Dr. Gert Hoffmann oder die Verschiebung von Wahrheit (Teil 16)

Er lügt nicht, der Oberbürgermeister von Braunschweig, Dr. Gert Hoffmann, wenn er behauptet (Pressemitteilung v. 25. und Braunschweiger Zeitung v. 26. August 2006): "Wir haben uns schon entgegen anders lautenden Gerede nicht an den Kosten der Schlossfassade selbst beteiligt, ..." Aber er erweist sich einmal mehr als ein ausgebuffter Täuscher der Öffentlichkeit, denn:

Die Stadt Braunschweig hat die "Errichtung der historischen Schlossfassade" vollständig bezahlt.

Ralph Herbert Meyer traut seinen Augen nicht

Wie immer, wenn Ralph Herbert Meyer die Bürgerinitiative Braunschweig BIBS in fragwürdige politische Nachbarschaft zu rücken versucht, vergißt er, zu erwähnen, dass die politischen Wurzeln von Oberbürgermeister Hoffmann in der NPD zu verorten sind. So wieder in seiner heutigen Glosse in der Braunschweiger Zeitung.

Leserbrief: Realsatire - ADAC greift Baustellen-Chaos an

Zum BZ-Artikel "Baustellen-Chaos in Braunschweig: ADAC greift Stadtverwaltung an"

Sehr geehrte Damen und Herren,

Ihr Bericht vom 11.8.2006 "Baustellen-Chaos in Braunschweig: ADAC greift Stadtverwaltung an", gleicht einer Realsatire.

Man bedenke: der Vorsitzende des ADAC Niedersachsen, Reinhard Manlik, CDU-Ratsherr, ist ebenfalls Mitglied im Bau- und auch im Verwaltungsausschuss. Wenn Manlik nun beklagt, dass innerstädtisch zuviel gebuddelt wird und sagt, "20 Baustellen in Braunschweig zeitgleich sind zuviel, das ist ein einziges Chaos" und damit die Stadtverwaltung attackiert, beklagt er Zustände, die er doch selbst mit zu verantworten hat.

Demokratische Kontrolle ist notwendig!

Demokratische Kontrolle ist notwendig!

Zweifellos hat Peter Fiebiger in seinem Leserbrief vom 13.8.06, ob Politiker die besseren Unternehmer sind, eine Frage aufgeworfen, die für ihn leicht zu beantworten war. Sein etwas zu schlicht geratener Rückschluss, dass, weil es der charakterschwache Politiker nicht kann, können es Unternehmer besser, bedarf einer genaueren Betrachtung. Wenn man sich mit dieser Frage also eingehender beschäftigt, so wie die BIBS dieses macht, kommt man rasch zu der Erkenntnis, dass man den „Bock zum Gärtner“ macht, wenn Unternehmen für die nachhaltige Daseinsvorsorge verantwortlich sind.

Ebenso könnte gefragt werden: sind Unternehmer die besseren Politiker? Man könnte das meinen, zumal Unternehmen zunehmend, allein durch ihr unternehmerisches Handeln, massiv in die unterschiedlichen Politikfelder eingreifen. Woher nehmen sich Unternehmen oder ihre Organisationen das Recht, in die Wirtschafts- und Sozialpolitik zahlreicher Länder so massiv einzugreifen, dass das Sozialgefüge zusammen bricht und die Menschen, um die es ja eigentlich geht, verelenden.

Alles nur Fassade - offener Brief von Braunschweiger Bürgern an Braunschweiger Bürger

Folgender offener Brief von Braunschweiger Bürgerinnen und Bürger wurde uns mit der Bitte um Veröffentlichung zugesandt. Leser, die diesen Brief mit unterzeichnen wollen, mögen sich bitte bei Dr. Ingeborg Gerlach (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) melden.

Alles nur Fassade. Oder: warum fünf Jahre OB Hoffmann genug sind

Ein offener Brief an unsere Mitbürger


Braunschweig ist eine Pracht- und Prunkstadt geworden. Es leben Glanz und Gloria! Spiegelnder Basalt glänzt am „Boulevard Bohlweg“, den OB Hoffmann mit ohrenbetäubenden Böllerschüssen eröffnen ließ. Wir wagen uns nicht auszudenken, mit welchem Pomp im nächsten Jahr das „Schloss“ eröffnet werden wird. Hierfür wurden 255 Bäume umgelegt, und dies, obwohl der Ort durch Feinstaub schwer belastet ist. Außerdem: Sollte nicht die Mitte der Stadt dort sein, wo die Kirchen und die alten Märkte sind?
Wer hinter die repräsentative Fassade des ECE-Centers schaut, stößt auf hässliche Fakten: Der Grund und Boden des Schlossparks in zentraler Lage wurde verscherbelt, Arbeitsplätze in der Stadt werden vernichtet, und es fließen keine Steuern in den städtischen Haushalt; im Gegenteil: Das Gerücht geht um, dass wir, die Bürger, jetzt auch noch für die Entwässerung des Monstrums ECE bezahlen müssen. Auch gibt es hohe Folgekosten: Für die Anmietung von Räumen, in denen die kulturellen Einrichtungen der Stadt untergebracht werden, muss Braunschweig 30 Jahre lang jeweils 1,3 Millionen an ECE bezahlen.

In eigener Sache

Enormer Zuspruch

Die Internetplattform www.unser-braunschweig.de hat sich als Medium zu Themen der Braunschweiger Lokalpolitik etabliert. Innerhalb der letzten sechs Monate (16. Februar bis 15. August) wurden von unseren Lesern insgesamt 103.958 Seiten besucht.

Offener Brief an Günter Grass

Sehr geehrter Herr Grass,

der Wirbel um Ihre Zwangsmitgliedschaft in der Waffen-SS erstaunt mich. Offensichtlich sind Sie kein Anhänger von NS-Gedankengut und diese Stelle in Ihrem Lebenslauf ist Ihnen sehr peinlich.
Sehen Sie mal in den Lebenslauf des Oberbürgermeisters der Großstadt Braunschweig. Dr. Hoffmann war Ende der 60er-Jahre ein führendes Mitglied in einer NPD-Organisation. Dieses hat er als Jugendsünde deklariert, obwohl er noch vor einigen Jahren den "Asylantenbestand" in Gifhorn verringern wollte.
Trotzdem durfte er unsere Stadt regieren und stellt sich erneut zur Wahl.
Sie brauchen sich also keine Sorgen zu machen, dass Ihr Geständnis Konsequenzen haben wird.

Mit freundlichen Grüßen

Marcus Else

Leserbrief: Wenn man im Glashaus sitzt...

Zu BZ vom 15.6.2006, Seite 45, Von Bürgerferne kann ernsthaft nicht die Rede sein.

Herr Hoffmann erwähnt beiläufig, die Bürgerinitiativenliste (Bürgerinitiative Braunschweig – BIBS) sei ‚wahrscheinlich‘ von der PDS initiiert. Diese Behauptung weise ich als (nie PDS-Mitglied gewesener) Kandidat dieser Liste zurück. Oder will Herr Hoffmann andeuten: Wer sich z.B. einmal für eine Partei, z.B. PDS, eingesetzt hat und dann Mitglied einer Bürgerinitiative wird, werde dann die Ziele dieser Partei in der Bürgerinitiative ‚hintenrum‘ verfolgen? Will er damit vielleicht, sogar, eine autobiografische Anmerkung machen? Schließlich war er bis ins Erwachsenenalter führendes NPD-Mitglied, ist jetzt aber CDU-Bürgermeister und hat als solcher einen Polizeieinsatz gegen Braunschweiger Bürger gelobt, die gegen eine unsägliche NPD-Kundgebung protestieren wollten. Ein Einsatz übrigens, bei dem – per Landgerichturteil festgestellt – die demokratischen Rechte einer großen Zahl dieser Demonstanten durch die Polizei aufs schwerste verletzt wurden. Falls der NPD-Saulus wirklich zum CDU-Paulus geworden sein sollte, kann er sich nun für seine oben genannte Unterstellung und seine Belobigung eines in weiten Teilen rechtswidrigen Polizeiverhaltens entschuldigen.

Reinhard Hoffer

Geniale Erschließungen oder die Verschiebung von Zahlungspflichten (Teil 15)

Die überbauung des ehemaligen Schlossparks mit einem Einkaufszentrum, den so genannten Schloss-Arkaden, wurde mit einer vereinfachten und beschleunigten Bauplanung durchgesetzt, über einen "Vorhaben- und Erschließungsplan".

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