23. Braunschweiger Poetry Slam

Poetry Slam und Punchliner Show im Februar

Alle Fotos in diesem Beitrag: Andreas Reiffer

Am 17. Februar ist es endlich wieder soweit. Slammerinnen und Slammer aus Braunschweig, der Region und ganz Deutschland stellen sich mit ihren Fünf-Minuten-Texten dem Urteil des Publikums. Der Poetry Slam ist eine der beliebtesten und stets ausverkauften Veranstaltungen im LOT-Theater. Durch das Programm führt der erfolgreiche Poetry Slamer und Slam-Moderator Dominik Bartels.

Der Braunschweig-Spiegel wünscht trotzdem ein schönes Jahr 2012

Gegen Böller und Raketen kann man nicht anschreiben. Es soll hier erst gar nicht versucht werden. Und eine Spaßbremse wollen wir auch nicht sein. "Brot statt Böller" kommt nicht gut an, auch wenn es sinnvoll ist. Aber Silvester sind ohnehin viele von Sinnen. Was wird da eigentlich beböllert? Dass das Jahr endlich vorbei ist oder wird das neue begrüßt. Aber dann mit Böller und Raketen? - eine seltsame grenzwertige Symbolik. Wenn schon Kracher, dann sollte man oder frau wenigstens vorsichtig sein, sonst passiert so was wie  in Stenkelfeld oder wie hier auf dem Foto:

Aber der Braunschweig-Spiegel ist nicht nur eine hochwertige Kulturseite; ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Politik. So flimmert seit  Jahrzehnten am 31.12. in deutschen Wohnzimmern "Dinner for One" über den Bildschirm. Diesen anscheinend erfolgreichen Humor hat ein Satiriker auf`s Korn genommen und hat das berühmte Silvesterschauspiel etwas umgestaltet: zum 90. Rettungsgipfel mit Merkozy.

 


Kommentare   
 
0 #1 Klaus Neumann 2011-12-31 23:40
Lieber Uwe Meier,
"Wovon man nicht sprechen kann, darüber muß man schweigen", sagte Wittgenstein, und das gilt sicher auch für Böller und Raketen. Aber wahrscheinlich sind diese Zeitgenossen ohnehin nicht die Zielgruppe vom "braunschweig-s piegel". Aber wir, die wir regelmäßig dieses alternative Online-Magazin zur Kenntnis nehmen, können den Jahresabschluss doch dafür nutzen, Dank auszusprechen dem Webmaster und Redakteur, der die Fahne der Aufklärung gegen die mächtige, Interessen gebundene "veröffentlichte Meinung" im lokalen und regionalen Bereich aufrecht hält und denen, die Hintergründe aufzeigen und denen, die Hintergründe kennen lernen möchten, ein Forum bietet. Mögen Sie auch in 2012 die Kraft haben, die Arbeit fortzusetzen. K. Neumann
 
 

Ein Fritz Bauer-Jahr in Braunschweig

Nun wenige Spuren erinnern bisher in Braunschweig an den großen Juristen Fritz Bauer. Das soll sich 2012 ändern. Dieses Jahr soll zu einem Fritz Bauer-Jahr werden.

Sucht man nach Fritz Bauer im Internet eröffnen sich unzählige Zitate und Veröffentlichungen. So findet man das Fritz Bauer-Institut oder den Fritz Bauer Preis, dessen letzter Preisträger Dr. Helmut Kramer aus Wolfenbüttel war. Filme wurden gedreht und Wissenschaftler haben sich mit ihm befasst. Straßen und Gebäude wurden nach ihm benannt, Symposien veranstaltet und Arbeitskreise gegründet.

Auch in Braunschweig wird immer wieder von ihm berichtet. So von Ann Claire Richter und Henning Noske in der Braunschweiger Zeitung (zuletzt am 23.12.2011). Der Braunschweig-Spiegel setzte sich in acht Folgen intensiv mit Fritz Bauer auseinander und Udo Dittmann ist aktiv in einem nach Fritz Bauer benannten Freundeskreis.

 

In Stein gemeißelt an der Braunschweiger Staatsanwaltschaft am Domplatz

 

Programm Allgemeiner Konsumverein - Instant Record Collection

Verehrtes Publikum, Freunde der Kunst, Freundinnen des Experiments,

genießen Sie noch die wunderbare Zeit zwischen den Jahren, die Raunächte bis in den Januar.

Wir vom Konsumverein wünschen Ihnen allen ein gutes Neues Jahr und werden versuchen, das Unsriges zu tun, um es erkenntnisreich, nachdenklich, überraschend, sinnlich und kunstvoll werden zu lassen: Der Allgemeine Konsumverein startet in dieses Jahr mit Neuerungen in ein Programm, das um die Begriffe „*Fremd*“ und „*Vertraut*“ oszilliert. Und wir starten fulminant. Wir starten eine neue Reihe:* Instant Record Collection* – lassen Sie sich überraschen.

Wir ändern unseren Eröffnungs- und Veranstaltungstag und beginnen jetzt immer *Mittwoch um 19.00 Uhr*.

Herzlich willkommen im Allgemeinen Konsumverein!

Zwischen Weihnachten und Neujahr entschleunigen


Kunstmuseum Wolfsburg - Bewegung und Ruhe in der Kunst von Caspar Davis Friedrich bis Ai Weiwei -

Wenn man Zeit intensiv wahrnehmen will, drängt sichJonathan Schippers Slow Inevitable Death of American Muscle - CARCRASH heuteauf. Pro Tag bewegen sich ein Chevrolet Camaro Targa (Baujahr 1987), Farbe: rot und ein Plymouth Duster (Baujahr 1976), Farbe: blau ca. 1,32 cm aufeinander zu bis zum abschließenden Crash.

Forschungsreport: Ernährung - Landwirtschaft - Verbraucherschutz

Es wird der "Forschungsreport" vorgestellt, der halbjährlich erscheint und allgemeinverständlich auf interessante Bundesforschungsprojekte eingeht. Es wird zudem auf Braunschweiger Bundes- Agrarforschungsinstitute eingegangen, die 2008 eine Umstrukturierung erfahren haben und die gemeinsam mit den weiteren Bundesinstituten den Forschungsreport über den Senat herausgeben.

"Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) unterhält einen Forschungsbereich (sog. Ressortforschung), der wissenschaftliche Grundlagen als Entscheidungshilfen für die Ernährungs-, Landwirtschafts - und Verbraucherschutzpolitik der Bundesreegierung erarbeitet. Dieser Forschungsbereich wird von vier Bundesforschungsinstituten sowie dem Bundesinstitut für Risikobewertung gebildet." (Quelle: Forschungsreport 2/11)

Braunschweig ist ein traditioneller Forschungsschwerpunkt in der Bundes-Agrarforschung. In BS-Völkenrode forschte die frühere FAL (Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft), in BS-Gliesmarode am Messeweg die frühere BBA (Biologische Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft).

Diese Agrar- Forschunganstalten wurden vor einigen Jahren umstrukturiert. Aus der FAL ist das vTI (Johann Heinrich von Thünen Institut oder das "Bundesforschungsinstitut für Ländliche Räume, Wald und Fischerei" geworden und aus der BBA das JKI (Julius Kühn-Institut) oder das "Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen". Ausgegliedert aus der ehemaligen BBA wurde eine Abteilung (Pflanzenschutzmittelprüfung), die dem BVL "Bundesamt für Verbraucherschutz" in Berlin angegliedert wurde. Es befinden sich also drei Bundesforschungsinstitutionen in Braunschweig, die sich mit Agrarforschung befassen.

Der Senat der Bundesforschungsinstitute gibt zweimal im Jahr das Wissenschaftsmagazin "ForschungsReport" heraus. In allgemeinverständlicher Weise informiert es über aktuelle Arbeiten und neue Projekte aus dem Forschungsbereich. Der Braunschweig-Spiegel wird zukünftig auf den Report hinweisen, sobald dieser erschienen ist.

Und das passend zur Jahreszeit aus dem Forschungsreport: "Ein Weihnachten ohne Zimtsterne?"

Uwe Walter auf der japanischen Bambusflöte "shakuhachi"

 Uwe Walter am 15. Dezember 2011, 20.00 Uhr im "Allgemeiner Konsumverein", Hinter Liebfrauen 2

Uwe Walter, ein in Deutschland geborener Musiker, lebt seit einigen Jahren in Japan. Er spielt japanische Bambusflöte, unterrichtet Tanz und Musik. Nach dem Erdbeben, dem Tsunami und der Katastrophe in Fukushima ist er mit der Flöte durch die zerstörte Welt gewandert. Im Dezember wird er nach Braunschweig kommen. Musik und Geschichten mitbringen. Dieses ist auch ein Beitrag zur Deutsch-Japanische-Freundschaft.

Japanische Bambusflöte im Konzert: "Spring Blossoms on a Moonlight River 春江花月夜" zu Gast im Saal des Wiener Musikvereins.

Dynastische Heirat - unangenehme Fragen an das Kulturmanagement

Ein Zeitalter soll besichtigt werden – anhand einer dynastischen Heirat?

Von fürstlichen Lebensläufen und Hochzeiten lesen wir gern beim Friseur - aber eignet sich das preussisch-welfische Heiratsdatum von 1912/1913 in Braunschweig für „eine Phalanx der Auseinandersetzung mit historischen Kontexten wie Heinrich dem Löwen oder Otto IV.“, wie die Braunschweiger Zeitung vom 1. Dezember 2011 schrieb? - Hat die Stadtverwaltung ganz vergessen, dass das zu feiernde Datum keineswegs eine Epoche prägte, wie im Falle Heinrich Löwe/Otto IV., sondern im Verlauf des 1.Weltkriegs und in den Revolutionen nach 1918 mit Pauken und Trompeten unterging ? Also der politische Coup einer Hochzeit zwischen Hohenzollern und Welfen eher ein schwaches Abendrot einer vergangenen Epoche darstellt, die den 1.Weltkriege auslöste und von daher zur Abkehr von dynastischer Überschätzung einladen sollte, nicht aber zum feierlichen Begehen eines hundertjährigen Jubiläums vergangener Adelsherrlichkeit....

Wenn schon historische Jubiläumsdaten den Anlass öffentlicher Würdigung, bzw. touristischer Nutzung geben sollen, dann hätte Braunschweig durchaus Gelegenheit, sich prägender Ereignisse oder Epochen zu erinnern: Wollte man ein 150jähriges Jubiläum feiern, dann böten sich folgende Ereignisse an:

 

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