Der alte Ahorn Juliusstr./Broitzemerstr. soll bleiben!

Warum kämpfen die Menschen so sehr um ihre Bäume in der Stadt, so wie um diesen Ahorn? Weil sie sich an ihn gewöhnt haben. An sein lebendig sein, an seinen Lebensrhythmus. Wie an einen alten Freund. Wenn der tot ist, kann nichts und niemand an seine Stelle treten. Antwort:  Er ist einmalig und nicht ersetzbar, auch wenn es noch so viele Ahorne gibt.

Zur Zeit wird die Einmündung Juliusstr./Broitzemerstr. umgestaltet. Schöner, moderner und grüner soll es dort werden, so die Stadt. Völlig unverständlich ist jedoch, dass dazu ein gesunder, alter Ahorn, der in einem kleinen Grünbereich zwischen den Straßen steht, gefällt werden soll. Er passe nicht mehr ins Konzept. Stattdessen sollen dort Sitzbänke aufgestellt werden. Außerdem sollen auch zwei Linden in der Nähe fallen. Dagegen wehren sich die AnwohnerInnen, die ihren grünen Nachbarn schätzen und unbedingt behalten möchten. Es wurden Unterschriften für den Erhalt des Baumes gesammelt. Eine Anwohnerin versicherte, dass die Menschen aus der Nachbarschaft sich schützend vor den Baum stellen würden, wenn der Fälltrupp anrücken sollte. „Solche Pläne werden am Schreibtisch gemacht, ohne die Menschen, die hier wohnen zu hören“, sagte sie.

Gerade angesichts der massiven Baumfällungen der letzten Monate und auch angesichts des schlechten Gesundheitszustandes vieler Bäume im Stadtgebiet ist es völlig unverständlich, warum ein gesunder Baum ohne Sachzwang und gegen den Widerstand der Anwohner gefällt werden soll! Wir fordern die Stadt auf, den Ahorn und auch die anderen Bäume zu erhalten!

 Sabine Sambou für Bürgerinitiative Baumschutz Braunschweig.


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