Klaus Dieter Heid (AfD) vergleicht Situation der AfD mit der Judenverfolgung

Sehr geehrte Damen und Herren,

der zweifache kommunale Amtsträger der AfD in Wolfenbüttel, Klaus Dieter Heid, tritt nun, seitdem die AfD im Bundestag das Parlament als Verräter-Parlament (bei den Nazis hieß das "Quasselbude) und der notorische Björn Höcke sogar schon darüber räsoniert, dass er nach der "Machtergreifung der AfD" (auch reine Nazisprache) in der Türkei den Islam abschaffen werde, aus der Halchterschen Deckung: WolfenbüttelRegional.de veröffentlicht einen Text von Heid, der an Widerlichkeit kaum zu überbieten ist.

Die verschiedensten Maßnahmen gegen die AfD in Deutschland fasst Heid zusammen und vergleicht sie mit der Judenverfolgung durch die Nationalsozialisten. Heids unwürdiger Vergleich mit den verfolgten Juden kulminiert in diese Aussage:

Wir, die AfD-Fraktion im Rat der Stadt Wolfenbüttel, stehen zu unserer Meinung. Wir lassen uns das Wort nicht verbieten und wir werden uns auch weigern, einen „blauen Stern“ zu tragen, der uns vielleicht eines Tages als das brandmarkt, was wir sind: Menschen mit einem freien Willen!

Heid hat sich nun dorthin gestellt, wo ich ihn schon lange vermute: In einer tiefbraunen Ecke. Denn nur aus dieser Positionierung heraus kann man derartige Äußerungen machen. Vor längerer Zeit hatte ich ihn bereits als den "Höcke von Wolfenbüttel“ bezeichnet.

Nach diesem Text und einem weiteren über  "Bürgschaft für Flüchtlinge" und einer Stellungnahme zum Kreishaushalt mit Angaben, bei denen ich mich frage, ob sie wirklich zutreffen, ist es aus meiner Sicht dringend erforderlich, dass die anderen Parteien nun reagieren. Erfolgt das nicht, wird den AfD-Leuten deutlich signalisiert, da Sie nun schon so weit gehen konnten und dass sie zukünftig noch weiter gehen können. Ich möchte Ihnen dieses Zitat aus 1985 bieten:

In unserem demokratischen Gemeinwesen sind somit alle Bürger angesprochen. Nur wenn bekannt ist, welchen unheilvollen Verlauf die Geschichte unter bestimmten Voraussetzungen nehmen kann, nur wenn die Auswirkungen einer menschenverachtenden Politik deutlich vor Augen stehen, ist man vor ihnen gewarnt und kann rechtzeitig einer Wiederholung vorbeugen. Gewaltherrschaft, wie sie in der Zeit von 1933 - 1945 auf deutschem Boden stattgefunden hat und in andere Länder getragen worden ist, wird sich nicht genau identisch wiederholen. In anderer Form ist sie jedoch bei Ignoranz historischer Erfahrungen jederzeit wieder möglich.

Quelle: Axel Richter, Braunschweig, in: Das Unterkommando Vechelde des Konzentrationslagers Neuengamme, Vechelde 1985, S. 8.

 Noch dieser Hinweis:

Heid ist etwas spät dran mit seinem „blauen Stern“. Sein Kreistagskollege Achim Nieder trägt das blaue Symbol, allerdings als Kornblume, schon seit Jahren an seinem Revers. Diese Kornblume war in Österreich vor der sogenannten „Heimholung ins Reich“ das geheime Kennzeichen der dortigen Nazis, die sich auch als Opfer darstellten. In der Zeit der Weimarer Republik war die blaue Kornblume das Symbol des nationalistischen und dem Nationalsozialismus nahestehenden Stahlhelms, dessen Ziel es war, die Weimarer Demokratie ebenfalls zu zerstören.

Meine Frage zu dieser Hasstirade von Heid: Was werden nun die Kommunalpolitiker und Demokraten der anderen Parteien gegen diese widerlichen Tiraden unternehmen?

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

aufgrund meiner intensiven Befassung mit der AfD ist mir klar geworden, dass die AfD schon viel weiter in der Mitte unserer Gesellschaft vernetzt ist, als man sich das vorstellen kann. Tun wir nichts konkret dagegen, wird es immer schlimmer werden. Sollten wir untätig bleiben, sehe ich den Wahltag, an dem die AfD bereits 25 Prozent der Wählerstimmen bekommt und dann die zweitgrößte Partei im Bundestag sein wird, sehr deutlich auf mich zukommen. Und da reicht dann nicht die Aussage: Aber 75 Prozent haben die AfD doch nicht gewählt.


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