Klosterführungen und Mußestunden in Riddagshausen

"Pressemitteilung"

 

Riddagshäuser Klosterführungen

Ab Freitag, dem 31.03.2017, starten in Riddagshausen wieder die regelmäßigen Klosterführungen. Beginnend jeweils freitags um 17 Uhr an der Laterne vor der Klosterkirche, werden den Teilnehmer dieser KompaktFührung Klosterkirche und Siechenkapelle, Klostergarten und Gutspark gezeigt und erläutert. Schwerpunktsetzungen auf Wunsch sind möglich.  Ausgebildete Klosterführer vermitteln Einblicke in das Riddagshäuser Erbe der Zisterziensermönche und die Entwicklungen des Klosters Riddagshausen bis hin zur Gegenwart. Nähere Informationen gibt es auch unter www.klosterkirche-riddagshausen.de.

Muse- und Mußestunde V

Mit Muße und Muse die Sonntage der Passionszeit zu verbringen, dazu lädt die Klosterkirche Riddagshausen ein. Die Muse- und Mußestunde am 2. April findet um 17 Uhr in der Frauenkapelle der Klosterkirche statt. Meditative und konzertante Musik sowie kurze Texte sollen der Entspannung und Besinnung dienen. Das fünfte Konzert der Reihe gestaltet Hans-Dieter Karras, der Kantor der Klosterkirche, diesmal an der Orgel. Es erwarten sie Werke von J.S.Bach, G.Ph.Telemann, J.G. Ropartz, H. Distler, F. Peeters und G. Litaize.

Der Eintritt ist frei.

 

„Für mich ist ein Witz nicht witzig“

„braunschweig-spiegel“-Reporter Klaus Knodt im Gespräch mit Regisseur Stephan Rottkamp. Foto: Marcus von Bucholz

Vor der Premiere zu „Betrunkene“ am Freitag, 31. März um 19.30 Uhr im Großen Haus, hatten die „braunschweig-spiegel“- Reporter Klaus Knodt und Marcus von Bucholz Gelegenheit zu einem Gespräch mit Regisseur Stephan Rottkamp.

Passt es zusammen, wenn man über die Krankheit Alkoholismus eine Komödie inszeniert?

„Alkohol ist nicht zwangsläufig tragisch. Man darf sich nicht nur mit dem Gedanken der Krankheit diesem Stück nähern. Es geht nicht um kranke Menschen, sondern um Menschen der gehobenen Mittelschicht. Der Alkohol verursacht in dieser Nacht einen Moment der Wahrheit.“

In vino veritas?

“Von mir aus gerne. Es sind Menschen im Ausnahmezustand.“

Liegt der Schwerpunkt des Stückes eher im Humor, oder der Ernsthaftigkeit?

„Das widerspricht sich nicht. In der Komödie schauen wir doch auch auf die tragischen Momente. Für mich ist ein Witz nicht witzig. Humor entsteht durch das Zusammenspiel von Tragik und der Unzulänglichkeit der Menschen.“

Hier drängt sich die Parallele zu Tschechow auf.

„Ein durchaus passender Vergleich. Ja, der nannte auch alles Komödie. Und wir sehen diese komödiantischen Figuren auch bei Shakespeare. In Deutschland machen wir aus diesen Stoffen lieber eine Tragödie.“

Wie sind Sie auf das Stück von Iwan Wyrypajew gekommen?

„Wir wollten zum Abschluss der Intendanz von Joachim Klement ein großes Ensemblestück machen. Die Entscheidung war ein Prozess, der im Kreis des Ensembles entstanden ist. Es ist immer ein Hin und Her zwischen den Vorlieben des Intendanten, des Regisseurs und der Schauspieler.“

Tut es Ihnen Leid, dass Sie Braunschweig nach sieben Inszenierungen verlassen?

„Ich habe sehr gerne am Braunschweiger Staatstheater gearbeitet. Aus der Konstanz entsteht ja auch Vertrauen. Ein wesentlicher Bestandteil meiner Arbeit ist, dass keine Statik entsteht – und das hat hervorragend mit diesen Schauspielern funktioniert.“

 

Das Interview führten Klaus Knodt und Marcus von Bucholz.

 

Bach-Konzert im Dom

"Pressemeldung"

Am kommenden Sonntag um 17:00 Uhr findet die vierte Veranstaltung der BachZeit 2017, der Kooperation zwischen Dom und Staatstheater zum Lutherjahr, bei freiem Eintritt im Braunschweiger Dom statt.

Zu hören sind die Kantate BWV 21 "Ich hatte viel Bekümmernis", sowie das Violinkonzert in E-Dur BWV 1062. Ausführende sind Solisten des Staatstheaters, Mitglieder des Staatsorchesters, sowie die Bachkantorei Helmstedt unter Leitung von Propsteikantor Mathias Michaely.  Johannes Denhoff, 1. Konzertmeister des Staatsorchesters wird das Solokonzert von Bach spielen.

„Vom Töten leben“

 Montag, 3.4., um 19:00 Uhr und Sonntag, 9.4., um 11:15 Uhr
Das Geschäft mit dem Tod: Universum Filmtheater zeigt Dokumentarfilm

Wie kommen Menschen damit zurecht, vom Töten zuleben, indem sie seit vielen Generationen Kriegswaffen herstellen? Um eine Antwort zu finden, besucht Filmemacher Wolfgang Landgraeber die schwäbische Kleinstadt Oberndorf und befragt Mitarbeiter des Rüstungskonzerns Heckler & Koch.

Oberndorf, die 14.000‐Einwohner‐Stadt am Ostrand des Schwarzwaldes sieht sich mit einer schleichenden Krise konfrontiert. Das Stadtbild zeigt es: verfallende Häuser, geschlossene Geschäfte. Zwei Drittel der Arbeitsplätze sind in den beiden Rüstungsbetrieben Mauser und Heckler seit den 80er Jahren verloren gegangen.
Millionen Menschen haben durch Waffen aus Oberndorf ihr Leben verloren – durchschnittlich alle 15 Minuten kommt nach Schätzungen von Friedensgruppen einer hinzu. Diese Tatsachen lassen die meisten in der Waffenindustrie arbeitenden Menschen nicht an sich heran. Sie beharren auf der Notwendigkeit der Herstellung von Waffen und sprechen lieber von den friedenserhaltenden Effekten der Rüstungsproduktion. Wie gehen die Menschen damit um, ihre Familien durch die Herstellung von tödlichen zu ernähren, die nicht nur für die NATO produziert, sondern vielfach auch in Länder verkauft werden, in denen man Menschenrechte mit Füßen tritt?
Der Regisseur Wolfgang Landgraeber knüpft mit „Vom Töten leben“ an seinen kontroversen Dokumentarfilm „Fern vom Krieg“ an, den er vor dreißig Jahren auf dem Höhepunkt der Friedensbewegung in Oberndorf drehte. Der Nachfolger „Vom Töten leben“ ist ein Film gegen eine Mauer der Verdrängung und des Trotzes.
Das Universum Filmtheater zeigt den Film zwei Mal im Rahmen der DOK am Montag‐Reihe.

 

 

Museum für Photographie: Fragmente erzählen Kontexte

 

Mickaël Marchand vor einer Kollage aus seiner Serie „Berlin, 2015“  (Foto: Marcus von Bucholz)

Ein ambitioniertes Projekt nahm sich das Museum für Photographie vor, als es vor längerer Zeit in Zusammenarbeit mit Florian Slotawa (Professor für Bildende Kunst in Kassel) die Ausstellung „andere Situation“ andachte. Dabei sollte die „Photographie als Bezugspunkt in einen erweiterten Kontext rücken“, wobei das Museum selbst als „Labor und Prozessort“ fungiert, so Museumsleiterin und -direktorin Barbara Hofmann-Johnsen.

 

FOTO von Johanna Jäger aus Katalog: horizontal questions, circular replies, 2016 @ Johanna Jaeger

Die Arbeiten von Slotawas SchülerInnen und Absolventen Romina Abate, Frank Dölling und Mickaël Marchand sowie der Hunter College-Stipendiatin Johanna Jäger (Berlin & New York) sind vom 31. März bis 28. Mai 2017 im Museum für Photographie (Helmstedter Straße 1) zu sehen. In der mehrtägigen Arbeit zur Umsetzung der Ausstellung entstehen dabei verblüffende Ergebnisse, die durch die „Inszenierung im Dialog“ der Künstler untereinander ihre eigene Formsprache entwickelte.

Das Museum wird zum Labor- und Prozessort: Die Zuschauer faszinierte der Kontext zwischen Raum und Kunst (Foto: Marcus von Bucholz)

So zieht sich im rechten Seitenschiff des Torhausportals von den Wänden über den Fußboden bis hin zum Fenstersims eine Gesamtkollage aller Schaffenden – vom Foto über die Installation bis hin zum Fragment einer Keramik auf dem Fußboden. Frank Dölling erklärt: „Mich interessiert der Kontext der Erinnerung in psychologischer Hinsicht. Wie kommen Bildfragmente wieder, wenn wir uns erinnern?“

Mickaël Marchand vor einer Kollage aus seiner Serie „Berlin, 2015“ (Foto: Marcus von Bucholz)

Mickaël Marchand, der seine lebensgroßen Projektions-Kollagen im Schwitter’schen Stile aus Mittelformat-Dias formatiert hat, verblüfft mit tiefem Bekenntnis: „Ich bin gar kein Fotograf und die Technik interessiert mich nicht. I’m really bad in this.“

Was herausgekommen ist, weiß durchaus zu überzeugen.

Klosterkirche Riddagshausen - Osterwerkstatt am 30.3. um 16 Uhr

Das Werkstattteam der Klosterkirche Riddagshausen lädt herzlich ein zur Osterwerkstatt am 30.3. von 16-18 Uhr. Basteln, Backen, Geschichten und andere Freuden warten auf kleine und große Teilnehmer.

Treffpunkt ist das Gemeindehaus der Klosterkirche, Klostergang 57 in Riddagshausen.

 

Poetry Slam im April

"Pressemitteilung"

Die Galaktischen Förster // Bescheidenheit Unlimited

Im Dickicht der Sprache sind sie die Axt. Eine frisch geschärfte Axt. Wenn die Galaktischen Förster auf die Bühne kommen, fallen keine Späne, sondern Stämme. Nichts bleibt unausgesprochen und kein Auge trocken. Aber Vorsicht, das hier ist keine Baumschule!
Am 08.04.2017 erobert das literarische Dreamteam die Bühne des Roten Saals des Schlosses in Braunschweig. Es gilt: Erst Braunschweig, dann die Welt!
Karsten Lampe und Paul Weigl sind die amtierenden Poetry Slam Meister und Vizemeister von Berlin und Brandenburg. Sie sind also ganz offiziell das Beste, das Berlins Slam-Szene zu bieten hat. Auch ihre neue Duo-Lesebühne wird folgerichtig nichts Geringeres werden, als die heißeste Show der Stadt. Damit gehen die beiden aber nicht hausieren, denn sie leben nach einem einfachen Motto: BESCHEIDENHEIT UNLIMITED!
Pop(p)in Poetry – mehr als nur ein Poetry Slam. Aufgrund des großen Andrangs bitte den Vorverkauf nutzen!

Im KingKing Shop (Kastanienallee 4), im Cafe Riptide (Handelsweg 11)
 
Samstag, 08. April 2017, 20.00 Uhr, Roter Saal
Veranstalter: Pop(p)in' Poetry in Kooperation mit dem Kulturinstitut

Slammer Jörg Schwedler, Foto von Andreas Reiffer

"Der Herzog, der Räuber und die Tochter des Goldschmieds"

Das Herzogtum Braunschweig-Wolfenbüttel im 18. Jahrhundert. Der illegitime Welfenspross Karl Otto Crusius kämpft sein Leben lang um Anerkennung. Dabei schreckt er weder vor Betrug noch Gewalt zurück. Nach einem vom Herzog befohlenen Mordanschlag gegen ihn, gründet er eine Räuberbande, überfällt Kaufleute und raubt einen Goldschmied aus. Unter dem Namen "Karl Otto, der Blutige von den Okerauen" verbreitet er Angst und Schrecken im Lande, bis er verhaftet wird. Aber anstatt ihn hinrichten zu lassen, steckt man ihn in das furchtbarste Gefängnis, das Karl sich vorstellen kann: Eine riesige Bibliothek. Als ihm endlich der Ausbruch gelingt, verhindert er auf der Flucht die Vergewaltigung einer jungen Frau. Es ist Elisabeth Schwarz, die Tochter des Goldschmieds. Sie verliebt sich in ihren Ehrenretter - aber wird es ihr gelingen, den starrköpfigen Haudrauf zu zähmen?

Ein wortgewandter historischer Roman, der sich einen Platz neben Kehlmanns "Vermessung der Welt" und Krachts "Imperium" mehr als verdient. Spannend und heiter, aber ohne in die Groteske abzurutschen, erzählt Crueger aus einer Epoche, die uns heute wunderlich und komisch erscheint.

 

Eine Hommage an das „zweiäugige Auge“

Klassiker der Fotografie: Rolleicord II und Rolleibaby 4x4. Fotograf Dirk Scherer

Autos, LKW, Panzer und Stahlhelme – alles haben Braunschweiger in der wechselvollen Industriegeschichte ihrer Stadt schon gebaut. Und neben martialischen Maschinen entstanden an der Oker auch die klanglichen Kunstwerke diverser Pianomanufakturen wie Schimmel und Grotrian-Steinweg. Foto-Enthusiasten weltweit schwärmen indes nur von zwei Braunschweiger Firmen: Voigtländer und Rollei.

Letzterer widmet das Städtische Museum am Löwenwall in Kooperation mit dem Museum für Photographie nun eine Ausstellung, oder besser: eine Hommage. Unter dem Titel „Das zweite Auge. Rollei und die Braunschweiger Fotoindustrie“ zeigt es eine Ausstellung zur Geschichte der Firma sowie Beispiele der Fotokunst. Die Ausstellung ist zu sehen von Sonntag, 26. März, bis zum 25. Juni. Eröffnet wird sie am 26. März um 12 Uhr. An diesem Tag ist der Eintritt ins Städtische Museum im Haus am Löwenwall frei.

NEOTON - "CD-Release-Party"

 

Datum: Samstag, 08.04.2017

Einlass: 19:30 Uhr, Beginn: 20:00 Uhr

Ort: Schuntille, Studentenwohnheim "An der Schunter", Bienroder Weg 54, 38108 Braunschweig
Eintritt: 5 Euro

NEOTON legen mit "WANN FÄNGT DAS ENDE AN" eine EP mit brandneuem Material vor: Die erschütternden Ereignisse des letzten Jahres auf der ganzen Welt prägten die Entstehung der neuen Songs, weshalb das "Handwritten-Mag" bereits über die Scheibe schrieb: "Schwere Kost, aber das die Jungs von Neoton besonders positiv auf die Welt schauen, davon musste man sich ja bereits beim Hören von „Negativitätstheorie“ verabschieden… wurden die Themen damals noch eher „durch die Blume“ gesprochen, so gibt es dieses Mal berechtigterweise schonungslos direkt etwas auf die F****e!"

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