AStA Pressemitteilung: Ethik in der Wissenschaft

Ethik in der Wissenschaft und Transparenz im Wissenschaftsbetrieb – AStA befragt alle Beschäftigten der TU Braunschweig

Der Allgemeine Studentische Ausschuss (AStA) der TU Braunschweig führt vom 02. bis 22. Mai 2012 unter dem Titel „Ethik in der Wissenschaft und Transparenz im Wissenschaftsbetrieb“ eine Befragung aller Beschäftigten der TU Braunschweig durch.

Die Umfrage ist anonym und variiert je nach Statusgruppe – Professor/innen, wissenschaftliche Mitarbeiter/innen sowie Mitarbeiter/innen in Technik und Verwaltung - in einzelnen Aspekten. Pressemitteilung


Universum zeigt: Hibakusha - Reise auf die Insel des Glücks

Das Universum zeigt am Montag, dem 7. Mai um 19:00 in Kooperation mit SlowFood den Film "Hibakusha - Reise auf die Insel des Glückes".


Ein Jahr nach Fukushima - der Neuklearkapitalismus bäumt sich auf. Bitte informiert wie immer Eure Freunde, Verwandten, GesinnungsgenossInnen, MitgliederInnen und Wie-auch-immer!

"Ein Jahr nach Fukushima – der Nuklearkapitalismus bäumt sich auf. Ein Film von Dorothée Menzner und Ralph T. Niemeyer.

„Ein Jahr nach der Katastrophe von Fukushima kommen die Opfer zu Wort! Während sich die junge Anti-Atom-Bewegung in Japan allmählich auf die Straßen begibt, um den Atom-Wahnsinn zu beenden, versuchen Regierung und Konzerne die Unbedenklichkeit der nuklearen Pest wieder in die Köpfe der Menschen zurück zu drängen.

Dorothée Menzner, Mitglied des Deutschen Bundestages, und Ralph T. Niemeyer, freier Journalist, begaben sich ein Jahr nach der Reaktorkatastrophe nach Japan, um mit den Opfern, mit Wissenschaftlern, aber auch mit Überlebenden des USA-Atombomben-Gaus in Hiroshima und Nagasaki zu sprechen."

Bekanntmachung mit vollständigem Text

Rezension: Gewaltfreie Aktion - Erfahrungen und Analysen

Auf 287 Seiten werden in diesem Sammelband Beiträge von 25 Autorinnen und Autoren zusammengetragen. Reiner Steinweg und Ulrike Laubenthal (Hrsg.), Gewaltfreie Aktion. Erfahrungen und Analysen. Brandes & Apsel, Ffm. 2011 ISBN 978-3-86099-689-8, 287 Seiten; 21,90 EUR.

In dem Sammelband "Gewaltfreie Aktion. Erfahrungen und Analysen" von Reiner Steinweg und Ulrike Laubenthal werden die Prinzipien, Methoden und Wirkungsweisen gewaltfreien Handelns zusammengefasst und erläutert.

Die Ansätze in diesem Bereich haben sich im Laufe des letzten Jahrhunderts deutlich weiterentwickelt und professionalisiert. Seit den Gedanken von Thoreau oder Gandhi ist viel passiert. So kann man heute auf zahlreiche positive und erfolgreiche Beispiele der Gewaltfreiheit zurückblicken sowie auf ein breites Forschungsfeld bis hin zu etablierten Praktiken und Trainings, welche auf spezielle Aktionen vorbereiten sollen.

In den vielseitigen Ausführungen werden theoretische und praktische Konzepte aus der Geschichte der Gewaltfreiheit beispielhaft dargestellt, wie etwa die Prinzipien von Martin Luther King oder Mahatma Gandhi, und mit aktuellen Bezügen verdeutlicht. Auf Basis vergangener Ereignisse und theoretischer Konzepte wird verdeutlicht, wie und warum gewaltfreie Aktionen sehr erfolgreich sein können, aber auch welche Faktoren sie leicht scheitern lassen.

Zwei Termine und drei Bücher

12. Mai, HBK-Mensa: Silver Club

Der Silver Club informiert:

Am 12. Mai 2012 widmet sich der Silver Club unter dem speziellen Motto „Unplugged Independent Kulturnacht“ den leisen Tönen der Independentszene. Ein buntes Programm aus Lesung, Konzert und Party erwartet Euch!

Den Auftakt des Abends macht der Popliterat Christoph Braun. Er liest aus seinem neuen Buch „Hacken“. Christoph Braun, der lange in Berlin gelebt hat, für die Spex schreibt und das Musikprogramm des Deutsches Theaters in Berlin gestaltet, ist nun Landbewohner geworden. In seinem Buch setzt er auf Land und Web, und findet darin eine neue Form der Autarkie.

Im Anschluss erobert die Band Splandit die Bühne. Wer denkt, die Jungs holen jetzt Ihre E-Gitarren raus, der liegt falsch. Splandit spielen ihre extravagante Musikmischung aus Pop, Punk, Reggae, Ska und Easy-Listening grundsätzlich unplugged. Auf zahlreichen Konzerten in ganz Deutschland und in vielen Ländern Europas zeigten sie, dass Ihre druckvollen Songs ohne E-Gitarren auskommen, und ihre Musik das Publikum begeistert.

Auf der anschließenden Party steht DJ van Bauseneick, der sonst bei der Indie-Ü30-Party im Nexus auflegt (die nächste findet am Samstag, 19. Mai, ab 23 Uhr statt), am Plattenteller . Anders als von ihm gewohnt, verwöhnt er diesmal die Gäste mit einer Mischung aus Unplugged- und ruhiger Indiemusik, verfeinert mit Klassikern und lauten Stücken. Unterstützt wird er an den Reglern von DJ Silas, der unter anderem im legendären Schlucklum aufgelegt hat. Beide sind Meister ihres Faches, legen seit vielen Jahren auf und haben das gewissen Gefühl für gute tanzbare Musik.




"Wir müssen reden"

Am 24.04.2012 findet in der Zeit von 20.30 bis 22.00 Uhr der Auftakt zu einer neuen Reihe im Theologischen Zentrum statt: „Wir müssen reden“ – Ein Journalist und eine Pfarrerin im Gespräch mit Menschen der Stadt zu Themen der Zeit. Die Ev. Akademie Abt Jerusalem lädt hierzu herzlich ein. Einladung

Ausstellungseröffnung: Nagel, "Raucher".


Nach Ausstellungen in Köln, Hamburg, Weissenhäuser Strand, Berlin, Bielefeld, Wiesbaden, Kassel und Bremen zeigt Nagel die Drucke seiner Linolschnittserie „Raucher“ nun in Braunschweig. Die immer weiter wachsende Serie umfasst inzwischen knapp 30 Portraits von Menschen aus Nagels persönlichem Umfeld, aber auch ihn inspirierende Personen wie Lydia Lunch, Albert Camus, Gil Scott-Heron oder William S. Burroughs – alle im zutiefst existenzialistischen Moment des Zigaretterauchens.

Die Arbeiten erzählen auf dringliche Weise von Euphorie und Erschöpfung, von Hedonismus, Genuss und Sucht.

Limitiert auf jeweils wenige Exemplare (je 7 bis 12 Exemplare) sind die handgefertigten Drucke teilweise bereits fast ausverkauft.


Vernissage am 20. April im MusikKunstCafé RIPTIDE
Beginn: 20:00 Uhr – Eintritt frei

(Finissage mit Lesung von Nagel am 18. Mai)


Sound on screen: "Sex & Drugs & Rock & Roll"

SOUND ON SCREEN - Braunschweigs einzigartige Musikfilmreihe geht munter weiter –  dieses Mal:

 

Do, 19.04. SEX & DRUGS & ROCK & ROLL: THE LIFE OF IAN DURY

(Regie: Mat Whitecross/ GB 2010, 115 Min., OmdtU)

Vorhang auf für Ian Dury – exentrischer Entertainer, Punkrocker, selbsternannter „Spasticus Autisticus“ und mit seinen respektlosen Texten und wilden Auftritten einer der schillerndsten Musiker der späten 70er Jahre. Sein bewegtes Leben als furioses Spielfilmdebüt mit einem genialen Andy „Gollum“ Serkis in der Hauptrolle.

Großartig! (In-Edit Musikfilmfestival Berlin) Must-see! (The Times)

 

Anschließend...

...geht es laut & schmutzig weiter! RONNY MONO rocken das Haus und lassen es krachen...Punkrock Entertainment pur – Yeah, Baby!

Live und in Farbe an diesem Abend nur im Riptide.

 

Beginn: 19.00 Uhr im Universum Kino

 

Eintritt:  8 €  ermäßigt: 7 €

 

 

 

 

Zwei neue Bücher: Axel Klingenberg und Till Burgwächter

Axel Klingenberg – Keine Zukunft für immer – Verlag Andreas Reiffer 2012

Till Burgwächter – Väter, Völker und Vandalen – Verlag Andreas Reiffer 2012

 

Im handlichen Taschenformat bringt Andreas Reiffer je ein neues Buch von zwei Braunschweiger Autoren mit Titelbildern von Patrick Schmitz unters Volk. Till Burgwächter und Axel Klingenberg bilden zwei Drittel des Metal-Lesetrios „Read 'em All“, aber nur eines der Bücher befasst sich mit Musik, nämlich Klingenbergs „Keine Zukunft für immer – Das Punk-Lexikon“. „Lexikon“ trifft es gottlob nicht so ganz – das einzige, was an dem Büchlein wirklich an ein Lexikon erinnert, ist die nach Buchstaben sortierte Anordnung der Themen. Um Vollständigkeit ist Klingenberg gar nicht bemüht – wer etwa seine Lieblingsband sucht, die er 1978 bei einem Trip nach Südlondon liebenlernte, wird vermutlich enttäuscht. Klingenbergs Anliegen ist es vielmehr, seine eigene Erfahrung mit Punk in eine Form zu bringen. Löblich dabei ist, dass Klingenberg nicht verherrlicht und beschönt, wenn er in Erinnerungen und Betrachtungen schwelgt. Dabei schreibt er, wie er liest: Mit zurückhaltender Ironie und einem nur schwer versteckten Grinsen. Klingenbergs Witz ist beiläufig, aber treffgenau. Wenn der Familienvater über die spießige Anti-Spießer-Haltung, Spuck-Attacken, Hausbesetzer oder Kommerz spottet, greift er überzeugte „Punker“, wie er sie nennt, zwar an, nimmt ihnen aber mit der Tatsache den Wind aus den Segeln, dass er viele seiner Lexikoneinträge selbst erlebt hat, also weiß, wovon er spricht. Diverse Bandhistorien runden das Paket ab. So ist „Keine Zukunft für immer“ naturgemäß unvollständig, vom Themenspektrum aber umfassend und in Summe informativ und unterhaltsam, also empfehlenswertes Lesevergnügen.

 

 

Till Burgwächters „Väter, Völker und Vandalen – Ein Parforce-Ritt durch die Geschichte der beliebtesten Volksstämme“ ist dies auch, verfolgt aber einen völlig anderen Ansatz. Der Unterschied liegt nicht allein darin, dass Burgwächter seine Einträge nicht alphabetisch sortiert hat. Vordergründig sucht sich Burgwächter Volksstämme der Weltgeschichte heraus, erzählt deren Geschichte anhand von Wikipediaeinträgen mit seinen eigenen, gewohnt schnoddrigen Worten nach und lästert, was das Zeug hält. Ihm gelingt es dabei sogar, nachvollziehbare Zusammenhänge herzustellen und damit zu informieren. Auf den zweiten Blick ist sein Buch zudem mitnichten so politisch unkorrekt und latent rassistisch, wie es beim groben Blättern den Anschein haben mag: Burgwächter stellt nämlich alljene Machthaber bloß, die mit ihrem Machtbestreben andere unterdrücken, töten und schädigen. Damit stellt er einen deutlichen Bezug zu heute her, oder vielmehr: Er überlässt es dem Leser, Parallelen zu etwa Politikern, Wirtschaftsbossen oder sonstigen Egozentrikern herzustellen. Burgwächters bisweilen flapsige Wortwahl passt da nur zu gut. In beiden Fällen kann man sich prächtig vorstellen, wie die Texte klingen, wenn ihre Autoren sie vorlesen, und dass man dann als Zuhörer jede Menge Spaß hat.

http://www.verlag-reiffer.de/

http://www.krautnick.de/

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