AfD-Hetzkampagne gegen Grünen Ratsherrn

Persönliche Erklärung von Helge Böttcher

 „Aus gegebenem Anlass möchte ich klarstellen: Ich mag keine Gewalt - schon gar nicht gegen Frauen, geschweige denn Schwangere! Wer mich genauer kennt, weiß das natürlich, aber viele kennen mich eben noch nicht so gut. Den Beitrag („Tweet“) von Christian Huber bei Twitter habe ich am Sonntag (12.02.2017) ohne großes Nachdenken „geliked“ (d. h. mit „Gefällt mir“ markiert).

Mittlerweile habe ich dieses „Like“ wieder zurückgenommen, das „Gefällt mir“ also gelöscht. Ich bedaure es sehr, dass manche Menschen meine Aktion missverstanden haben und möchte mich ausdrücklich dafür entschuldigen. Christian Hubers „Tweet“ habe ich als satirischen Kommentar und nicht als Gewalt-Aufruf verstanden. Die Tatsache, dass Frauke Petry schwanger ist, war mir zu diesem Zeitpunkt überhaupt nicht bewusst.

Den aktuellen „Shitstorm“ in Bezug auf meine Person finde ich äußerst unangenehm und schockierend. Bei Twitter wurden mir gegenüber u. a. schon die menschenverachtenden Begriffe „grüner Abschaum“ und „widerliche Missgeburt“ benutzt. Die Braunschweiger AfD missbraucht die Angelegenheit nun für eine Hetzkampagne gegen mich – siehe die Mitteilung unten sowie die Meldung http://www.unser38.de/braunschweig-innenstadt/politisches/gruener-ratsherr-mag-gewalt-gegen-schwangere-d19334.html. Der Fraktionsvorsitzende und Parteisprecher Stefan Wirtz verleumdet und diffamiert mich hier in rufschädigender Art und Weise, so dass ich mich zu einer deutlichen Klarstellung entschlossen habe.

Zum Hintergrund: Der ZDF-Autor Christian Huber (Mitarbeiter des Satirikers Jan Böhmermann) hatte nach der Wahl des Bundespräsidenten in Berlin folgenden „Tweet“ veröffentlicht: „So, ich hoffe, Olivia Jones boxt Frauke Petry jetzt auf der Empfangsparty um.“ Die Travestiekünstlerin Olivia Jones und die Parteichefin Frauke Petry waren beide in die Bundesversammlung entsandt worden – die erste von den Grünen, die zweite von der AfD. Im Internet hat der „Tweet“ von Christian Huber mittlerweile für heftige Reaktionen insbesondere in der rechten Szene gesorgt – siehe http://www.freiezeiten.net/zdf-autor-wuenscht-sich-gewalt-gegen-schwangere-frauke-petry.“

Der diffamierende Text wird hier nicht noch mal veröffentlicht. Der B-S behält sich vor, Pressemitteilungen zu kürzen. Das ist in diesem Fall geschehen, weil der B-S offenkundige Hetztexte, die die Würde des Menschen verletzen, nicht übernimmt.(red)


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