Brief einer Leserin zum Residenz/Shoppingschloss

Leserbrief zum 4. Teil der Serie über das Residenz-/Shoppingschloss "Sag niemals nie!" von Harald Likus & "Wer hat so viel Pinkepinke?" von Susanne Jasper, BZ vom 08.05.2005

Vielen Dank an Herrn Likus für den recht gelungenen Artikel über das ehemalige Residenz- und heutige Shoppingschloss! Einziger Wermutstropfen: Während die Kampagne der Schlossfreunde um Borek senior und junior breiten Raum findet, kommt das Engagement der Schlossparkfreunde viel zu kurz. Erwähnt wird von Ihnen nur die Demonstration gegen den Schloss-Abriss am 23. April 1960, nicht aber die Menschenkette gegen die Schlosspark-Zerstörung am 21. Mai 2005, an der über 2.000 Bürger/innen teilnahmen. Leider verlieren Sie auch kein Wort über das Bürgerbegehren bzw. die 30.000 Unterschriften für den Schlosspark-Erhalt. In einer vollständigen Chronologie darf beides aber nicht fehlen!

Frau Jasper möchte ich dafür danken, dass Sie das entlarvende Zitat des Prinzen Heinrich über die "Untertanen", die man früher in den Krieg geschickt habe und heute ins Kaufhaus schicke, aufgegriffen hat. Das zeigt sehr schön, welche Einstellung im Dunstkreis der Schlossfreunde vorherrscht. Nein, nein, meine Herren, "Untertanen" gibt es längst nicht mehr, die Monarchie ist abgeschafft! Schon vergessen, dass wir heute in einer Demokratie leben?"

Barbara Schulze
(Schlossparkfreundin, Anmelderin & Mitorganisatorin der Menschenkette gegen die Schlosspark-Zerstörung am 21.05.2005)

Ein Kunstfest auf dem Lande - "Kunstwirkstoff" öffnete die Türen

Der Jerxheimer Bahnhof ist geschichtsträchtig; die zahlreichen Gebäude des ehemaligen Bahnknotenpunktes haben heute jedoch andere Funktionen.

So wird das große Beamtenwohnhaus mit seinem poetischen Dachboden und den vielen Zimmern, von denen man zum Teil Aussicht auf den Garten, die Bahnstrecke und die sich weit öffnende Landschaft hat, von den Künstlern Dagmar Glausnitzer-Smith und Alexander Rues als Wohn-, Arbeits-, und Projektraum genutzt. Kunst und Leben bilden eine Emulsion.

PISA-Deutsch aus den Redaktionsstuben

Am 23.3.2007 konnten sich die Leser der Braunschweiger Zeitung wieder einmal - im Grunde jedoch wie immer - vom PISA-Deutsch aus den Redaktionsstuben der Braunschweiger Zeitung überzeugen:

"Vielen Räume des Braunschweiger Sozialgerichts sind vollgestopft mit Akten" heisst es dort und weiter (offenbar im Ansatz eines plural majestatis): "Owen Hargreaves sollen England in Israel zum Erfolg führen".

Dafür bezahlen die noch verbliebenen Abonnenten dieser Zeitung dann jeden Monat 21,50 Euro, die so gesehen sicherlich besser angelegt werden könnten.

Den Kindern wurde früher vereinfachend erklärt: "Lest die Zeitung, dann habt ihr Bildung genug". Heute kann man davon nur abraten, die Kinder im Hinblick auf deren spätere Bewerbungschancen mit vorstehend zitierten Abarten des Deutschen zu konfrontieren.

Den Beweis, dass es auch anders geht, liefert die Braunschweiger Zeitung wöchentlich gleich mit. Die Beilage "PRISMA - Wochenmagazin zur Zeitung" ist des Deutschen mächtig und praktisch fehlerfrei. Allerdings stammt diese Beilage nicht von der Braunschweiger Zeitung, sondern von der MSG Media-Service-Gesellschaft in Köln.

Ein Personalproblem? Wahrscheinlich. Vielleicht hätte man vor der Entlassung von 40 Mitarbeiterinnen/Mitarbeitern der Braunschweiger Zeitung mal jemand fragen sollen, der von den damit verbundenen Auswirkungen etwas versteht.

Ralf Beyer

Die Herzöge von Hinten

Die Fotografie, am heutigen Standort aufgenommen (07.02.2007), wurde schon während seiner Entstehung gelobt. Denn eine freundliche Nichts ahnende Spaziergängerin sprach mich an: Ich hätte das Foto des Jahres gemacht. Auf meine Nachfrage hin erwiderte sie: Die Standbilder von hinten, das sei ihr auch gerade aufgefallen, gebe es nur im Winter zu sehen, da sie sonst vom Laub der Bäume verdeckt seien.

Hoch zu Ross reiten Vater und Sohn, die Herzöge Carl Wilhelm Ferdinand ( 1806) und Friedrich Wilhelm († 1815), in die Dämmerung. Sagen sie dem Löwenwall adieu? Wenn es nach der „Bürgerinitiative“, - die gegen den Verbleib der Herzöge an diesem schönen Ort ist - ginge, ritten sie einem neuen Morgen vor den Schloss-Arkaden entgegen.

Seit ihrer Enthüllung 1874 standen die in Kupfer getriebenen Reiterstandbilder als Denkmäler eines (speziellen) nationalen Bewusstseins, das sich aus dem Kampf gegen die französische Fremdherrschaft entwickelte vor dem Ottmerschloss. Beide Herzöge galten als „Freiheitshelden“ der napoleonischen Kriege. Dies bewog in den Gründungszeiten des Deutschen Reiches einige Braunschweiger Bürger für die Anfertigung und Aufstellung der Plastiken Gelder zu spenden.

Künstler/innen schaffen frei von der Leber? - Zur Ausstellung

Josephine Prydes Fotoserie „Liver“ zeigt ein Stückchen Leber auf den Automaten verschiedener Banken in Manhattan und Braunschweig

 

 


Die in der Galerie der Hochschule für Bildende Künste ausstellenden Künstlerinnen – Monika Grzymala, Katrin von Maltzahn, Josephine Pryde und Maria Sewcz – verbindet, dass sie alle ein Stipendium innerhalb des niedersächsischen Dorothea Erxleben-Programms zur Förderung von Frauen – mit Lehrauftrag an der HBK – erhielten.

Die britische Künstlerin Josephine Pryde stellte das ihr zur Verfügung stehende Katalogbudget ihren Studenten für die Publikation eines Magazins („When I was 23 I decided to dedicate my life to art“) und einer Mindmap („Students‘ Day in the Culture Industry“) zur Verfügung. Das Magazin resultiert aus einer Exkursion nach London, bei der die Braunschweiger Kunststudentinnen und Kunststudenten auch Gelegenheit zur Auseinandersetzung mit den Vermarktungsstrategien moderner Museen (Tate) und Künstlern wie denen der Young British Art erhielten, die in den 90er Jahren mit Damien Hirst an der Spitze nicht zuletzt über den berühmten Sammler Saatchi auch in Deutschland sehr bekannt geworden sind.

Leseempfehlung

Sehr zum Lesen empfohlen: die neue Umweltzeitung.
Das Hauptthema: "Bürgergeld - Weg aus der Armutsfalle?" wird verständlich dargeboten. Auch wenn man anderer Meinung sein und den garantierten Mindestlohn bevorzugen sollte - die Auseinandersetzung mit den hier vorgetragenen Thesen lohnt sich. Außerdem ist die Umweltzeitung Braunschweigs einziges Oppositionsblatt!!! Als guter Vorsatz für das Neue Jahr: lesen, am besten abonnieren.

Der blanke Hohn: Ackers liest "Pfisters Mühle" von Wilhelm Raabe

Am Donnerstag, den 12. Oktober hat Prof. Dipl.-Ing. Walter Ackers im Städtischen Museum im Rahmen der Feierlichkeiten zu Wilhelm Raabes 175. Geburtstag aus „Pfisters Mühle. Ein Sommerferienheft“ (1884) vorgelesen.
„Pfisters Mühle“ gilt heute als einer der ersten literarischen Texte, der das Problem moderner Umweltverschmutzung thematisiert.

Ackers Lesung

Ein Bericht über die Konfrontation Ackers mit seinen Widersprüchen ...

Bürgerinitiative für eine freie und unabhängige Presse in Braunschweig

Die Bürgerinitiative für eine freie und unabhängige Presse in Braunschweig trifft sich

14tägig Donnerstags, 19.00 Uhr im Stadtpark-Restaurant, Jasperallee 42.

 

Für eine genaue Terminauskunft mailen Sie an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

(oder telefonisch unter:  0178-8773335)

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