Die ruinöse Bösartigkeit des kapitalistischen Wirtschaftssystems

"Eugen Drewermanns neues Buch »Geld, Gesellschaft und Gewalt« – der erste Band des zweibändig geplanten Werks »Kapital und Christentum« – ist ein leidenschaftliches Plädoyer gegen das aktuell weltweit herrschende System der politischen Ökonomie (Papst Franziskus spricht von »Wirtschaft des Todes«) und der Rezensor Wolfgang Beutin vom "aggressivsten Wirtschaftssystem"  Drewermann urteilt in seinem Buch: »Tatsächlich gibt es kein dynamischeres, will sagen: aggressiveres und zerstörerisch[er]es Wirtschaftssystem als den derzeit wütenden neoliberalen Kapitalismus.«

"Die Besonderheit des Buchs ist es, dass der Verfasser den Akzent primär auf das Begreifen des Kapitalismus setzt; denn »so oft und so richtig man seine Grausamkeit, seine Inhumanität und seine fundamentale Amoralität auch« herausstelle, damit schaffe man noch keine Abhilfe. »Womit man es zu tun hat, sind nicht Personen, die man mit moralischen oder religiösen Argumenten erreichen könnte; man hat es zu tun mit einem System, das nach eigenen Regeln funktioniert, und nur wenn man diese Regeln begreift und im Rahmen ihrer Betriebslogik ändert, besteht eine gewisse Aussicht, etwas zu erreichen.«

Drewermann nimmt, wie immer bei ihm, kein Blatt vor den Mund. Vollständiger Text im Ossietzky 1/17.


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