Vergebliches Warten auf Richtigstellung

Der Wahlkampf der B"Z" für Hoffmann läuft auf Hochtouren: und wieder einmal bestätigt sich das, was dem Volksmund schon bekannt ist: Glaube nicht, was in der Zeitung steht...

Wiederholt werden die politischen Gegner Hoffmanns falsch zitiert, Wesentliches weggelassen, und so das Gesagte bis zur Unkenntlichkeit entstellt. Ein besonderes Beispiel...

BIBS-Kandidat Christoph Sündermann, der am 22.8.2006 Teilnehmer beim Leser-Fragen-Interview mit Herrn Niebel (FDP) war, veröffentlicht hier nun seine Original-Fragen und die Aufforderung zur Richtigstellung, der die BZ bis heute nicht nachgekommen ist.

Braunschweiger Zeitung kritisiert Fassaden-Enthüllung

In ungewohnt scharfer Form geißelt Redakteur Zehme auf Seite 1 des Lokalteils am 28.08.06 die Zustände während der feierlichen Portikus-Enthüllung unseres wiedererstandenen herrlichen Welfenschlosses. Seine Kritik nimmt kein Blatt vor den Mund:
· Zu wenige Getränkewagen
· Versiegen einer „Bierquelle“
· Zu wenig Personal an den Trinkständen
· Ein Stand hatte zu wenig Wechselgeld

über die Gründe dieses plötzlichen Wechsels von unkritischer Hofberichterstattung zu ätzender Anklage wird in Beobachterkreisen heftig spekuliert.
Ist es schlicht die Verärgerung darüber, dass dem baulichen Größenwahn keine angemessene Alkoholversorgung der Bevölkerung folgte? Jugendliche sahen sich sogar genötigt, ihr Bier selbst mitzubringen, einer rief Richtung Residenzschloss aus: „Ein weiterer Grund für die Jugend zum Trinken!“

Vorhänge-Schloss klemmte

Was als Ereignis von historischer Bedeutung für Braunschweig angekündigt war, nämlich die feierliche Portikus-Enthüllung, geriet zu einer unfreiwilligen Realsatire. Die von der Hamburger Unternehmensgruppe ECE GmbH & Co. KG inszenierte Feier zur Fertigstellung der Schaufassade ihrer Einkaufs-Mall im spätklassizistischen Retro-Outfit floppte nicht nur aufgrund eines technischen Defekts. Die unfreiwillige Komik des Spektakels war dafür ebenso verantwortlich. Der haltlose Vergleich des Baus als Beispiel einer hervorragenden baulichen Rekonstruktion mit der Wiedererrichtung der Dresdener Frauenkirche und die dann folgende billige choreographische und technisch schlechte Inszenierung der Wahlkampfauftaktveranstaltung des Braunschweiger Oberbürgermeisters zeugen von mangelndem Realitätssinn und erschreckendem Größenwahn.

Braunschweiger Zeitung kündigt die von ihr selbst vorgeschlagene Fairness im Kommunalwahlkampf

Die Braunschweiger Zeitung hatte den im Kommunalwahlkampf vertretenen Parteien und Gruppierungen eine faire Berichterstattung zugesichert. Schon früh konnte man daran zweifeln, da die Berichterstattung von den Lobpreisungen über den Amtsinhaber dominiert wurde. Nun hat jedoch der Chef der Lokalredaktion Braunschweig, Ralph-Herbert Meyer, in seiner heutigen Kolumne "Hallo Braunschweig" deutlich zum Ausdruck gebracht, für wen sein Herz schlägt bzw. welchen "Gegner" es für Herrn Hoffmann zu schlagen gilt.
In polemischer Weise wird die Freitagsveranstaltung der BIBS mit den Privatisierungskritikern Rügemer und Selenz dazu genutzt, um die BIBS als ein radikales Sammelbecken von links und rechts zu diffamieren. Ex-Salzgitter AG Vorstandsvorsitzender und Ex-FDP-Oberbürgermeisterkandidat für Salzgitter, Hans-Joachim Selenz, wird für seine ehemalige Kandidatur für die "Partei rechtsstaatlicher Offensive" in die rechtsradikale Ecke gerückt. über die NPD-Vergangenheit des amtierenden Oberbürgermeisters als mehrjähriger Funktionär in herausgehobener Position schweigen Hoffmann-Intimus Ralph-Herbert Meyer und seine Zeitung dagegen seit Jahren.
Der Deutsche Presserat wird sich mit der Berichterstattung der Braunschweiger Zeitung und ihrer parteilichen Rolle im Kommunalwahlkampf beschäftigen müssen. Wann die Geschäftsleitung der Zeitung endlich auf die viele Braunschweiger abschreckende Berichterstattung reagiert, bleibt abzuwarten.

Ernst August kommt auch zur Fassaden-Feier!

Für Unterhaltung ist also gesorgt: nicht nur Gaukler und Würstchenverkäufer sollen die Neugierigen am Samstag hinters Licht führen. Auch Klatschspalten-Dauer-Unterhalter mit Ernst-August von Hannover an der Spitze werden mittels erlesenen Speisen und Getränken ins ECE gelockt. (*)
Nach Anleuchtung und Präsentation des quasi wiedererstandenen Schlosses soll dann ein wahrhaftiger Fürst aus Hannover dem heimlichen Fürsten zu Braunschweig auf den Thron helfen! Hoffentlich hat Hoffmann an das Dixi-Klo gedacht!
Die Untertanen sollten dem Ruf Folge leisten und sich um 21 Uhr an der Fassade einfinden. Und, zur Huldigung, vergesst die Geschenke nicht!

* Im Innern des Portikus wird dafür extra eine Überdruck-Zeltblase
installiert; darin gedeckte Tische, an denen nach der Licht-Show die 60
Ehrengäste des Spektakels ab 22 Uhr mit italienischem Rot- und Weißwein und
kurdischen Köstlichkeiten bewirtet werden.

Eingang der Kaufhauskulisse wird pünktlich zum Wahlkampffinale eingeweiht

Das ECE-Einkaufszentrum ist zwar noch lange nicht fertiggestellt, dennoch soll – pünktlich zur heißen Phase des Kommunalwahlkampfes - am Sonnabend, den 26.08.06 um 21.00 Uhr schon einmal die Fertigstellung des Eingangs in Form eines vorgeblendeten Säulenportikus' festlich begangen werden (auf dem Transparent treffend im ECE-Jargon mit „Schloss Braunschweig“ tituliert).
Ob diese sinnlose Inszenierung dem noch amtierenden Oberbürgermeister, dem „energischsten Anwalt des ECE-Projektes“ (Die Welt, 10. Dezember 2003), Unterstützung durch die Braunschweiger Bevölkerung einbringt, darf angezweifelt werden.
Man darf jedenfalls gespannt sein, ob nun der Veolia-Konzern dem Beispiel folgt und sich als Dank für die energische Durchführung der Abwasserprivatisierung ebenfalls ein Wahlkampf-Bonbon einfallen lässt.

"Unser-Braunschweig" gut besucht

Die Internetplattform "Unser-Braunschweig" wird zunehmend als Informationsmedium in Braunschweig genutzt. In den vergangenen 47 Tagen seit ihrem Umzug zu einem neuen Provider wurden insgesamt 34.814 Seiten von 5.327 Besuchern und Besucherinnen gelesen.

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