Hoffmanismus

Eigentlich ist der Wahlausgang zugunsten des bisherigen Amtsinhabers entschieden, glaubt man der heute veröffentlichten Infratest Dimap-Umfrage. Umso erstaunlicher wirkt deshalb die nervöse Unruhe innerhalb der CDU Braunschweig. Bekanntlich hatte vorgestern der bisherige Fraktionsvorsitzende Wolfgang Sehrt wegen atmosphärischer Störungen das Wahlkampfteam verlassen. Führende CDU-Kommunalpolitiker befürchten gar den Verlust der CDU/FDP-Mehrheit im Rat. Gleiches scheint auch der Amtsinhaber zu befürchten.

BZ-Entstellungen und keine Ende

Beschwerdebrief an die Braunschweiger Zeitung

Betrifft das Telefoninterview mit OB Kandidat der SPD am 30.9.06

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit möchte ich mich über die Darstellung meiner am 30.9.06 telefonisch gestellten Frage beschweren.
Ich habe gefragt: „Laut BZ von heute befürchtet die CDU, dass die Mehrheit von CDU/FDP nach der Kommunalwahl durch eine Mehrheit von SPD, Grüne und BIBS abgelöst werden könnte. Herr Possemeyer, würde die SPD ein solches Bündnis eingehen?“
Der Redakteur R.H. Meyer veränderte meine Frage unter Verwendung meines Namens so: „Viele befürchten, dass es eine Mehrheit für SPD, Grüne, Linke und Bürgerinitiative gibt ...“
Für mich ist die Gleichsetzung von CDU und „Viele“ Meinungsmache und gibt auch nicht sinngemäß meine Äußerung wieder. Warum steht eigentlich „unabhängig nicht parteigebunden“ über der BZ?

Jürgen Bosse

Ansiedelung von Großeinkaufszentren: Braunschweiger Virus grassiert bundesweit

Unter der Überschrift „Leverkusen holt sich Braunschweiger Kompetenz für sein ECE-Projekt“ wird in der BZ in einem Artikel von Ralph-Herbert Meyer der Transfer von Braunschweiger Know-How in der Ansiedelung eines völlig überdimensionierten Einkaufszentrums als Vorbild für Leverkusen gefeiert. Wie auch in Braunschweig soll der Stadtplaner Walter Ackers in Leverkusen ein von der dortigen Stadt beauftragtes und vermutlich dann ebenfalls von ECE bezahltes Gutachten zur Integration für eine innerstädtische Shopping-Mall anfertigen. Bereits in zahllosen anderen Städten (Oberhausen, Siegen, Bayreuth etc.) ist die Zerstörung einer gewachsenen Innenstadt traurige Realität geworden. Nun droht auch Leverkusen ein ähnliches Schicksal. Genauere Informationen zum dortigen Projekt gibt die "Initiative Leverkusener Bürger für den Fortbestand der Stadtmitte Leverkusen" im Internet: http://www.pro-leverkusen.info/. Informationen über andere durch Einkaufszentren bedrohte Städte wie Aachen, Celle, Erlangen, Hameln, Heilbronn, Oldenburg, Passau, Würzburg, Klagenfurt etc. können über die Linkliste auf der Seite der Schlossparkfreunde abgerufen werden.

Unheilige Allianz für Braunschweig: Die Berichterstattung der BZ und der Hoffmann-Wahlve

Die Braunschweiger „Zeitung“ beweist in ihrer heutigen Ausgabe besonders eindrucksvoll, dass sie ihre Parteilosigkeit und Unabhängigkeit nun vollends aufgegeben hat und gezielt Meldungen verbreitet, die ihr schon vor zwei Monaten bekannt waren, jedoch als Wahlkampfmunition erst jetzt gezielt einsetzt.
Unter der Überschrift „Possemeyer fiel bei Dezernentenwahl durch“ wird der geschickt terminierte, aber dennoch plumpe Versuch gestartet, den SPD-Oberbürgermeisterkandidaten zu „verbrennen“.

Externe Beobachtungen des Braunschweiger Kommunalwahlkampfes

Der Braunschweiger Kommunalwahlkampf wird sogar in der ach so fernen Landeshauptstadt registriert. Die Beobachtungen der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung möchten wir unseren Lesern nicht vorenthalten.
"Ein Mann, ein Symbol und viele Gegner. An Gert Hoffmann, Braunschweigs umtriebigen Oberbürgermeister, entzündet sich der Wahlkampf." (Artikel in der HAZ vom 27.08.06)

Dr. Gert Hoffmann oder die Verschiebung von Wahrheit (Teil 16)

Er lügt nicht, der Oberbürgermeister von Braunschweig, Dr. Gert Hoffmann, wenn er behauptet (Pressemitteilung v. 25. und Braunschweiger Zeitung v. 26. August 2006): "Wir haben uns schon entgegen anders lautenden Gerede nicht an den Kosten der Schlossfassade selbst beteiligt, ..." Aber er erweist sich einmal mehr als ein ausgebuffter Täuscher der Öffentlichkeit, denn:

Die Stadt Braunschweig hat die "Errichtung der historischen Schlossfassade" vollständig bezahlt.

Ralph Herbert Meyer traut seinen Augen nicht

Wie immer, wenn Ralph Herbert Meyer die Bürgerinitiative Braunschweig BIBS in fragwürdige politische Nachbarschaft zu rücken versucht, vergißt er, zu erwähnen, dass die politischen Wurzeln von Oberbürgermeister Hoffmann in der NPD zu verorten sind. So wieder in seiner heutigen Glosse in der Braunschweiger Zeitung.

Leserbrief: Realsatire - ADAC greift Baustellen-Chaos an

Zum BZ-Artikel "Baustellen-Chaos in Braunschweig: ADAC greift Stadtverwaltung an"

Sehr geehrte Damen und Herren,

Ihr Bericht vom 11.8.2006 "Baustellen-Chaos in Braunschweig: ADAC greift Stadtverwaltung an", gleicht einer Realsatire.

Man bedenke: der Vorsitzende des ADAC Niedersachsen, Reinhard Manlik, CDU-Ratsherr, ist ebenfalls Mitglied im Bau- und auch im Verwaltungsausschuss. Wenn Manlik nun beklagt, dass innerstädtisch zuviel gebuddelt wird und sagt, "20 Baustellen in Braunschweig zeitgleich sind zuviel, das ist ein einziges Chaos" und damit die Stadtverwaltung attackiert, beklagt er Zustände, die er doch selbst mit zu verantworten hat.

Demokratische Kontrolle ist notwendig!

Demokratische Kontrolle ist notwendig!

Zweifellos hat Peter Fiebiger in seinem Leserbrief vom 13.8.06, ob Politiker die besseren Unternehmer sind, eine Frage aufgeworfen, die für ihn leicht zu beantworten war. Sein etwas zu schlicht geratener Rückschluss, dass, weil es der charakterschwache Politiker nicht kann, können es Unternehmer besser, bedarf einer genaueren Betrachtung. Wenn man sich mit dieser Frage also eingehender beschäftigt, so wie die BIBS dieses macht, kommt man rasch zu der Erkenntnis, dass man den „Bock zum Gärtner“ macht, wenn Unternehmen für die nachhaltige Daseinsvorsorge verantwortlich sind.

Ebenso könnte gefragt werden: sind Unternehmer die besseren Politiker? Man könnte das meinen, zumal Unternehmen zunehmend, allein durch ihr unternehmerisches Handeln, massiv in die unterschiedlichen Politikfelder eingreifen. Woher nehmen sich Unternehmen oder ihre Organisationen das Recht, in die Wirtschafts- und Sozialpolitik zahlreicher Länder so massiv einzugreifen, dass das Sozialgefüge zusammen bricht und die Menschen, um die es ja eigentlich geht, verelenden.

Alles nur Fassade - offener Brief von Braunschweiger Bürgern an Braunschweiger Bürger

Folgender offener Brief von Braunschweiger Bürgerinnen und Bürger wurde uns mit der Bitte um Veröffentlichung zugesandt. Leser, die diesen Brief mit unterzeichnen wollen, mögen sich bitte bei Dr. Ingeborg Gerlach (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) melden.

Alles nur Fassade. Oder: warum fünf Jahre OB Hoffmann genug sind

Ein offener Brief an unsere Mitbürger


Braunschweig ist eine Pracht- und Prunkstadt geworden. Es leben Glanz und Gloria! Spiegelnder Basalt glänzt am „Boulevard Bohlweg“, den OB Hoffmann mit ohrenbetäubenden Böllerschüssen eröffnen ließ. Wir wagen uns nicht auszudenken, mit welchem Pomp im nächsten Jahr das „Schloss“ eröffnet werden wird. Hierfür wurden 255 Bäume umgelegt, und dies, obwohl der Ort durch Feinstaub schwer belastet ist. Außerdem: Sollte nicht die Mitte der Stadt dort sein, wo die Kirchen und die alten Märkte sind?
Wer hinter die repräsentative Fassade des ECE-Centers schaut, stößt auf hässliche Fakten: Der Grund und Boden des Schlossparks in zentraler Lage wurde verscherbelt, Arbeitsplätze in der Stadt werden vernichtet, und es fließen keine Steuern in den städtischen Haushalt; im Gegenteil: Das Gerücht geht um, dass wir, die Bürger, jetzt auch noch für die Entwässerung des Monstrums ECE bezahlen müssen. Auch gibt es hohe Folgekosten: Für die Anmietung von Räumen, in denen die kulturellen Einrichtungen der Stadt untergebracht werden, muss Braunschweig 30 Jahre lang jeweils 1,3 Millionen an ECE bezahlen.

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