"…stets eine Bibel bei sich trug, selbst im vordersten Schützengraben."

Hinter dieser Überschrift verbirgt sich eine Streitschrift zur Glorifizierung des ehemaligen Stahlhelm-Landesführer Werner Schrader, der dieses Amt bis 1933 innehatte. Der nach und nach bewusst herbeigeführte Mythos um diesen Mann beinhaltet seinen Selbstmord nach dessen Beteiligung am
Widerstand gegen Hitler am 20. Juli 1933 und die Behauptung, er habe als Nazigegner ab 1931 im März 1933 im AOK-Gebäude in Braunschweig gegen den nationalsozialistischen Ministerpräsidenten einen "Putsch" versucht. Es ist richtig, dass er am 20. Juli beteiligt war, unrichtig ist, dass er gewaltsam gegen Klagges vorgegangen sein soll.

„Konjunkturritter“ und „Postenjäger“.

Die Gedenkstätte Schillstraße lädt am Donnerstag, dem 18.Mai 2017, um 19.00 Uhr zum zweiten Vortrag in der Reihe „Rechtsradikalismus in der regionalen Geschichte“.

Tagebuchreflexionen eines Kochs zum politischen Klima in Wolfsburg und Umgebung zur Zeit der DRP-Wahl 1948

Mit dem Ausgang der Kommunalwahl vom 28. November 1948 schrieb Wolfsburg ein schmähliches Kapitel der deutschen Nachkriegsgeschichte, denn erstmals konnte eine „Partei des organisierten Rechtsradikalismus“ ein kommunalpolitisches Ausrufezeichen setzen.

Dr. Alexander Kraus fragt in seinem Vortrag nach den Gründen für den beispiellosen Erfolg der Deutschen Rechtspartei (DRP), die damals mehr als 64 Prozent der Wählerstimmen gewinnen konnte.

 

 

Pressefreiheit in der Türkei — gibt es sie noch?

"Pressemitteilung"

https://www.verdi.de/++file++5073a222deb5011af9001e61/download/VERDI-Farbe_ohne-Schriftzug.pngDer 3.Mai ist der Internationale Tag der Pressefreiheit der UNESCO. Er erinnert daran, dass in vielen Ländern die Freiheit der Medien bedroht oder eingeschränkt ist. Er erinnert an zensierte, verfolgte, inhaftierte und ermordete Journalistinnen und Journalisten.
In diesen Zusammenhang führt die Gewerkschaft ver.di in Braunschweig eine Veranstaltung mit Mustafa Kuleli, dem Generalsekretär der türkischen Journalistengewerkschaft TGS (Türkiye Gazeteciler Sendikasi) durch.

Samstag, 06.05.2017, 19:00 Uhr Gewerkschaftshaus Braunschweig, Wilhelmstr.5

Die Türkei gehört lt. Reporter ohne Grenzen zu den Ländern mit den meisten inhaftierten Journalisten weltweit. Nach dem Putschversuch im Juli 2016 wurden über 100 Journalisten verhaftet, rund 150 Medien geschlossen und mehr als 700 Presseausweise annulliert. Kritische Journalisten stehen unter Generalverdacht. Die wenigen noch verbliebenen unabhängigen Medien arbeiten in ständiger Angst. Wiederholt wurde ausländischen Journalisten die Akkreditierung verweigert oder die Einreise verwehrt.
Rangliste der Pressefreiheit — Türkei Platz 155 von 180

„Asse II – Belastungen analysieren, Risiken minimieren“

Für die ehemalige Samtgemeinde Asse wurden 2010 für 2002 – 2009 signifikant erhöhte Krebsraten festgestellt – dreimal so viele Schilddrüsenkrebsfälle bei Frauen und doppelt so viele Leukämiefälle bei Männern. Frühere Zahlen liegen nicht vor, da das Epidemiologische Krebsregister Niedersachsen erst im Jahr 2000 gegründet wurde.

Ein beim Landkreis angesiedelter Expertenkreis kam zu dem Ergebnis, dass nicht „nachgewiesen“ werden konnte, dass ein Zusammenhang mit der Schachtanlage Asse II besteht. „Nachweisen“ lassen sich solche Zusammenhänge bisher nur statistisch. Was die Belastungen der Anwohner durch den Müll in der Schachtanlage Asse II angeht, so sind sie für die umliegenden Gemeinden weit größer als an jedem Atomkraftwerk.

Eine Sonderbriefmarke zum 50. Todesjahr von Fritz Bauer

Der auch von Bundesjustizminister Heiko Maas unterstützte Vorstoß, im 50. Todesjahr von Fritz Bauer eine Sonderbriefmarke herauszugeben, ist vom Bundesfinanzministerium abgelehnt worden. Daraufhin hatte ich mich an Klaus Staeck gewandt und ihn gebeten, für die Freunde von Fritz Bauer ein Bild zu gestalten, das man bei der individuellen Gestaltung einer Fritz Bauer Briefmarke verwenden kann. Diese Datei liegt nun vor und ist beigefügt. Speichert sie auf Eurem PC ab.

Und nun noch eine kurze Anleitung:

Radikalenerlass - ein unrühmliches Kapitel in der Geschichte Niedersachsens

 

Radikalenerlass - ein unrühmliches Kapitel in der Geschichte Niedersachsens - endlich Kommission zur Aufarbeitung der Schicksale der von Berufsverboten betroffenen Personen einrichten

 Antrag der Fraktion der SPD und der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen -Drs. 17/1491

 Der Ausschuss für Inneres und Sport empfiehlt dem Landtag, den Antrag in folgender Fassung anzunehmen:

 Entschließung

Der Landtag wolle beschließen:

Am 28. Januar 1972 beschloss die Ministerpräsidentenkonferenz unter dem Vorsitz des damaligen Bundeskanzlers Willy Brandt den sogenannten Radikalenerlass. Zur Abwehr angeblicher Verfassungs feinde sollten „Personen, die nicht die Gewähr bieten, jederzeit für die freiheitliche demokratische Grundordnung einzutreten“ aus dem öffentlichen Dienst ferngehalten bzw. entlassen werden. Vollständige Entschließung

Literatur mit Musik: Genießen für den guten Zweck

Am 4. Mai, um 19 Uhr, liest die Braunschweiger Freizeitliteratin Annie Sonnenberg aus ihrem FanFiction-Kriminalroman "Caine und die Priesterin". Der Abend wird abgerundet durch Gitarrenmusik von Christa van Maaren und Anja Wiegard.

Zum Buch: Chinatown, um die Jahrtausendwende. Drei katholische Priester wurden ermordet. Können der buddhistische Apotheker und sein Sohn zwischen Schuld und Unschuld unterscheiden?

Der Roman lädt den Leser ein, die Ermittlungen der Polizei zu begleiten und dabei in die Erfahrungs- und Gedankenwelten zweier Kulturen einzutauchen. Vor allem aber zeichnet das Buch eines aus: Melodiöse Sprachführung für Liebhaber gehobener Unterhaltung.

Die Veranstaltung findet im Gemeindezentrum St. Johannes Baptista (Im Winkel 4, 38110 Braunschweig-Wenden) statt. Für kleine Erfrischungen wird gesorgt.

Der Eintritt ist frei. Spenden für den Rechtshilfefonds Strahlenschutz e.V. werden erbeten.

 

Wenn die Untoten reden, werden wir auf dem Friedhof die Wahrheit ausgraben. Teil 7

Die Jubelhymnen nach 10 Jahren Schlossarkaden sind gesungen. Natürlich ist unter dem Strich alles gut. Bedauerlich, dass die historisch gewachsene Innenstadt unter den Schlossarkaden leidet. Aber so genau will man es nicht wissen. Vielleicht hat ja ECe als Geschäftsführer der Passagen einen gewissen Einfluss gehabt auf die nunmehr marode Situation, um das ECE-Center ("Schloss") zu bevorteilen?

Der Braunschweig-Spiegel entschloss sich, die Kitiker zu Wort kommen zu lassen, denn Vieles darf nicht unwidersprochen bleiben. Um der Legendenbildung im Streit um den Schlosspark und dem Bau der riesigen Kaufhalle  etwas entgegen zu setzen, gräbt der Braunschweig-Spiegel in seinen Dokumenten, um die Wahrheit auszugraben und lässt widerständige Bürgerinnen und Bürger zu Wort kommen.

Ein Märchen wird wahr - Anregungen und Bedenken zur Weihefeier des Schlosses

Wenn die Untoten reden, werden wir auf dem Friedhof die Wahrheit ausgraben. Teil 6

Es ist der Aufbau der Schlossfassade und das ist dann das Schloss

Zur Einweihung der Schlossarkaden sagte Ex- OB Dr. Hoffmann folgendes und ruderte zurück: „Es ist natürlich nicht das alte Schloss. Das weiß doch jeder. Weder ist es komplett aufgebaut noch wohnt der Herzog drin. Es ist der Aufbau der Schlossfassade und das ist dann das Schloss. Und das andere ist die Schloss-Arkade.“ Quelle: Das Shopping-Schloss“ im NDR am 1.April 2007. Welche Verachtung der BürgerInnenschwingt in diesem Satz mit.

Die Schlossfassade, Motive und Kosten
Bekanntlich gibt es oft bei Entscheidungen die edlen und die wahren Motive.

Das edle Motiv: Braunschweig sollte mit dem Schloss ein Stück Identität wiedergegeben werden. Die Bürger sollten ihr Schloss wiederhaben, das sie angeblich so sehr herbeisehnten.

Das wahre Motiv: Es sollte ein neues Kaufhaus in die Stadt und damit ein Großinvestor. Den Bürgern konnte ein Kaufhaus anstatt des Schlossparks nur nahe gebracht werden, wenn sie dafür ein Schloss bekommen, was sie dann ja nicht bekamen.

Natürlich durfte die Schlossfassade der Stadt nichts kosten. Aber ECE wollte die 13,5 Mio. teure Fassade auch nicht bezahlen. Und so zahlte die Stadt doch! Entgegen den Verlautbarungen aus der Verwaltung, erhielt die Stadt die Schlossfassade nicht zum Null-Tarif, sondern finanzierte sie aus den Einnahmen aus dem Schlossparkverkauf. Die Fassade ist dabei nicht etwa Eigentum der Stadt, sondern Eigentum von DEKA, der Eignerin der ‚Schloss-Arkaden’. Der Stadt, also dem Bürger gehört gar nichts, nicht mal die Fassade und schon gar nicht die Brunonia.

Fazit: CDU, FDP und OB Hoffmann haben der Bevölkerung Braunschweigs nicht die Wahrheit gesagt! Das Schloss ist eine unvollständige Fassade mit angemieteten Funktionsräumen. Die Stadt Braunschweig hat die bezahlt und Eigentümerin ist die DEKA. Dem Bürger wurde nichts zurückgegeben, der Schlosspark wurde vielmehr verkauft. Dem Bürger der Stadt gehört nichts, auch nicht die Brunonia, die ja angeblich den Braunschweigern von der Borek-Stiftung zurückgegeben werden sollte. Die Borek-Stiftung bekommt die Eintrittsgelder für die Besichtigung  der Brunonia und wir Bürger tragen vertragsgemäß die Kosten.

 

Wer hat die Schlossfassade bezahlt?

Wer kann diesem Mann noch trauen? (Erste Betrachtung) von Andreas Matthies

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