TRANSFORMATIONS - LABOR. “Wer hat den Fisch getötet?”

 

Am 27. und 28. Januar war die Innenstadt zur Bühne für die regionale Kunst- und Kulturszene besetzt. Es waren rund 30 Künstlerinnen und Künstler, die ihre Arbeiten ausstellten. Der verkaufsoffene Sonntag lockte viele Bürger nicht nur zum Shoppen sondern eben auch zu den Künstlern und ihren Arbeiten. Besonders interessant war die Hochschule für Bildende Künste Braunschweig, das Institut für "Transformation Design" in der Burgpassage/Ecke Damm. Die dort eingerichteten offenen Werkstätten werden hier mit ihren durchaus konkreten und zukunftsorientierten Visionen vorgestellt. Teil 1

Das Projekt

“Wer hat den Fisch getötet?” ist ein Rätselspiel für Kinder ab 8 Jahren. Entwickelt wurde es im Rahmen einer Projektarbeit von Natalie Gerlach, Ying Ying Wang und Kyra Börnemeier; Studentinnen des Masterstudienganges Transformationsdesign der HBK Braunschweig.

Vor dem Hintergrund des globalen Überkonsums und den zunehmenden kritischen Umweltproblemen beschäftigt sich die Projektgruppe mit der Fragestellung, wie Bildung zu einer nachhaltigen Entwicklung beitragen kann. Das Ziel des Rätselspieles ist es, Kinder auf eine interessante und spannende Weise über Umweltprobleme aufzuklären und Handlungsoptionen aufzuzeigen. Dabei lösen die Kinder in Gruppenarbeit die Rätsel und versuchen gemeinsam den mysteriösen Fall aufzudecken. Gefördert werden hier vor allem Teamgeist, eigenständiges Denken und Kreativität.

Das Spiel wird unter einer Creative Commons-Lizenz (CC BY-NC 3.0 DE) auf der Internetseite spielerisch-nachhaltig.de kostenlos bereitgestellt, um Bildung für nachhaltige Entwicklung für jeden zugänglich zu machen, der über einen Zugang zu einem Drucker und zum Internet verfügt. Denn die Gruppe vertritt die Meinung, dass Bildung nichts kosten und jedem zugänglich sein sollte. Es kann auf freiwilliger Basis für dieses und mögliche weitere Projekte Geld gespendet werden.

Die Geschichte

Zu Beginn des Spiels erhalten die Kinder den Hilferuf eines Fisches. Man erfährt, dass schon mehrere Lebewesen in den Gewässern gestorben sind, aber bisher keiner die Ursache kennt. Daraufhin versuchen die Kinder, dem Täter auf die Schliche zu kommen. Sie lösen mehrere Rätsel, in denen verschiedene Arten von Wasserverschmutzung thematisiert werden, z.B. Mikroplastik. Zum Schluss des Spieles erkennt man: Es gibt keinen Bösewicht, der den Fisch mutwillig  ermordet hat; es sind viele Personen, die auf sehr unterschiedliche Art und Weise dazu beigetragen haben, den Lebensraum der Tiere und Pflanzen derart zu verschmutzen, dass diese stark darunter leiden mussten. Die Erkenntnis ist also:

Wir alle tragen die Verantwortung.

Das Ziel

Das Spiel soll zum Austausch anregen. Es geht um die Reflexion der eigenen Lebensweise und um mögliche Veränderungen im Verhalten, hin zu einem bewussteren, nachhaltigeren Umgang mit der Umwelt.Dabei richtet sich das Spiel vor allem an Familien mit Kindern, aber auch an Interessierte jeden Alters.

In Bildungseinrichtungen kann dieses Spiel verwendet werden, um einen ersten Einstieg in verschiedene Themen der Wasserverschmutzung zu geben. Die durch das Spiel gewonnenen Erkenntnisse können im anschließenden Unterricht weiter vertieft werden.

Wer hat den Fisch getötet?

Ein Detektivspiel für Kinder (8+)

von Natalie Gerlach, Ying Ying Wang und Kyra Börnemeier

Wer hat den Fisch getötet und woran ist er gestorben? Das gilt es in dem interaktiven Rätselspiel herauszufinden.

Die Kinder lösen in Gruppenarbeit verschiedene Rätsel, bis sie den Fall aufgedeckt haben. Dabei kommen sie mehreren Umweltsündern auf die Spur und erfahren etwas über diverse Arten von Wasserverschmutzungen. Das Spiel ist kostenlos und zum selbst ausdrucken.

www.spielerisch-nachhaltig.de

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Über Uns und warum wir Transformation Design studieren

Ying Ying Wang, Jahrgang 1997

wuchs in Xiangtan, China auf und studierte Industriedesign in Peking. Sie möchte ihren Horizont durch Gedankenaus tausch erweitern, die Welt aus verschiedenen Perspektiven betrachten und diese besser verstehen. Sie interessiert sich

für Konzeptdesign und sozialen Fortschritt. Durch Projektarbeiten möchte sie eine systemische Denkweise entwickeln.

Kyra Börnemeier (Mitte), Jahrgang 1992

wuchs in Lippstadt auf und studierte Industriedesign an der Folkwang UdK in Essen. Sie möchte im Master Transformationsdesign erfahren und austesten, was sie mit ihrem Design-Bachelor noch anfangen kann, außer Produkte zu entwerfen, die unter schlechten Bedingungen produziert werden, die es in ähnlicher Form schon gibt und die eigentlich keiner braucht. Sie möchte mit ihrer designerischen Arbeit etwas sinnvolles beisteuern und ökologische und soziale Wandlungsprozesse vorantreiben.

Natalie Gerlach, Jahrgang 1987

ist in Wolfenbüttel geboren und in Braunschweig aufgewachsen. Sie studierte Innenarchitektur in Detmold an der Hochschule Ostwestfalen-Lippe und absolvierte eine Ausbildung zur Schreinerin in Braunschweig. In dem Master Transformationsdesign geht es ihrer Meinung nach um Themen, die in der Zukunft sehr wichtig sein werden. Sie möchte mit ihren Projekten Menschen ein Bewusstsein für die Umwelt und soziale Themen vermitteln.

 


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