Wie die BZ mit Statistik die Wirklichkeit schönt

Oder auch: Jeden Tag eine gute Nachricht für den "Chef"

Heute war in der BZ eine schöne Grafik abgedruckt. Schön und gut? Nein, nur schön.
Statistiken hinbiegen und Bürger verdummen gehört für die BZ anscheinend zusammen.
Sehen Sie selbst.
Bevölkerungsentwicklung


Der markierte Ausschnitt zeigt deutlich, dass die BZ einen für ihre Aussage geeigneten Zeitabschnitt der Bevölkerungsentwicklung gewählt hat.
Dem müssen folgende zwei Punkte gegenübergestellt werden:
1. Der Abschnitt ist geschickt gewählt. Die BZ-Grafik verschweigt, dass seit der letzten Eingemeindung (1974) schon einmal der "Negativtrend" durchbrochen wurde.
2. Die BZ-Grafik zeigt nur den oberen Bereich der Sklala von 235.000 bis 260.000 Einwohner auf. Das verstärkt den Verlauf der Grafikkurve und dramatisiert ihn.
Bezeichnenderweise hat die BZ ihre Grafik dem newsclick-Artikel erst gar nicht hinzugefügt.

Wieder einmal stellt sich die Frage, warum die BZ soetwas macht? Wieso übernimmt die BZ die Aussagen des Oberbürgermeisters?

Die Gesamtansicht (1970-2005) zeigt die ganze Wahrheit über die Bevölkerungsentwicklung in Braunschweig auf.

In einem anderen wichtigen Zusammenhang ist auch der Bevölkerungssprung 1974 interessant. Während die BZ in ihrem Bericht von der Durchbrechung des Negativtrendes von sagenhaften 0,51% (2004) und 0,41% (2005) der Braunschweiger Bevölkerung spricht, mache ich auf die 12,5% Zuwachs im Jahre 1974 aufmerksam, bewirkt durch die Eingemeindung vieler Dörfer entlang der Stadtgrenze.
Dieser Anteil der Braunschweiger Bürger bekommt jetzt bei der Privatisierung der Stadtentwässerung die "bürgerfreundliche Politik" besonders zu spüren. Dazu lesen Sie mehr auf unseren Seiten.

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