Falsche Menschen vor falschem Schloss

 Diese Betonkameraden kehren dem Fake-Schloss den Rücken zu.   
Foto: Klaus Knodt
 
Eine Armee von BetonkameradInnen okkupiert seit wenigen Tagen Braunschweigs Innenstadt. Leicht überlebensgroß, in ihrer Mittelmäßigkeit eher hässlich als künstlerisch grotesk, und im farbblassen Chic der SSV-Schnäppchenjägergeneration gewandet, strahlen sie die verflossene Ödnis des bürgerlichen Banalismus aus. Neben Braunschweigs wenigen historischen Gebäuden, vor einem falschen „Schloss“ und in der Fußgängerzone. Sogar auf dem einst durch Hoffmann zum „großstädtischen Boulevard“ erhobenen Bohlweg beengen die falschen Menschen den ohnehin engen Raum für die Passanten zwischen Häuserfront und Radweg. Festgeschweißt auf Stahlplatten, die leicht zur Stolperfalle werden können, und zum Verkehrshindernis für Mütter mit Kinderwägen. Was soll das?

Mutiger Spielplan mit Freude am Experiment

 Die neue Generalintendantin des Staatstheaters Braunschweig, Dagmar Schlingmann, stellte Konzept und Spielplan
für die Saison 2017 / 2018 vor.     Foto: Marcus von Bucholz
 
Dem Theater wohnt das Irritierende inne, und in heutiger Zeit kann man kaum besser irritieren als mit alternativen Fakten. Folgerichtig schreibt das Staatstheater Braunschweig unter neuer Leitung von Generalintendantin Dagmar Schlingmann auf den Spielplan-Katalog für die Saison 2017 / 2018 „Braunschweig liegt am Meer“. Dieses Motto, so Schlingmann, soll zeigen, „dass wir große Behauptungen aufstellen und die Realität als veränderbar ansehen.“ Hoffen wir, dass der Klimawandel  noch länger als die Zeit einer Intendanz auf sich warten lässt.

Spirituals im Klostergarten am 7. Mai 17 Uhr

Von „Amazing Grace“ bis „Swing Low“ im Klostergarten der Klosterkirche Riddagshausen. Bläserinnen und Bläser des Posaunenchors der Propstei Braunschweig laden zum Gospel- und Spiritualkonzert in den Klostergarten ein. Georg Renz moderiert und singt. Kantor Jürgen Schwanke hat die Leitung. Es erwarten Sie satte Klänge, die die vom Hunger nach mehr künden und den Mai begrüßen. Der Eintritt ist frei, bei regnerischem Wetter findet die Veranstaltung in der Klosterkirche statt.

Die AG gegen Rechts lädt Schulen zur Sally Perel Veranstaltung ein

"Pressemitteilung"

 

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Die Arbeitsgemeinschaft gegen Rechts, die unter dem Dach des Jugendringes Braunschweig e.V. seit 2015 arbeitet und vom Bundesprogramm „Demokratie Leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit“ gefördert wird, veranstaltet am 29. Mai 2017 einen Vortrag mit Sally Perel mit anschließender Diskussionsrunde.

Der israelischer Autor deutscher Herkunft überlebte den Nationalsozialismus, indem er seine jüdische Identität verbarg und Mitglied der Hitlerjugend wurde. Er absolvierte während dieser Zeit eine Ausbildung bei Volkswagen Braunschweig, das inzwischen jährlich den Sally-Perel-Preis an junge Menschen, die sich für mehr Respekt und Toleranz engagieren, vergibt. Seine Autobiografie wurde unter dem Titel „Hitlerjunge Salomon“ verfilmt. Perel hat es sich zur Aufgabe gemacht, jungen Menschen von seinen Erfahrungen im Dritten Reich zu berichten.

Wie kann Rassismuskritik gelebt werden?

 Haus der Wissenschaft, Raum Weitblick/Veolia

 Montag, 8.5., 18.30 Uhr

Vortrag von Professor Dr. Paul Mecheril, Oldenburg
 
Eine an demokratischen Prinzipien orientierte Universität muss das Ziel verfolgen, dass Zugänge weniger als zur Zeit von sozialen Zugehörigkeitsverhältnissen strukturiert sind. In diesem Sinne nähert sie sich der Idee an, grundsätzlich allen offen zu stehen. Dies setzt nicht nur bestimmte Strukturen innerhalb der Universität voraus. Es ist auch eine universitäre Kultur bedeutsam, die sich selbst und das von ihr produzierte Wissen reflektiert, wie es z.B. in den Diskussionen um das Themenfeld „Geschlechterverhältnisse und Macht“ bereits ansatzweise geschieht. Was dies heißt, soll rassismuskritisch erkundet werden. Die Technische Universität Braunschweig bezeichnet sich als “Weltoffene Hochschule” und positioniert sich – wie viele andere Hochschulen auch – gegen Fremdenfeindlichkeit. Damit verpflichtet sie sich dem Prinzip, dass unterschiedliche Lebenswirklichkeiten in Forschung, Lehre und Hochschulöffentlichkeit zum Ausdruck kommen können.

Bürgersingen - das 5. Jahr beginnt am 10. Mai auf dem Magnikirchplatz Braunschweig, 4

Ab dem 10. Mai 2017 ist auf dem Magnikirchplatz jeden Mittwoch um 17.15 Uhr mitsingen nicht nur erlaubt, sondern ausdrücklich gewünscht. Bereits im 5. Jahr startet an diesem Tag das „Bürgersingen“ der Bürgerstiftung Braunschweig in Kooperation mit der Kirchengemeinde St. Magni. Der Braunschweiger Shanty Chor e.V. eröffnet als Chorpate die Reihe, die am 13. September 2017 nach 19 Terminen mit dem Polizeichor Braunschweig enden wird. An jedem Mittwoch übernimmt ein anderer Chor die Patenschaft für das gemeinschaftliche Singen. Die Lieder des Tages wählt der jeweilige Chor aus. So kommt es insgesamt zu einer bunten Mischung. Manchmal kommt auch noch eine spezielle Zugabe auf einem Extra-Zettel dazu. Lieder von A-Z werden gesungen – darunter bekannte Volkslieder wie „Geh aus mein Herz und suche Freud“ bis hin zu „Die Gedanken sind frei“. Wer nicht textsicher ist, kann vor Ort das Textbuch der Bürgerstiftung Braunschweig für 2 Euro kaufen (oder einmalig für eine Gebühr, die erstattet wird,  ausleihen).

"Bachzeit" im Dom

"Pressemeldung"

Am kommenden Sonntag, dem 7. Mai, findet um 17:00 Uhr eine weitere Veranstaltungen der Reihe „Bachzeit 2017“, der Kooperation zwischen Staatstheater und Braunschweig Dom statt.

Passend zum Sonntag „Jubilate“ erklingt die Kantate „Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen“ BWV 12, in der Johann Sebastian Bach das Spannungsverhältnis zwischen Lebensrealität und Lebenschancen beschreibt.
Zudem erklingt das Violinkonzert a-Moll "La Stravaganza" von Antonio Vivaldi.

Es musizieren der Kammerchor der Braunschweiger Domsingschule und das Staatsorchester Braunschweig, Solist Felix Gutgesell, unter Leitung von Domkantor Gerd-Peter Münden. Die Predigt hält Dompredigerin Cornelia Götz.

Der Eintritt ist frei.

Neuer Braunschweiger Verlag lanciert Kriegskind-Autobiografie

"Pressemeldung"

Soeben erschien das erste Buch des neugegründeten Braunschweiger Verlags Worte & Leben. „Von einem, der stets die Gelegenheit ergriff“ ist die Autobiografie des Wahlbraunschweigers Günther Wittrin, erstellt in Zusammenarbeit mit der Autorin Mareile Seeber-Tegethoff.
Kriegskind Günther Wittrin hat es geschafft! 1929 in Polen geboren erlebt er als Zehnjähriger den Einzug des „Führers“ in Danzig. Als Hitlerjunge wächst er im Großdeutschen Reich heran, als Kindersoldat entkommt er mehrfach nur knapp dem Tod. Auf sich allein gestellt schlägt sich der junge Mann jahrelang durch, bis er schließlich seine Angehörigen wiederfindet, eine Familie gründet und den Neuanfang in Braunschweig wagt. Auch hier erlebt er eine wechselvolle Geschichte.

Wittrin arbeitet zunächst bei Voigtländer, versucht sich als Selbständiger und landet schließlich in der PTB, wo er u.a. die PTB-Bigband gründet, die er bis heute – 86jährig – schwungvoll leitet.

Gespräch über "Luthers Judenschriften"

Am kommenden Dienstag, 2.5.2017, findet um 16.30 Uhr im Gemeindesaal von St. Katharinen, ein Gespräch mit Pfarrer i.R. Dietrich Kuessner über „Luthers Judenschriften“ statt.

Interessierte Zuhörer und Mitdiskutanden sind willkommen.

Der Eintritt ist frei.

7.StudiKultNacht im Museum für Photographie


Zur 7. StudiKultNacht legt das Museum für Photographie Braunschweig das Highlight jedes Seniorennachmittags erfrischend neu auf: um 19 Uhr & 20.30 Uhr veranstalten wir den ersten FotoBingo im Museum für Photographie. Bingozahlen werden zu Fotografien: Sie stammenaus der Sammlung des Museums, der Fotogeschichte, der aktuellen Ausstellung des Museums oder unserem Bildergedächtnis und müssen in Bingoreihen überführt werden. Schnelligkeit und Beobachtungsgabe sind gefragt – denn nur eine/r kann FotoBingo-Champion werden!

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