SPD-Sommerprogramm: Viele Überraschungen an altvertrauten Orten

Braunschweig ist Forschung, Braunschweig ist sozial. Braunschweig ist Arbeitsplatz, Heimat, Geschichte und Zukunft inmitten einer reizvollen Umgebung für eine Viertelmillion Menschen. In ihrem Sommerprogramm lädt die SPD Braunschweig Alt und Jung dazu ein, diese attraktive Vielfalt aus neuen Blickwinkeln zu betrachten – und mitzumachen.

Einmal unter fachkundiger Führung den mittlerweile größten norddeutschen Container-Hafen im Binnenland erkunden? Bei einer gemütlichen Radtour die erfolgreiche Renaturierung der Wabe mit allen Sinnen erleben? Mit Bat-Detektoren den Fledermäusen am Jödebrunnen nachspüren? Oder der Reiter- und Diensthundführerstaffel der Polizei bei ihrer verantwortungsvollen Aufgabe über die Schulter schauen?

Alles ist möglich bei den rund 60 Veranstaltungen zwischen Ende Juni und Anfang September. Braunschweigs SPD-Vorsitzender Christos Pantazis (MdL) verspricht: „Unsere Stadt verändert sich stetig. Auch so manch Alteingessene entdecken an altvertrauten Orten neue Entwicklungen mit vielen Überraschungen.“

Nach Redaktionsschluss hinzugekommen sind noch die Führungen „Rundgang im Monkeyman Hochseilgarten“ (Dienstag, 27. Juni, 10 Uhr; anschließend ist Klettern zum ermäßigten Preis möglich, Jugendliche 14,- | Erwachsene 18,-), „Mit dem Boot auf der Oker. Braunschweig aus der Sicht des Gewässerschutzes“ (Donnerstag, 13. Juli, 11 Uhr, Treffpunkt: Eisenbütteler Wehr) und „Besuch der Apotheke des Städtischen Klinikums Braunschweig“ (Donnerstag, 20. Juli, von 10 bis 12 Uhr).

Viele Veranstaltungen sind auch für Kinder geeignet; die meisten barrierefrei. Anmeldungen ab 15. Juni unter Tel.: 0531/480 98 21 oder per Email an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Das komplette Programm im Anhang.

ANHANG: pdf-Datei SPD-Sommerprogramm

Dieselgate: Vorsitzender des Untersuchungsausschusses Behrens bei der Linken zu Gast

"Der Abgasskandal ist nicht beendet. Darüberhinaus ist er auch nicht ausschließlich ein Dieselskandal des VW-Konzerns", kommentiert Herbert Behrens, niedersächsischer Bundestagsabgeordneter der LINKEN und Vorsitzender des Parlamentarischen Untersuchungsausschusses, die Ergebnisse der Ausschussarbeit. Am 22. Juni wird der Bericht dem Bundestagspräsidenten übergeben, die öffentliche Debatte im Plenum des Bundestages ist für den 28. Juni vorgesehen.

Die Braunschweiger LINKE hat Behrens eingeladen, über die Arbeit im Ausschuss zu berichten. In der Versammlung mit dem Bundespolitiker sollen ebenso Forderungen der LINKEN zur Sicherung der Arbeitsplätze in der Automobilindustrie diskutiert werden.

Cihane Gürtas-Yildirim, Bundestags-Direktkandidatin der LINKEN in Braunschweig: "Hier in Braunschweig machen sich die Beschäftigten von VW und ihre Angehörigen Sorgen über die Zukunft des Unternehmens. Offenbar spielt der Konzern nicht mit offenen Karten und befördert diese Sorgen auch noch." Die öffentliche Veranstaltung findet am

Freitag, 16. Juni, um 18:30 Uhr im Parteibüro der LINKEN in der Wendenstraße 52 statt.

Hoffmann kontra Landesrechnungshof: Frau Obi-Preuss (nB) um Sachlichkeit bemüht

Nun ist der Streit zwischen Ex-OB Dr. Hoffmann und dem Landesrechnungshof schon einige Tage alt. Die Positionen stehen sich rechthaberisch gegenüber. Der Chefredakteur der BZ, Herr Armin Maus, hat sich eindeutig auf die Seite des Ex-OB geschlagen und verteidigt ihn. Man fragt sich: warum eigentlich? Gibt es hier gemeinsame Interessen? "Braunschweiger Identität", oder so? Oder noch was anderes? Dass in kritischen Zeiten oder bei wichtigen Entscheidungen immer wieder die "Braunschweiger Identität" herhalten muss, wirkt inzwischen etwas peinlich. Die Braunschweiger Schalmeienklänge zur Sammlung der Patrioten hinter "Blau-Gelb" zur Abwehr vermeintlich Feinde, vornehmlich aus Hannover (z. B. Landesrechnungshof), ist geradezu lächerlich und für die mehrheitlich zugereisten Braunschweiger inzwischen oberpeinlich.

Frau Obi-Preuss scheint im Streit die nötige Distanz zu haben, und ist um Sachlichkeit bemüht. Das ist auch gut so, denn sie informiert umfassend und sachlich. Dabei klärt sie auch noch Missverständnisse auf. Danke Frau Obi-Preuss. Siehe Seite 8 der nB.

Thema SBK: "finanzielle Ausschweifungen" auf Staatskosten von Ex-OB Dr. Hoffmann

Sehr geehrte Damen und Herren,

in den vergangenen Tagen gab es etwas Wirbel zu meinen Aussagen rund um die Ausgaben der "Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz" (SBK), wie auch im heutigen Interview mit Stiftungspräsident Dr. Hoffmann in der Braunschweiger Zeitung zu lesen ist. 

Die SBK vertritt mit ihrer Arbeit Ur-Braunschweigische Interessen in Kultur und Gesellschaft und leistet mit ihren millionenschweren Förderungen einen zentralen Beitrag für unsere Region. Gleichwohl sind Ausgaben, wie sie im Bericht benannt werden (Private Sekretariatskraft für den Präsidenten: 20.000 €, „Stiftungssymposium“ anlässlich des 65. Geburtstags des Präsidenten: 4.400 €, Stiftungsdinner in Berlin: 10.000 €) nur schwer vermittelbar. 

Hierbei geht es mitnichten um Parteipolitik! Im Gegenteil, ich finde, dass ich als Landtagsabgeordneter und Mitglied des zuständigen Ausschusses für Wissenschaft und Kultur derartige Dinge sehr wohl als "finanzielle Ausschweifungen" bezeichnen sollte, wenn sie - wie im Bericht erläutert - vorgefallen sind. 

Schließlich schaden gerade diese nichtvermittelbaren Ausgaben dem Ansehen der SBK erheblich.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein sonniges Wochenende!

Ihr
Dr. Christos Pantazis, MdL

 

Und darum geht es: NDR-Bericht (red)

Schlachten trächtiger Rinder

Diese Bio-Kühe dürfen noch Hörner tragen. Sie werden nicht geschlachtet, wenn sie trächtig sind.

Kommentar: Markus Pahlke

"Es werden immer trächtige Tiere zum Schlachter gehen"

Möglicherweise gibt es Fässer, die man besser nicht aufmacht. Weil sie, wie die Büchse der Pandora, nur Übles entlassen. Man muss sich aber auch fragen lassen, ob bestimmte Sachverhalte deshalb nicht angesprochen werden, weil man dafür nur Prügel beziehen kann. Ein solches Thema ist die Schlachtung von trächtigen Tieren. Hier sind die Wogen in den letzten Monaten so hochgekocht, dass kaum noch einer Stellung beziehen will. Und wenn doch, dann werden nur die möglichen Konsequenzen genannt, die Landwirten drohen sollen, wenn sie entsprechende Tiere abliefern.

Schlachten trächtiger Tiere auf ein Minimum bringen

Dabei wird die Diskussion so geführt, als sei es per se ein Verbrechen, trächtige Tiere zu schlachten. Das wiederum zeigt, wie sich die Wahrnehmung in den letzten Jahren verändert hat. Und das ist das eigentlich Bedenkliche. Man wird diesem Konflikt nicht dadurch ausweichen können, dass man das Fass nicht aufgemacht. Denn damit ist der eigentliche Sachverhalt, nämlich dass es immer wieder trächtige Schlachtkühe geben wird, noch nicht aus der Welt geschafft.

Vom kalten Krieg zur multipolaren Weltordnung


Wege zu einer Kultur des Friedens

Eine Veranstaltung des Friedenszentrums Braunschweig. e.V. in der Vortragsreihe
am Donnerstag, 15. Juni 2017 um 19.00 Uhr in der VHS Braunschweig, Alte Waage 15, Braunschweig


Mit dem Jahr 1989 endete der »Kalte Krieg«. Nach dem Sieg über ihren östlichen Kontrahenten sehen sich die USA jedoch neuen aktuellen und potenziellen Rivalen gegenüber.
Wie werden sie sich - im Bewusstsein des bis dato erfolgreichen Hegemonialstrebens - dieser neuen Herausforderung gegenüber verhalten?
Wie konfliktträchtig wird die sich jetzt neu herausbildende Weltordnung sein?
Welche Ursachenkomplexe wirken im Hintergrund?

Diese Befunde und Fragen sind Gegenstand des Vortrages.

Jörg Kronauer ist Buchautor, in vielen Fachzeitschriften publizierender Journalist und Sozialwissenschaftler.

Die Grünen wandern ab nach rechts zur Mitte

Die Grünen haben über die letzten Jahr kontinuierlich einen Rechtsruck vollzogen und sind von einer linksliberalen Partei zu einer Partei der Mitte geworden. Dies manifestiert sich insbesondere im Bereich Migration und Asyl, so war es nur durch grüne Landesregierungen möglich das Asylrecht zu verschärfen und somit mehr Abschiebungen durchzusetzen. Die Folge dieser Politik ist, dass immer mehr Grüne Politikerinnen und Politiker aus der Partei austreten, die letzte war die hessische Landtagsabgeordnete Mürvet Öztürk.

Siehe in "Freiheitsliebe: "Grüne: Abgeordnete verlassen Partei wegen Rechtsruck"

 

„Terrorismus ist immer die Waffe des Unterlegenen“ Ex-NATO-Offizier Scholz im Interview

"Wie wird Krieg geplant und schlussendlich ausgeführt? Oberstleutnant a.D. Ulrich Scholz, war während des Kalten Krieg selbst Kampfpilot und Ausbilder in der Luftwaffe tätig. Heute bezeichnet er Krieg als Pathologie des Westens und fordert ein Umdenken in der NATO. So sollte die NATO reformiert werden und Länder wie Russland und China integrieren, um dauerhaft Stabilität zu gewährleisten." Interview

Der Schokoladenlöwe und der schwierige kolumbianische Frieden

 

Fotografiert auf der Plaza de Bolivar im Zentrum Bogotas bei der Friedensdemo am 26.10.2016 Foto MEIER

Ja, der braunschweiger Schokoladenlöwe hat durchaus so einiges mit dem kolumbianischen Frieden zu tun. Mit viel Aufwand wurde der Löwe im November 2016 der Öffentlichkeit vorgestellt. Vieles wurde geschrieben zur Friedensschokolade und ihren Friedenskakao aus Kolumbien. Ein Braunschweiger Designerteam  hat sogar den Preis der "Kreativpioniere Niedersachsen" für ihr Projekt "Cacao de Paz" gewonnen. Liest man die Presse, die aus Kolumbien berichtet, so bekommt man den Eindruck, dass der Krieg ebenso zunimmt wie der Drogenanbau. War alles umsonst, fragt man sich, kann es keinen Frieden in Kolumbien geben, ist damit auch der Friedenskakao ein schlichter Werbegag? Hier gleich die Antwort:

DIE FRIEDENSBEMÜHUNGEN WAREN NICHT UMSONST UND DEN FRIEDENSKAKAO FÜR UNSEREN LÖWEN GIBT ES NICHT NUR SYMBOLISCH, SONDERN IN REALITÄT!

Flagge der kolumbianischen FARC-Guerilla Foto: MEIER

Wer konnte erwarten, dass ein 52-jähriger Krieg um Landverteilung und Drogen mit einigen Unterschriften auf einem Blatt Papier sogleich umgesetzt werden kann? Die meisten Menschen in Kolumbien kennen nur den Krieg - und nicht den Frieden. Nur Naivlinge konnten das erwarten. Zu viele Interessen sind im Spiel, zu viele Rechnungen offen und dazu noch Paramilitärs (irreguläre Kampfverbände von Großgrundbesitzern) und Drogenbanden. Der Frieden kann nur in einem langwierigen Prozess gewonnen werden. Dazu muss die Regierung in Bogota auch noch mehr leisten. Zum Beispiel die Landverteilung auf sauberer Rechtsgrundlage endlich zu beginnen, wie es im Friedensvertrag steht.

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