Hiroshima Gedenkfeier am Hiroshima Ufer in würdevoller Atmosphäre

 

Wie in jedem Jahr treffen wir uns hier am Hiroshima Ufer der Oker.

Der Bezirksrat Innenstadt hat vor einigen Jahren von Ihnen aus dem Friedenszentrum das Anliegen aufgegriffen, hier an dieser Stelle zur Erinnerung des ersten Atombombenabwurf dieses Ufer „Hiroshima Ufer“ zu benennen.

Die Bezirksbürgermeisterin Innenstadt Frau Zander

 

Am 7.Juli dieses Jahres wurde vor dem Rathaus die grün-weiße Flagge der „Mayors for Peace“ gehisst. Damit setzt auch unser Oberbürgermeister ein Zeichen. Gemeinsam mit 7.000 Kolleginnen und Kollegen weltweit und dabei 460 Kollegen in Deutschland unterstützt unsere Stadt die Kampagne - „Atomwaffenfrei bis 2020“. Unsere Stadt Braunschweig ist seit 31 Jahren Mitglied in diesem Zusammenschluss. Der Einfluss dieser Städte ist leider gering, aber es wird daran erinnert, ja ermahnt und das ist wichtig! Im Altstadtrathaus in der Dornse fand außerdem an diesem Tag eine sehr bewegende Feier mit anschießender Diskussion statt. Es zeigte sehr deutlich; Sie sind nicht allein mit Ihrer Idee.

Auch nach jetzt 72 Jahren ist der Gedanke an die verheerenden Folgen, die diese Atombomben auslösten, furchtbar.

Wozu sind Menschen fähig! Die Folgen des Abwurf waren so grauenvoll, dass es bis heute noch kein Staat gewagt hat, diese letzte, alles vernichtende Waffe einzusetzen. Aber können wir sicher sein, dass es nie wieder geschehen kann?

Ohne die Atommächte haben die Vereinten Nationen einen Vertrag zum Verbot von Atomwaffen verabschiedet. 122 Nationen an den Verhandlungen teilnehmende Länder stimmten dem für die Annahme des völkerrechtlich verbindenden Dokuments zu. Immerhin. Das gibt Hoffnung aber es ist nicht genug! Gerade die Länder, in deren Besitz sich die Atomwaffen befinden, haben bisher noch keine Verträge zur Abschaffung unterschrieben. Im Gegenteil die Bedrohung ist da. Wir leben in sehr unruhigen Zeiten.

Umso wichtiger ist es, an diese Folgen des Abwurfs immer wieder zu erinnern. Der Dialog zwischen den Kulturen und die aktive Auseinandersetzung mit den Themen Frieden und Freiheit bleiben die Aufgaben, denen wir uns in Zukunft stellen und gemeinsam bewältigen wollen und auch müssen; für eine Entspannungspolitik in einer massenvernichtungs- und atomwaffenfreien Welt.

Das Friedenszentrum hat am heutigen Hiroshimatag zur Erinnerung an den ersten Atombombenabwurf diese Lichterprozession und „100 Kerzen auf der Oker“ organisiert und gedenkt der Opfern der nuklearen Massenvernichtung mit ihren verheerenden Folgen.

Am Okerufer in stimmmungsvoller Atmosphäre mit Gesang und Guitarre von Corinna Senftleben und Matthias Wesche

Es soll auch ein Zuruf an die jüngere Generation sein, denn an ihr liegt es, jetzt und künftig eine friedliche Zukunft zu gestalten – und das weltweit. Die Vision, die wir alle haben, ist, die Atomwaffen weltweit abzuschaffen, auch wenn das Ziel noch weit entfernt scheint.

Dem Friedenszentrum e.V. und Braunschweiger Friedensbündnis, die sich so für diese gewaltige Aufgabe engagieren, ja brennen, sage ich herzlichen Dank für ihre Friedensarbeit.

Bitte lassen Sie nicht locker und machen mit Ihrer Arbeit immer weiter!

 

 

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