. Damit bekam der Krieg eine andere, eine teuflische Dimension.

In Deutschland verstrich der 75. Jahrestag der "Operation Barbarossa", ohne jedes angemessene offizielle Gedenken. Der Braunschweig-Spiegel will daran erinnern.

„Till Eulenspiegel“ im Städtischen Museum: Die Annäherung an einen Mythos

Museumsdirektor Dr. Peter Joch (links) und Kurator Dr. Andreas Büttner eröffnen am Sonntag die Ausstellung „Till Eulenspiegel in der Stadt der Schälke“. Foto: Marcus von Bucholz

Die moderne Antizipation der Figur „Till Eulenspiegel“ ist kontrovers. Die DDR bejubelte ihn als „bäuerlichen Freiheitsheld“. Die Nazis unterstellten ihm einen „kernigen, völkischen Humor“. Karnevalisten heben seinen Schalk als Markenzeichen subtiler Opposition wider die Mächtigen hervor. Und für destruktive Existenzen ist er in Tat, Wort und Wirken schlicht ein „Arschloch“. Till Eulenspiegel segmentiert bis heute Menschen, die ihm nie begegnet sind.

Das liegt nicht nur am zeitlichen Abstand zu seinem Wirken im mittleren Mittelalter.

Auch literweise evaluierend vergossener Forscherschweiß führte nie zum eindeutigen Resultat, ob es das gern buntberockt dargestellte Kerlchen überhaupt oder garnienicht gab. Man fand seine Spuren in Kneitlingen, Schöppenstedt, Braunschweig, Mölln und sogar dem flandrischen Brabandt. Doch die Wissenschaft von der Eulenspiegelei gründet im Wesentlichen auf Nichtwissen. Das hätte dem Till sicher gut gefallen.

Stadtführungen im Sommer in der Löwenstadt

"Pressemitteilung"

Während der niedersächsischen Sommerferien, vom 22. Juni bis 2. August, gibt es in Braunschweig eine Vielzahl zusätzlicher Stadtführungen zu erleben. Ob zu Fuß oder auf dem Floß: Die Sommerferien in der Löwenstadt werden abwechslungsreich.

Die Sommerferien stehen vor der Tür und laden dazu ein, die milden Temperaturen zu nutzen und die Löwenstadt unter freiem Himmel zu erkunden. Die Braunschweig Stadtmarketing GmbH bietet von Juni bis August zusätzlich zum regulären Angebot verschiedene Stadtführungen an.

Täglich findet in den Ferien die Führung „Stadtspaziergang in der Löwenstadt“ statt und informiert über die Historie Braunschweigs vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Besucherinnen und Besucher führt die Tour entlang des Burgplatzes mit der Burg Dankwarderode und dem Dom St. Blasii hin zum historischen Altstadtmarkt. „Mit dem Stadtspaziergang wollen wir Einheimische und Feriengäste mit auf eine Entdeckungstour durch die facettenreiche Geschichte der Löwenstadt nehmen. Die zusätzlichen Termine in den Sommerferien bieten unseren Gästen die Möglichkeit, das Führungsangebot auch unter der Woche zu nutzen“, erklärt Nina Bierwirth, Bereichsleiterin der Braunschweig Stadtmarketing GmbH.

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